Oft freiwillig, aber sinnvoll: Blitzschutzanlagen

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Blitzschutzanlagen sind zwar oft nicht vorgeschrieben, in vielen Fällen aber sinnvoll. Ein Blitzableiter kann Leben sowie Hab und Gut der Bewohner retten.

Blitzschutz, Blitzschutzanlage, Blitzableiter, Foto: yevgeniy11/Fotolia
Naturschauspiel: Ein Blitz kann ein Gebäude zerstören. Eine Blitzschutzanlage schützt davor. Foto: yevgeniy11/Fotolia Foto: yevgeniy11/Fotolia

Die Installation einer Blitzschutzanlage, im Volksmund auch Blitzableiter genannt, kann für viele Hausbesitzer sinnvoll sein. Oft ist dies zwar gar nicht vorgeschrieben, denn dass ein Blitz ein Haus trifft, ist eher selten. Wenn es aber passiert, können die Folgen verheerend sein.

Überragende Lage des Gebäudes: Blitzableiter oft vorgeschrieben

Ob und wann ein Blitzschutz erforderlich ist, und wie dieser konkret ausgestaltet sein muss, regeln die Landesbauordnungen. In der Regel ist eine Blitzschutzanlage nur für bestimmte Gebäude vorgesehen, zum Beispiel für solche, die auf einem Hügel stehen und ihre Umgebung deutlich überragen oder für Häuser mit einer leicht brennbaren Dachdeckung wie etwa Reet oder Holz.

Äußerer und innerer Blitzschutz

Unterschieden wird zwischen einem Blitzschutz im Haus sowie einem äußerem Blitzschutz. Der Blitzschutz im Innenbereich lässt sich durch einen Überspannungsschutz realisieren, der elektrische Geräte schützt. Solche Anlagen kosten einige hundert Euro. Sie können aber nicht verhindern, dass das Haus bei einem Blitzeinschlag in Brand gerät. Hierzu ist ein äußerer Blitzschutz nötig, der dieses Risiko deutlich minimiert. Der Blitzschutz im Außenbereich besteht in der Regel aus gut leitendem Material wie Kuper oder verzinktem Stahl als Leiter sowie einer Erdung, die die Energie des Blitzes in das Erdreich ableitet. Solche Anlagen können unter Umständen einige tausend Euro kosten.

Fachgerechte Montage

Eine Blitzschutzanlage muss unbedingt fachgerecht montiert und auch von Zeit zu Zeit gewartet werden. Es gibt auf Blitzschutzanlagenbau spezialisierte Fachunternehmen. Wer nicht mit der Thematik vertraut ist, sollte die Montage besser nicht selbst übernehmen. Was eine Blitzschutzanlage leisten muss, regeln die DIN-Norm EN 62305 sowie die VDE-Norm 0185 des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik. Diese regeln die  Blitzschutzmaßnahmen, die nötig sind, um die Gefährdung durch direkte und auch indirekte Blitzschläge – also auch durch Strom und Magnetfeld des Blitzes – zu minimieren. Normiert ist auch, welche Schutzmaßnahmen vonnöten sind, zum Beispiel durch Erdung, Leitungsführung und Überspannungsschutz.


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