Einzelne Fliesen selbst austauschen

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Fliesenbruch kommt immer wieder vor. Mit relativ wenig Aufwand kann man einzelne Fliesen austauschen und die makellose Optik von Wand oder Boden wieder herstellen.

Fliesen, Fliese austauschen, Foto: beermedia/Fotolia.com
Mit etwas Zeit und hanwerklichem Geschick sind einzelne Fliesen recht schnell selbst ausgetauscht. Foto: beermedia/Fotolia.com Foto: beermedia/Fotolia.com

Schäden an gefliesten Flächen, zum Beispiel in Küche oder Bad, sind kein Beinbruch, denn einzelne Fliesen selbst austauschen kann fast jeder. Man braucht dazu ein wenig handwerkliches Geschick, das entsprechende Werkzeug und eine Fliese – optimaler Weise eine, die zur gefliesten Fläche passt.

Ursachen für Fliesenbruch

Schwere Gegenstände, die auf den Boden fallen, gehören zu den Hauptursachen, wenn einzelne Fliesen beschädigt werden. Zum Teil ist der Bruch jedoch schon durch eine unsachgemäße Verlegung vorprogrammiert. Wird zum Beispiel der Fliesenkleber nicht gleichmäßig aufgetragen, kann es bei Belastung zu Spannungen in der Fliese und schließlich zum Fliesenbruch kommen. Auch ein nicht tragfähiger Untergrund oder der falsche Fliesenkleber können dazu führen, dass einzelne Fliesen brechen.

Fliesen austauschen – so geht’s

  • Für den Fliesentausch benötigt man einen Winkelschleifer, ein elektrisches Multitool oder einen elektrischen Fliesenschneider. Mit dem Gerät wird die beschädigte Fliese vorsichtig und vor allem auch vollständig entlang der Mörtelfuge aufgeschnitten. Zu beachten ist, dass die Fliese komplett getrennt werden muss, da es sonst beim nachfolgenden Entfernen mit dem Hammer zu Kraftübertragungen und damit zu Schäden an weiteren Fliesen kommen kann!
  • Ist die Fliese vollständig freigelegt, kann sie entfernt werden. Dazu benutzt man einen Hammer und klopft vorsichtig die Fliese frei, eventuell muss ein Meißel zu Hilfe genommen werden. Anschließend werden alle Fliesen- und Mörtelreste sorgfältig entfernt, am besten mit dem Staubsauger.
  • Im nächsten Schritt wird Fliesenkleber mit einem Zahnspachtel vollflächig auf den freigelegten Untergrund aufgetragen. Gut geeignet sind hier fertig gemischte Dispersionskleber, die in kleinen Mengen gekauft werden können.
  • Nun wird die Fliese eingelegt und gleichmäßig in das Kleberbett gedrückt. Leichtes Schieben sorgt dafür, dass die ausgetauschte Fliese an der richtigen Stelle sitzt und die Fugen an allen Seiten etwa gleich breit sind.
  • Fliesenkleber, der aus den Fugen quillt, muss sofort herausgekratzt werden.
  • Wenn der Fliesenkleber ausgehärtet ist, kann verfugt werden. Mit dem Fugengummi wird der Fugenmörtel diagonal eingebracht. Bildet sich auf den Fliesen ein staubig wirkender Belag, dann beginnt der Fugenmörtel zu trocknen. Überschüssiger Mörtel kann jetzt abgewaschen werden.

 

Bis zur vollständigen Trocknung sollte die Fliese nicht betreten werden. Sind Kleber und Mörtel komplett ausgehärtet, ist oft kaum noch zu sehen, dass an dieser Stelle eine beschädigte Fliese ausgetauscht wurde.


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