Decke renovieren und gestalten – mehr als nur weißeln

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Die Decke renovieren bedeutet häufig ganz einfach, sie weiß zu streichen. Doch die fünfte Wand hat maßgeblichen Einfluss auf die Wirkung eines Raumes – Raumgestalter und Bauherren können einiges aus ihr herausholen. Aufwendig muss die Deckenrenovierung jedoch nicht unbedingt sein.

Decke renovieren, Foto: epr/saarpor
Zierleisten an der Decke werten den Raum auf. Die Anbringung ist unkompliziert. Wer‘s weniger wuchtig will, kann auch schmale Fußbodenleisten verwenden. Foto: epr/Saarpor Foto: epr/Saarpor

Wenn die Decke dreckig ist, zum Beispiel, weil in der Wohnung geraucht wurde, wenn Gipsplatten rissig sind oder durch zu viel Gewicht zerstört wurden, wenn die Deckengestaltung nicht mehr dem aktuellen Geschmack entspricht oder die gesamte Wohnung rundumerneuert werden soll, heißt es: Decke renovieren. Die Möglichkeiten sind weitaus vielfältiger, als nur weiß zu streichen. 

  • Die meisten Decken sind weiß. Das wirkt zwar recht stilvoll, doch beim Decke streichen geht noch so viel mehr: flächig, gestreift, gemustert, … Ist die Farbe an der Decke dunkler als die Wände, wirkt der Raum niedriger. Ist die Decke heller, wirkt der Raum höher. Bei einer gestreiften Decke wird der Raum in Richtung der Streifen optisch verlängert.
     
  • Um Holzdecken zu streichen, ist je nach Beschaffenheit etwas Vorarbeit notwendig: Vorhandene Farben und Lacke abschleifen. Dabei muss die Farbe aber nicht ganz ab. Es reicht, einmal drüber zu schleifen, um die Oberfläche im Mikrostrukturbereich zu vergrößern. So kann das Holz die neue Farbe besser aufnehmen. Ist die Decke stark verschmutzt, kann eine Säuberungslauge aus dem Baumarkt helfen. Je nachdem, welche Farbe verwendet werden soll, ist außerdem eine Grundierung notwendig.
     
  • Zierprofile an den Deckenrändern machen auch auf weiß gestrichenen Decken ordentlich was her. Verwendet werden können zum Beispiel auch Fußbodenleisten aus dem Baumarkt. Weiße Leisten setzen sich von farbig gestrichenen Wänden ab und betonen die Kanten.
     
  • Mit Styropor-Stuck wird’s noch etwas edler. Deckenleuchten lassen sich mit aufgeklebten Styropor-Rosetten in Szene setzen.
     
  • Etwas aufwendiger ist die Anbringung von Zierbalken aus Holz. Selbst leichte Scheinbalken müssen an die Decke geschraubt werden. Die Schrauben können mit Nägeln aus Holz oder Zierriemen verdeckt werden. Zierbalken schaffen ein rustikales Ambiente oder setzten Akzente zu moderner Einrichtung.
     
  • Deckenrenovierung kann auch heißen, die Decke zu tapezieren. Das erfordert Übung, denn über Kopf zu arbeiten ist nicht einfach und wird gerade bei großen Flächen anstrengend. Gemusterte Tapeten eignen sich eher, um Akzente zu setzen, einfarbige Tapeten sind eine Alternative zum farbigen Anstrich.
     
  • Wer seine Decke sanieren möchte, kann auf Deckensysteme zurückgreifen. Diese eröffnen einen sehr großen Gestaltungsspielraum, was Farben und Formen angeht. Möglich sind zum Beispiel Gipsplatten oder Spannsysteme. Je nach Bauweise muss der Platz zwischen alter und neuer Decke nicht verschenkt werden, sondern kann für Gebäudetechnik, Lautsprechersysteme, Lichtquellen, Wärmedämmung und auch Schalldämmung genutzt werden.

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1 Kommentar

Carsten am 01.09.2017 19:34

Zitat: Ist die Farbe an der Decke heller als die Wände, dann wirkt der Raum niedriger. Ist die Decke heller, wirkt der Raum höher." Ja, was den nun? Beide male helle Decke, trotzdem unterschiedliche Wirkung?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 04.09.2017 17:43

Hallo Carsten,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir haben den Fehler ausgebessert. Eine dunkle Decke macht den Raum optisch niedriger, ist die Decke heller als die Wände, wirkt er höher.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de