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Baubeschreibung

Eine Baubeschreibung sollte vollständig und möglichst genau sein.

30.11.2010


Manch Häuslebauer, der sein Eigenheim Schlüsselfertig vom Bauträger erwarb und auf den Festpreis vertraute, hat böse Überraschungen erlebt: Das Haus kam teurer als geplant. Der Grund: Oft sind Baubeschreibungen unvollständig und ungenau.

Der Verband privater Bauherren (VPB) hatte vor einiger Zeit Vertragsentwürfe unter die Lupe genommen und kam zu dem Ergebnis, dass viele davon nur vage formulierte Leistungen enthielten. Mängel in den Baubeschreibungen können sich zu enormen Nachzahlungen, bisweilen im fünfstelligen Bereich, summieren. Das Problem: Der Begriff "schlüsselfertig" ist genauso wenig gesetzlich normiert wie der Begriff Baubeschreibung.

Ein wichtiger Anhaltspunkt: Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen hat in Zusammenarbeit mit verschiedenen Verbänden und Interessensgruppen die Broschüre "Mindestanforderungen an Bau- und Leistungsbeschreibungen für Ein- und Zweifamilienhäuser" erarbeitet. Diese Richtlinie ist allerdings nicht rechtsverbindlich.

Der VPB empfiehlt deshalb, beim Bauträger vor dem Vertragsabschluss nachzufragen, ob den Leistungsbeschreibungen auch diese Mindestanforderungen zugrunde liegen. Übrigens: Baubeschreibungen sind ein wesentlicher Bestandteil des Bauträgervertrags und werden notariell beurkundet.


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