Haustüren aus Kunststoff, Aluminium oder Holz: Materialien im Vergleich

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Sicherheit und Wärmedämmung: Das sind die beiden wichtigsten Kriterien bei der Auswahl der richtigen Haustür. Haustüren aus Kunststoff, Aluminium oder Holz bieten je nach Material ihre Vor- und Nachteile.

Haustüren geben einem Haus Charakter - und der ist je nach Material ganz unterschiedlich. Doch neben dem Design spielt es auch eine Rolle, wie sich die Haustüren aus Kunststoff, Aluminium oder Holz in Sachen Sicherheit und Wärmeschutz verhalten.

Haustüren aus Kunststoff

Haustür, Kunststoff, Foto: EGE/Kömmerling
Querschnitt durch eine Kunststoff-Haustür. Foto: EGE/Kömmerling Foto: EGE/Kömmerling

Aus Kunststoff gefertigte Haustüren haben den Vorteil, dass sie vergleichsweise preiswert, pflegeleicht und so gut wie wartungsfrei sind. Für den Wärmeschutz eines Hauses sind Haustüren aus Kunststoff eine gute Wahl: Die guten Dämmeigenschaften des Materials sorgen dafür, dass die Heizwärme nicht durch die Tür entweichen kann. Da Kunststoff ein sehr dehnbares Material ist, das sich im Laufe der Zeit verziehen kann, ist es wichtig, dass die Tür mit einem umlaufenden Stahlkern versehen ist. Dieser liefert auch ausreichenden Schutz gegen Einbrecher.

Aluminium-Haustüren

Haustür, Aluminium, Foto: EGE/Heroal
Querschnitt durch eine Aluminium-Haustür. Foto: EGE/Heroal Foto: EGE/Heroal

Als Material für Haustüren ist Aluminium sehr gut geeignet: Die Türen sind pflegeleicht und äußerst stabil, mit entsprechend behandelter Oberfläche können ihnen Witterungseinflüsse wie Regen nichts anhaben. Ein Nachteil sind die eher schlechten Dämmeigenschaften des Materials. Für einen ausreichenden Wärmeschutz sollten Haustüren aus Aluminium daher mit einer Isolierungsschicht versehen sein. Durch ihre Stabilität bieten Haustüren aus Aluminium hohe Sicherheitsstandards.

Haustüren aus Holz

Haustür, Holz, Foto: UNILUX
Querschnitt durch eine Holz-Haustür. Foto: UNILUX Foto: UNILUX

Holz bringt optimale Eigenschaften für eine Haustür mit: Das Material ist nicht nur natürlich und langlebig, sondern hat auch gute Dämmeigenschaften, die garantieren, dass die Wärme aus dem Inneren des Hauses nicht durch die Tür entweicht. Ein Stahlkern gewährleistet, dass die Tür sich im Laufe der Zeit nicht durch Temperaturschwankungen verzieht – er dient aber auch der Sicherheit, weshalb Bauherren beim Kauf einer Holztür besonderen Wert darauf legen sollten. Der Nachteil: Haustüren aus Holz sind verglichen mit anderen Materialien sehr pflegeintensiv. Damit sie Witterung und UV-Strahlung langfristig trotzen, müssen sie regelmäßig lasiert werden.

Vor- und Nachteile verschiedener Materialien für Haustüren

VorteileNachteilePreis
Kunststoff
  • preiswert
  • pflegeleicht
  • nahezu wartungsfrei
  • gute Dämmeigenschaften
  • relativ schlechter Schallschutz
  • Damit sich die Tür nicht mit der Zeit verziehen kann, sollten Käufer darauf achten, dass sie einen Stahlkern hat.
  • Je nach Kunststoff kann sich das Material über die Jahre verfärben.
ab ca. 180 Euro    
Aluminium
  • äußerst stabil
  • mit behandelter Oberfläche auch pflegeleicht
  • kein Anstrich notwendig, in verschiedenen Farben erhältlich
  • Für gute Dämmeigenschaften sollte die Tür im Inneren mit einer Isolierschicht versehen sein.
ab ca. 900 Euro    
Holz
  • beste Wärmedämm- und Schallschutzeigenschaften
  • Material ist verhältnismäßig pflegeintensiv
  • regelmäßige Lasierung notwendig
  • Lebensdauer abhängig von Oberflächenbehandlung
ab ca. 350 Euro    

 

 

In unserer Bildergalerie können Sie Haustüren verschiedener Materialien vergleichen.

Anleitung: Haustür selbst einbauen

1. Bevor es überhaupt an den Kauf einer Tür geht, sollten Heimwerker zunächst Höhe, Breite und Tiefe der Türöffnung ermitteln und notieren. Zudem sollte vorher festgelegt werden, ob die Tür nach links oder nach rechts geöffnet werden soll und ob sie sich nach innen oder nach außen öffnen lässt – natürlich ist diese Entscheidung auch von der Beschaffenheit des Hauseingangs abhängig.

2. Vor dem Einbau der Tür empfiehlt es sich, die Tür auf eventuelle Fehler zu prüfen. Dazu die Tür einfach leicht schräg an die Wand lehnen. Bei der Überprüfung nicht nur auf eventuelle Kratzer achten, sondern auch nachmessen, ob sich die Tür bereits verzogen hat.

3. Wer sich für eine Holzhaustür entschieden hat, muss auf diese vor dem Einbau eventuell noch eine Dickschichtlasur auftragen. Ob diese notwendig ist, geht entweder aus der Produktbeschreibung hervor oder kann beim Hersteller erfragt werden.

4. Nun kann der Blendrahmen in die Türöffnung gestellt werden. Die Schwelle sollten Heimwerker dabei vollständig mit Material unterlegen um die notwendige Stabilität zu gewährleisten. Eine Wasserwaage hilft, nachzuprüfen, ob der Rahmen gerade steht.

5. Nun sollte die Tür zur Probe eingehängt werden. Wichtig: Den Abstand zwischen Türblatt und fertigem Fußboden überprüfen. Dieser sollte etwa einen  Zentimeter betragen, ansonsten könnten sich Fremdkörper darunter verkeilen und den Boden verkratzen.

6. Wenn alles richtig sitzt, die Tür zunächst wieder aushängen. Dann am Blendrahmen die Positionen der Löcher markieren, durch die die Tür später mit Dübeln in der Wand verschraubt werden soll. Eventuell muss später noch nachjustiert werden, daher empfiehlt es sich, zunächst mit der Seite zu beginnen, auf der die Tür geöffnet wird. Die Bohrlöcher sollten etwa einen halben Meter voneinander und gut zehn bis 20 Zentimeter von der Türecke  entfernt liegen.

7. Nun geht es ans Bohren der Löcher im Blendrahmen. Nachdem in diesen Löchern später auch der Schraubenkopf Platz finden soll, empfiehlt es sich, mit einem Senker nachzuarbeiten und die Löcher auf der Türseite auf den Durchmesser des Schraubenkopfes auszuweiten.

8. Jetzt mit einem Steinbohrer durch den Blendrahmen die Dübellöcher in die Wand bohren. Die Dübel in die Löcher einbringen und den Blendrahmen fest mit der Wand verschrauben. Die Schraubenköpfe sollten nun nicht mehr über den Blendrahmen hinausstehen.

9. Die Tür kann nun wieder eingehängt werden. Sitzt auch auf der Schlossseite nun alles richtig und hat sich nichts verzogen, kann die Prozedur dort wiederholt werden. Ansonsten einfach mit Holzkeilen an den Seiten nachjustieren.

10. Wenn die Tür richtig sitzt, kann die Fuge zwischen Blendrahmen und Mauer mit Isoliermaterial und/oder Montageschaum ausgefüllt werden. In einem letzten Schritt geht es dann an die Feinjustierung der Tür an den Bändern. Je nach Hersteller sind die Stellschrauben anders angebracht. Die Produktbeschreibung oder der Hersteller selbst gibt dazu genauere Auskünfte.


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2 Kommentare

Benny am 15.10.2016 19:59

Z.b ral Montage, Bänder öffnungszyklen usw.

auf Kommentar antworten

Benny am 14.10.2016 12:38

Und dann wundern sich die Leute warum es an der Haustür schimmelt, die Bänder ausreißen... Man merkt, dass es gut gemeint war, diesen Artikel zu schreiben, aber mehr leider auch nicht.

auf Kommentar antworten

willi am 14.10.2016 19:47

Dann kläre uns bitte auf, warum das so ist?!