Bei manchen Grundstücken ist es naheliegend, dass sie eines Tages als Bauland ausgewiesen werden. Dann spricht man von Bauerwartungsland. Doch Garantien gibt es nicht.
Bei Bauerwartungsland handelt es sich um Flächen, üblicherweise im Außenbereich, die derzeit noch nicht Bauland sind, bei denen es jedoch eher naheliegend erscheint, dass sie in Zukunft einmal zu Bauland werden. Ein Hinweis darauf kann sein, dass die Gemeinde eine Fläche in einem Flächennutzungsplan als zu bebauendes Land bezeichnet, ohne dass sie schon als Bauland ausgewiesen wäre. In diesem Fall kann man oft erwarten, dass das Bauerwartungsland in absehbarer Zeit zu Bauland wird.
Doch es geht auch spekulativer: Bei manchen Ackerflächen erscheint es beispielsweise naheliegend, dass sie die Gemeinde zu Bauland machen könnte: Etwa weil diese Flächen direkt an ein Baugebiet angrenzen oder weil die Gemeinde stark wächst. Hier gilt: Einen Rechtsanspruch auf Bebaubarkeit oder sonstige Sicherheiten gibt es nicht. Es kann genauso gut sein, dass das entsprechende Land weiterhin eine Ackerfläche bleibt.
Trotz der Unsicherheiten ist Bauerwartungsland in der Regel teurer als eine reine landwirtschaftliche Fläche. Denn dem Risiko, dass die Spekulation nicht aufgeht, stehen enorme Gewinnchancen gegenüber. Bauland kostet meist ein Vielfaches im Vergleich zu landwirtschaftlichen Flächen.
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