Mineralwolle: Wenn aus einem Abfallprodukt ein Dämmstoff wird

Lesermeinungen:  

(28)

Eine gute Dämmung ist unverzichtbar geworden, wenn es um Maßnahmen zur Energieeinsparung geht. Mineralwolle ist aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit und der leichten Handhabung der am häufigsten eingesetzte Dämmstoff.

Foto: FMI Mineralwolle

Ob Keller oder Dach, im Neubau oder bei der Altbausanierung - Mineralwolle ist vielseitig einsetzbar. Nicht nur ihre hohe Alterungsbeständigkeit und der günstige Preis machen sie zum gängigsten Dämmstoff. Es werden zunehmend Systemprodukte angeboten, die sich auch vom Heimwerker problemlos verarbeiten lassen.

Recyclingprodukt mit Qualitäten

Man unterscheidet bei Mineralfaserprodukten zwischen Glas- und Steinwolle. Ausgangsmaterial für die Herstellung von Glaswolle sind recyceltes Altglas bzw. Glasrohstoffe wie Quarzsand, für Steinwolle Basalt- und Diabas-Gestein. Dabei besitzt Steinwolle die größere Rohdichte und ist druckbeständiger. Glaswolle hingegen ist leichter komprimierbar, was ein logistischer Vorteil beim Transport ist.

Durch die Struktur der Wolle wird ein Durchströmen der Luft verhindert. Zwischen den Fasern befindet sich nicht bewegte Luft, die für hervorragende Dämmeigenschaften sorgt. Beim Schallschutz allerdings erreicht eine Dämmung mit Mineralwolle nur ausreichende Werte. Ein großer Vorzug gegenüber anderen Dämmstoffen ist: Mineralwolle ist nicht brennbar und setzt keine giftigen Rauchgase frei. Durch ihre Struktur kann sie außerdem keine Feuchtigkeit aufnehmen und bietet keinen Nährboden für Schimmelbildung.

Verarbeitung ohne Risiko

Erhältlich sind Mineralfaserstoffe als Bahnen, Platten, Filze oder Stopfwolle und können relativ leicht selbst eingebaut werden. Bei der Verarbeitung werden jedoch Fasern freigesetzt, die Haut, Augen und Atemwege reizen können. Daher wird empfohlen locker sitzende, geschlossene Arbeitskleidung sowie Arbeitshandschuhe zu tragen und ausreichend zu lüften. Manchmal lösen auch enthaltene Zusatzstoffe wie Formaldehyd-Harz allergische Reaktionen aus. Krebserregende Fasern sind in Mineralfasermatten allerdings nicht mehr enthalten. Heutige Produkte müssen das RAL-Gütezeichen Mineralwolle tragen und sind damit gesundheitlich unbedenklich.

Mineralwolle: relativ günstig

Die Dämmung mit Mineralwolle ist relativ kostengünstig. Die Preise richten sich nach der Materialdicke: So kostet der Quadratmeter bei 16 Zentimetern Dicke zwischen zwölf und 15 Euro und ist damit preiswerter als beispielsweise Hartschaumplatten, die bei gleicher Dicke zwischen 15 und 28 Euro kosten.


Ihre Meinung zählt

(28)
3.4 von 5 Sternen
5 Sterne
 
8
4 Sterne
 
9
3 Sterne
 
2
2 Sterne
 
5
1 Stern
 
4
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

Dämmstoffe
Neuen Kommentar schreiben