Richtig streichen: Erste Hilfe bei Patzern

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Triefende Farbnasen oder absplitternde Farbe können sämtliche Vorfreude auf die neu gestalteten Wände trüben. Wer richtig streichen will, sollte deshalb wissen, wie die häufigsten Patzer ausgebessert werden können.

Richtig streichen, Wände streichen, Foto: Auro AG
Richtig streichen: Um Streifen zu verhindern, sollte zuerst kreuz und quer und anschließend erst in Bahnen gearbeitet werden. Foto: Auro AG Foto: Auro AG

Ob die erste eigene Wohnung oder das Eigenheim gestrichen werden soll: Wer sparen möchte, greift beim Renovieren selbst zum Pinsel. Doch wenn die Farbe abplatzt oder der Farbauftrag ungleichmäßig wird, wünschen sich Hobbyhandwerker oft den Fachmann her. Doch gewusst wie: So mancher Patzer kann schnell ausgebessert werden.

Richtig streichen: Fehler ausbessern

  1. Absplitternde Farbe
    Damit an der Malerrolle beim ersten Farbauftrag nicht die Splitter der alten Farbe hängen bleiben, kann vorab die Beschaffenheit des Untergrunds mit einem einfachen Trick getestet werden: Dazu wird ein Klebestreifen auf der Mauer befestigt und wieder abgezogen. Bleiben alte Farbsplitter am Streifen kleben, wird der Untergrund die neue Farbe wahrscheinlich eher schlecht aufnehmen und abbröckeln. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man geht sehr vorsichtig vor und streicht ohne Druck und immer nur einlagig. Dafür kann zum Beispiel Isolierfarbe mit einem geringen Feuchtigkeitsgehalt verwendet werden. Wenn das nicht klappt, hilft nur eines: Man entfernt sämtliche Schichten bis zum Mauerwerk und verputzt die Wand neu. Ganz wichtig: Klebeband an Leisten und Kanten muss unbedingt abgezogen werden, solange die Farbe noch nass ist. Ist die Wand schon getrocknet, löst sich mit dem Klebeband oft auch etwas Farbe ab.

  2. Ungleichmäßiger Farbauftrag
    Die erste Schicht Farbe trocknet gerade und schon sieht man es: Die Wand wird fleckig.
    Da hilft nur ein zweiter Anstrich. Damit die nächste Wand direkt im ersten Anlauf gleichmäßig farbig wird, hilft es, die Technik zu verbessern. Keine Streifen gibt es, wenn man mit genügend Farbe auf der Rolle einmal senkrecht, dann kreuz und quer und zum Schluss wieder in senkrechten, langen Bahnen arbeitet. Wichtig ist zudem, dass nass in nass gestrichen wird. Das bedeutet, dass nicht mit frischer Farbe über einen schon getrockneten Bereich, zum Beispiel die Vorarbeiten an den Kanten, gestrichen werden sollte.

  3. Triefende Farbnasen
    Läuft die Farbe an der Wand herab, bilden sich sogenannte Farbnasen. Das liegt an zu viel Farbe auf der Rolle. Bemerkt man die Überschüsse, während die Farbe noch nass ist, können sie einfach mit etwas Küchenrolle oder einem Lappen entfernt werden. Damit keine neuen Nasen entstehen, sollte beim Malern immer ein Streichgitter verwendet werden – dadurch wird die Farbe gleichmäßig auf der Rolle verteilt.

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