Wodurch sich Wechselstrom, Drehstrom oder Gleichstrom unterscheiden

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Defekte Kabel verursachen im schlimmsten Fall einen Schwelbrand. Alte Stromkreisläufe sollten deswegen beizeiten gegen neue ausgetauscht werden. Um diese in Eigenregie zu installieren, muss man über ausreichend Fachwissen verfügen. Bauen.de erklärt, worauf beim Umgang mit elektrischer Spannung geachtet und wann lieber ein Profi hinzugezogen werden sollten.

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Erst wenn die Lampe montiert ist, sollte die Sicherung wieder reingedreht werden. Foto: Bosch Foto: Bosch

Dimmer einbauen, Deckenleuchte anschließen oder alte Stromkabel gegen neue austauschen – um sich bei der Arbeit an elektrischen Leitern nicht in Lebensgefahr zu bringen, sollte man die wichtigsten Regeln im Umgang mit Strom beherrschen. Wer sich allerdings mit verschiedenen Stromarten, dem richtigen Werkzeug und den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen auskennt, kann viele Elektroarbeiten selbst durchführen.

Verschiedene Stromarten

Strom ist nicht gleich Strom. So unterscheidet man Wechselstrom von Gleichstrom und Starkstrom von Schwachstrom, wobei letzterer dazu dient, Informationen zu übertragen, also beispielsweise zu telefonieren.

  • Wechselstrom: Strom, der in regelmäßigen Abständen seine Fließrichtung und seine Stromstärke ändert, wird als Wechselstrom bezeichnet. Er fließt vor allem in öffentlichen Stromversorgungsnetzen.

  • Dreiphasenwechselstrom oder auch Drehstrom: Dreiphasenwechselstrom – umgangssprachlich auch als Starkstrom bezeichnet – ist eine spezielle Form des Wechselstroms. Er setzt sich aus drei einzelnen Wechselströmen mit gleicher Frequenz zusammen. Da er eine große Leistung erbringt, wird er von Stromnetzbetreibern zur Verteilung hoher Energie eingesetzt. Auch ein gewöhnlicher Herd benötigt mehr Leistung als andere Haushaltsgeräte. Ist in der Wohnung ein entsprechender Zähler vorhanden, kann ein Fachmann den Herd daher auch an Dreiphasenwechselstrom anschließen.

  • Gleichstrom: Im Gegensatz zum Wechselstrom hat der Gleichstrom nur eine Fließrichtung und eine gleichbleibende Stromstärke. Über ihn beziehen die meisten Elektrogeräte im Haushalt ihre Energie.

Schutzvorrichtungen im Stromkreislauf

Es gibt einige Schutzvorrichtungen, die Unfälle mit Elektrizität verhindern. So befindet sich für gewöhnlich in Kabeln neben den stromführenden Leitern ein sogenannter Schutzleiter (PE). Er ist meist grün-gelb gekennzeichnet und sorgt bei einem Defekt für einen Kurzschluss, der eine Unterbrechung des  Stromkreislaufes zur Folge hat.

Einen weiteren Schutz bietet die Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD). Sie kappt die Stromzufuhr, wenn die Isolation der stromführenden Drähte beschädigt wird.

Sicheres Arbeiten mit Elektrizität

Wer sich mit Elektrizität auskennt, muss nicht immer einen Fachmann rufen. Voraussetzung für sicheres Arbeiten mit Strom ist neben fundiertem Know-How allerdings auch das richtige Werkzeug. Dieses sollte auf jeden Fall isoliert sein, damit es bei Stromkontakt keine elektrische Spannung weiterleitet.

Bevor man sich ans Werk macht, muss der Stromkreislauf abgeschaltet werden. Dafür dreht man die entsprechende Sicherung im Sicherungskasten heraus. Danach prüft man mit einem Messgerät, dem sogenannten Duspol, ob die Leitung noch Spannung führt.

Hier sollte ein Fachmann ran

Ein Stromschlag kann im schlimmsten Fall tödlich enden, deswegen gilt: Bei Unsicherheit im Umgang mit Elektrizität sollte man die Finger davon lassen und einen Profi hinzuziehen. Mit einigen handwerklichen Eigenleistungen im Vorfeld wie Schlitze aufstemmen, Kabel verlegen und Schalterdosen setzen, kann man die Höhe der Rechnung verringern. Der Elektriker überprüft die Arbeiten im Nachgang und übernimmt den Anschluss an den Stromkreislauf.


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3 Kommentare

Müller am 26.11.2018 09:39

Was Sie über Gleichstrom schreiben ist krottenfalsch!!! Alle Geräte laufen mit Wechselstrom (oder Drehstrom)!

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Andreas am 16.06.2018 11:22

„Über ihn [Gleichstrom] beziehen die meisten Elektrogeräte im Haushalt ihre Energie.“

Gleichstrom gibt es im Haushalt praktisch nicht. Im Auto und im Handy gibt es Gleichstrom. Alle Haushaltmaschinen / -geräte laufen mit Wechselstrom.

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Wolfgang am 14.05.2014 10:38

Spätestens sobald Drehstrom ins Spiel kommmt, sollte man die Finger von der Installation lassen.

400V sind tödlich. Zwischen zwei Außenleitern greift kein Schutzmechanismus. Dem RCD (früher FI) ist es egal, ob zwischen zwei Außenleitern ein Mensch hängt.

Wer mehr wissen möchte:

Zum Thema Gleichstrom, Wechselstrom und Drehstrom habe ich hier kostenlose VIDEOs veröffentlicht.

ET-Tutorials.de

Ich hoffe, es hilft dem einen oder anderen.

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