Fünf Probleme bei der Innenwanddämmung

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Um den Anforderungen an die Energieeinsparung nachzukommen, müssen gerade Altbauten oft nachträglich gedämmt werden. Hier bietet sich eine Innenwanddämmung an. Bei unsachgerechter Planung und Ausführung kann diese jedoch viele Probleme bereiten. Wer sich dieser Probleme aber bewusst ist, kann sie bereits im Vorfeld umgehen.

Beim unsanierten Altbau gehen rund 25 Prozent der Heizwärme über die Außenwände verloren. Eine Dämmung begrenzt diesen Wärmefluss von drinnen nach draußen und senkt den Energieverbrauch je nach Art der Außendämmung um 15 bis 30 Prozent. Eine Wärmedämmung der Außenwand, kommt jedoch in manchen Fällen nicht in Frage, zum Beispiel wenn die Fassade unter Denkmalschutz steht oder wenn bei einem Reihenhaus die Nachbarn nicht mitmachen wollen. Dann bietet sich als Alternative eine Innenwanddämmung an. Diese ist relativ kostengünstig und kann vom Heimwerker in Eigenregie angebracht werden. Jedoch reduziert sich mit einer Innendämmung der Energieverbrauch nur um fünf bis 15 Prozent – und es gibt weitere Nachteile und mögliche Probleme, die beachtet werden müssen:

Problem 1: Verlust von Wohnraum

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Je effizienter der Dämmstoff, desto schlanker kann der Aufbau sein. So halten sich die Wohnraumverluste in Grenzen. Foto: Rockwool Foto: Rockwool

Je nach Dämmstärke verkleinert die Dämmschicht die Wohnfläche. Im Durchschnitt beträgt der Verlust einen Quadratmeter je zehn Quadratmeter Wohnfläche.

Lösung: Sanierer sollten möglichst effektive Dämmstoffe wählen, die einen niedrigen U-Wert, und somit eine geringe Wärmeleitfähigkeit, haben. Am wirkungsvollsten sind die sehr schlanken, aber teuren Vakuum-Dämmplatten. Eine weitere Alternative ist die Verwendung von Dämmputz, der allerdings eine geringere Dämmwirkung als Platten hat.

Experten-Tipp

Die optimale Dämmstoffstärke für die Innenwanddämmung beträgt acht Zentimeter. Höhere Dämmstärken bringen nur geringe zusätzliche Energieeinsparungen, verkleinern aber weiter den Wohnraum.

Wählt man statt eines Dämmstoffs mit einem U-Wert von 0,04 ein Material mit U-Wert 0,035, verbessert das bei gleicher Stärke die Dämmwirkung um etwa 10 Prozent.

Problem 2: Tauwasser in der Wand

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Schon beim Anbringen der Dampfbremsfolie ist Sorgfalt gefragt. Die Membran darf nicht beschädigt werden. Foto: Saint-Gobain ISOVER Foto: Saint-Gobain ISOVER

Die Außenwand bleibt auf der Innenseite kalt, weil sie durch die Dämmung von der warmen Raumluft abgeschirmt wird. Deshalb kann es passieren, dass sich Feuchtigkeit, die aus dem Innenraum durch die Dämmschicht dringt, dort als Kondenswasser niederschlägt. Feuchteschäden und Schimmelbefall sind mögliche Folgen.

Lösung: Wird eine Dampfbremsfolie unter der Verkleidung der Dämmschicht eingebaut, schränkt dies das Eindringen von Wasserdampf ein. Dies ist vor allem bei der Verwendung von Mineralwolle und Zellulosefasern wichtig, die viel Feuchtigkeit aufnehmen. Eine Alternative ist die diffusionsoffene Dämmung mit Materialien, die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können, wie zum Beispiel Kalziumsilikatplatten. Nicht eingebaut werden sollte eine Dampfsperre.

Experten-Tipp

Hohlräume zwischen Innendämmung und Außenwand sind unbedingt zu vermeiden.
Abhilfe können Dämmputze oder Faserdämmstoffe schaffen. Die passen sich unebenen Untergründen an.

Problem 3: Verzögerte Trocknung

Innenwanddämmung, Innendämmung, Wärmedämmung, Altbausanierung, Regenrinne, Dachüberstand, Foto: flori0 - Fotolia.com
Dass Wasser von der Fassade weggeleitet werden muss, weiß man schon seit Jahrhunderten. Foto: flori0 - Fotolia.com Foto: flori0 - Fotolia.com

Eine ungedämmte Fassade trocknet nach einem Schlagregen nach beiden Richtungen, also auch zur Raumseite hin. Letzteres ist nach einer Innenwanddämmung nicht mehr möglich, das Mauerwerk trocknet langsamer und kann Schaden erleiden – sowohl durch stehende Feuchte als auch durch Frost.

Lösung: Hier sollten Sanierer in zwei Schritten vorgehen. Zum einen sollten sie einen Regenschutz, zum Beispiel durch einen Dachüberstand, montieren. Zum anderen ist die Anbringung einer diffusionsoffenen Dämmung empfehlenswert.  Diese unterbindet die Trocknung nach innen nicht vollständig.

Experten-Tipp

Bei Holzdecken muss zusätzliche auf den Tauwasserschutz der Balkenköpfe geachtet werden.

Problem 4: Wärmebrücken

Decken und Innenwände sind im Altbau meist ohne thermische Trennung an Außenwände angebunden. Ist es draußen kalt, erkalten dann nicht nur die Hauswände außen und innen, sondern auch die Übergänge zu Innenwand oder Decke. Wird dann eine Innenwanddämmung angebracht, sammelt sich vor allem an den Schnittpunkten der Dämmung mit der durchbrechenden Wand Feuchtigkeit. Schimmelwachstum ist vorprogrammiert. Ein Problem das auch Fensterlaibungen betrifft.

Lösung: Präventiv sollten Sanierer die Dämmung über Eck fortführen, also Teile der Innenwände und Decken mitdämmen (Flankenschutz). Dafür werden meist Dämmkeile beziehungsweise Dämmstreifen angebracht. Auch die Tür- und Fensterlaibungen sollten gedämmt werden, hier kann die Dämmschicht schmaler sein. Sehr wichtig ist eine luftdichte Verarbeitung. Die Anschlüsse der Dampfbremsfolie müssen sorgfältig mit elastischem Klebeband abgeklebt werden.

Innenwanddämmung, Innendämmung, Wärmedämmung, Altbausanierung, Wärmebrücke, Thermowinkel, Foto: djd/Caparol
Der „Thermowinkel“ aus Aluminium soll Wärmebrücken an den Übergängen zwischen Außenwand und einbindenden Innenwänden reduzieren. Foto: djd/Caparol Foto: djd/Caparol
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Die Dämmkeile aus Holzfasern werden mit Kleber oder Spachtel an Decke und Innenwand angebracht und überputzt. Foto: Gutex Foto: Gutex
Innenwanddämmung, Innendämmung, Wärmedämmung, Altbausanierung, Wärmebrücke, Fensterlaibung, Foto: Rockwool
Um Wärmebrücken zu vermeiden, müssen auch Fensterlaibungen gedämmt werden. Foto: Rockwool Foto: Rockwool
Info

Feuchte- und Schimmelschäden sind nicht Folge der Innendämmung an sich, sondern einer unsachgemäßen Verarbeitung. Richtig ausgeführt, hilft Innenwanddämmung sogar gegen Schimmelschäden: Wenn vormals kalte Flächen auf der Außenwand-Innenoberfläche gedämmt werden, erhöht sich deren Oberflächentemperatur, sodass dort kein Feuchteniederschlag mehr stattfindet.

Problem 5: Störende Installationen

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Vorgedämmte Elektroquader sollen helfen, die Wärmeverluste im Bereich der Steckdosen zu vermindern. Foto: djd/Caparol Foto: djd/Caparol

Heiz- und Elektroleitungen sowie Steckdosen durchdringen die Konstruktion und gefährden die Luft- und Dampfdichtheit.

Lösung: Wer diesem Problem vorbeugen möchte, baut die Installationen in eine Installationsebene der Innenverkleidung ein oder verlegt Leitungen in Fußleisten. Mittlerweile sind auch vorgedämmte Elektroquader im Handel, die Wärmeverluste im Bereich der Steckdosen eindämmen sollen.

Gesundheitsgefährdung durch Innenwanddämmung?

Häufig wird befürchtet, dass Schadstoffe aus den Dämmmaterialien in die Raumluft emittieren und die Gesundheit der Bewohner belasten könnten. In Untersuchungen von Polysterol-Dämmstoffen wurden jedoch nur sehr geringe Emissionen nachgewiesen. Die Zusammensetzung von Mineralfaserdämmstoffen wurde verändert, nachdem der Verdacht aufkam, die Fasern könnten krebserzeugend wirken. Beim Einbau mineralischer Dämmmaterialen sollten dennoch Staubmasken getragen werden. In den ersten Monaten nach einer Innendämmung wird häufigeres Lüften empfohlen.

Achtung

Auch ökologische Dämmstoffe aus Naturmaterialien müssen nicht völlig schadstofffrei sein. Schließlich müssen sie gegen Schädlingsbefall und Brandgefahr ausgerüstet werden.

Hier erfahren Sie...

...mehr zur Innendämmung von Wänden, Dach und Geschossdecken.

...wie man Schritt für Schritt eine Wand von innen von dämmt.

...worauf Sie beim Innenwand selbst dämmen achten müssen.

...die Vor- und Nachteile von Kalziumsilikatplatten in der Innendämmung.

Bei zweischaligem Mauerwerk kommt als Alternative zur Innenwanddämmung auch eine Kerndämmmung in Frage, bei der Styroporkügelchen oder anderes loses Dämmmaterial in die Mauerzwischenräume eingeblasen wird.


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19 Kommentare

Ch am 24.08.2018 04:55

Wie ist eine innendämmung im Keller richtig zu verlegen und mit welchen Materialien

auf Kommentar antworten

Lonesta am 08.05.2018 10:17

Wir überlegen ein Haus mit Innendämmung zu kaufen. Wollen aber eigentlich lieber eine Aussendämmung. ergibt es Sinn die Innendämmung rauszumachen und auf Außendämmung umzustellen? Da die gesamte Elektrik gemacht werden muss, wäre die Dämmung vermutlich eh beschädigt. Was würde das Entfernen kosten?

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Redaktion bauen.de am 08.05.2018 11:13

Hallo Lonesta,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ob die Innendämmung entfernt werden sollte, sollte am besten von einem Fachmann vor Ort besprochen werden, da hier bauphysikalische Aspekte eine Rolle spielen, die man aus der Ferne nicht beantworten kann. Auch hinsichtlich der Frage nach den Kosten lassen sich keine pauschalen Angaben machen, es würden hier vor allem Arbeitskosten und Kosten für die Entsorgung anfallen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Suveyor am 28.03.2018 10:33

Sind Wärmedämmaßnahmen von innen gemäß EnEV förderfähig. Z.B. durch KfW? Bitte Voraussetzungen und Quelle benennen. Vielen Dank

Ich habe eine Wärmedämmung von innen gemacht. Dadurch dass die Wärmeaufnahme der ca. 12 mm Gipskarton Platte kleiner ist als die einer dahinter liegenden Wand lassen sich die Räume relativ schnell aufheizen (z.B. bei Nachabsenkung). Sehr gute Erfahrung gemacht. Wichtig! Absolut keine Hohlräume zwischen Außenwand und der Isolierwand lassen. Dichter Anschluss mit Kunststoffmörtel dick genug aufgetragen realisiert.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 29.03.2018 15:08

Hallo Suveyor,

da müssten Sie sich genauer mit den Förderbedingungen der KfW-Bank auseinandersetzen. Unseres Wissens wird die Innendämmung nur dann gefördert, wenn sie notwendig ist, also bei Fachwerkhäusern oder Baudenkmälern. In diesem Fall auch nur dann, wenn die Mindestanforderungen erfüllt werden. 12mm Gipskarton dürften dazu nicht ausreichen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Pfeffer am 02.12.2017 20:35

Hallo, ich möchte mein Schlafzimmer mit Masiv Provilholz verkleiden auf Polster Konstruktion die Mauer ist trocken und 38cm stark kann da auf der Außenwand Schimmel entstehen

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Jugin am 20.11.2017 11:44

Hallo,

wir wohnen in einer Mietwohnung das Haus ist ca. Bj. 1965 oder 69.

Hier wurde von innen gedämmt, Rigipsplatten mit 30mm Styropor.

Dann ist doch der Taupunkt nach innen verlegt oder irre ich mich?

Denn im Schlaffzimmer und Wohnzimmer jeweils einer Außenecke bildet sich von innen sehr nasse stelle und es tropft runter.

Könnte das wegen der falschen Isolierung sein oder zu wenig lüften?

Danke im voraus

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Redaktion bauen.de am 22.11.2017 11:56

Hallo Jugin,

das kommt auf das Mauerwerk an und müsste vor Ort überprüft werden. Allerdings gibt es viele Mauersteine, die in dieser Zeit üblich waren, wo der Taupunkt tatsächlich zwischen Dämmmaterial und Wand liegt. Wenn die Wand dann nicht durch eine Dampfbremsfolie geschützt wird, kann das problematisch werden. Wasser in der Raumluft kondensiert zuerst an der kältesten Stelle, möglicherweise gibt es bei Ihnen eine Wärmebrücke, vielleicht ist das Dämmmaterial aber auch durchnässt und wirkungslos.

Mit der Lüftung hat das nicht unbedingt etwas zu tun. Messen Sie doch mal die Luftfeuchtigkeit. In Baumärkten gibt es einfache Geräte. Bei Werten über 80 Prozent hilft Lüften etwas. Bei Werten um die 60 Prozent nicht, denn die frische Luft ist nicht zwangsläufig trockener. Aber auch das könnten Sie mit dem Gerät testen. Grundsätzlich sollten sie vormittags und abends fünf Minuten lang alle Fenster öffnen.

Die Dämmung nach Ihrer Beschreibung ist vermutlich problematisch. So oder so sollten Sie reagieren und mit dem Vermieter sprechen. Wenn da Schimmel zwischen Dämmung und Wand wächst, kann das gesundheitliche Schäden verursachen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

kraege am 23.07.2017 13:48

Ich habe eine Mietwohnung und habe in 3 Zimmer Schimmel.

Habe zwei Gutachten,ein von 02-2017 wo die Wände zu feucht waren.

Und eins von 05-2017 wo angeblich das lüften dran schuld sein soll.

Beim entfernen der alten Tapete haben wir festgestellt das der putz sich auch von den Wänden löst unt teilweise zwischen Wand und putz hol ist.Kann das auch ein Grund für den Schimmel sein??

auf Kommentar antworten

Tg1985ks am 11.12.2017 14:27

Verbrauchter Altputz muss entfernen werden! Danach kann eine Innendämmung fachgerecht montiert werden


Redaktion bauen.de am 24.07.2017 10:36

Hallo kraege und vielen Dank für Ihren Kommentar,

aus der Ferne lässt sich so etwas immer schwer beurteilen. Bei größeren Temperaturunterschieden zwischen dem von Ihnen beschriebenen Hohlraum und der Außen- bzw. Innentemperatur ist es prinzipiell aber durchaus möglich, dass sich dort Kondenswasser bildet. Dieses kann dann wiederum zur Schimmelbildung führen. Im Zweifelsfall sollten Sie das allerdings von einer Fachfirma prüfen lassen.

Mit besten Grüßen

die Redaktion von bauen.de

Holly am 16.05.2017 13:32

Hallo, hätte mal folgende Frage. Vielleicht kann hierzu jemand weiterhelfen: Wir haben im Wohnbereich ein Giebeldach mit Sichtbalken (Baujahr 2007). Obendrauf eine PUR-Dämmung (Aufdachdämmung). Tolle Optik zwar, aber das Problem ist: Der Schallschutz ist hundsmiserabel. Vor allem, nachdem sich um unser Haus herum die Geräuschkulisse durch Zuzug, mehr Straßen- und Flugverkehr in den letzten Jahren leider deutlich erhöht hat, ist das echt ein Manko. Ein kompletter Dachneubau kommt aus Kostengründen natürlich nicht in Frage. Wir denken daher darüber nach, von Innen zwischen den sichtbaren Balken mit irgendeinem geeigneten Material (?) etwas zu dämmen, vorrangig, um den Schallschutz deutlich zu verbessern. Darüber wollen wir von Innen wieder sichtbare Bretter schrauben und evtl. darüber von Innen (ggf. später) "Dummiebalken" anbringen, um die Gesamtoptik wenigstens etwas wieder herzustellen. Dampfsperren oder Dampfbremsen würde ich als Laie vom Gefühl her weglassen, da es ja ein Warmdach ist. Kann mich aber auch täuschen. Deshalb nun meine Fragen: 1) Kann es bei dieser Herangehensweise evtl. ein Problem mit Feuchtigkeit/Tauwasser in der Dämmung unter dem Warmdach geben (siehe auch Problem 2 oben) 2) Welches Dämmmaterial würdet ihr unter Schallschutzgesichtspunkten empfehlen (Sparrenhöhe ca. 17cm). Dazu ist anzumerken, dass der Schall jetzt überwiegend über die Fläche der Sichtbretter, die über den Sparren liegen, eindringt. 3) Welche Alternativen von Innen gibt es? (ggf. anderer Aufbau mit Dampfbremse oder -sperre?). Ich freue mich auf viele aufschlussreiche Antworten. Bitte für Laien verständlich antworten :-).

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 17.05.2017 12:11

Hallo Holly,

Schall- und Wärmedämmung lassen sich natürlich am besten vor dem Bau planen und dann umsetzen. Nachträglich wird es etwas komplizierter. Grundsätzlich benötigen Sie mehr Masse, um den Lärm draußen zu lassen. Dazu eignet sich die PUR-Dämmung also nicht. Zwischen die Sparren könnten Sie dagegen Mineralwolle klemmen. Evtl. ist es auch sinnvoll, Gibskartonplatten anzubringen und dann erst die optischen Elemente. Bei diesem Projekt müssen Sie die Kosten, den gewünschten Schallschutz und die Statik des Daches gegeneinander abwägen. Um möglichst effizient arbeiten zu können, müssten Sie eigentlich die Schallfrequenzen kennen und die Schalldämmung darauf abstimmen.

Die Dampfbremse hat die Funktion, Feuchtigkeit aus dem Dämmmaterial draußen zu halten und gehört zum typischen Aufbau eines Warmdaches, das ja nichts anderes ist als ein wärmegedämmtes Dach. Darauf sollten Sie also nicht verzichten.

Vermutlich wäre es sinnvoll, das Projekt mit einem Experten, evtl. einem Architekten oder Dachdecker anzugehen.

Zur Zwischensparrung generell bitte auch folgenden Text beachten: https://www.bauen.de/a/nachtraegliche-dachdaemmung-selbst-gemacht.html

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Kostspielig am 15.09.2016 11:50

In zwei Wohnungen unserer WEG gibt es Feuchtigkeitsprobleme an den Außenwänden. Es gibt inzwischen ein Gutachten, das besagt, dass an ddiesem Teil der Giebelfassade Fugen bröselig sind. Gilt hier bei einer Sanierung die neue EnEV? Müssen jetzt alle Fassaden gedämmt werden?

auf Kommentar antworten

Die Redaktion von bauen.de am 19.09.2016 12:55

Hallo Kostspielig,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Die Energieeinsparverordnung greift erst dann, wenn mehr als zehn Prozent der Fassade eines Gebäudes saniert werden. Bitte beachten Sie: Alle Fassadenflächen eines Gebäudes zählen gemeinsam als ein einziges Bauteil. Die 10-Prozent-Regel bezieht sich also auf die gesamte Fassadenfläche. Wenn in Ihrem Fall nur an einigen Stellen Putzschäden ausgebessert werden und Anschließend neu gestrichen wird, dürfte dies unter die 10-Prozent-Regel fallen. Müssen allerdings mehr als zehn Prozent ausgebessert werden, muss die gesamte Fassade den Ansprüchen der EnEV genügen und dementsprechend gedämmt werden. Es ist allerdings möglich, dass die Gebäudehülle auch ohne Dämmung die EnEV erfüllt. Das sollte ein Gutachter oder Energieberater vor Ort feststellen.

Es gibt eine weitere Ausnahme: Wenn das Haus nach 1983 unter Einhaltung der damals geltenden energiesparrechtlichen Vorschriften errichtet wurde bzw. die Außenwände nach 1983 saniert wurden, greifen die Regelungen zur Fassadendämmung ebenfalls nicht. Auch das sollten Sie im Zweifel von einem Energieberater überprüfen lassen.
Beachten Sie doch bitte auch unseren Text zum Thema: http://www.bauen.de/a/altbau-sanierungspflicht-wann-ein-bussgeld-droht.html

Mit besten Grüßen

Die Redaktion von bauen.de

Redaktion bauen.de am 01.06.2016 14:14

Hallo Hauzuwienix,

16 Grad sind für Wohnräume klar zu wenig. Wenden Sie sich an Ihren Vermieter, der muss diesen Mangel beheben. Egal, ob das Haus nicht ausreichend gedämmt ist oder ob die Heizung kaputt ist. Macht er das nicht, können Sie die Miete mindern. Wieviel? Dazu gibt es keine eindeutigen Aussagen, es gibt Urteile, die Mietminderungen von 30 Prozent im Sommer bis 70 Prozent im Winter bei gleichzeitigem Ausfall des Warmwassers zugestanden haben. Bitte beachten Sie dazu den untenstehenden Link.

Die Lösung mit dem Stoff ist natürlich vergleichsweise günstig, die Wirkung ist dafür aber auch überschaubar. Generell lässt sich tatsächlich eine gewisse Besserung erzielen, indem Sie Vorhänge oder andere möglichst dicke Stoffe insbesondere vor die Fenster ziehen. Dadurch wird die Wohnung aber nicht wirklich warm: Tagsüber sollten bewohnte Räume zwischen 20 und 22 Grad warm sein. Das erreichen Sie nur mit halbwegs funktionierender Heizung und Wärmedämmung.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

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Hauzuwienix am 29.05.2016 20:04

Moin.

Wir haben das Problem in eine Wohnung gezogen zu sein, die keine Aussendämmung besitzt. Das zeigte sich im letzten Winter, da wir das Wohnzimmer nicht über 16°C bekamen, trotz voll aufgedrehtem, permanent durchlaufendem Heizkörper.

Jetzt naht der nächste Winter und wir stehen zwischen Innendämmung und Auszug aus der Wohnung. Noch einen Winter bei der Kälte erträgt meine Frau nicht. Das Wohnzimmer ist der größte Raum. Die lange Wand mit Fenster ist Außenwand, eine kurze Seite ist Außenwand ohne Fenster, die Andere hat Balkontür, Fenster und Heizkörper. 3,5m breit, etwa 6m lang.

Mein Chef, der Innenarchitekt ist meint, es genüge einfach die Wände mit Stoff zu bespannen mit einem Luftpolster dazwischen 2-3cm. Das soll genügen um die Kälte der Wand vom Raum zu trennen und die warme Raumluft von der Wand weg zu halten. Mir fällt schwer das zu glauben, auch wenn es schlüssig klingt. Gibt es diesbezüglich Erfahrungen?!

Wir sind über jeden guten Rat dankbar. Wir haben es finanziell nicht so dicke. Darum fällt ein Fachmann oder eine Sanierungsfirma wohl flach.

Danke.

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Redaktion bauen.de am 27.05.2016 15:14

Lieber Garagenjoe,

das kommt darauf an, welche Dämmwerte Sie erzielen möchten. Für die Fußbodendämmung brauchen Sie einen Dämmstoff, der einige Belastung aushält. Das können ganz normale Dämmplatten aus Polyurethan sein. Eventuell brauchen Sie aber spezielle Dämmplatten mit hoher Dämmwirkung, die dann etwas flacher ausfallen dürfen. Das gleiche gilt für die Innendämmung, denn generell ist jeder Dämmstoff geeignet. Allerdings sollten Sie auch eine ganz normale Außendämmung zum Beispiel als WDVS in Betracht ziehen.

Bitte beachten Sie, dass Sie üblicherweise eine Genehmigung brauchen, wenn sie eine Garage als Wohnraum nutzen wollen.

Beste Grüße,

die Redaktion von bauen.de

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Garagenjoe am 25.05.2016 15:16

Hallo,

ich würde gerne meine Garage zum Wohnraum umbauen. Wie dämme ich am besten den Fußboden? Welche Dämmung nehme ich am besten für die Wände bei Innendämmung?

Danke für Ihre Antwort

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bauen.de-Redaktion am 24.03.2016 11:22

Hallo,

aus der Ferne lässt sich die Situation leider nicht genau beurteilen. Ursache für den Schimmel könnte sein, dass die Verbundplatten Feuchte aus dem Zement ziehen. Auch Probleme, die in der Wand liegen – wie beispielsweise eine tropfende Rohrleitung – können Feuchteschäden und in Folge Schimmelbefall verursachen.

In jedem Fall sollten Sie einen Experten hinzuziehen, der die Situation vor Ort begutachtet. Vermutlich müssen Sie die Verbundplatten entfernen und der Ursache auf den Grund gehen.

Beste Grüße

Die bauen.de-Redaktion

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was nun? am 23.03.2016 18:16

Wir haben ein Zimmer saniert, Zementfussboden rein und die Wände mit verbundplatten

gedämmt. jetzt kommt Schimmel unter den Tapeten. Was tun.

Im anderen Raum wird die Tapete braun was nun die Wände sind trocken

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bauen.de-Redaktion am 11.01.2016 15:04

Hallo,

wichtig ist es zunächst einmal, die Schimmelursache zu finden. Nehmen Sie am besten alles ab, was Sie abnehmen können – inklusive Tapete und Holzdecke – und legen Sie die Wände trocken. Erst dann können Sie die Behandlung mit einem Schimmelmittel beginnen, neu streichen und tapezieren. Für die Vorbeugung gegen Schimmel ist beispielsweise spezielle Feuchtraumfarbe ebenso wie diffusionsoffene Kalkfarbe zu empfehlen, die in der Regel sehr alkalisch ist. Schimmelsporen können in einem solchen Milieu nicht überleben.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Sanierung,

die Redaktion von bauen.de

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frust04 am 10.01.2016 14:31

Hallo,

in einem ungedämmten Zimmer hatte ist ganz wenig Schimmel, aber durch unfachmännisches Aufstellen von Gegenständen.

Nun habe ich alles weiß gestrichen und es kommt mehr Schimmel an anderen Stellen. Eine Holzdecke ist ebenso verbaut, genau dort an der Kante Wand/Decke entsteht Schimmel.

Gibt es bestimmte Farbe, die man für so etwas eher nehmen kann als Andere ?

Die Tapete muss nun wohl ab, vermutlich auch die Holzdecke. Holzdecke vermutlich mit einer Schattenfuge einziehen aber wie sieht es mit Betonwänden aus ? Gibt es Tapeten oder Farbe, die besser für Wände geeignet sind (Haus Außenwand).

Derzeit zieht ein Luftentfeuchter pro Tag fast 1 Liter raus, der Raum ist aber nur etwa 1,5x2m.

Danke

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Manfred Lippert am 02.03.2015 19:53

Mit Korkfarbe kann man sowohl außen wie innen dämmen und die nur wenige mm dicke Beschichtung ist Kondenswasservermeidend und somit gibt es keine Probleme mit Algen oder Schimmel

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IG Energie vom Dach am 14.10.2014 14:19

An der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt (EMPA) wurde ein Dämmputz entwickelt, der besser isoliert, als Polystyrolplatten. Da kann man gut auf die Innenisolierung verzichten und auch bei denkmalgeschützten Häusern, Riegelbauten und anderen Altbauten problemlos aussen Dämmen.

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Krokerek40 am 21.05.2014 15:11

Hallo

Es gibt aber eine geniale Lösung die ausprobiert worden ist.

Eine Masse als Putz oder Farbe. Mit nur Max 1,5-2 mm hat bessere Werte wie jeder Styropor und es atmet und beugt 100 % vor Schimmel. Ein wunder. [Kommentar gekürzt, Anm. d. Red.]

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