Wartung von Lüftungsanlagen

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Zentrale Lüftungsgeräte arbeiten mit Ventilatoren und leiten verbrauchte Luft über Rohre oder flache Kanäle aus den Zimmern eines Hauses ins Freie. Von dort führen sie Frischluft heran, die mit der Wärme der Abluft aufgeheizt wird. Dezentrale Geräte erledigen das gleiche, jedoch nur für einzelne Räume. Wenn pro Person für ein gutes Raumklima schätzungsweise 36 Kubikmeter Luft pro Stunde ausgetauscht werden müssen, kann man sich vorstellen, was die Anlagen pro Jahr umwälzen. Der Wartung von Lüftungsanlagen kommt ein dementsprechend hoher Stellenwert zu.

Wartung von Lüftungsanlagen, Lüftung
Die regelmäßige Wartung von Lüftungsanlagen ist Pflicht: Dabei werden Verschleißteile ausgetauscht, Funktionen überprüft und alle Teile gereinigt. Foto: Vaillant Foto: Vaillant

Man spricht auch von „Zwangslüftung“, weil bei hoch wärmegedämmten Häusern von selbst überhaupt kein Luftaustausch mehr stattfindet, Frischluft also auf technischem Wege, sozusagen „zwangsweise“, zugeführt werden muss. Das ist für die Bewohner bequem, weil die Anlagen völlig automatisch arbeiten und auf individuelle Bedürfnisse einstellbar sind. Aber wie jede Technik bedürfen auch Lüftungsanlagen einer regelmäßigen Wartung. Das bedeutet zumeist: Austausch von Verschleißteilen, Funktionsprüfung und Reinigung.

Wartung von Lüftungsanlagen: Do it yourself

Wenn der Betreiber es sich zutraut und die Anlage es zulässt, kann er sich vom Monteur in die einfachen Pflegemaßnahmen einweisen lassen. Das werden vor allem Reinigungsarbeiten sein, die im Wesentlichen drei Bauteile umfassen: die Filter für die Zu- und Abluft, die Gitter der Luftein- und Austrittsstellen, sowie möglicherweise auch den Wärmetauscher und den Ablauf der Kondensatwanne. Lüftungsanlagen mit Filterüberwachung signalisieren den Reinigungsbedarf oder Austauschzeitpunkt rechtzeitig; ansonsten muss man sich an die Intervalle des Herstellers halten.
In vielen Fällen können die Filtereinsätze in der Spülmaschine oder unter fließendem Wasser gereinigt werden. Wenn nicht, zahlt es sich an dieser Stelle aus, schon beim Kauf der Anlage darauf geachtet zu haben, ob ein Filter mit nur 30 Euro oder gar mit 100 Euro zu Buche schlägt. Je nach Modell können ein Filtertausch oder eine Reinigung alle drei bis sechs Monate anstehen; einmal pro Jahr sollte das längste Intervall dafür sein.

Wohnraumlüftung – lieber den Profi ranlassen?

Wer es nicht bei einer Reinigung nach Hausfrauenart belassen will und eine regelmäßige, fundierte Kontrolle wünscht, muss eine Fachfirma beauftragen. Sie wartet nach branchenüblichem Standard. Anhaltspunkte dazu findet man beim „Verein Deutscher Ingenieure“ und beim „Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.“ mit ihren Richtlinien VDI 6022 und VDMA 24186. Einzelne Hersteller bieten für ihre Anlagen auch Wartungsprotokolle an.

Die Wartungskosten sind naturgemäß unterschiedlich. Kombiniert man den Servicevertrag beispielsweise mit der Wartung der Heizung, kann man sicherlich einen Rabatt beim Installateur erzielen.

Spätestens alle fünf Jahre sollte der Wärmetauscher gründlich gereinigt werden. Wer über eine zentrale Lüftungsanlage verfügt, bei dem durchziehen etliche  Kanäle das Haus, die aus hygienischen Gründen nach spätestens zehn Jahren von Fachleuten gereinigt werden sollten. Nur sie verfügen über die spezielle Bürsten und Druckluftgeräte.


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