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Hochbeet selber bauen: Schritt-für-Schritt Anleitung

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Ein Hochbeet schafft optimale Bedingungen für Gemüse, Obst und Kräuter. Alles, was Hobbygärtner wissen müssen – inklusive Anleitung zum Selbstbau.

Ein Hochbeet bringt Pflanzen nicht nur auf eine angenehme Arbeitshöhe. Es strukturiert den Garten auch und trennt beispielsweise zwischen Zier- und Nutzpflanzen. Foto: vulkanismus / fotolia.de

Ein Hochbeet erleichtert Hobbygärtnern ihre Arbeit, insbesondere, wenn sie Kräuter, Obst oder Gemüse anpflanzen und ernten wollen. Die Erde lässt sich gezielt in Schichten aufbauen und je nach Bauweise des Hochbeetes auch vergleichsweise einfach austauschen. Für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, erleichtert ein Hochbeet die Gartenarbeit. Neben diesen Vorteilen ist ein Hochbeet auch noch ein interessantes Element bei der Gartengestaltung.

Gründe für ein Hochbeet

Ein Hochbeet sieht nicht nur gut aus und kann helfen, den Garten zu strukturieren. Es gibt weitere Gründe, die für ein Hochbeet sprechen:

  • Längere Kulturzeit: Während der eingeschichtete Humus langsam verrottet, entsteht Wärme. Die Bodentemperatur der Hochbeete liegt dadurch etwa sechs Grad Celsius über der von Flachbeeten. Dadurch haben Pflanzen eine bis zu sechs Wochen länger andauernde Kulturzeit.
  • Weniger Schädlinge: Durch die Höhe der Beetkonstruktion wird Schnecken und Wühlmäusen der Zugang zumindest erschwert.
  • Arbeiten im Stehen möglich: Die Höhe hat auch den Vorteil, dass Gärtner stehend arbeiten können. Das schont den Rücken.
  • Arbeiten im Sitzen und im Rollstuhl möglich: Konstruiert man das Hochbeet als Tischbeet, lässt es sich auch bequem im Sitzen gärtnern.

Vor dem Bau bedenken: Material, Konstruktion, Ausrichtung

Bevor Heimwerker loslegen und sich ein Hochbeet selber bauen, sollten sie ein paar Punkte bedenken:

Die Beetkonstruktion kann entweder direkt auf dem Erdboden errichtet werden, oder einen eigenen Boden haben. Bei Letzteren ist der Standort relativ flexibel. So lässt sich bei ausreichend Platz auch ein Hochbeet auf dem Balkon oder der Terrasse realisieren. Solche mobilen Hochbeete sind meist aus Kunststoff oder Metall.

Hochbeete lassen sich aber auch aus Betonplatten, Gabionen oder Rasengittersteinen errichten, am häufigsten wird jedoch naturbelassenes oder druckimprägniertes Holz verwendet. Dabei eignet sich das sehr widerstandsfähige Holz von Lärchen, Robinien oder Douglasien.

Die optimale Höhe eines Hochbeets hängt einerseits davon ab, ob der Hobbygärtner vor allem im Sitzen oder im Stehen arbeiten will, außerdem von der Körpergröße. Zwischen dem angewinkelten Ellenbogen und dem Hochbeet sollten etwa 15 Zentimeter Abstand bestehen. Wer im Sitzen gärtnern möchte, sollte ein rund 60 Zentimeter hohes Hochbeet bauen. Damit auch in der Mitte des Beetes bequem gearbeitet werden kann, sollte ein Hochbeet nicht breiter als 120 Zentimeter sein. Für Rollstuhlfahrer muss das Hochbeet unterfahrbar sein und dennoch so niedrig, dass man bequem daran arbeiten kann.

Um das Sonnenlicht optimal ausnutzen zu können, werden die meisten Hochbeete in Nord-Süd-Ausrichtung angelegt – also so, dass die kurzen Seiten Richtung Osten und Westen zeigen.

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Hochbeete aus Holz und Stein in verschiedenen Bauweisen

Die Rahmenkonstruktion für ein Hochbeet können Heimwerker aus unterschiedlichen Materialen bauen. Am einfachsten ist der Bau eines Hochbeetes allerdings mit einer Holzkonstruktion. Dabei sind verschiedene Ausführungen möglich.

Für diese Holzkonstruktion wurden massive quadratische Kanthölzer gestapelt. Auf diese Weise können Heimwerker auch ein sehr breites Hochbeet bauen. Foto: Hochbeet Mühlviertel Massiv – Ortner-Holz GmbH

Ein Hochbeet muss nicht immer aus Holz sein. Wer es selbst bauen möchte, kann das Hochbeet beispielsweise auch aus Stein mauern. Ein Hochbeet aus Kunststoff oder Metall ist dagegen nicht für den Selbstbau geeignet. Foto: Jeanette Dietl / fotolia.de

Hier werden die Planken von schmalen Kanthölzern in den Ecken gehalten. Für die nötige Stabilität der langen Planken sorgen weitere Kanthölzer an den Längsseiten. Foto: Sonja Birkelbach - Fotolia.com

Stützende Holzpfosten an der Außenseite sorgen für den nötigen Halt. Die Pfosten können entweder direkt in den Boden oder auf Pfostenträger gesetzt werden. Foto: FRÜH - Fotolia.com

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Schritt-für-Schritt Anleitung: Ein Holzbeet selber bauen

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Hochbeet selbst zu bauen. Diese Anleitung ist für ein relativ einfaches und günstiges Hochbeet aus Holz.

Um ein Hochbeet aus Holz zu bauen, braucht es je nach Bedarf 2,5 bis 5 Zentimeter dicke Holzlatten für die Seitenwände sowie Kanthölzer oder Pfosten für die Stabilisierung. Außerdem benötigen Heimwerker Teichfolie und Kaninchengitter. Liegen dann auch noch Holzschutzfarben, Schrauben und entsprechende Werkzeuge bereit, kann es losgehen.

Ein Hochbeet mit Holzpfosten lässt sich leicht selber bauen. Foto: GAH - ALBERTS

Info

Die Maße der Pfosten und Bretter hängt von der gewünschten Größe und Höhe des Hochbeetes ab. Damit das Beet ertragreich ist, muss es mit verschiedenen Schichten gefüllt werden, die insgesamt einen Meter hoch sind. Soll das Beet niedriger sein, können Hobbygärtner eine Grube ausheben, die einen Teil der Schichten aufnehmen kann – oder einfach untere Schichten weglassen.

  1. Alle Holzbauteile mit Schutzlasur behandeln und trocknen lassen.
  2. Stellfläche markieren, beispielsweise mit einer Schnur. Es können aber auch einfach die Bretter und Pfosten auf den Boden gelegt werden.
  3. Pfosten setzen: Am besten Bodenhülsen in den Boden rammen und die Pfosten einsetzen. Der Vorteil einer solchen Hülse: Das Holz ist vor aufsteigender Feuchtigkeit geschützt. Wer keine Bodenhülsen setzen möchte, kann die Holzpfosten auch mindestens 30 Zentimeter tief in die Erde einschlagen. In diesem Fall müssen die Pfosten entsprechend länger sein.
  4. Seiten beplanken: Erste Bretter waagrecht etwa fünf Zentimetern oberhalb des Bodens montieren, damit auch diese vor aufsteigender Feuchtigkeit geschützt sind. Lange Bretter an den Innenseiten der Pfosten befestigen, kurze Bretter an den Außenseiten.
  5. Verzinktes Gitter zum Schutz vor Maulwürfen und Wühlmäusen befestigen. An den Seiten sollte sich dieses Casanet-Gitter oder Kaninchengitter etwa 25 bis 30 Zentimeter mit der Holzbeplankung überlappen, am Boden darf es aufliegen. Gitterteile mit Bindedraht verknüpfen und an den Planken festtackern.
  6. Restliche Bretter anbringen.
  7. Pfostenkappen aufsetzen.
  8. Hochbeet innen mit Teichfolie auslegen. Und zwar so, dass die Seitenbretter vor Feuchtigkeit geschützt sind. Der Boden des Hochbeetes sollte dagegen nicht bedeckt sein.  Die obere Kante der Folie umschlagen und an der Innenseite der Bretterwand festtackern.
  9. Hochbeet schichtweise befüllen und anschließend bepflanzen. Informationen zu den einzelnen Schichten eines Hochbeetes folgen weiter unten.

Wie sich ein Hochbeet mit Rasengitter- und Rasterflorsteinen selber bauen lässt, zeigt dieses Video.

Schicht für Schicht: So wird ein Hochbeet befüllt

  • 20 Zentimeter grober Baum- oder Strauchschnitt. Stattdessen kann auch Stroh verwendet werden. Im Zweifel kann die Schicht ganz weggelassen werden.
  • 20 Zentimeter gehäckselte Äste oder Rindenmulch.
  • 15 bis 20 Zentimetern Gartenabfälle wie Laub oder Grasschnitt. Auch die zuvor ausgestochenen Grassoden – also die Grasbüschel samt Erdreich - können hier verwendet werden. Wichtig: Mit dem Gras nach unten einarbeiten.
  • 15 bis 20 Zentimeter halbreifer Kompost. Auch Pferdemist oder Kuhdung kann verwendet werden.
  • 20 Zentimeter reifer Kompost oder Pflanzhumus.

Alternativ kann auch das gesamte Hochbeet mit Pflanzerde verfüllt werden. Das ist aber erstens teurer und zweitens nicht unbedingt besser für die Pflanzen. Die unterschiedlichen Schichten befinden sich in unterschiedlichen Verrottungszuständen – und geben nach und nach über die Jahre Nährstoffe ab.
Eine weitere Füllmethode wäre, nur den Boden mit etwa 10 bis 15 Zentimeter Schnitt- oder auch Häckselgut zu befüllen und das restliche Hochbeet ein Jahr lang als Kompost zu benutzen. Nach diesem Zeitraum wird es mit Pflanzerde aufgefüllt.

Info

Nach etwa fünf bis sechs Jahren sollten alle Schichten ausgetauscht werden. Dann sind die Nährstoffe aufgebraucht.

Bepflanzen: Auf gute Nachbarschaft achten

Der oben genannte Schichtaufbau im Hochbeet ist sehr nährstoffreich. Daher empfiehlt es sich, in den ersten Jahren Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf anzubauen, also sogenannte Starkzehrer. In den folgenden Jahren sollten dann Mittelzehrer und schließlich Schwachzehrer gepflanzt werden. So wird der Boden nicht ausgezehrt und Schädlinge können sich nicht auf eine Pflanzenart einstellen.

1.-2. JahrStarkzehrerTomaten, Kohl, Gurken, Zucchini, Lauch, Sellerie
3.-4. JahrMittelzehrerSalat, Spinat, Zwiebeln, Knoblauch, Chinakohl, Paprika, Karotten
5.-7. JahrSchwachzehrerBohnen, Erbsen, Kräuter, Sommerblumen

Wenn in dem Hochbeet mehr als nur eine Pflanzenart wachsen soll, es sich also um eine Mischkultur handelt, ist es wichtig, dass die Pflanzen zueinander passen. Die folgende Übersicht verrät, welche Pflanzen gute oder schlechte Nachbarn sind.

gute Nachbarnschlechte Nachbarn
BlumenkohlBuschbohnen, Endivien, Erbsen, Gurken, Rote Bete, Sellerie, SpinatKartoffeln, Kohl, Knoblauch, Rhabarber, Schnittlauch, Zwiebeln
BuschbohnenBohnenkraut, Erdbeeren, Dill, Gurken, Kartoffeln, Kohl, Kohlrabi, Kopf- und Pflücksalat, Mangold, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Rote Bete, Sellerie, TomatenErbsen, Fenchel, Knoblauch, Lauch, Zwiebeln
BohnenkrautBuschbohnen, Kopf- und Pflücksalat, Rote Bete
DillBuschbohnen, Erbsen, Gurken, Kohl, Kopf- und Pflücksalat, Karotten, Rote Bete, Zwiebeln
EndivienFenchel, Kohl, Lauch, Stangenbohnen
ErbsenDill, Fenchel, Gurken, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Karotten, Radieschen, Rettich, ZucchiniBuschbohnen, Kartoffeln, Knoblauch, Lauch, Stangenbohnen, Tomaten, Zwiebeln
ErdbeerenBorretsch, Buschbohnen, Knoblauch, Kopfsalat, Lauch, Radieschen, Rettich, Schnittlauch, Spinat, ZwiebelnKohl
FeldsalatErdbeeren, Radieschen
FenchelEndivien, Erbsen, Feldsalat, Gurken, Kopf- und Pflücksalat, SellerieBuschbohnen, Stangenbohnen, Tomaten
GurkenBohnen, Dill, Erbsen, Fenchel, Kohl, Kopfsalat, Kümmel, Lauch, Rote Bete, Sellerie, ZwiebelnKartoffeln, Radieschen, Rettich, Tomaten
KarottenDill, Erbsen, Knoblauch, Kopf- und Pflücksalat, Lauch, Mangold, Radieschen, Rettich, Schnittlauch, Tomaten, ZwiebelnRote Bete
KartoffelnDicke Bohnen, Knoblauch, Kohlrabi, SpinatErbsen, Gurken, Kohl, Rote Bete, Sellerie, Tomaten, Zwiebeln
KnoblauchErdbeeren, Gurken, Himbeeren, Kartoffeln, Karotten, Rote Bete, Sellerie, TomatenBuschbohnen, Erbsen, Kohl, Stangenbohnen
KohlBuschbohnen, Dill, Endivien, Erbsen, Kopf- und Pflücksalat, Lauch, Mangold, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Rote Bete, Sellerie, Spinat, Stangenbohnen, TomatenErdbeeren, Kartoffeln, Knoblauch, Senf, Zwiebeln
KohlrabiBuschbohnen, Erbsen, Gurken, Kartoffeln, Kopfsalat, Lauch, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Schwarzwurzeln, Sellerie, Spinat, Stangenbohnen, Tomaten, Zwiebeln
KopfsalatBuschbohnen, Bohnenkraut, Dill, Erbsen, Erdbeeren, Gurken, Kohl, Kohlrabi, Lauch, Karotten, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Rote Bete, Schwarzwurzeln, Stangenbohnen, Tomaten, ZwiebelnPetersilie, Sellerie
LauchEndivien, Erdbeeren, Gurken, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Karotten, Sellerie, TomatenBuschbohnen, Erbsen, Rote Bete, Stangenbohnen
MangoldBuschbohnen, Kohl, Karotten, Radieschen, Rettich
PaprikaGurken, Kohl, Karotten, TomatenErbsen, Fenchel, Rote Bete
Radieschen und RettichBuschbohnen, Erbsen, Kohlrabi, Kopf- und Pflücksalat, Mangold, Karotten, Petersilie, Spinat, Stangenbohnen, TomatenGrünkohl, Gurken, Kohl, Radieschen, Rettich, Rosenkohl, Zwiebeln
RhabarberBuschbohnen, Kohl, Kopf- und Pflücksalat, Spinat
RosenkohlErbsen, Gurken, Kohlrabi, Radieschen, Rettich, Sellerie, SpinatKartoffeln, Zwiebeln
Rote BeteBuschbohnen, Bohnenkraut, Dill, Gurken, Knoblauch, Kohl, Kopf- und Pflücksalat, ZwiebelnKartoffeln, Lauch, Karotten, Spinat
SchwarzwurzelnBohnen, Kohlrabi, Salat
SellerieBuschbohnen, Gurken, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Lauch, Stangenbohnen, TomatenKartoffeln, Kopfsalat
SpinatErdbeeren, Kartoffeln, Kohl, Kohlrabi, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Stangenbohnen, TomatenRote Bete
StangenbohnenEndivien, Gurken, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Radieschen, Rettich, Sellerie, Spinat, ZucchiniErbsen, Knoblauch, Lauch, Zwiebeln
TomatenBuschbohnen, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Kopf- und Pflücksalat, Paprika, Petersilie, Sellerie, Spinat, ZucchiniErbsen, Fenchel, Gurken, Kartoffeln
ZucchiniErbsen, Stangenbohnen, Tomaten, Zwiebeln
ZwiebelnDill, Erdbeeren, Feldsalat, Gurken, Kohlrabi, Kopfsalat, Lauch, Karotten, Rote Bete, Sellerie, ZucchiniBuschbohnen, Erbsen, Kartoffeln, Kohl, Radieschen, Rettich, Stangenbohnen

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