Selbst eine Wand verputzen: Anleitung für innen und außen

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Verputzen gehört zu den anspruchsvolleren Arbeiten für Heimwerker. Ist aber durchaus machbar, sowohl im Neubau, als auch beim Sanieren. Schritt für Schritt erklären wir, wie Heimwerker beim Bauen oder Renovieren Geld sparen können.

Wand verputzen, Handwerker glättet frisch verputzte Wand, Foto: iStock.com / RossHelen
Selbst eine Wand verputzen bedarf ein wenig Übung. Schließlich muss für das perfekte Ergebnis nass in nass gearbeitet werden. Foto: iStock.com / RossHelen

Wer bei seinem neuen Haus den Innenausbau selbst übernimmt oder wer im Altbau renoviert, muss unter Umständen Innenwände verputzen. Keine triviale Arbeit – sie nimmt viel Zeit in Anspruch und am Ende muss alles passen.– Wer hier krumm und schief gearbeitet hat, kann diese Fehler mit einem neuen Anstrich oder einer Tapete kaum kaschieren. Dennoch können geschickte Heimwerker ihre Wände selbst verputzen. Dafür gibt es Hilfsmittel, die die Arbeit etwas vereinfachen.

Innenwand verputzen: Material und Werkzeug

Material

  • Putzprofile und Eckschienen.
  • Malervlies und gegebenenfalls Milchtütenpapier zum Abdecken.
  • Putz nach Wahl, Menge je nach Bedarf und Verpackungsangabe.
  • Grundierung
  • Spachtelmasse
  • Je nach Projekt Armierungsgewebe beziehungsweise Gewebebänder, Klebebänder zum Abkleben.

Werkzeug

  • Abziehlatte. Kann auch eine gerade Holzlatte sein.
  • Kelle, Gitter-Rabot, Reibebrett
  • Diverse Eimer, vor allem auch größere Eimer, um darin Putz anzurühren.
  • Bohrmaschine mit Quirlaufsatz
  • Cuttermesser
  • Langflorroller in verschiedenen Größen bei Rollputz.
  • Malerquast

Innenwand verputzen: Schritt für Schritt

Es gibt verschiedene Methoden und Techniken, um eine Wand zu verputzen, die Grundlagen sind aber immer gleich. In diesem Video wird eine klassische Technik gezeigt, die allerdings etwas Übung erfordert.

Anfänger tun sich leichter mit Putzschienen. Dadurch wird die Vorbereitung aufwendiger, die Kosten etwas höher und dort, wo die Schienen im Putz liegen, kann man später weder bohren noch nageln. Doch helfen die Schienen dabei, den Putz gleichmäßig und vor allem eben aufzutragen. Diese Art des Verputzens erklären wir in den folgenden Schritten.

1. Materialbedarf ermitteln

Zunächst den Raum ausmessen. Das geht ganz einfach: Bei jeder Wand die Länge und die Höhe, beziehungsweise Breite ermitteln und aufschreiben. Multipliziert man beide Maße, ergibt sich daraus die Wand- beziehungsweise Deckenfläche. Bei quaderförmigen Räumen reicht es, die Breite, die Länge und die Höhe des Raumes auszumessen. Daraus ergeben sich dann alle anderen Maße.

Bei fast allen Produkten ist angegeben, für welche Fläche das Material reicht. Nur zur groben Orientierung: Ein Sack mit 30 Kilogramm Gipsputz reicht bei einer Putzdicke von zehn Millimetern in etwa für zweieinhalb Quadratmeter Wandfläche. Je nach gewünschter Putzdicke ergeben sich allerdings Abweichungen.

Putzschienen müssen über die gesamte Raumhöhe montiert werden, alle 40 bis 60 Zentimeter kommt eine Schiene, dabei ist bei den Wandecken ein Abstand von 20 bis 40 Zentimetern einzuhalten. Im Endeffekt kommts auch drauf an, wie groß die Abziehlatte ist.

2. Raum und Wand vorbereiten

Beim Neubau muss der Raum üblicherweise nicht besonders vorbereitet werden. Sofern noch kein Boden verlegt wurde, ist es noch nicht einmal notwendig, den Boden mit Malervlies abzudecken. Bei Altbauten muss die Wand allerdings von Tapeten, Farbe und altem Putz befreit werden. Weil dabei zwangsläufig Dreck entsteht, lohnt es sich, Malervlies zu verlegen und darüber sogenanntes Milchtütenpapier. Dieses Papier ist sehr stabil, es lässt sich während eines längeren Arbeitsprozesses zwischendurch reinigen und nach Abschluss der Arbeiten ähnlich wie das Malervlies wiederverwenden.

Im Wohnbau kommen manchmal auch Trockenbaustoffe zum Einsatz, die den Innenputz ersetzen, also nicht verputzt werden müssen. In manchen Fällen sollen Oberflächen wie Holz, Metall oder Beton verputzt werden. In solchen Spezialfällen sollte man sich im Zweifel im Baumarkt oder bei einem Profi Rat holen, denn für den Laien ist es nicht immer ersichtlich, wie genau der Belag verputzt werden muss.

  • Holz kann nicht verputzt werden, denn Holz verändert sich mit der Zeit, der Putz würde reißen. Eine Holzwand muss deswegen zunächst beispielsweise mit Putzträgerplatten, Verputzgitter oder Schilfohrmatten verkleidet werden.
  • Bei einer Oberfläche aus Metall muss zunächst in der Regel Rostschutz aufgetragen werden. Anschließend kann Streckmetall – eine Art Metallgitter – montiert werden, was als Putzträger dient.
  • Beton muss unbedingt ausreichend aushärten. Wie lange das dauert, hängt von der Art des Betons und auch der Dicke der Wand ab. Auch, ob der Untergrund vorbereitet werden muss, hängt vom verwendeten Beton ab. Oftmals wird Beton als Sichtbeton eingebaut, der dann nicht verputzt wird.

3. Grundieren und Wand nässen

Wand verputzen, Heimwerker trägt Grundierung mit Quast auf. Foto: Yevgeniy / stock.adobe.com
Zuerst muss die Grundierung an die Wand. Bei größeren Flächen ist allerdings eine Rolle besser geeignet. Foto: Yevgeniy / stock.adobe.com

Ist die Wand sauber, muss sie als nächstes grundiert werden. Welche Grundierung die richtige ist, hängt von der Saugfähigkeit der Wand ab. Um die Saugfähigkeit einer Wand zu ermitteln, können Heimwerker die Oberfläche leicht mit Wasser anfeuchten:

  • Bleiben einzelne Tropfen stehen, ist der Untergrund nicht saugend;
  • zieht das Wasser langsam ein, spricht man von normal saugend;
  • zieht es umgehend ein, ist er stark saugend.

Auf Basis dieses Tests kann die Grundierung gewählt werden:

  • nicht saugender Untergrund: Spezialhaftgrund
  • wenig saugend: normaler Haftgrund
  • stark saugend: Tiefenhaftgrund
  • Gipskarton: Tiefenhaftgrund
  • fettige Wände, mit Nikotin oder anderen Stoffen belastete Wände: Sperrhaftgrund
  • Ziegelwände: Putzgrund

Wenn nun die Wand sauber und grundiert ist, sollte die Wand genässt werden, bevor sie verputzt wird. Dafür wird mit einem breiten, borstigen Pinsel, oft als Quast oder Kleisterbürste bezeichnet, Wasser an die Wand gespritzt. Dabei sollten Heimwerker nicht zu zaghaft sein: Eine zu verputzende Wand soll feucht sein.

4. Profile setzen

Wand verputzen: Heimwerker bringt gerade ein Eckprofil an. Foto: mehaniq41 / stock.adobe.com
Hier wird gerade ein Eckprofil angebracht. Schnellputzleisten sehen so ähnlich aus. Foto: mehaniq41 / stock.adobe.com

Profis können nun unmittelbar mit dem Verputzen beginnen, einfacher ist es aber mit Putzprofilen:

  • Schnellputzleisten helfen, den Putz eben aufzutragen. Darüber hinaus helfen sie auch, schiefe Wände auszugleichen. Die Leisten werden einen Tag vor dem Verputzen mit etwa 40 bis 60 Zentimeter Abstand lotgerecht an den Wänden montiert.
  • Eckprofile schützen Kanten vor Beschädigungen und Abnutzungen. Auch sie werden einen Tag vorher montiert und dann überputzt.

Die Montage erfolgt mit sogenanntem Eckschienenmörtel. Ein Mörtelkleks alle 30 bis 40 Zentimeter reicht aus. Die Putzschienen werden dann in den Mörtel gedrückt und perfekt mit der Hilfe einer Wasserwage oder Richtlatte ausgerichtet.

5. Putz anrühren und auftragen

Wand verputzen, Heimwerker rührt Putz in Eimer mit Maschine an. Foto: iStock.com / Pankration
Den Putz von Hand anzurühren geht wahrscheinlich schief. Besser mit Maschine arbeiten. Foto: iStock.com / Pankration

Nun werden Wasser und Putzmörtel nach Herstellerangaben angerührt, zum Beispiel in einem großen Eimer oder eine Wanne. Das ist vor allem bei größeren Mengen nicht so einfach. Für ein gutes Ergebnis braucht es dafür einen Rührquirl, der an eine Bohrmaschine montiert werden kann.

Die meisten Wände, die verputzt werden sollen, sind nicht glatt oder weisen zumindest Fugen auf, die verputzt werden müssen. Bei solch unebenen Flächen wird Putz für gewöhnlich mit der Maurerkelle oder dem Spachtel an die Wand geworfen und dann grob verstrichen. Durch das Anwerfen gelangt der Putz auch in feine Ritzen und Rillen. Dieses Anwerfen erfordert Übung. Wer aber Putzschienen verwendet, tut sich leichter, denn die Putzschicht muss im ersten Schritt noch nicht eben werden. Erst im nächsten Schritt wird die Fläche mithilfe einer Abziehlatte und der Putzschienen glattgezogen.

Nachdem der Putz getrocknet ist, können kleinere Unebenheiten mit dem Gitter-Rabot abgeschliffen werden. So ein Gitter-Rabot sieht aus wie ein Reibebrett, am Griff ist jedoch ein Gitter montiert.

Zwischen Decke und der frisch aufgetragenen Putzschicht an der Wand sollte eine schmale Lücke sein, sonst kann es passieren, dass der Putz später reißt. Dafür mit einer sauberen Kelle direkt an der Decke entlangstreichen und so die neue Putzschicht von der Decke trennen.

6. Putz glätten oder strukturieren

Wand verputzen, Heimwerker bearbeitet Putzoberfläche mit einer Spachtelkelle, Foto: iStock.com / AndreyPopov
Struktur kann auf viele einfache und kreative Methoden in den Putz eingearbeitet werden. Foto: iStock.com / AndreyPopov

Am Ende kann der Putz noch geglättet oder strukturiert werden. Die Struktur arbeitet man ein, solange der Putz noch feucht ist. Beispielsweise kann man gekörnten Putz einfach mit einem Reibebrett bearbeiten. Auch mit Material, das auf den ersten Blick nicht unbedingt geeignet ist, können kreative Oberflächen entstehen, beispielsweise mit einem Besen oder indem Luftpolsterfolie in den Putz gedrückt wird.

Auch um den Putz zu glätten, gibt es zahlreiche verschiedene Methoden. So kann die Oberfläche des bereits angetrockneten Putzes mit dem Schwammbrett bearbeitet oder mit Schleifgitter abgezogen werden. Eine andere Möglichkeit ist Kalkglätte, die mit der Kelle aufgetragen und mit dem Fassadenspachtel glattgezogen wird.

Praxis-Tipp

Werkzeug immer direkt nach dem Einsatz reinigen. Angetrockneter Restputz geht nur schwer wieder ab.

Lehm, Kalk oder Gips: Putzarten

Wand verputzen, marokkanisches Bad mit Tadelakt, Blick vom Bad auf den Flur hinaus. Foto: iStock.vom / FrankvandenBergh
Ein mit Tadelakt verputztes Bad. Der Vorteil: keine Fugen. Foto: iStock.vom / FrankvandenBergh

Putz ist nicht gleich Putz: Die verschiedenen Putzarten werden nach ihrem zugesetzten Bindemittel unterschieden. Dieses Bindemittel ist für gewöhnlich mineralisch, besteht also aus Gips, Kalk, Zement, Lehm oder einer Kombination aus diesen Materialien.

  • Gipsputz ist nur bedingt witterungsbeständig, eignet sich daher eher für einen Einsatz in Innenräumen. Er reguliert die Feuchtigkeit im Raum, nimmt also überschüssige Feuchtigkeit auf und gibt sie bei Bedarf wieder ab.
  • Kalk- und Kalk-Zementputz kann innen und außen eingesetzt werden. Ein Kalkputz ist stark alkalisch, wirkt daher desinfizierend und verhindert Schimmelbefall. Heimwerker sollten darauf achten, dass ihre Haut nicht mit dem feuchten Putz in Berührung kommt, da er stark ätzend ist.
  • Lehm- und Lehm-Gipsputze sollten nur innen verwendet werden, da sie bei Feuchtigkeit aufquellen. Sie wirken feuchteregulierend und speichern Wärme.
  • Kunstharzputz ist relativ elastisch und kommt gut mit extremen Umgebungsbedingungen wie Hitze, Kälte und Feuchtigkeit zurecht, Risse sind deswegen unwahrscheinlich. Der Putz ist diffusionsdicht und wird deswegen vor allem im Außenbereich eingesetzt.

Außerdem kann bei Putz auch noch zwischen Unter- oder Grundputze sowie Ober- oder Dekorputzen unterschieden werden. Eine besondere Form der Wandgestaltung ermöglichen Edelputze, wie beispielsweise das wasserfeste Oberflächenfinish Tadelakt, ein antiker marokkanischer Kalkputz.

Wand verputzen, Heimwerker bei Putzarbeiten, von der Seite fotografiert, Foto: Ingo Bartussek / stock.adobe.com
Außenputz funktioniert ganz ähnlich wie Innenputz. Hier verputzt eine Mann eine gedämmte Fassade neu. Foto: Ingo Bartussek / stock.adobe.com

Fassade: Außenwand verputzen

Außenputz wird prinzipiell genauso verarbeitet wie Innenputz. Gerade im Außenbereich kommen jedoch meist Maschinenputze zum Einsatz. Das Mauerwerk muss genau wie beim Innenputz sauber und tragfähig sein. Stark saugende Untergründe wie Ziegel oder Porenbeton sollten mit Haftemulsion grundiert werden. Auch hier kommt der meist mineralische Putz abschnittsweise und stets nass in nass an die Wand.

Da die Putzmasse nicht austrocknen darf, sollte die Temperatur nicht unter fünf und nicht über 30 Grad Celsius sein. Auch während dem Trocknen sollte die verputzte Wand vor starker Sonne oder Schlagregen geschützt werden. Das heißt: am besten bei trockenem, aber bewölktem Wetter verputzen. Ein gewissen Schutz stellt aber auch das Gerüst dar, das beim Verputzen der Außenfassade in den meisten Fällen benötigt wird.

Fazit: Wand verputzen selbst gemacht

Selber eine Wand verputzen ist gar nicht so kompliziert. Ob die Arbeit in Eigenleistung oder vom Fachbetrieb ausgeführt wird, ist daher eher eine Zeitfrage: Der erfahrene Stuckateur ist für gewöhnlich doppelt so schnell wie der ungeübtere Hobbyheimwerker. Für 20 Quadratmeter Innenfläche benötigt der Fachbetrieb inklusive Vorarbeiten einen bis eineinhalb Tage, ein Heimwerker meist eher zwei. Letzten Endes zählt das Ergebnis. Heimwerker sollten ihre eigenen Fähigkeiten also realistisch einschätzen – und ihre Zeit gegebenenfalls in andere Projekte investieren.

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SanierungPutz
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19 Kommentare

demo77 am 02.06.2020 19:10

Hallo , bin etwas verwirrt, überall lese ich was anderes was Tiefengrund betrifft. Viele Schreiben Tiefengrund wird nur von Malern benutzt

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demo77 am 02.06.2020 19:07

Hallo , bin etwas verwirrt, überall lese ich was anderes was Tiefengrund betrifft. Viele Schreiben Tiefengrund wird nur von Malern benutzt

auf Kommentar antworten

Köbe Rainer Helmut am 29.12.2019 10:52

Ich möchte eine Gipsputz Wand verarbeiten.

Wie ist das Verhältnis Gips mit Zement?

Ist dies möglich?

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Redaktion bauen.de am 30.12.2019 11:48

Hallo Herr Köbe,

uns ist jetzt nicht klar, was genau Sie vorhaben. Gips und Zement vertragen sich generell nicht übermäßig gut, je nach Kombination und Einsatz quillt das eine auf und sprengt das andere. Andererseits lassen sich beispielsweise ausreichend trockene Betonwände (zementgebunden) durchaus mit Gips verputzen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Curtis am 01.07.2019 14:57

Hallo

wir haben uns ein altes Haus gekauft Bj. 38/63 zweischaliges Mauerwerk. Laut Unterlagen wurde das Haus 1998 neu verputzt ( neu auf alt) und größere Bereiche sind abgefallen oder hohl, sodass der komplette Putz entfernt werden muss. Meine Frage, muss ich zum verputzen organischen oder kann ich auch mineralischen Putz verwenden?

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Redaktion bauen.de am 04.07.2019 08:41

Hallo Curtis,

die Wahl bleibt Ihnen überlassen. Einige weitere Infos zu den beiden Putzarten:

https://www.bauen.de/a/aussenputz-mineralisch-und-organisch-gebundener-putz-im-vergleich.html

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Karokaotka am 19.05.2019 22:22

Unser Rohbau (KLH-Haus) steht schon, nun wollen wir mit dem Innenausbau beginnen. Da unsere Planung etwas durcheinander geraten ist, stehen wir jetzt vor der Entscheidung: Lehmputz vor Estrich oder Estrich abwarten und dann Lehmputz verputzen? Was ist sinnvoller?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 21.05.2019 14:36

Hallo Karokaotka,

die übliche Reihenfolge wäre, zuerst die Wände verputzen, dann den Estrich legen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

schwarzbri@gmx.de am 11.04.2019 08:21

Ich habe ein älteres Haus gekauft und möchte 3 Steckdosen, die in der Mitte der Wände angebracht sind, nach unten verlegen lassen. Die Wände sind aus Beton und weiss( rauh ) gestrichen . Es müssen also 3 Kabelschlitze aufgebohrt werden ( Länge ca. 50 cm).

Der Maler, der das Haus renoviert, sagt, dass ein Verputzer erst die Kabelschlitze verputzen muss. Da man das aber sieht, sollten alle Wände glatt verputzt werden, bevor er darüber streicht. Ich möchte mir natürlich die Kosten für das Verputzen sämtlicher Wände sparen und frage an, es evtl. eine andere Möglichkeit gibt

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 15.04.2019 10:22

Hallo Schwarzbri,

das lässt sich aus der Ferne schwer einschätzen. Grundsätzlich hat der Maler recht. Das beste Ergebnis gibt es, wenn die Voraussetzungen möglichst gut sind, in diesem Fall also optimal vorbereitete Flächen.

Ohne die Gegebenheiten zu kennen, würden wir allerdings vermuten, dass nicht unbedingt alle Wände neu verputzt werden müssen, nur weil drei Steckdosen verlegt werden sollen. Wenn der Verputzer nicht nur den Kabelkanal sauber verputzen kann, sollte es eigentlich reichen, diese Wand neu zu machen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de


Schwarzbri am 15.04.2019 11:30

Recht herzlichen Dank für Ihre Antwort. Hilft mir weiter.

Pawel am 10.03.2019 01:59

Hallo, in letzter Jahr (November 2018) ich habe gekauft eine Eigentumswohnung in eine fünf Familien Haus.

Diese Haus ist gebaut aus Porotherm Dryfix mit mineralwolle befüllt. In manchen stellen Steine sind komplett nass, von Boden bis Decke. Bei zwei Etagen. Baustelle ist begonnen am Anfang Dezember.

Ab über nexte woche Developer will schon verputzen lassen. Ich finde das nicht in Ordnung, nicht korrekt und ich habe Angst das später gibst nur dauerhaft Probleme das diese Wände war zu früh verputz.

Bitte um Info, ab ist das ok, was kann ich eventuell mit diese Pfand machen.

Baustelle soll am September 2019 fertig sein.

Vielen Dank Ihnen ????????

auf Kommentar antworten

Pawel am 13.03.2019 07:10

Ok, Danke Ihnen.


Pawel am 10.03.2019 02:01

Entschuldigung wegen gramatik


Redaktion bauen.de am 12.03.2019 15:10

Hallo Pawel,

wenden Sie sich doch als erstes an den Bauträger und fragen bei ihm nach. Gehört die Wohnung bereits Ihnen? Dann sollte es ja auch eine Wohnungseigentümergemeinschaft und möglicherweise sogar schon einen Verwalter geben, der sich darum kümmern kann. Diese oder derjenige kann auch einen Bausachverständigen beuaftragen, den Sie dann nicht alleine bezahlen müssten. Spätestens bei der Wohnungsübergabe sollten Sie gemeinsam mit einem Sachverständigen genau hinschauen und gegebenenfalls einen Mangel anmelden.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Dagmar am 04.03.2019 10:06

Ich möchte unten ausbauen habe teils Gipsverputz an den Wänden würde alles gerne mit Lehmputz verputzen ausser das Bad wäre es sinvoll den Gips abzuschlagen oder nicht

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 04.03.2019 16:43

Hallo Dagmar,

ja, wenn Sie neu verputzen, sollten Sie zuerst den alten Putz entfernen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Benji am 18.02.2019 09:28

Hallo.

Ich möchte meine Küche teilweise neu verputzen. (Kernsanierung)Kann ich einfach eine Wand vom Putz befreien und in den Ecken an den alten Putz anputzen?

Vielen Dank.

B. J

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 18.02.2019 16:31

Hallo Benji,

ja das geht.

Beste Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Karin K. am 17.08.2018 20:28

Ich habe eine überdachte Terrasse (praktisch ein Zimmer ohne 4. Wand), Baujahr etwa Mitte/ Ende der 70. Es wurde ein extrem rauer und grober Putz verwendet der mittlerweile scheußlich aussieht, da sich Schmutz und Spinnweben wegen der rauen Oberfläche kaum entfernen lassen. Der Putz selber ist noch völlig in Ordnung. Kann ich darauf Ausgleichsmasse auftragen und dann darüber putzen oder muß ich den Putz abschlagen?

Danke.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 20.08.2018 11:02

Hallo Karin K.,

grundsätzlich wäre es besser, den alten Putz abzuschlagen und neu zu verputzen. Dabei müssten Sie allerdings die EnEv beachten und ggfs. die Fassade dämmen - zumindest dann, wenn Sie am gesamten Haus den Putz erneuern. Insofern wäre es einfacher, den Putz einfach zu überstreichen. Das geht aber nur, wenn er tragfähig und sauber ist - was nach Ihrer Beschreibung nicht der Fall zu sein scheint. Möglicherweise können Sie den Putz mit einem Dampfdruckreiniger saubermachen. Ist der Putz nicht tragfähig, platzt er dabei unter Umständen stellenweise ab - dann müssen Sie den gesamten Putz entfernen.

Am besten Sie wenden sich an einen Profi und lassen sich vor Ort beraten.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

abc am 13.07.2018 10:56

Ich will eine Wand verputzen, auf der vorher Tapete war. Die Tapete ist nun runter, aber wenn ich die Wand anfeuchte wird sie glitschig vom Tapetenkleisterrest. Kann ich trotzdem darauf den Putz auftragen, oder was muss ich vorher noch tun?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 16.07.2018 09:27

Hallo abc,

uns stellt sich zunächst die Frage, warum sie eine bereits verputzte Wand erneut verputzen wollen? Wenn der Putz irgendwo beschädigt ist, reicht es unter Umständen aus, die beschädigten Stellen zu erneuern. Ansonsten wäre es besser, den gesamten Putz zu erneuern.

Ansonsten muss jeglicher Untergrund für die gewünschte Wandgestaltung vorbereitet werden. Wenn Sie die Wand streichen oder bspw. mit Strukturputz gestalten wollen, ist Tapetenkleister kein geeigneter Untergrund. Um diesen zu entfernen, weichen Sie die Wand mit Wasser und etwas Spülmittel ein und waschen den Kleister dann ab.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Anna PY am 04.09.2017 20:20

Ich habe ein Haus gekauft, welches innen und außen mit Sichtmauerwerk weiß gestrichen ist, welches ich aber nun verputzen lassen möchte. Kann das halten wenn hier Putz auf die bemalten Flächen kommt?? Wenn ja, was ,was müsste ich nehmen, dass es haltbar ist und nicht bei einem Nagel in der Wand runterkommt?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 06.09.2017 11:37

Hallo Anna PY,

das sollte kein Problem sein. Überprüfen Sie, ob der Untergrund sauber und tragfähig ist. Er sollte nicht sanden und keine losen Bestandteil haben. Diese müssen erst entfernt werden, die Wand braucht dann möglicherweise eine Grundierung. Ansonsten können Sie die Wand direkt verputzen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Ingrid am 20.05.2017 07:59

Hallo, ich habe zwei Gebäude. Eines wurde nachträglich an das andere angebaut und jetzt entsteht hier immer ein Riss. Wie behandele ich das richtig damit der Putz hält?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 22.05.2017 08:52

Hallo Ingrid,
Risse im Putz können verschiedene Ursachen haben. Und jenachdem, was der Grund ist, müssen Sie anders vorgehen. Ist der Riss putzbedingt, können Sie den Riss einfach auffüllen oder überdecken. Das geht allerdings nur dann, wenn der alte Putz gut haftet und nicht sandet. Dynamische Risse dagegen entstehen aufgrund von Bewegung im Mauerwerk. Also wenn sich zum Beispiel eines der Gebäude absenkt. In diesem Fall sollten Sie den Riss nicht behandeln, sondern erst von einem Experten überprüfen lassen und mit ihm gemeinsam entscheiden, was zu tun ist.
Lesen Sie bitte zu diesem Thema auch unseren Text Putzschäden: Risse im Außenputz erkennen und behandeln.
Und holen Sie sich im Zweifel den Rat eines Experten, der die Risse vor Ort untersuchen kann.
Herzliche Grüße,
die Redaktion von bauen.de

rasmus am 30.10.2016 21:03

Hi! Ich habe zwei Fragen:

1. Wie mache ich einen "spanischen" Putz, also wie jeder der schon mal in Spanien war weiß was damit gemeint ist. Ähnlich sieht auch der Putz der Häuser in Griechenland aus.

2. Wie verputze ich ein altes Steinhaus in Frankreich so, dass man die Steine noch sehen kann

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 31.10.2016 15:24

Hallo Rasmus,

das hier in diesem Artikel genannte Vorgehen sollte grundsätzlich anwendbar sein, es gibt diverse Dekoputze, auch mit Wandfarbe lassen sich viele Effekte erzielen. Die typischen Steinfassaden, beispielsweise von Bauerhäusern oder Villen, bei denen die Natursteinmauer zu sehen ist, sind allerdings üblicherweise gar nicht verputzt. Eventuell könnten Sie transparenten Acrylputz verwenden. Das beste wäre allerdings, wenn Sie sich an ein Fachunternehmen wenden würden, das genau auf Ihre Vorstellungen eingehen kann.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Redaktion bauen.de am 27.05.2016 15:31

Hallo DJRaven,

sowohl mit einem Reibebrett als auch mit einem Schwammbrett können Sie frisch aufgetragenen Putz glätten bzw. ihm seine endgültige Struktur verleihen. Das geht aber auch wie im Text beschrieben mit der Glättkelle und ist nicht unbedingt notwendig. Jenachdem, welches Ergebnis Sie erzielen wollen, brauchen Sie ein Schwammbrett mit entsprechenden Poren. Grundsätzlich müssen Sie entweder den Putz anfeuchten und die Fläche dann mit dem Reibebrett bearbeiten oder Sie feuchten das Schwammbrett an. Dann gehen Sie einfach erneut kreisförmig über den Putz und glätten ihn. Ziel ist auch, grobere Körnchen des Putzes abzutragen. Dadurch wird die Oberfläche glatter.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

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DJRaven am 25.05.2016 21:49

Nach dem auftragen des Putzes habe ich gehört soll man mit einem schwammbrett und einem Reibbrett diesen bearbeiten.stimmt das? Wenn ja wie muss ich da dann arbeiten?

Danke

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Redaktion bauen.de am 25.04.2016 11:20

Hallo Andy,

wenn Sie den Putz nur stellenweise ausbesser wollen, können Sie unebene Stellen auch abschleifen und die Wand mit Spachtelmasse glätten.

Viele Grüße und viel Erfolg bei Ihrem Projekt,

die Redaktion von bauen.de

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Andy am 25.04.2016 09:02

Gut zusammengefasst. Eine Frage hätte ich jedoch. Ich habe nun im Keller drei Wände verputzt. Vor der einen Wand ist die Rohrinstallation, Wasserzähler, usw. Die andere Wand ist im Kellerflur, wo später evtl. eine Heizung montiert wird. Die dritte Wand ist an der Kellertreppe. Alle drei Wände habe ich ohne Putzprofile verputzt. So sehen sie jetzt stellenweise auch leider aus. Kann ich dort eine zweite Schicht Putz drüberziehen? Verwendet habe ich den Knauf UP210 Kalk/Zement Putz.

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Marian am 10.04.2016 18:13

Danke sehr. Es war sehr profesionel .

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