Pflasterklinker: Ein Stein für hundert Jahre

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Pflasterklinker eignen sich als robuster Bodenbelag hervorragend für die Verwendung im Außenbereich. Tipps, was es dabei zu beachten gibt.

Foto: Wienerberger
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Klinker sind nicht nur durch ihr charakteristisches Rot gekennzeichnet, sondern bieten vielmehr eine Belastbarkeit und Langlebigkeit, bei der nur wenige andere Bodenbeläge mithalten können. Auch deswegen findet man vielerorts noch historische Klinkerböden aus dem letzten Jahrhundert. Pflasterklinker waren damals ausschließlich in ihrer ursprünglichen, rechteckigen Form erhältlich – ein deutlicher Unterschied zur heutigen Vielfalt.

Pflasterklinker sind nicht nur rot

Klinkersteine sind ein rein natürlicher Bodenbelag, der durch einen aufwendigen Brennprozess aus Ton gefertigt wird. Das Brennen erzeugt natürliche Farbtöne. Durch unterschiedliche Lagerungen der Steine im Brennofen erhalten diese zusätzlich noch diverse Einfärbungen. Dadurch wird Stein für Stein ein wahres Unikat. Inzwischen werden zudem noch andere Oberflächen-Veredelungstechniken angewandt, die die Farbpalette um eine Vielzahl an Farbnuancen erweitern.

Kreatives Zusammenspiel mit anderen Materialien

Pflasterklinker harmonieren durch ihre unterschiedlichen Naturfarben mit jeder Umgebung und dienen entsprechend vielerorts als Naturboden für Terrassen, Wege oder Garageneinfahrten. Kombinationen mit anderen Materialien, wie zum Beispiel Natursteinpflaster, setzen farbige Akzente. Auch im Zusammenspiel mit Mosaik wirken die Pflastersteine reizvoll. Durch die unterschiedlichen Farben, Größen und Formen bieten sich diverse Verlegetechniken an, bei denen die vorhergehende Planung maßgeblich für das spätere Erscheinungsbild ist.

Langlebig, rutschfest und trittsicher

Sein Charakter als langlebiges Naturprodukt, dessen rutschfestes und trittsicheres Material sich tagtäglich in der Witterung im Garten bewährt, macht den Klinker zu einem Favoriten im Gartenbau. Hinzu kommt, dass der bei über 1.000 Grad Celsius gebrannte Ton durch seine Hitze- und Frostresistenz ein sehr robuster Baustoff ist. Sein Einsatzgebiet ist entsprechend vielfältig: Klinkersteine werden besonders gerne bei begehbaren Flächen wie Terrassen oder Gartenwegen verwendet. Für befahrbare Wege wie beispielsweise Garageneinfahrten eignen sich die Pflaster hingegen nur beschränkt. Die Reinigung ist im Außenbereich mühelos und bequem: Der Regen wäscht eventuelle Verschmutzung problemlos ab. Bei überdachten Stellen, wie beispielsweise unter Carports sollte man den Klinkerboden gelegentlich mit Wasser abwaschen.

Planung und Ausführung

Das Ganze hat allerdings seinen Preis: Der Quadratmeter Klinker startet aktuell bei ungefähr zwanzig Euro - jedoch gibt es nach oben durch die Vielzahl der Klinkervarianten keine Grenzen. Entsprechend lohnt es sich vor dem Bauvorhaben mehrere Angebote einzuholen um diese dann miteinander zu vergleichen. Des Weiteren empfiehlt es sich, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, da die Qualität der Bepflasterung stark von der Beschaffenheit des Untergrunds abhängt, der fachgerecht aus Oberbau in Form von Bettung, Trageschicht und Frostschutzschicht sowie einer Schüttung als Unterbau bestehen sollte. Zudem werden eine Vielzahl unterschiedlicher Werkzeuge, wie beispielsweise Abziehlatten, Pflasterhammer und Flächenrüttler benötigt. Ein weiterer Grund, warum es sich lohnt professionelle Unterstützung hinzuzuziehen, sind die oftmals komplexen Gestaltungsmuster, in denen die Pflastersteine angeordnet werden können, wie beispielsweise das Schuppenpflaster.


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