Alternative zu Echtholz: Vinylboden und Fliesen in Holzoptik

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Ein Bodenbelag aus Echtholz ist vor allem in stark beanspruchten Räumen mit viel Pflegeaufwand verbunden. Wer auf Vinylboden oder Fliesen in Holzoptik zurückgreift, kann beides haben: Strapazierfähigkeit und natürliches Aussehen.

Fliesen in Holzoptik lassen sich ähnlich wie Parkett im Fischgrätmuster verlegen. Foto: Fliesenverband/Grohn Foto: Fliesenverband/Grohn

Fußböden aus Vinyl oder Fliesen imitieren das Aussehen und die natürliche Struktur von Holz und sind kaum von originalen Parkettböden oder Holzdielen zu unterscheiden. Die Auswahl an Nachbildungen ist groß und reicht von traditionellen Dekoren wie Eiche rustikal bis hin zu gewollt alt aussehenden Varianten wie Fichte antik oder Eiche grau gekalkt. Modelle mit einer reliefartigen Oberfläche imitieren sogar die natürliche Holzstruktur. Werden die Fliesen oder Vinylplanken beispielsweise als Schiffsboden oder in Fischgrätmuster verlegt, wirkt der Boden noch authentischer.

Fliesen in Holzoptik ideal mit Fußbodenheizung kombinierbar

Fliesen in Holzoptik bestehen aus Keramik oder Steingut. Deshalb sind sie strapazierfähiger als klassische Holzfußböden und unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Keramische Fliesen lassen sich wegen ihrer hervorragenden Wärmeleitfähigkeit außerdem ideal mit einer Fußbodenheizung kombinieren.

Optisch ist die Oberfläche der Fliesen jedoch kaum von Parkett und Dielen zu unterscheiden. Hersteller orientieren sich bei den Formaten an bekannten Maßen aus dem Parkettbereich und bieten Fliesen in Holzoptik in einer Länge bis zu 1,20 Metern an. Für ein authentisches Bild sollten die Fugen möglichst schmal gehalten werden. Verlegt wird auf die herkömmliche Art und Weise mit Fliesenkleber, anschließend wird verfugt.

Vinylboden: robust und hygienisch

Vinyl ist als Bodenbelag besonders strapazierfähig, abriebfest und hygienisch. Lange Zeit wurde der Kunststoff, der auch als Polyvinylchlorid (PVC) bekannt ist, ausschließlich für Gewerbebauten, Krankenhäuser und Kindergärten verwendet. Vinylboden ist in verschiedenen Mustern erhältlich und wird zunehmend auch im Wohnbereich eingesetzt. Mittlerweile wird Vinyl nämlich nicht mehr als Rollenware angeboten, sondern in Form von schmalen Elementen, die sich einfach verlegen lassen. Dabei  gibt es verschiedene Verlegetechniken: Die reinen Kunststoffplanken, die nur wenige Millimeter dick sind, werden entweder direkt auf den Boden geklebt oder per Klicksystem schwimmend verlegt.

Außerdem gibt es Fertigböden, die mit einer wenige Millimeter dicken Nutzschicht aus Vinyl versehen sind. Als Trägerschichten dienen HDF, das ist eine aus Holzfasern hergestellte Werkstoffplatte, oder Naturkork. Verlegt wird diese Vinylboden-Variante schwimmend, ähnlich wie Laminat oder Fertigparkett. Für den Nassbereich ist Fertigboden nicht geeignet, da über die Fugen Feuchtigkeit eindringen könnte, die die Trägerschicht aufquellen lässt.

Beim Kauf von Vinylboden sollte unbedingt auf dessen Zusammensetzung geachtet werden. Beigemischte Weichmacher, die den Kunststoff elastisch machen, gelten als gesundheitsschädigend. Inzwischen verwenden zwar viele Hersteller Rohstoffkombinationen, die frei von dem bedenklichen Inhaltsstoff sind, jedoch nicht alle setzen auf eine Produktion nach strengen Umweltrichtlinien.


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2 Kommentare

Christian am 03.06.2015 12:22

Also ich war bei Fliesen in Holzoptik auch erst sehr skeptisch ich kenne von meinen Eltern da noch ein paar quadratische Fliesen die so aussehen sollen wie Holz aber die sind wirklich gruselig gewesen. Die sind allerdings auch schon 15... mehr

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Martin am 05.05.2014 17:34

Fliesen in Holzoptik - als ich das zum ersten Mal hörte, hat es mir sämtliche Nackenhaare aufgestellt. Aber dann habe ich mir bei einem Nachbar den fertig verlegten Fliesenboden angesehen, und meine Skepsis war verflogen. Sieht Klasse... mehr

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