Vier Tipps zum Bauen mit Bauträger

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Wer mit einem Bauträger baut, erhält alle notwendigen Bauleistungen aus einer Hand und kann meist mit einem festen Endpreis rechnen. Doch was zeichnet einen guten Bauträger aus? bauen.de gibt vier Tipps, worauf man achten sollte.

Bauen mit Bauträger: Wer sich vorab gut informiert, kann den Hausbau entspannt angehen. Foto: Fotolia

Wer ein Eigenheim erwerben will, aber nicht selbst Bauherr sein möchte, ist bei einem Bauträger gut aufgehoben. Er verfügt als Eigentümer über ein geeignetes Grundstück, erledigt alle amtlichen Formalitäten, kümmert sich um das gesamte Baugeschehen und oft auch um die Erschließung und die Außenanlagen. Und: Bauträger können insbesondere größere innerstädtische Grundstücke erschließen und beplanen, die einem einzelnen Eigenheimkäufer sonst nicht zugänglich wären. Allerdings bietet der Bauträger oft ein Typenhausprogramm an, das wenig Spielraum für Individualität lässt.

Woran erkennt man einen guten Bauträger?

Größe oder Alter des jeweiligen Bauunternehmens alleine lassen leider keine hinreichenden Rückschlüsse zu, welche Qualität das Unternehmen tatsächlich abliefert. bauen.de gibt vier Tipps, was man beim Hausbau mit Bauträger beachten sollte.

1. Referenzen, Musterhaus oder Besichtigung

Erprobte Bauträger sind willens und in der Lage, frühere Käufer zu benennen. Von ihnen kann sich ein Interessent beispielsweise berichten lassen: Wie war der Bauablauf? Wurden Termine und Vereinbarungen eingehalten? Wie ist der Bauträger mit Mängeln umgegangen? Aber: Hellhörig sollte man werden, wenn es gar keine Fehler gegeben haben soll. Denn wohl an jedem Bau gibt es Nacharbeiten, die Frage ist jedoch, ob man um sie streiten musste oder ob sie ohne Aufhebens erledigt wurden. Erfahrene Bauträger bieten zudem Besichtigungen auf laufenden Baustellen an oder verfügen über ein Musterhaus. Wem das nicht ausreicht, sollte sich beim Bauträger erkundigen, ob er mit dem TÜV eine baubegleitende Qualitätskontrolle vereinbart hat oder noch vereinbaren würde.

2. Ausführliche Bau- und Leistungsbeschreibung

Das Niveau eines Bauträgers ist nicht zuletzt an seinen Baubeschreibungen zu erkennen. Dort sollte ausführlich dargelegt sein, welche Leistungen im Preis enthalten sind und welche Materialien und Fabrikate verwendet werden. Erscheint die Baubeschreibung zu unkonkret, muss man nachfragen. Im Zweifelsfall sollte der Käufer mit dem Bauträger schriftliche Ergänzungen vereinbaren und sie beim Notar mit beurkunden lassen. Wer unsicher ist, kann einen Fachanwalt hinzuziehen.

3. Bezahlung nach Baufortschritt 

Es ist heute üblich, dass ein Bauträger in Vorleistung geht, der Kunde also den Kaufpreis etappenweise gemäß Baufortschritt entrichtet. Einzelheiten zu diesen Abschlagszahlungen regelt die Makler- und Bauträgerverordnung. Dort nachzulesen ist zwar keine leichte, aber eine lohnende Lektüre.

4. Bürgschaft oder Versicherung

Ein weiteres Qualitätsmerkmal: Der Bauträger verfügt über eine Fertigstellungs- oder Vertragserfüllungsbürgschaft der Hausbank. Alternativ könnte das Bauunternehmen eine Fertigstellungsversicherung vorweisen. Damit wäre der Bauherr im Falle einer Insolvenz während der Bauphase abgesichert.

Kostenloser Download: Checkliste guter Bauträger


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1 Kommentar

andreas stecker am 06.12.2017 22:36

Diese Tipps sind wunderbar. Alles hier in diesem Artikel ist wichtig. Danke dafür. VG voorwold.de

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