Welcher Haustyp soll es sein?

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Frei stehendes Haus, Reihenhaus oder Doppelhaus? Was Bauherren bei ihrer Entscheidung für einen Haustyp bedenken sollten.

Wenn vom eigenen Haus die Rede ist, denken die meisten Menschen unwillkürlich an ein frei stehendes Gebäude mit Garten. Es ist aber nicht in jedem Fall der ideale Haustyp, auch eine Doppelhaushälfte oder ein Reihenhaus haben ihre Vorteile. 

Die Haustypen im Vergleich

Freistehendes Einfamilienhaus: Unabhängigkeit hat ihren Preis

EFH, Einfamilienhaus, Foto: LBS
Individuell und ungestört leben im freistehenden Haus. Foto: LBS Foto: LBS

Vorteile:

  • Viel Privatsphäre und wenig Einschränkungen – es darf auch mal laut werden.
  • Freiheit bei der Gestaltung und flexible Nutzung der Räumlichkeiten.
  • Viel Gartenfläche und Parkplatz auf dem Grundstück.
  • Haustyp mit dem stärksten Wertzuwachs, der sich gut wiederverkaufen lässt.
     

Nachteile:

  • Eventuell Einblick in den Garten von allen Seiten.
  • Etwas höhere Heizkosten aufgrund von vier Außenwänden.
  • Einfamilienhäuser liegen oft in zentrumsfernen Wohngebieten mit schwacher Infrastruktur.

Doppelhaus: Günstiger im Doppelpack

Doppelhaus, DHH Foto: Hanse-Haus
Gute Nachbarschaft ist wichtig im Doppelhaus. Foto: Hanse-Haus Foto: Hanse-Haus

Vorteile:

  • Bau- oder Anschaffungskosten können beim Doppelhaus etwas niedriger sein als beim freistehenden Einfamilienhaus - zumindest wenn die Nachbarn zusammen bauen.
  • Das Grundstück ist in der Regel größer als beim Reihenhaus.

Nachteile:

  • Die Privatsphäre ist eingeschränkt im Vergleich zum Einzelhaus.
  • Gartengestaltung und größere bauliche Veränderungen müssen mit den Nachbarn abgestimmt werden.

Reihenhaus: Der pragmatische Haustyp

Reihenhaus, REH, RMH Foto: LBS
Das Reihenhaus ist eine günstige Wohnform für junge Familien. Foto: LBS Foto: LBS

Vorteile:

  • Preisgünstig im Vergleich mit anderen Einfamilientypen.
  • Niedrige Heizkosten bei nur zwei Außenwänden.

Nachteile:

  • Nachbarn von beiden Seiten.
  • Oft kleines Grundstück, wenig Garten und in der Regel kein Parkplatz.

Grundstücksbedarf und Kosten

Die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Hausformen werden wesentlich vom Grundstücksbedarf bestimmt. Der freistehende Haustyp benötigt wegen vorgeschriebener Grenzabstände mindestens 400, besser 500 Quadratmeter Grundstücksfläche. Doppelhäuser, die sich eine Wand teilen, kommen mit 350 Quadratmeter pro Haushälfte aus. Für ein Reihenhaus reichen 200 Quadratmeter. Damit halbieren sich die Grundstückskosten im Vergleich zum freistehenden Einfamilienhaus.


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