Dachgeschoss: Knifflige Beleuchtungsaufgaben clever gelöst

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Räume unterm Dach sind gemütlich, aber schwierig einzurichten. Da ist ein gut durchdachtes Einrichtungskonzept gefragt, denn jeder Winkel will optimal genutzt sein. Besonders wichtig ist die Beleuchtung im Dachgeschoss.

Dachgeschoss, Licht, Beleuchtung, Foto: storm/fotolia.com
Lichtkomfort im Dachgeschoss: Strahler ergänzen das Tageslicht. Foto: storm/fotolia.com Foto: storm/fotolia.com

Der Raum im obersten Winkel des Hauses war schon immer eine beliebte Ausbaureserve. Bei einem Neubau können Bauherren vorausschauend schon mal alle wichtigen Zuleitungen für Wasser oder Strom ins Dachgeschoss führen, auch wenn sie zunächst noch nicht an einen Ausbau denken. Ein Altbau dagegen stellt oft eine bauliche Herausforderung dar. Das trifft oft insbesondere auf die vorgefundenen Lichtverhältnisse zu: eine alte Gaube schafft zwar Kopffreiheit, aber ihr Fenster erscheint viel zu klein; oder es ist ein größeres Giebelfenster vorhanden, aber das weist leider nach Norden; oder der Denkmalschutz lässt es nicht zu, die altehrwürdigen, aber winzigen Fenster zu vergrößern; oder ein Baum reckt sich ausgerechnet dort, wo das neue Dachflächenfenster für mehr Licht sorgen sollte.

Kabel unter Putz verlegen

Kurzum: Vielen Bauherren bleibt nichts anderes übrig, als dem kargen Lichteinfall in ihr Dachgeschoss mit technischen Mitteln abzuhelfen. Sie gehen ans Werk und entdecken, dass entweder gar keine oder nur eine einzige elektrische Leitung ins Dachgeschoss führt. Ist dies der Fall, sollten Heimwerker– am besten mit Unterstützung eines erfahrenen Elektrikers – nach Möglichkeiten suchen, wenigstens zwei neue Kabel heranzuführen, damit für Beleuchtung und Steckdosen jeweils ein eigener Stromkreis entsteht. Das gelingt manchmal nur auf Umwegen. Wird im Haus ohnehin renoviert, empfiehlt sich die Verlegung der Zuleitungen unter Putz; doch auch ein diskret angebrachter Kabelschacht ist oft akzeptabel.

Licht im Dachgeschoss: LEDs brauchen wenig Strom

Im besten Fall können also mehrere ins Dachgeschoss führende Kabel (min. NYM 3 x 1,5 mm) an den Sicherungs- und Verteilerkasten des Hauses angeschlossen werden. Im ungünstigsten Fall muss man mit der einzigen vorhandenen Leitung auskommen. Dann empfiehlt es sich, den Dachboden generell mit Leuchtdioden (LEDs) auszustatten. Sie sind zwar teurer als die meisten anderen Leuchtmittel, benötigen aber nur sehr wenig Strom und halten bis zu 50.000 Betriebsstunden – eine Investition in die Zukunft.

Während es früher hieß: ein Zimmer eine Lichtquelle (der Kronleuchter an der Decke), rechnet man heute mit etwa drei bis fünf Leuchten auf 25 Quadratmetern, wenn der Raum nicht nur als Ganzes genutzt wird, sondern in verschiedene Bereiche gegliedert ist. Bevor man also beginnt, die Kabel im Dachgeschoss zu verlegen, empfiehlt es sich zu entscheiden, welche Ansprüche die Beleuchtung erfüllen soll. Im Grunde existieren zwei Konzepte:

  1. Der Raum soll als Ganzes komplett ausgeleuchtet werden:
    Dafür werden direkt unter dem First oder an einer der Wandschrägen Stromschienen oder fortlaufende Stangen (so genannte Leuchtbalken) installieret, die den ganzen Raum durchqueren. Dafür genügt zur Not auch nur ein einziger Stromauslass. Der Fachhandel führt hierfür zahlreiche Komplettsysteme. Wer LEDs nutzt, kann sein Licht elektronisch steuern, mit Farben spielen und hat keine Überlastung seines einsamen Kabels zu fürchten. Wer mit LEDs etliche dunkle Ecken ausleuchten will, wird eher Strahler bevorzugen, weil sie sich drehen und punktgenau ausrichten lassen. Wer indirekte Beleuchtung mag, kann in den Randzonen des auszubauenden Dachgeschosses sogar parallel geschaltete Einbaustrahler in den Fußboden einlassen, die den Raum von unten her erhellen.

  2. Neben der Komplettbeleuchtung sollen unterschiedliche Bereiche des Raumes jeweils einzeln mit Licht versehen werden:
    Dafür eignen sich neben den Strahlern zwar besonders gut Pendelleuchten, doch es ist nicht immer einfach, sie aufzuhängen, weil ein Dachgeschoss nun mal vornehmlich aus Dachschrägen besteht. Eine Alternative dazu sind Stehlampen, die jedoch eine Steckdose benötigen. Wer sich scheut, diese in die Wandschrägen einzubauen, kann sie auch im Fußboden verlegen. Allerdings müssen dafür spezielle Steckdosen verwendet werden, die dann nahe der Außenwand im nicht begehbaren Bereich verlegt werden.

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