Carport: Vorteile, Bauweisen und Selbstbautipps

Der Carport ist eine günstigere Alternative zur Garage: Ein überdachter Stellplatz fürs Auto, der nicht abschließbar ist. Welche Vorteile ein Carport gegenüber einer Garage mit sich bringt und wie man ihn selbst bauen kann.

 

Carport oder Garage? Diese Frage beantwortet oft das Budget, denn Carports sind deutlich günstiger zu haben als Garagen. Doch die beiden Alternativen haben ganz spezifische Vor- und Nachteile. Der Carport hat vor allem Hobbyhandwerker auf seiner Seite.

 

Ein Carport ist an mindestens einer Seite offen. Diese leichte Bauweise ist relativ günstig und bietet weitere Vorteile. Foto: Overmann

Die Vorteile eines Carports

Der Carport besitzt einige entscheidende Vorteile gegenüber der Garage:

  • Kostengünstig: In den meisten Fällen dürfte der Carport die günstigere Alternative zur Garage sein. Eine Standardgarage aus Beton kostet 5.000 Euro und mehr. Einen einfachen Carport als Bausatz gibt’s schon für 200 Euro.
  • Der Carport ist relativ leicht zu bauen und insofern für Heimwerker geeignet. Die Garage gibt’s als Fertigbauteil oder wird vor Ort gemauert. Den Carport kann man sich selbst zusammenzimmern oder einen Bausatz kaufen.
  • Weil der Carport an mindestens einer Seite, oft aber auch an mehr Seiten offen ist, wirkt er etwas weniger massiv als eine Garage. Je nach Bausituation integriert er sich dadurch eher in das Grundstück.

 

… und seine Nachteile

Der einzige Nachteil eines Carports im Vergleich zur Garage ist: Es gibt keinen abgeschlossenen Raum.

  • Das hat zur Folge, dass für das Auto üblicherweise eine höhere Kfz-Versicherungsprämie fällig wird.
  • Außerdem ist so die Lagerfläche im Carport sehr begrenzt. Hier gibt’s einfache Abhilfe: Viele Carportbausätze kann man optional mit einem angeschlossenen Schuppen kaufen.
  • Schlechterer Schutz vor Diebstahl, Witterung, Vandalismus oder Tieren wie Mardern

 

Braucht ein Carport eine Baugenehmigung?

Welche Gebäude auf welche Weise genehmigt werden müssen, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Ein Carport gehört aber oft zu jenen Gebäuden, die keine Baugenehmigung oder lediglich ein vereinfachtes Verfahren benötigen. Das kann heißen, dass es reicht, den Bau eines Carports beim zuständigen Bauamt anzuzeigen. Auf Basis der Anzeige wird dann lediglich geprüft, ob der Standort des Carports in Ordnung ist.

 

 

Material: in erster Linie Holz und Aluminium

Grundsätzlich kann man einen Carport aus jedem erdenklichen Baustoff bauen. Doch gerade Bausätze sind üblicherweise aus Aluminium. Wer seinen Carport selbst baut, sollte der Einfachheit halber Holz wählen – dann ist er auch komplett an die eigenen Vorstellungen anpassbar und lässt sich bestens in die vorhandene Architektur integrieren, etwa, indem das gleiche Holz und die gleiche Farbe verwendet werden wie die Dachbalken oder Fensterrahmen des Hauses.

 

 

Der Carport und sein Dach

Beim Dach des Carports handelt es sich üblicherweise um ein Flachdach. Doch auch hier sind natürlich andere Lösungen denkbar. Wer allerdings ein aufwendiges Walmdach auf seinen Carport bauen lässt, büßt einen gewissen Teil des finanziellen Vorteils sein. Eine andere Option sind bepflanzte Flachdächer.

 

 

Carport selbst bauen

Geübte Heimwerker können einen Carport selbst bauen. Die etwas einfachere Variante ist ein Bausatz aus Aluminium. Anspruchsvoller ist der komplette Selbstbau aus Holz samt Fundament und Dach. Der Vorteil eines Bausatzes ist es, dass der Carport komplett an die eigenen Ansprüche angepasst werden kann.

 

Matthias Dittmann

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