Fensterrahmen aus Holz, Aluminium oder Kunststoff: Eigenschaften, Kosten, Einbau

Fenster in Wohnhäusern sorgen für helle Räume - gleichzeitig sollen sie Kälte, Schall und Einbrecher draußen halten, möglichst pflegeleicht sein und dabei auch noch gut aussehen. Kein Problem. Zumindest für moderne Fenster mit Fensterrahmen aus Kunststoff, Holz oder Aluminium. Die Unterschiede zwischen den Materialien bestehen in erster Linie im Aussehen und der Pflege.

Beim Neubau und bei der Renovierung einer Immobilie stellt sich die Frage, welche Fensterrahmen es sein sollen. Entscheidungskriterien sind üblicherweise der Preis und die Optik. Aber auch praktische Überlegungen spielen eine Rolle, etwa die Sicherheit, die Dämmfähigkeit oder der Pflegeaufwand. Dabei darf eines nicht vergessen werden: Möglicherweise regelt der Bebauungsplan eines Wohngebietes, welche Fensterrahmen eingebaut werden dürfen. Etwa, ob Sprossen erlaubt sind oder welche Farben verwendet werden dürfen.

Fensterrahmen, Holzfenster, Foto: ezza116 / iStock

Fensterrahmen: Diese Materialen sind üblich

Am häufigsten eingesetzt werden Fensterrahmen aus Kunststoff, Aluminium und Holz. Die Beschläge und insbesondere die Schließtechnik sind dagegen immer aus Metall. In vielen Fällen bestehen Fensterrahmen auch aus verschiedenen Kombinationen dieser Materialien.

Fensterrahmen aus Holz, Kunststoff oder Aluminium

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Kunststofffenster

Im Gegensatz zu Holzfenstern sind Kunststofffenster sehr pflegeleicht. Es reicht, sie mit normalem Spülwasser zu putzen. Kunststofffenster gibt es in vielen verschiedenen Farben, beispielsweise auch in Holzoptik. Diese Farben können allerdings ausbleichen und lassen sich dann nicht ohne weiteres erneuern. Auch wenn die Farbkraft nachlässt: Kunststofffenster sind relativ langlebig, Bauherren können mit 40 bis 50 Jahren rechnen.

Ein einfaches Kunststofffenster mit durchschnittlichen Dämm- und Sicherheitseigenschaften mit den Standardmaßen 1,20 mal 1,20 Meter gibt’s bereits ab etwa 200 Euro.

Aluminiumfenster

Aluminiumfenster haben üblicherweise einen Holz- oder Kunststoffkern, denn nur so können gute Wärmedämmeigenschaften verwirklicht werden. Von allen Fensterrahmen besitzen sie die höchste Lebensdauer. 60 Jahre und mehr sind möglich. Außerdem brauchen sie sehr wenig Pflege. Bei übermäßig starker Verschmutzung kann man sie mit Felgenreiniger putzen, üblicherweise reicht aber normales Putzmittel. Aluminiumfenster sind in unterschiedlichen Farben erhältlich und bleichen nicht aus. Das Material lässt sich allerdings nicht ohne Weiteres streichen oder lackieren.

Ein einfaches Aluminiumfenster mit Kunststoffkern und mit durchschnittlichen Dämm- oder Sicherheitseigenschaften mit den Standardmaßen 1,20 mal 1,20 Meter gibt’s ab etwa 350 Euro.

Holzfenster

Holzfenster wirken natürlich und hochwertig – solange sie gepflegt werden. Zum Schutz vor Wind und Wetter brauchen sie beizeiten einen neuen Anstrich. Durch die Behandlung mit Pflegemilch lässt sich dieser allerdings hinauszögern. Holzfenster lassen sich in jeder beliebigen Farbe streichen und einfach renovieren. Leichtere Beschädigungen wie Kratzer, Dellen, Brandflecken oder ähnliches können abgeschliffen werden – im Gegensatz zu Schäden an Kunststoff- oder Aluminium-Fensterrahmen. In manchen Fällen werden die außenliegenden Flächen eines Holzrahmens mit Aluminium oder Kunststoff verkleidet. Dadurch wird es robust, bedarf keiner speziellen Pflege und überzeugt innen durch die natürliche Holzoberfläche.

Ein einfaches Fenster aus Kieferholz mit durchschnittlichen Dämm- oder Sicherheitseigenschaften mit den Standardmaßen 1,20 mal 1,20 Meter gibt’s ab etwa 450 Euro.

Wärmedämmung und Einbruchschutz

Ob Kunststoff, Holz oder Aluminium: Alle drei Fensterrahmenmaterialien bieten sehr gute Dämmeigenschaften. Dabei ist allerdings nicht nur der Rahmen wichtig, auch das Fensterglas muss aktuellen Ansprüchen entsprechen. Moderne Fenster sind mindestens doppelt verglast, manche sind beschichtet, sodass Wärme innen reflektiert wird. Die Zwischenräume zwischen den Fenstern können mit Gasen wie Argon oder Krypton gefüllt werden, die Wärme schlechter leiten als Luft.

Auch in Sachen Einbruchschutz können alle drei Materialien grundsätzlich guten Schutz bieten. Fenster der Schutzklasse RC 2, die generell zum Einbruchschutz im Wohnbereich empfohlen werden, bieten unabhängig vom Material des Rahmens einen Bohrschutz, Sicherheitsglas und sind abschließbar.

Für geübte Heimwerker: Fenster selbst einbauen

Geübte Heimwerker können Fenster auch selbst einbauen. Wichtig: Die Maße der Fensteröffnungen im Rohbau und die der Fenster müssen zusammenpassen. Bei Standardmaßen ist das kein Problem. Ist das Projekt mit viel Aufwand verbunden, weil die Maße beispielsweise vom Standard abweichen oder ein elektrischer Rollladen eingebaut werden muss, sollte unter Umständen ein Fensterprofi engagiert werden. Besonders wichtig ist es dabei, die Fenster gut gegen das Mauerwerk abzudichten – sonst nützt das beste Wärmedämmfenster nichts und Feuchtigkeit kann möglicherweise sogar ins Mauerwerk eindringen.

Fensterrahmen renovieren oder sanieren

Müssen die alten Fensterrahmen renoviert werden, können Heimwerker viele Aufgaben einfach selbst erledigen. Holzfenster lassen sich zumeist ohne größeren Aufwand streichen oder lackieren. Dazu muss die alte Farbe möglicherweise abgeschliffen werden. Hier wird auch ein Vorteil von Kunststoff- oder Aluminiumfenstern deutlich: Sie sind unter normalen Umständen weitgehend wartungsfrei, müssen lediglich gereinigt werden.

Alternativ zu Lack und Farbe können Hobby-Handwerker ihre Fenster folieren. Das geht auch bei Kunststoff oder Aluminiumfenstern. So können Heimwerker ihren Fenstern eine neue Farbe oder beispielsweise eine Holzoptik verpassen. Auch hier gilt: Liegt ein Bebauungsplan vor, sollte vorab abgeklärt werden, welche Farben und welches Dekor erlaubt sind. Da Fenster viele Ecken, Kanten und zahlreiche Beschläge haben, ist die Arbeit teilweise nicht gerade einfach. Im Außenbereich muss auf geeignete Folie geachtet und sauber gearbeitet werden, damit die Folie durch Wind und Nässe nicht bald wieder abgeht.

Schwieriger werden die Arbeiten schon, wenn ein Fenster nicht dicht ist. Dann kann warme Luft entweichen und Nässe in das Mauerwerk eindringen. Wer sein Fenster abdichten will, braucht handwerkliches Geschick und muss auch die richtigen Dichtungsprofile finden.

Generell ist es natürlich auch möglich, neue Fenster einzubauen. Insbesondere bei Altbauten lohnt es sich möglicherweise, gebrauchte Fensterrahmen zu verwenden, wenn diese günstig zu haben sind oder besonders gut zu einem bestimmten Baustil passen. Das geht aber nur, wenn sie in der richtigen Größe verfügbar sind – und ist nur dann sinnvoll, wenn sie eine Verbesserung darstellen. Wer handwerklich geschickt ist, kann die Fenster selbst einbauen.

Matthias Dittmann

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