Innenwand selbst dämmen – darauf muss man achten

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Wenn Dämmen von außen nicht möglich ist, hilft eine Innendämmung dabei, die Heizkosten zu senken. Das System ist allerdings fehleranfällig. Wer eine Innenwand selbst dämmen will, sollte daher auf die richtige Wahl der Dämmstoffe und die korrekte Ausführung achten.

Innenwand selbst dämmen, Innendämmung, Mineraldämmplatten, Foto: Xella International GmbH
Innenwand selbst gedämmt: Mit Mineraldämmplatten auch für den geübten Heimwerker zu bewerkstelligen. Foto: Xella International GmbH Foto: Xella International GmbH

Die am häufigsten verwendete Dämmmethode bei Außenwänden ist die Dämmung mit einem Wärmedämmverbundsystem. In vielen Fällen ist dies aber nicht möglich oder nicht erwünscht, etwa weil die hübsche Fassade nicht überklebt werden soll. Dann kann die Dämmung auch von innen erfolgen. Bei einer solchen Innenwanddämmung – genauer gesagt: Dämmung der Außenwände von der Innenseite – müssen allerdings einige wichtige Punkte beachtet werden. Das gilt insbesondere, wenn man die Innenwand selbst dämmen möchte.

Wer kann eine Innenwand selbst dämmen?

Innenwand selbst dämmen, Innendämmung, Stuckfassade, Foto: djd / Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V.
Bei einer solch prächtigen Fassade kommt nur eine Innendämmung in Frage. Foto: djd / Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V. Foto: djd / Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme e.V.

Falsch ausgeführt, kann eine Innendämmung mehr Schaden als Nutzen anrichten. Das Kernproblem: Anders als bei einer Fassadendämmung wird die Außenwand von der warmen Raumluft abgeschirmt und bleibt kalt. Sollte Feuchtigkeit durch die Dämmschicht dringen, kann sie sich auf der kühleren Wand niederschlagen. Dann beginnt es möglicherweise unter der Dämmung zu schimmeln. Sowohl die richtige Wahl des Dämmsystems, des Dämmstoffs und der Dämmstärke als auch die korrekte Ausführung sind entscheidend, um derartigen Schäden vorzubeugen. Deshalb sollten auch geübte Heimwerker nie eine Innenwand selbst dämmen, ohne zuvor einen Architekten oder Energieberater zu Rate zu ziehen. Für DIY-Anfänger ist die Innenwanddämmung nicht zu empfehlen.

In diesen Fällen kommt die Innendämmung zum Einsatz

  • Eine historische und denkmalgeschützte Fassade mit Stuck-, Klinker- oder Fachwerkelementen soll erhalten bleiben.
  • Das Haus steht zu nahe am Nachbarhaus oder -grundstück, eine Außendämmung kommt nicht in Frage.
  • Die Eigentümergemeinschaft hat sich gegen eine Außendämmung entschieden. Eigentümer können ihre Wohnung dann von innen dämmen.
  • Unter Umständen können auch Mieter von innen dämmen, vorausgesetzt der Vermieter ist einverstanden.

Vorteile einer Innendämmung

  • Kein Gerüst nötig.
  • Statt alles auf einmal kann auch Raum für Raum gedämmt werden.
  • Geübte Heimwerker können Innenwände selber dämmen.
Innenwand selbst dämmen, Innendämmung, Fachwerk,  Foto: Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD)
Ein Fachwerkhaus zu dämmen ist auch für Experten eine Herausforderung. Foto: Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD) Foto: Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD)

Fachwerk – ein Fall für Fachleute

Zu den schwierigsten Fällen der Innendämmung gehören Fachwerkhäuser. Sie sind nicht nur von innen sondern auch von außen durch Feuchtigkeit gefährdet, weil sie keine vollkommen geschlossene Fassade haben. Die Fugen zwischen Fachwerkbalken und verputzten Feldern sind nie ganz dicht, es kann leicht Wasser eindringen. Eine mögliche Lösung ist eine relativ dünne Innendämmung, durch die noch ein Teil der Wärme ins Mauerwerk vordringt. Hier sind jedoch Profis mit entsprechender Erfahrung gefragt.

Verschieden Arten der Innenwanddämmung

In den letzten Jahren hat sich die Auswahl an Materialien und Systemen für die Dämmung von innen deutlich erweitert. Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten:

  • Das Dämmmaterial wird in Form von Platten direkt auf die Innenwand aufgeklebt oder gedübelt.
  • Auf der Wand wird eine Unterkonstruktion aus Holz angebracht, deren Zwischenräume mit Dämmmaterial in Form von Matten oder Filzen gefüllt werden. Den Abschluss bildet eine Bauplatte, zum Beispiel aus Gips oder Holzwolle.


Ferner wird unterschieden, ob die Dämmung mit oder ohne Dampfbremse oder -sperre ausgeführt wird. Dabei handelt es sich um eine Kunststofffolie, die die Dämmschicht gegen Feuchtigkeit aus dem Raum abdichtet.
Bei kapillaraktiven Dämmmaterialien ist eine Dampfbremse nicht notwendig. Kalziumsilikatplatten beispielsweise nehmen die Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und können sie auch wieder abgeben. Auch bei Hartschaumplatten aus Polyurethan ist keine zusätzliche Folie nötig, denn sie sind so dicht, dass sie selber als Dampfsperre wirken. Bei Dämmverbundsystemen, die aus mehreren Komponenten bestehen, ist die Dampfbremsschicht oftmals bereits integriert.

Achtung

Es sollten generell nur solche Dämmstoffe verwendet werden, die nach DIN 4108, Teil 10 für die Innenwanddämmung zugelassen sind (Kurzzeichen WI).

Innenwand selbst dämmen, Innendämmung, Verbundplatten, Foto: Linzmeier Bauelemente GmbH
Verbundplatten für die Innendämmung mit einem Kern aus Hartschaum. Raumseitig sind sie mit feuchteregulierendem Kalziumsilikat kaschiert, an der raumabgewandten Seite fungiert eine Aluminiumbeschichtung als Dampfsperre. Foto: Linzmeier Bauelemente GmbH Foto: Linzmeier Bauelemente GmbH

Beispiele für Dämmstoffe und -systeme

MaterialFormDämmwirkungDampfbremseBesonderheiten
MineralfaserPlattensehr gutjanicht brennbar
Hartschaum: Polystyrol (EPS / XPS) oder Polyurethan (PUR)Plattensehr gutneindünne Platten mit guter Dämmwirkung, in der Herstellung sehr energieaufwendig
KalziumsilikatPlattengutneinsehr gute Feuchteregulierung, für leicht feuchte Mauern  geeignet
Perlitesehr gutneinschützt vor Schimmel
HolzweichfaserPlattengutsystemabhängignachwachsender Rohstoff, in der Herstellung aber sehr energieaufwendig
Schafwolle / Hanf / FlachsMatten zwischen Unterkonstruktionsehr gutjaökologisch sehr empfehlenswert
Korkals Platte oder SchrotgutjaNaturmaterial, lange Transportwege aus beispielsweise Südeuropa
Mineralwolle mit AerogelPlattehervorragendneinschlanke Dämmung, nicht bei Feuchte
SchaumglasPlattesehr gutneinbesteht meist zu 70 Prozent aus Recyclingmaterial
VakuumdämmungPlatteexcellentneinextrem schlank, sehr teuer
ZellulosePlatte oder Flockensehr gutjaauch für unebene Wände geeignet, ökologisch sehr empfehlenswert

 

Link-Tipp

In diesen Texten lesen Sie mehr zur Innendämmmung mit…

Kalziumsilikatplatten

Zellulose zum Aufsprühen

Innendämmung anbringen: So geht‘s

Mittlerweile gibt es auch Systeme für die Innendämmung, die relativ einfach zu verarbeiten sind. Das folgende Beispiel zeigt eine Dämmung mit feuchteausgleichenden Steinwollplatten, die ohne Unterkonstruktion auf die zu dämmende Wand geklebt werden. Das Vorgehen ist auch auf andere Systeme übertragbar.

Innenwand selbst dämmen, Innendämmung, Steinwolle, Foto: Isover
Die nicht brennbaren Steinwolle-Dämmplatten gibt es in drei Stärken (35, 50, 60 Millimeter). Laut Hersteller erfordert die Dämmung mit den 35-mm-Platten auf verputzten Massivbauwänden keine weiteren bauphysikalischen Berechnungen. Foto: Isover Foto: Isover
Innenwand selbst dämmen, Innendämmung, Klebemörtel, Foto: Isover
Der Klebe- und Armierungsmörtel wird vollflächig auf die Rückseite der Platten aufgetragen und leicht angedrückt. Foto: Isover Foto: Isover
Innenwand selbst dämmen, Innendämmung, Platten ankleben, Foto: Isover
Die Platten werden direkt auf die Wand geklebt. Wichtig ist, dass sie fugendicht aneinander stoßen. Foto: Isover Foto: Isover
Innenwand selbst dämmen, Innendämmung, Armierung, Foto: Isover
Auf die fertig verklebten Platten wird eine Schicht Armierungsmörtel aufgetragen und darauf das Armierungsgewebe faltenfrei eingearbeitet. Die Armierung soll die Wand stoßfest machen. Durch die gelbe Farbe der Platten wird sichtbar, ob der Mörtel gleichmäßig verteilt ist: Wo noch Gelb durchschimmert, muss nachgebessert werden. Foto: Isover Foto: Isover
Innenwand selbst dämmen, Innendämmung, verputzen, Foto: Isover
Nach dem Trocknen der Armierung kann die Wand als Abschluss verputzt werden. Empfohlen wird ein Mineralputz, der wie das Dämmmaterial Feuchte aus dem Raum aufnehmen und wieder abgeben kann. Foto: Isover Foto: Isover

Fehler bei der Innenwanddämmung vermeiden

Bei der Innendämmung dürfen keine Fehler passieren. Heimwerker, die ihre Innenwand selbst dämmen wollen, sollten deswegen penibel auf kritische Punkte bei der Ausführung achten. Hier die häufigsten Probleme und wie man sie vermeidet:

Feuchtigkeit von außen

Schlagregen, der durch Fugen oder Risse in die Fassade eindringt, kann bei Minustemperaturen in der Wand gefrieren und Bauschäden verursachen. Die Gefahr steigt mit der Innendämmung, weil die Wand nicht gewärmt wird.

Expertenrat: Vor der Innenwanddämmung die Fassade ausbessern.

Feuchtigkeit von innen

Feuchtigkeit aus der Raumluft durchdringt die Innendämmung und kondensiert an der kalten Außenwand. Ein perfekter Nährboden für Schimmel.

Expertenrat: Darauf achten, dass Dampfbremsfolie lückenlos verlegt und verklebt wird. Falls die Wand feucht ist, vor dem Dämmen vollständig trocknen lassen. Systeme ohne Folie oder mit integrierter Folie müssen absolut fugenlos verbaut werden.

Kältebrücken an Übergängen

An den Übergängen von der Außenwand zu Innenwänden oder der Decke sowie an den Fensterlaibungen finden sich häufig kältere Stellen. Die Kälte breitet sich über das ungedämmte Mauerwerk aus. Feuchtigkeit kann sich hier niederschlagen und Schimmel bilden.

Expertenrat: Gegebenenfalls Innenwände und die Zimmerdecke mithilfe von Dämmstreifen oder -keilen mitdämmen, ebenso die Fensterlaibungen. Hier besonders darauf achten, dass die Dampfbremsfolie vollständig abgeklebt ist. Bei Heizkörpernischen muss nicht nur die Rückseite, sondern auch die Laibung selbst gedämmt werden.

Innenwand selbst dämmen, Innendämmung, Wärmebildkamera, Foto: Rockwool
Kritische Punkte der Innendämmung von der Wärmebildkamera eingefangen: Wo Außen- und Innenwände zusammenstoßen sowie in Heizkörpernischen muss die Dämmung besonders sorgfältig verarbeitet werden. Foto: Rockwool Foto: Rockwool

Hohlräume hinter der Dämmung

Wenn der Dämmstoff nicht vollständig auf der Wand aufliegt, entstehen Hohlräume, in denen Feuchtigkeit kondensieren und Schimmel gedeihen kann.

Expertenrat: Nur auf intakter, sauberer Wand dämmen, gegebenenfalls unebene Wände vor dem Dämmen mit Füllmörtel ausgleichen. Herstelleranweisungen zum Verarbeiten der Dämmung genau beachten und nur die zum System gehörigen Kleber, Dübel oder anderen Materialien benutzen.

Installationen als Hindernisse

Sanitär- und Elektroinstallationen, aber auch Einbauten machen eine durchgehende Abdichtung schwierig. An den Dämmlücken kann Feuchte eindringen.

Expertenrat: Vorgedämmte, winddichte Elektroquader statt herkömmlicher Steckdosen verwenden. Zu empfehlen ist zudem eine Installationsebene zwischen Wandverkleidung und Dampfsperrfolie, sodass diese nicht von Kabeln und Leitungen durchstoßen wird.

Link-Tipp

Mehr Tipps, wie sich beim Innenwand selbst dämmen Fehler vermeiden lassen, finden Sie hier.


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18 Kommentare

Oscar am 06.10.2018 13:51

Hallo, ich habe gelesen dass das steinwolle dämmferfahren auch auf andere Materialien übertragen werden können. Wie ist das mit Körner, gibt das auch gleich ein schallschutz ab ?

Danke im vorraus.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 08.10.2018 09:47

Hallo Oscar,

was für ein Verfahren meinen Sie? Es gibt Dämmplatten aus Steinwolle und auch Dämmplatten aus anderen Materialien - und sie alle dämmen auf Basis des gleichen physikalischen Prinzips. Was für Körner wollen Sie denn zum dämmen verwenden und wie stellen Sie sich die konkrete Anwendung vor? Wir wären da eher skeptisch. Der Schallschutz widerum funktioniert anders. Jede Masse bietet einen gewissen Schallschutz, der Schallschutz, den eine Wärmedämmung liefert ist aber üblicherweise nicht optimal.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de


Oscar am 08.10.2018 09:50

Vertippt, kompletten meine ich, habe aber mit Vermieter schon gesprochen eine dämmwand ziehen möchte sie nicht. Ich soll mir eine schallschutz einfallen lassen den man zum Umzug wieder ablösen kann. Was wäre die Idee ?


Oscar am 08.10.2018 09:52

Korkplatten. Mein Tablet schreibt immer was er will...

alter Mann am 20.07.2018 11:26

Guten Tag,

ich möchte in einer ca. 65 m² großen Wohnung zunächst nur ein ca. 25 m² großes Zimmer mit einem Fenster und einer Außenwand innen dämmen. Anschließend mit einer Infrarot-Heizung beheizen.

Muss auch jetzt mit Tauwasser, Schimmelbildung oder ähnlichem Unbill gerechnet werden?

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Redaktion bauen.de am 23.07.2018 11:33

Hallo alter Mann,

ja das müssen Sie. Eine Innendämmung ist immer heikel. Wenn Sie die Arbeiten aber sorgfältig ausführen und auch die Trennwände ca einen Meter bis ins Zimmerinnere hinein mitdämmen, kann das Vorhaben gelingen. Anschließend müssen Sie für ausreichend Luftaustausch sorgen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

dippi am 12.09.2017 13:16

Hallo,

wir haben ein Fachwerkhaus das von aussen ohne Dämmung mit Holz verkleidet ist.

Ständerdwerk ist Holz / Ytong und von innen mit Rigips verkleidet. Die Fenster - einfach-Verglasung (die jetzt ausgetauscht werden sollen). Dach und Decke nicht gedämmt.

auf Kommentar antworten

Urs am 14.07.2017 10:59

Ich möchte eine freistehende "Fertiggarage" von innen etwas dämmen, da ich im Winter innen immer Kondenswasser und Schimmel auf der Aussenwand habe. Geht das? Worauf muss ich achten?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 19.07.2017 16:41

Hallo Urs,

ist Ihre Garage etwa beheizt? Und ist das Garagentor dicht und gedämmt? Dann wäre es natürlich sinnvoll, die gesamte Garage zu dämmen, besser aber von außen. Wenn die Garage außen schimmelt, nützt eine Dämmung ob innen oder außen allerdings nichts.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de


Urs am 19.07.2017 16:55

Herzlichen Dank. Schimmel und Feuchtigkeit sind innen der unbeheizten Garage. Das Tor ist ziemlich dicht, wobei wir eine leichte Querlüftung haben

Heimwerker64 am 04.07.2017 22:18

Hallo - ich habe ein Gebäude aus den 60 er Jahren - Klinkerbau, d.h. ich möchte von außen auf Grund des Ansichtserhaltes keine Dämmung und schon gar nicht "brennbares Plastik" = WDVS an mein Gebäude befestigen.

Ich saniere nun Raum für Raum selber, mit einer Innenwanddämmung = Multipor.

Der Vorführmeister der Firma xella hat mich in die Verarbeitung eingewiesen, mein Baustoffhandel vor Ort liefert mir auch in Kleinmengen die Multiporpakete, inkl. Zubehör, welche ich pro Zimmer. Ich selber bin kein Handwerker und es ist verarbeitungstechnisch völlig einfach zu erlernen. Wohnzimmer und Schlafzimmer sind mit 10 cm Dämmung gedämmt und ich habe ein völlig neues Raum- Wohlfühlgefühl. Ich kann das nur weiterempfehlen und von Dämmlösungen mit Schalung, Dampfbremse und Platte nur abraten. In einen vor 5 Jahre mit diesem System gedämmten Raum habe ich vor einem halben Jahr, auf Grund von einem "muffigen" Geruch die Platten abgenommen : alles verschimmelt - Grund : ich hatte die Dampfbremse bei dem Anbringen von Bildern vergessen und nun hatte sich durch diese kleinen Nagelverletzungen Wasserdampf in die Dömmung gesetzt < nie wieder !!!

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schwagerolaf am 04.07.2017 09:17

Sehr geehrte Redaktion,

Wenn schon "Fachbeiträge" erstellt werden, sollte auch auf entsprechende richtige Fachbegriffe geachtet werden. Kältebrücken gibt es nicht, wenn dann sind es Wärmebrücken. Es wird überhaupt nicht erwähnt, dass die aus der Innendämmung resultierenden neuen Wärmebrücken in den Randbereichen der Innendämmung, zu erheblichen Problemen führen können.

Zum anderen fehlen in der Materialauflistung sämtliche Dampfdiffusionsoffen Systeme wie z.B. Multiportplatten (Xella, Quick-Mex ect.). Sämtliche Dampfdichte Dämmstoffe sind mit erhöhter Vorsicht zu genießen.

Vor jeder Innendämmung sollte eine Feuchtesimulation der entsprechenden Wandkonstruktion stehen, In der die Feuchteentwicklung des Bauteils über einen längeren zeitraum, in der Regel 3 Jahre, simuliert wird.

Bei Ihrem Beitrag, stellt sich mir die Frage wer den Artikel gesponsert hat. Umfassend recherchiert und fachlich fundiert ist dieser bei weitem nicht. Aus meiner Sicht ist eine Innendämmung ausschließlich Fachbetrieben anzuvertrauen mit entsprechender Erfahrung auf diesem Gebiet. Innenwände "Selbst dämmen" vor diesem Thema sollte lieber gewarnt werden!

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Sylvia am 28.06.2017 00:38

Liebes Bauen.de Team, ich erweitere gerade eine Souterrain-Wohnung um einen weiteren Raum, der zu zwei Dritteln unter der Erde liegt. Dort soll ein Bad rein kommen. An der Außenwand sollen Sanitärinstallationen für WC und Waschbecken und ein Abluftrohr für die Heizung verlegt werden. Mein Installateur will nun 20cm vor die Mauer eine Rigipswand für Sanitär bauen, wohl so eine Art Trockenbaukasten, und alles in dem Zwischenraum unterbringen. Die Rigipskonstruktion soll dann gefliest werden. Ich lese nun von der Gefahr, dass sich im Zwischenraum Kondenswasser und Schimmel bilden. Ist die Gefahr vorhanden und was kann ich tun? Herzlichen Dank für Eure Hilfe

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Redaktion bauen.de am 29.06.2017 10:49

Hallo Sylvia,

das von Ihnen angesprochene Problem besteht in erster Linie bei der Innendämmung. In diesem Fall handelt es sich aber um eine ungedämmte Trockenbauwand, hinter der die Installationen versteckt werden sollen. Das ist ein ganz gewöhnliches Vorhaben und sollte bei richtiger Ausführung keine Probleme bereiten.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Alice am 12.03.2017 01:53

Ic bin noch mal. Mein Wintergarten ist mit Wohnbereich direkt verbunden. Die Wände unter den neuen Fenster will mein Trockenbauer mit gedämmte Rigipsplatten dämmen. Es ist kein Mauerwerk, sondern eine leichte Konstruktion mit viel Holz, aussen sogar Blech(an manchen Stellen). Andere Meinung ist die, dass erst dann Kältebrücke entstehen! Der Wintergarten wird mit 1 oder 2 Heizkörper ausgestattet. Frage soll ich die Wände dämmen oder lieber ersten Winter abwarten, ob tatsächlich zu kalt wird?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 13.03.2017 09:03

Hallo Alice,

ein Wintergarten kann problematisch sein, wenn hier hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Etwa durch viele Pflanzen oder vom Wäschetrocknen. An kalten Stellen kondensiert dieses Wasser. Da Wintergarten und Wohnbereich miteinander verbunden sind, steigt auch im Wohnbereich die Schimmelgefahr. Besonders bei Innendämmung und möglicherweise vorhandenen oder gar auch noch versteckten Kältebrücken. Neue Fenster sind oftmals recht gut gedämmt, eine Holz- und Blechkonstruktion möglicherweise nicht. Auch das verstärkt die Gefahr: Wenn nicht wie üblich die Fenster die kältesten Stellen sind sondern irgendwelche Ecken, kondensiert das Wasser dort und Schimmel kann wachsen. Ihr Problem ist also nicht nur, dass es in der Wohnung zu kalt wird sondern auch, das Schimmel entsteht. Sie sollten hier nicht experimentieren sondern sich auf fachmännischen Rat verlassen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Alice am 12.03.2017 01:40

Hallo, ich renoviere gerade meine Wohnung. Es ist altes Haus, die Wände (ca 50cm stark) kann ich von aussen nicht dämmen. In einem Zimmer, das später an meiner Wohnung angeschlossen war gabs an der Aussenwand keine Dämmung. Mein Trockenbauer hat mir eine Rigipsplatte mit Styropor angeklebt und neu verputzt, keine Dampfsperre! Diese Wand wird an der ganze Länge ein Heizkörper haben. Muss ich mich um die Kältebrücke sorgen machen?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 13.03.2017 08:53

Hallo Alice,

eine 50 Zentimeter dicke Wand kann je nach Material schon ganz gut dämmen. Heutigen Anforderungen an eine Wärmedämmung wird sie aber üblicherweise nicht gerecht. Wenn man also von außen nicht dämmen kann, dann eben von innen.

Kältebrücken entstehen dann, wenn das Dämmmaterial nicht richtig angebracht wird, also Lücken entstehen oder beispielsweise am Übergang zu Decken, Innenwänden, Fensterlaibungen usw. An diesen Stellen lagert sich möglicherweise Kondenswasser ab, was dann Schimmel begünstigt. Je nach Dämmmaterial, Putz und Beschaffenheit des Raumes wird keine Dampfsperre benötigt.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

wolfgang steinberg am 19.02.2017 15:13

Moin,

wer kann mir einen Rat geben ?

Ich habe eine Außenwand von innen gedämmt, incl Dampfsperre.

Mit Ständer direkt auf die Außenwand.

Jetzt nach 1,5 Jahren, scheinen die Ständer durch die Rigipsplatten.

Ich glaube ich habe eine Kältebrücke fabriziert.

Kann ich jetzt "einfach" beigehen, und eine Doppelplankung machen ?

Freue mich über Tips

auf Kommentar antworten

Redaktion von bauen.de am 21.02.2017 09:56

Lieber Wolfgang Steinberg,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Um sicherzugehen, dass sich hinter den Rigipsplatten nicht bereits Schimmel gebildet hat, sollten Sie dies an einer Stelle kontrollieren. Bevor Sie eine Doppelbeplankung machen, möchten wir Ihnen empfehlen, den Rat eines Fachmannes einzuholen.

Mit besten Grüßen

Ihre Redaktion von bauen.de

jan am 12.01.2017 10:00

an dem von uns gemieteten Fachwerkhaus von 1780 wurde vermutlich in den 1950ern ein Erker"turm" angebracht. Dieser ist ungedämmt aus 18 cm Holziegeln aufgebaut und beherbergt im EG von aussen zugänglich den Abfallraum und im 1.OG eine Gästetoilette. Die Gästetoilette ist unzureichend beheizt, so dass sich immer wieder Schimmel bildet. Wir würden nun gerne von Innen dämmen (Vermieter hat sein OK gegeben) und einen etwas grösseren Konvektor einbauen. Der Raum hat ca 3 m3 Rauminhalt und ca 6m2 aussenwand. Muss ich zwingend eine Dampfsperre einbauen? Wenn ja, auf welcher Seite der Dämmung? Richtung aussen oder Richtung Innenwand?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 12.01.2017 11:20

Hallo Jan,

die Dampfsperre soll verhindern, dass Feuchtigkeit hinter der Dämmung an der kalten Außenwand kondensiert und dann einen Nährboden für Schimmel bietet. Sie muss also feuchte Luft davon abhalten, die Dämmung zu durchdringen. Also muss die Dämmung nach innen hin abgedichtet werden. Das ist eine Arbeit, die sehr sauber ausgeführt werden muss. Abschließend wird die Dämmung noch verkleidet.

Herzliche Grüße,

die Redaktion bauen.de

Marc am 08.01.2017 23:03

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn das gekaufte Haus speziell die Außenwände innen mit Rigibsplatten (mit Styropor ) verblendet sind ich diese nun runterreiße und Schimmel vorfinden ist das ein KO oder bekommt man diese Schäden durch trocknend und Außendämmung wieder weg?

Wenn es sich um reine Rigibs platten ohne Dämmung ( Styropor) handelt muß ich dann auch mit Schimmelbildung durch Feuchtigkeit rechnen?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

Marc

auf Kommentar antworten

Marc am 09.01.2017 14:07

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich habe natürlich vor die Innendämmung zu entfernen bis auf das Mauerwerk. Außendämmung möchte ich dafür anbringen.

Dadurch sollte doch die erhöhte Gefahr gebannt sein ( wenn die Lüftung ordentlich durchgeführt wird) und anstatt Putz würde ich dann normale rigibs platten von innen anbringen und tapezieren.

Da der Keller nur zu einem 3tel im Boden eingebettet ist und die Feuchtigkeit nicht aufgestiegen ist ( Erdgeschoss und Obergeschoss) denke ich das es sich höchstenso um schimmelbildung durch eine falsche Innendämmung entstanden sind.


Redaktion bauen.de am 09.01.2017 12:24

Hallo Marc,

diese Frage lässt sich aus der Ferne nicht ohne weiteres beantworten. Grundsätzlich lässt sich Schimmel entfernen. Wenn zudem die Ursachen behoben werden können, sollte alles in Ordnung sein. Die Innendämmung müssen Sie dabei komplett entfernen. Besser wäre es, das Haus von außen zu dämmen. Ist das Mauerwerk durchnässt, muss es trockengelegt werden, was sehr teuer werden kann, insbesondere dann, wenn die Feuchtigkeit aus den Kellerwänden nach oben steigt. Schimmel braucht eine gewisse Feuchtigkeit, um gut wachsen zu können. Wenn Sie Schimmel im Haus haben, sollten Sie davon ausgehen, dass die Mauer oder zumindest die Wand feucht ist und den Grund für diese Feuchtigkeit beheben. Das alles sollten Sie aber mit einem Fachmann vor Ort genauer besprechen.

Herzliche Grüße und viel Erfolg,

die Redaktion von bauen.de

Armin B am 14.10.2016 20:42

Hallo Fachmann

ich möchte einen Teil der Küche isolieren. Das Haus ist Anfang der 60er Jahre gebaut, die Wände etwa 24cm dick. Da wo die Eckbank in der Küche steht, ist es im Winter an den Füssen Beinen unerträglich kalt.

Ich möchte nun vom Boden bis zu den Fensterbänken isolieren und um eine optische Wärme zu bekommen, mit Nut-und Federbrettern verkleiden. Ist das sinnvoll? Welches Dämmmaterial nehme ich da am besten?

auf Kommentar antworten

Armin am 18.10.2016 22:03

Vielen Dank, so werde ich das tun.


Redaktion bauen.de am 17.10.2016 09:50

Hallo Armin B,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Bevor Sie eine Innenwanddämmung vornehmen, sollten Sie einen Energieberater zu Rate ziehen. Dieser kann Ihnen auch sagen, ob eine nur teilweise Innendämmung Sinn macht. Zudem sollten Sie den Zustand der Außenwand überprüfen: Ist diese beispielsweise hoher Feuchtigkeit durch Regen ausgesetzt und besteht dadurch die Gefahr von Schimmel, wenn die Innenwand gedämmt wird? Nach Klärung dieser Fragen, können Sie entsprechend Ihrer individuellen Situation das geeignete Dämmmaterial wählen.

Herzliche Grüße

die Redaktion von bauen.de

Peter am 10.10.2016 21:05

Hallo

Habe da ein Problem. Bei uns hat der Vormieter die innenwände gedämmt mit Dachlatten Glaswollmatten und Panelen . Wir wohnen jetzt schon einige Jahre in der Wohnung und ich merke wie mein Gesundheitszustand immer schlechter wird.

Vielleicht kann mir da jemand weiterhelfen.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 13.10.2016 15:08

Hallo Peter,

der Dämmaufbau klingt etwas abenteuerlich, denn Feuchtigkeit, die im Wohnraum entsteht, kann den Dämmaufbau ungehindert durchdringen und an der Außenwand kondensieren. Dort kann Schimmel wachsen. Um das zu überprüfen, nehmen Sie Kanten und Stellen hinter Möbeln genauer unter die Lupe. Sie sollten zum einen ihren Hausarzt aufsuchen und sich zum anderen an ihren Vermieter wenden. Sollte es wirklich ein Schimmelproblem geben, muss die selbstgebaute Innendämmung runter.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

bauen.de-Redaktion am 27.01.2016 10:10

Hallo Heiko,

eine Innendämmung des Kellers sollte – genauso wie eine Perimeterdämmung – immer fachmännisch geplant und durchgeführt werden. Gerade im Keller sind Schäden sonst vorprogrammiert. Zudem müssen die Vorgaben der EnEV erfüllt werden.

Ihre Innendämmung können Sie einerseits in Ständerbauweise aufbauen, mit Gipsplatten, Dämmmaterial und Dampfsperre. Das ist zwar eine günstige Lösung, teuer kann es aber werden, wenn Tauwasser zwischen Dämmung und Kellerwand gelangt und dort Feuchteschäden verursacht.

Kapillaraktive Systeme wie Kalciumsilikatplatten, Dämmplatten aus Mineralschaum oder auch spezielle PUR-Platten sind teurer, aber eventuell besser geeignet. Letzten Endes sind jedoch die Gegebenheiten vor Ort ausschlaggebend: Wie trocken bzw. feucht ist Ihr Keller? Wie dick muss die Dämmung werden? Für was möchten Sie den Keller nutzen? All diese Fragen sollten Sie bei einer Entscheidung für – oder gegen – ein Dämmmaterial berücksichtigen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Dämmung

Beste Grüße

die bauen.de-Redaktion

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Heiko am 25.01.2016 13:22

Hallo,

ich habe vor den Keller auszubauen. Der Keller ist von 1989 aus Kalksandsteinen gemauert. Außen Bitumenisolierung und dann ca 8 cm Styropor. Ich möchte jetzt von innen Dämmen. Was würde ich am besten nehmen zur Dämmung. Die Verbundplatten mit Dampfsperre von Knauf sind mir zu teuer.

Danke für die Info.

Gruß

Heiko

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bauen.de-Redaktion am 27.10.2015 09:04

Hallo Rolf,

eine Dämmung mit Dachlatten und Glaswolle, die dann mit Rigipsplatten verkleidet wird, ist möglich, aber nicht zu empfehlen. Dringt Feuchtigkeit in die Dämmung ein, kann sich dort Schimmel bilden. Setzen Sie sich am besten mit einem Fachmann zusammen und lassen Sie sich beraten, welche Art von Innendämmung für Ihr Haus am besten geeignet wäre.

Beste Grüße,

die bauen.de-Redaktion

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rolf gundel am 25.10.2015 20:03

innenwände von innen ,in eigenbau dämmen.ev.mit dachlatten und glaswolle.dann rigips platte.??

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