Heizen mit Holz

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Nach landläufiger Meinung gilt Heizen mit Holz als ökologisch, günstig und anheimelnd. Dabei gibt es inzwischen zahlreiche verschiedene Arten von Holzheizungen und des Brennstoffs selbst. Ein Überblick über alle gängigen Varianten und ob sich das Heizen mit Holz wirklich lohnt.

Heizen mit Holz: Ein Kamin macht das Haus behaglich. Foto: Contura Foto: Contura

Viele Betreiber von Holzöfen halten es für besonders umweltfreundlich und preisgünstig, sich vom Erdgas abzuwenden. Obwohl es einen hohen Heizwert hat, sich leicht transportieren lässt und platzsparende Heizsysteme ermöglicht. Hätten wir zu günstigen Preisen auch übermorgen noch genug davon, würde wohl kaum jemand auf Holz umsteigen. Doch Deutschland hat nur begrenzte Gaslagerstätten, um ausländische Lieferanten gibt es immer mal wieder politische Querelen, und die Preise zeigen langfristig auf unangenehme Höhen. Holz gedeiht demgegenüber praktisch vor der eigenen Haustür und was wir vorn abschlagen, wächst hinten wieder nach. Die Bilanz scheint bestens. Oder sind wir auf dem Holzweg?

Es gibt im Wesentlichen drei Nutzungsarten des Holzfeuers im privaten Haushalt:

  1. Der Romantiker wirft sein Öfchen nur gelegentlich an; er hat kein ökonomisches Motiv, sondern sucht sich im trauten Kreis am Spiel der Flammen zu erbauen.
  2. Die Einen heizen nur in der Übergangszeit, um die Zentralheizung möglichst spät anzuwerfen. Leider sind Kaminöfen nur Einzelraumheizungen und finden sich deshalb meist im Wohnzimmer. Will man darüber hinaus weitere  Zimmer beheizen, benötigt man einen deutlich teureren wasser-führenden Kaminofen.
  3. Die Anderen installieren gleich eine komplette Hausheizung, haben aber nicht die Absicht, ständig Brennstoff nachzulegen. Die Industrie hat deshalb den Rohstoff Holz solange gehackt, geschnetzelt und gepresst, bis er sich durch Rohre blasen oder über Förder-schnecken zu den Öfen transportieren ließ, um einen automatischen Betrieb zu ermöglichen.

Holz: Ein wandlungsfähiger Brennstoff

Je nachdem, wie die Holzheizung verwendet werden soll, bieten sich für den laufenden Betrieb unterschiedliche Sorten von Holz an. Diese Formen kann Holz annehmen.

Stückholz – zum Heizen per Hand

Stückholz wird aus Stämmen handlich zugeschnitten. Foto: stockphoto-graf/fotolia.com Foto: stockphoto-graf/fotolia.com

Der Klassiker war und ist das so genannte Holzscheit (auch als Stückholz bezeichnet). Es entsteht, wenn Abschnitte von Stämmen oder dicken Ästen längs gespalten werden. Die gebräuchlichsten Längen sind 25 Zentimeter (forstwirtschaftlich auch „viertelmetrig“ genannt),  33 Zentimeter („drittelmetrig“) und bisweilen 50 Zentimeter.

Zum Stückholz zählen auch runde, ungespaltene Holzabschnitte (sogenanntes Rundholz) in den oben genannten Längen; sie werden aus Ästen und jungen, ausgedünnten Stämmen geschnitten. Bei Stücken unter sieben Zentimeter Durchmesser spricht man von Reisig. Ofengerecht zugeschnitten eignen sich die meist krummen Stangen ebenfalls gut zum Bestücken von Kaminen.

Holzbriketts werden aus Holzresten zusammengepresst. Foto: emuck/fotolia.com Foto: emuck/fotolia.com

Holzbriketts formt man aus naturbelassenen Holzresten, insbesondere Säge- und Hobelspänen. Das Ausgangsmaterial, Buchen- oder Nadelholz,  wird unter sehr hohem Druck zu Rollen oder Quadern zusammengepresst. Bindemittel – Lignin – müssen nicht zugesetzt werden, denn sie sind im Holz von Natur aus enthalten: Das Pressen führt dazu, dass ein sehr dichtes Brennmaterial entsteht, das im Unterschied zu Scheiten kaum Luft und nur eine sehr geringe Restfeuchte unter zehn Prozent enthält. Das ergibt einen hohen Heizwert und wenig Rückstände.

In diese Rubrik gehören auch die Rindenbriketts. Wie der Name schon sagt, bestehen sie aus abgeschälter Baumrinde, die zunächst gut getrocknet, geschnitten und dann unter hohem Druck zusammengepresst wird. Im privaten Haushalt dienen sie nicht als Hauptbrennstoff, sondern vor allem als sogenannte Gluthalter, denn sie glühen lange, verbrennen also nur langsam.

Schüttgut – für den automatischen Heizbetrieb

Pellets eignen sich vor allem für den automatischen Heizbetrieb. Foto: wabeno/fotolia.com Foto: wabeno/fotolia.com

Pellets entstehen, wenn Reste aus der industriellen Holzverarbeitung und der Forstwirtschaft fein zerkleinert und (wie beim Fleischwolf) durch eine Lochscheibe gepresst werden. Zur Qualitätssicherung gibt es vom Berliner Unternehmen Deutsches Pelletinstitut GmbH sogar eine Zertifizierung, genannt ENplus, die strengere Maßstäbe beispielsweise an den Wassergehalt und die Festigkeit stellt, als die entsprechende ISO-Norm.

Link-Tipp

Weitere Einzelheiten zu diesem Heizmaterial und seiner Verwendung liefert unser Artikel „Holzpellets – sicherer und sauberer Brennstoff“. 

Hackschnitzel (im Handel auch Hackgut genannt) werden ebenfalls aus Holzresten oder minderwertigen, für die holzverarbeitende Industrie nicht geeigneten Stämmen und Astwerk hergestellt, indem sie einfach zu wenigen Zentimeter großen Stückchen gehackt (geschreddert) werden.

Link-Tipp

Weiterführende Informationen zur Verwendung von Hackschnitzeln und der finanziellen Förderung entsprechender Heizungen bietet der Artikel „Heizen mit Holzhackschnitzeln“.

Beschaffung von Brennholz

Die Nachfrage nach Brennholz ist in den letzten 20 Jahren bedeutend gestiegen – und mit ihr die Zahl der Anbieter. Wer hätte sich einstmals vorstellen können, sein Brennholz im Supermarkt nebenan oder gar an der Tankstelle zu kaufen? Heute haben sich vor allem Bau- und Gartenmärkte darauf eingestellt, neben den Öfen auch die dazugehörigen Brennstoffe anzubieten. So gibt es beispielsweise Zehn-Kilogramm-Packungen mit Holzbriketts ab 2,30 Euro oder auch ganze Paletten davon (96 Stück, also knapp eine Tonne für rund 212 Euro); Scheitholz erhält man in kleinen Säckchen oder abgepackt auf Paletten zu je einem Raummeter. Reines Buchenholz kostet ab 110 Euro, Mischholz bekommt man derzeit (noch) unter 100 Euro pro Raummeter.

Private Anbieter liefern ofenfertig gehacktes Scheitholz auch in ganzen Wagenladungen nach Hause. Die Preise fallen bisweilen sogar günstiger aus als im Baumarkt. Oft sind die Lieferanten private Waldbesitzer, denn immerhin befinden sich in Deutschland schätzungsweise 48 Prozent des Waldes in der Hand von knapp zwei Millionen Menschen. Zu den Privatbesitzern zählen auch die Kirchen, die oft über eigene Fortverwaltungen verfügen, so dass man nicht selten sein Brennholz auch über die örtliche Pfarrei beziehen kann.

Am preiswertesten ist Feuerholz, wenn man es an den vom örtlichen Forstamt zugewiesenen Stellen selbst einschlägt – man heißt dann im Amtsdeutsch „Brennholzselbstwerber“. Allerdings muss man dafür einen Motorsägenschein vorweisen und, eine Kettensäge sowie die komplette Arbeitsschutzausrüstung (festes Schuhwerk, Arbeitskleidung, Schutzhelm, Handschuhe) mitbringen. Die Stämme muss man selbst abfahren (oder einen Transporteur engagieren), sie zuschneiden und klein hacken. Ob sich der günstige Einkaufspreis fürs Holz am Ende noch rechnet, muss jeder für sich entscheiden.

Oft geben auch ortsansässige Firmen Brennholz ab, beispielsweise Tischlereien, Möbel- oder Sägewerke. Dazu zählen beispielsweise ausgemusterte Paletten, die man selbst abholen und zersägen muss. Sie ergeben zwar keine Scheite, aber nützliche Brettchen, die der Kaminofen in der Übergangszeit n dankbar schluckt.Auch einzelne Bauern betreiben neben ihrem Hof gelegentlich noch Fortwirtschaft auf ererbten Waldflächen und sind somit am Brennholzverkauf interessiert.

Heizen mit Holz: Wissenswertes über Maßeinheiten

Wer sich Holz liefern lässt, sollte ermessen können, welche Menge er für wie viel Geld bekommt. Anders als beispielsweise beim Schüttgut Kies gibt es bei aufgeschichteten Scheiten Zwischenräume aus Luft. Das ist keine böswillige „Luftnummer“ des Lieferanten, denn Holzscheite lassen sich beim besten Willen nicht fugenlos stapeln. Wer also einen Raummeter geliefert bekommt, hat etwa  0,7 Kubikmeter pures Holz zum Verfeuern. Bemisst der Lieferant allerdings Schüttraummeter (kurz SRM), bekommt der Empfänger noch weniger, nämlich etwa 0,45 Kubikmeter reine Holzmenge. Das liegt daran, dass lose hingeschüttete Scheite mehr Raum einnehmen als gut gestapelte.

Stämme wiederum kann man recht genau vermessen; ihren Rauminhalt bezeichnet man in der Holzwirtschaft als Festmeter, wobei ein Festmeter einem Kubikmeter entspricht. Wer also 10 FM Brennholz kauft, kann genau 10 Kubikmeter reine Holzmasse verheizen.

Eine klassische Holzheizung: der Kaminofen. Foto: Contura Foto: Contura

Arten von Holzheizungen

Je nachdem, ob man das gesamte Haus oder nur einzelne Räume mit dem Ofen heizen will, bieten sich verschiedene Holzheizungen an, wobei einige Typen nur für bestimmte Brennstofftypen geeignet sind. Diese Arten von Holzheizungen gibt es:

1. Der klassische Kachelofen:
Er ist eine Einzelraumheizung und muss bekanntlich von Hand beschickt werden. Schon Opa heizte ihn zunächst mit Holz kräftig an; dann legte er Braunkohlebriketts oder Steinkohle auf, ließ alles gut durchbrennen und verschloss den Ofen fest. Die Kohlenglut sorgte dann für lange anhaltenden Wärmenachschub. Kachelöfen lassen sich auch vollständig mit Holz betreiben, wenn man Hartholz- oder Rindenbriketts zur Glutbildung verwendet.

2. Kachelofen-Luftheizungen:
Damit kann man mehrere Räume mit Wärme versorgen. Die in einem normalen Kachelofen erzeugte warme Luft wird lediglich über diverse Rohre oder Kanäle in andere Zimmer geleitet.

3. Der Kaminofen:
Auch er ist in der Regel nur für die Beheizung einzelner Räume geeignet. Meistens ist er mit einer hitzefesten Glasscheibe ausgerüstet. Ein flackernder Feuerschein strahlt einerseits Gemütlichkeit aus, andererseits lässt sich durch die Scheibe der Abbrand genau kontrollieren. Denn ein Holzfeuer muss geregelt abbrennen, wenn es nicht zur Umweltbelastung werden soll. Dazu verfügt ein moderner Kaminofen über manuelle oder automatische Regler  insbesondere zur Steuerung der Luftzufuhr. Wichtig ist auch, ob die Feuerstätte für den Dauerbrand geeignet ist und über ein Prüfsiegel verfügt, das bescheinigt, dass die Emissionen unter den aktuellen Grenzwerten liegen.

4. Zweierlei Pelletheizungen:
Zum Einen handelt es sich um einen Kaminofen, der über einen Vorratsbehälter für Pellets verfügt. Dieser muss von Hand nachgefüllt werden. Je nach Größe reicht er für einen bis mehrere Tage. Die Beschickung des Ofens geschieht meist automatisch über eine Förderschnecke. Es handelt sich um eine Einzelraumheizung.

Zum Anderen ist eine Zentralheizung, also ein Holzpellet-Kessel gemeint. Er benötigt zusätzlich einen  Lagerraum oder einen größeren Behälter, aus dem die Heizstäbchen per Gebläse oder Förderschnecke herangeführt werden. Meist kommt einmal im Jahr ein Tankwagen, der für ein durchschnittliches Einfamilienhaus etwa 4 bis 5 Tonnen Pellets anliefert.

Link-Tipp

Weitere Informationen liefern unsere Artikel „Intelligent Heizen mit dem Pelletofen“ und „Wohlige Wärme und gutes Gewissen dank Pelletofen“.

5.1. Der Holzvergaserkessel:
Bei einem Feuer brennt nicht wirklich das Holz, sondern die aus ihm austretenden Gase. Bei diesen Öfen gibt es zwei Brennkammern. In der einen wird das Holz erhitzt, bis Gase austreten, in der anderen Kammer werden diese Gase verbrannt.

5.2. Der Holzvergaser-Kombikessel:
Er verfügt gleich über mehrere Brennkammern. Somit ist es möglich, neben Stückholz (Scheite, Rundholz) beispielsweise auch Pellets, Reisig, Bretter, Späne oder Schnitzel zu verbrennen (zu vergasen). Außerdem kann das Gerät auch so ausgelegt werden, dass es neben dem Holz in einer gesonderten Kammer auch Heizöl oder Erdgas verbrennt.

6.1. Die Hackschnitzelheizung:
Sie kommt ausschließlich als Zentralheizung in Frage, sei es als kleinere Anlage ab 10 bis 15 kW für Einfamilienhäuser oder als größeres Aggregat für Mehrfamilienhäuser und öffentliche Gebäude. Sie funktioniert wie die oben beschriebene Pelletheizung, kann aber darüber hinaus auch von der Seite und über eine Förderschnecke sogar von unten mit Brennstoff beschickt werden.

6.2. Die Hackschnitzel-Kombiheizung:
Sie ist ein sehr variables Gerät; es gibt Ausführungen, bei der man beispielsweise Hackschnitzel und Stückholz verwenden kann. Es werden darüber hinaus Kombinationen angeboten, bei denen man so gut wie jede Art von Biomasse verheizen kann, seien es Pellets, Scheite, Rundhölzer aller Art, Holzschnitzel, Stroh, Reisig, Rinde oder Torf. Ebenso ist eine Kombination von Hackschnitzeln und Öl oder Gas möglich. Doch dabei handelt es sich schon um sehr spezielle Konstruktionen, die nicht dem Massenbedarf entsprechen.

Vor- und Nachteile einer Holzheizung

Brennholz muss trocken gelagert werden. Foto: tektur/fotolia.com Foto: tektur/fotolia.com

Holz zählt neben Erdwärme, Wind und Sonne zu den erneuerbaren Energiequellen, denn es wächst bekanntlich immer wieder nach und scheint damit unendlich verfügbar. Das gilt aber nur, wenn wir in unseren Wäldern auf Dauer nicht mehr Bäume schlagen als wir selbst nachpflanzen. Das wusste man auch schon vor mehreren hundert Jahren und war verführt, schnell wachsende Nadelhölzer zu kultivieren. Es entstanden Monokulturen mit Kiefern und Fichten, obwohl in Deutschland einstmals von der Buche geprägte Laubwälder vorherrschten. Greenpeace beschreibt diese Gefahr mit dem Kürzel „Zu viel Forst, zu wenig Wald“.

Umweltfreundlich ist das Heizen mit Holz insbesondere dann nicht, wenn allzu sorglos ungeeignetes Material verfeuert wird. Das sind beispielsweise zerschnittene Möbelspanplatten, mit Kunststoffen beschichtetes Holz oder mit Insektiziden getränkte Hölzer.

Auch frisches und damit zu feuchtes Holz ist zum Heizen nicht geeignet. Der Wassergehalt sollte bei höchstens 15 bis 20 Prozent liegen. Wer sichergehen will, greift auf ein Holzfeuchte-Messgerät zurück, das in Baumärkten etwa 20 bis 25 Euro kostet. Es verfügt über zwei spitze Metallstifte, die man ins Holz drückt. Der angezeigte Messwert ist auf etwa zwei Prozent genau.

Brennholz ist in der Regel hinreichend trocken, wenn es wenigstens zwei Jahre gelagert wurde. Dafür braucht man einen Unterstand im Freien, durch den der Wind pfeifen kann. Im Keller kann nur bereits abgelagertes Holz aufbewahrt werden, denn es muss stetig von Luft umspült werden, um in einem angemessenen Zeitraum zu dörren. Die Trocknungsdauer und der jeweils benötigte Lagerplatz für Stückholz oder Schüttgut gehören zu den Nachteilen einer Holzfeuerung. Nicht zu vergessen die anfallende Asche und damit der unvermeidbare Staub im Hause. Zwar kann man sich mit einem Aschesauger ausrüsten, doch der Reinigungsbedarf bleibt. Anders als eine unauffällige, kleine Gastherme irgendwo in einem Winkel des Hauses  fordert eine Holzheizung vom Betreiber also Raum und Zeit.

Der Brennstoff für eine Holzheizung scheint momentan noch günstiger als Erdgas oder Öl. Wer jedoch den genauen Vergleich sucht, muss den jährlichen Heizbedarf seines Hauses ermitteln. Ein Blick auf die jährliche Gasabrechnung ergibt, wie viele Kubikmeter oder Kilowattstunden verbraucht wurden. Anhand der Heizwerte von Holz, Gas oder Öl kann man danach errechnen, wie viel Holz man im Vergleich zu Gas oder Öl benötigt – und ob das Heizen mit Holz wirklich günstiger ist. Da im Holzhandel mit Festmetern gerechnet wird, ergibt sich eine umständlich anmutende Rechnerei mit Umrechnungsfaktoren, so dass nur ein überschlägiges Ergebnis zu erwarten ist.

Überschlägige Vergleichszahlen für den Heizbedarf pro Quadratmeter Wohnfläche

Der Energieverbrauch unterscheidet sich je nach Haustyp immens – im ungedämmten Altbau ist er am höchsten, im Passivhaus wohl am niedrigsten. Für diese Beispielrechnung gehen wir von einem Durchschnittswert von 120 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m²) aus.

Sparen

Holz hat einen durchschnittlichen Heizwert von etwa 4 Kilowattstunden pro Kilogramm.

Beispielrechnung:
Einfamilienhaus, 100 m² Wohnfläche, angenommener Energieverbrauch: 120 kWh/m²
ergibt einen Jahresverbrauch von 12.000 kWh
Holzverbrauch: 12.000 kWh : 4 kWh/kg = 3.000 kg pro Jahr

Ein Raummeter Buche kostet im Baumarkt etwa 110 Euro und 3000 Kilogramm entsprechen etwa 6,2 Raummetern (RM).

110 Euro x 6,2 RM = 682 Euro

Vergleich mit Gas:
Kosten für 1 kWh Gas 2015: 6,4 Cent pro kWh
12.000 kWh x 0,064 € = 768 Euro (ohne eventuelle Grundgebühr)

Im Rechenbeispiel ist das Heizen mit Holz also etwas günstiger als das Heizen mit Gas. Dies muss allerdings im Einzelfall geprüft werden, denn natürlich sind die Zahlen auch abhängig von der verwendeten Heizung, der Größe des Hauses und der Entwicklung der Energiepreise bei den verschiedenen Anbietern. Letztlich ist vor der Anschaffung einer Holzheizung also gutes Durchrechnen gefragt.


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