Richtig Bohren: Tipps für perfekte Bohrlöcher

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Der Möbelwagen rollt vom Hof, Bett und Kommoden sind aufgebaut – jetzt geht es an die Feinarbeit. Um Hängeschränke und Bilder aufzuhängen, sollten diese mit Schrauben fest in der Wand verankert werden. Doch richtig Bohren will gelernt sein: Bauen.de gibt Tipps, damit beim Bohren keine Missgeschicke passieren.

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Richtig Bohren: Im rechten Winkel und mit justiertem Tiefenbegrenzer sollte nichts mehr schief gehen. Foto: Bosch Foto: Bosch

Den Bohrer einmal schief angesetzt und schon ist es passiert: Ein unbrauchbares Loch mit ausgefranstem Rand verschandelt die frisch renovierte Wand. Dieses Malheur lässt sich ganz einfach vermeiden, wenn man einige grundlegende Regeln beim Umgang mit der Bohrmaschine berücksichtigt.

Wahl der richtigen Bohrmaschine

Bohrmaschinen und Bohraufsätze gibt es in verschiedenen Ausführungen, die alle für das Bearbeiten von anderen Materialien konzipiert sind. Der Drehgang einer Bohrmaschine eignet sich für das Bohren in Porenbeton und Gipskarton. Die Schlagbohrmaschine nimmt es mit härterem Werkstoff wie Stein auf, für Beton benötigt man einen Bohrhammer. Die korrekte Wahl der geeigneten Maschine und des passenden Bohraufsatzes ist maßgeblich, um sich bei der Arbeit nicht zu verletzen oder das Material unnötig zu beschädigen. Aus diesem Grund steht vor dem Bohren die sorgfältige Prüfung der Wand auf dem Programm.

Einen ersten Eindruck kann man sich durch das Klopfen auf den Untergrund verschaffen. Klingt dieser hohl, hat man es aller Wahrscheinlichkeit nach mit einer dünnen Wand aus Gipskarton zu tun. Ist das Klangbild flach, handelt es sich um eine massive Wand, die gemauert ist oder aus Beton besteht.

Leitungssucher: Aufspüren von Wasser- und Stromleitungen

Einfach so den Bohraufsatz an die Wand zu setzen und loszulegen, rächt sich schnell: Die Löcher sind schief, Abstände stimmen nicht oder man erwischt eine Wasser- oder Stromleitung. Wer Wasserschäden in der Wohnung und einen Kurzschluss vermeiden will, sollte im Vorfeld der Bohrarbeiten prüfen, wo die Leitungen in der Wand verlaufen. Beim Aufspüren hilft ein Leitungssuchgerät aus dem Baummarkt. Das digitale Ortungsgerät zeigt schnell und unkompliziert an, ob sich hinter der Wandverkleidung Strom- und Wasserleitungen sowie Armierungseisen befinden.

Richtig Bohren: Tipps

Um saubere Löcher in die Wand zu bohren, gibt es einige Tricks:

  • Vor dem Einsatz der Bohrmaschine ausmessen und markieren, wo das Bohrloch später sein soll.
  • Den Bohrer rechtwinklig zur Wand ansetzen.
  • Wer unsicher ist, aus welchem Material die Wand besteht, sollte zuerst im Drehgang bohren und das Schlagwerk erst dann zuschalten, wenn es nicht mehr weiter geht. Bei Fliesen sollte immer ohne Schlagwerk gebohrt werden, da diese sonst zerspringen können.
  • Erst Druck auf die Maschine ausüben, wenn die Bohrspitze sich sicher in der Wand dreht und nicht mehr abrutscht.
  • Hält eine zweite Person während des Bohrens einen Staubsauger unter das Bohrloch, rieselt der feine Staub gar nicht erst auf den Boden oder in die Ritzen der Leisten. Alternativ kann man auch eine kleine Tüte unter das Bohrloch kleben.
  • Um tief genug zu bohren, misst man die Länge des Dübels aus und addiert sie mit zehn Millimetern. Diese Gesamtlänge kann mit einem Tiefenbegrenzer eingestellt oder am Bohraufsatz mit Hilfe eines Klebebandes markiert werden. Aufsatz nur so weit in die Wand treiben, bis die Markierung erreicht ist.

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1 Kommentar

ivonne am 18.01.2015 11:54

Da habe ich ein schönes Buch gefunden in dem eine Frau Heimwerker Tricks verrät. Geschrieben ist es als Roman und bei Amazon unter dem Titel "Die Handwerkerin" erhältlich.

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