Holzfenster streichen: Von der Vorbereitung bis zum neuen Anstrich

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Damit Wind und Wetter Holzfenstern nichts anhaben, müssen sie regelmäßig mit einem schützenden Anstrich versehen werden. Bauen.de erklärt Schritt für Schritt, wie Hausbesitzer ihre Holzfenster selber streichen.

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Renovierer sollten beim Fenster streichen atmungsaktiven Lack verwenden. Andernfalls kann die Oberfläche durch eindringende Feuchtigkeit wieder aufplatzen. Foto: HORNBACH Foto: HORNBACH

Hausbesitzer sollten ihre Holzfenster regelmäßig streichen, um die Fensterrahmen vor Witterungseinflüssen wie Hitze, Kälte, Sonneneinstrahlung oder Regen zu schützen. Spätestens wenn der alte Anstrich rissig ist oder abblättert, sollte die Schutzschicht erneuert werden. Dringt erst Wasser in das ungeschützte Holz ein, können Pilze gedeihen und der Fensterrahmen fault.

Fenster auf den neuen Anstrich vorbereiten

Vor Beginn der Arbeiten ist es sinnvoll, das Fenster auszuhängen und die Fenstergriffe abzuschrauben. So lässt sich jede Stelle gut erreichen. Für das weitere Vorgehen ist der Zustand des alten Anstrichs entscheidend: Sind Lasur, Lack oder Farbe noch gut erhalten, reicht es aus, die Oberfläche des Rahmens mit feinem Schleifpapier zu bearbeiten. Bei einer rissigen, teilweise abgeplatzten Lack- oder Farbschicht ist die Vorbereitung aufwendiger: Mit einem Spachtel werden schadhafte Stellen in Lack oder Farbe entfernt und Beschädigungen mit Holzspachtelmasse ausgebessert. Danach wird das Holz mit feinem Schleifpapier abgeschliffen, sodass eine ebene Fläche ohne Kanten und Übergänge entsteht. Anschließend kann mit Grundierung vorgestrichen werden. Um die Tragfähigkeit der Oberfläche danach zu erhöhen, ist ein weiterer Zwischenschliff nötig.

Wichtig: Der Untergrund sollte vor jeglichem Streichen sauber, trocken und fettfrei sein. Zwischen den einzelnen Arbeitsschritten ist der Fensterrahmen deshalb gründlich zu reinigen.

Lack, Farbe oder Lasur?

Prinzipiell eignen sich für den neuen Anstrich Lack, Farbe und Lasur. Womit gestrichen wird, hängt vor allem von persönlichen Vorlieben ab.

Lack und Farbe werden für deckende Farbanstriche verwendet. Sie bauen eine Schutzschicht an der Oberfläche des Holzes auf. Bei deckenden Lacken und Farben ist der Anstrich etwa alle fünf Jahre zu erneuern. Außerdem sollten ausschließlich atmungsaktive Produkte verwendet werden. Andernfalls kann das darunterliegende Holz später faulen oder Feuchtigkeit die Lackoberfläche von unten zum Aufplatzen bringen.

Lasur hingegen dringt tief in das Holz ein und schützt auch tiefere Holzschichten. Selbst bei einer farbigen Lasur bleibt die natürliche Struktur des Holzes mit dem Anstrich erhalten, die Oberfläche fühlt sich nicht beschichtet an. Ein neuer Anstrich mit Lasur wird in der Regel alle 2 Jahre erforderlich.

Holzfenster streichen

Für ein perfektes Ergebnis beginnen Heimwerker mit den waagerechten Teilen des Fensters und streichen immer entlang der Maserung. Gestartet wird mit der Falz, danach werden Innenseiten, Außenseiten und Kanten gestrichen. Generell gilt: Je öfter ein Anstrich aufgetragen wird, desto intensiver wird das Farbergebnis. Bei Altanstrichen reicht einmaliges Überstreichen in der Regel aus. Abgeschliffenes Holz sollte mindestens zwei Mal gestrichen werden.

Tipp: Ein- bis zweimal jährlich kann ergänzend Pflegemilch auf den Fensterrahmen aufgetragen und so der Wetterschutz von Lack, Farbe oder Lasur aufgefrischt werden. Das verlängert auch die Abstände zwischen den einzelnen Anstrichen.


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2 Kommentare

Ulrich Römmelt am 21.09.2017 17:43

Ich habe bisher die Holzschutzöllasur von OSMO verwendet bin mir aber nicht sicher ob die auch explizit für Fenster gut ist, da meiner Ansicht hier die Haltbarkeit des Anstrichs besonders wichtig ist, wegen der Kostenfrage bei Fenstern... mehr

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Ensch am 28.08.2017 19:32

Wir lieben Holzfenster,Sie bringen Wärme und Natürlichkeit ins Haus. Allerdings möchte ich nun nicht mehr streichen und habe mich daher für ein Verkleidungssystem entschieden. Auch fanden wir hier ein Holzdekor, damit es immer nach einem... mehr

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