Holzhaus – guter Wärmeschutz und angenehmes Raumklima

Aus einem nachwachsenden Rohstoff gebaut, sind Holzhäuser nicht nur ökologisch gut verträglich, sondern garantieren auch perfekten Wärmeschutz und ein hervorragendes Raumklima. Wer sich für ein Holzhaus entscheidet, sollte aber auch die Nachteile bedenken, die das Material mit sich bringt.

Weil Nachhaltigkeit und Wohngesundheit heute als Bauprinzipien immer wichtiger werden, sind auch Holzhäuser seit Jahren wieder sehr gefragt. Schon immer wurde Holz in vielen Regionen der Welt vor allem wegen seiner konstruktiven Eigenschaften und vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten als Baustoff geschätzt. Heute steht vor allem die ökologische Verträglichkeit im Vordergrund. Deshalb wird mit einem Holzhaus auch meist die Bezeichnung Ökohaus verbunden, auch wenn es noch andere umweltfreundliche und gesunde Bauweisen gibt.

Mit dem Holzhaus verbindet sich oft die Vorstellung eines Blockhauses oder einer anderen rustikalen Erscheinung. Doch Holzhäuser können ganz unterschiedlich aussehen und auch verputzt sein. Andererseits macht eine Holzfassade allein noch kein Holzhaus aus, wenn sich dahinter eine gemauerte Konstruktion verbirgt.

Von einem Holzhaus spricht man dann, wenn es überwiegend aus Holz gebaut beziehungsweise die tragende Konstruktion aus Holz errichtet ist.

Diese Definition schließt sowohl massive Holzhäuser ein, als auch Fachwerk- und Fertighäuser. Bei letzteren kommen neben dem Gerüst aus Holz noch weitere Baustoffe zum Einsatz, um die Hohlräume der Konstruktion auszufüllen. Das können Steine, mineralische, synthetische, tierische oder pflanzliche Dämmstoffe sein.

Dank Fertigbauweise lassen sich sehr vielfältige Baustile mit dem Baustoff Holz umsetzen. Standardmäßig wird aber vor allem das Schwedenhaus sowie das so bezeichnete Amerikanische Haus als Holzhaus ausgeführt.

Konstruktion aus Holz: die Möglichkeiten

Beim Bau eines Holzhauses hat der Bauherr viele verschiedene Optionen. Wer sich etwa für ein Blockhaus entscheidet, setzt auf Massivholz, das Schwedenhaus in skandinavischem Stil ist gleichermaßen Blickfang und Energiesparwunder und beim Fachwerkhaus besteht in der Regel lediglich das Gerüst aus Holz. Zu den wichtigsten Holzbauweisen gehören:

  • Holzblockbau: Einfache und stabile Konstruktion. Beim traditionellen Blockhaus bestehen die Wände aus Rundbohlen oder Kanthölzern, die an den Ecken miteinander verfacht werden. Einwandige Blockhäuser werden heute fast nur noch als Ferien- oder Wochenendhäuser angeboten. Als reguläre Wohnhäuser baut man sie heute des besseren Wärmeschutzes wegen zweischalig mit einer Zwischendämmung.
  • Massivholzbau: Auch aus reinem Massivholz lassen sich Häuser bauen, die den heutigen Anforderungen an Energieeffizienz genügen. Das erreicht man mit einem Wandaufbau aus mehren Schichten von Bohlen und Brettern, die vertikal, horizontal oder diagonal zueinander angeordnet und mit Holzdübeln oder Metallstiften verbunden werden.
  • Holzrahmenbau und Holztafelbau: Beide Bauweisen werden vor allem im Fertighausbau verwendet. Die tragende Konstruktion besteht aus einem massiven Holzgerüst, dessen Zwischenräume mit Dämmstoffen, zum Beispiel aus Holzwolle oder Zellulose, ausgefüllt werden. Beide Seiten werden mit Platten aus Holzwerkstoff oder Gips beplankt.
  • Holzskelettbau: Die Bauweise des Fachwerkhauses und Vorläufer des Holzrahmenbaus. Tragende Konstruktion ist das Skelett aus senkrechten (Pfosten, Stützen, Ständer) und waagrechten, beziehungsweise leicht schräg stehenden Hölzern (Träger, Riegel, Streben). Die Zwischenräume (Gefache) werden mit Lehm, Stroh, Steinen oder anderen Materialien ausgefüllt.

Unabhängig von der Bauweise erreichen viele Holzhäuser meist sehr gute Wärmedämmwerte. Häufig erfüllen diese Werte sogar die hohen Ansprüche von Energieeffizienzhäusern. Ökologisch bauen steht jedoch stets im Vordergrund.

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Baustoff Holz: Zurück zur Natur

Holzhäuser liegen in Deutschland voll im Trend. Das hat unter anderem mit ihrer guten ökologischen Verträglichkeit zu tun.

Ein Kerngedanke beim Ökohaus ist der nachhaltige und schonende Umgang mit Ressourcen: Als nachwachsender Rohstoff erfüllt Holz diese Bedingungen, vorausgesetzt es stammt aus ordnungsgemäß bewirtschafteten Wäldern und nicht etwa aus gefährdeten Ökosystemen. Bauherren sollten auf die entsprechenden Gütesiegel achten.

Naturbaustoffe wie Holz geben im Regelfall auch keine Schadstoffe ab – ein Holzhaus ist somit für Allergiker gut geeignet. Allerdings gilt es auch hier, auf entsprechende Zertifizierungen zu achten: Die Verwendung von chemischen Holzschutzmitteln, bedenklichen Klebern, Leimen oder sonstigen gesundheitsschädlichen Stoffen ist tabu.

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Zusammengefasst: die Vorteile eines Holzhauses

Zu den Vorteilen von Häusern in Holzbauweise zählen:

  • natürliches Baumaterial;
  • von Natur aus weitgehend schadstofffrei und deshalb auch für Allergiker geeignet;
  • nachwachsender Rohstoff mit guter Ökobilanz;
  • recyclebar und ohne schädliche Rückstände zu entsorgen;
  • geringe Wärmeleitfähigkeit und gute Dämmwirkung, daher für energieeffiziente Bauweisen geeignet;
  • vielseitige Konstruktionsmöglichkeiten in Vollholz oder in Kombination mit anderen Materialien;
  • Vorfertigung von Bauelementen in der Fabrik möglich;
  • verschiedene Baustile möglich;
  • geringes Gewicht im Vergleich zu anderen Baustoffen: Holz stellt kaum Ansprüche an die Tragfähigkeit des Boden und des Fundaments;
  • Trockenphase wie beim gemauerten Haus entfällt, deshalb schnell beziehbar;
  • gutes und gesundes Raumklima, weil Holz Feuchtigkeit aus der Raumluft aufnehmen und wieder abgeben kann;
  • bei Verwendung entsprechender Hölzer – zum Beispiel Lärche, Zeder, Eiche, Tanne – witterungsbeständig und langlebig.
Ingrid Lorbach
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