Das Singlehaus – funktional, flexibel und günstig

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Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes gab es im Jahr 2012 fast 16,5 Millionen Singlehaushalte, die Tendenz ist steigend. Architekten und Baufirmen haben diesen Trend längst erkannt und bieten das Singlehaus mit Platz für ein bis zwei Personen an.

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Singlehäuser wirken oft größer als sie sind. Foto: BV Porenbeton

Das Singlehaus folgt in der Regel einem charakteristischen Konzept: schlichte Gestaltung, Reduktion auf das Notwendigste bei gleichzeitig hoher Funktionalität; hinzukommen Flexibilität und entsprechend reduzierte Kosten im Vergleich zu herkömmlichen Einfamilienhäusern. Ein Merkmal des klassischen Ein-Personen-Hauses ist die offene Grundrissgestaltung, bei dem insbesondere das Erdgeschoss seine Funktionsbereiche in einem großen Raum vereint.

Größe und Kosten für das Singlehaus

Als Singlehaus oder auch Kleinhaus werden in der Regel Häuser mit Wohnflächen deutlich unter 100  Quadratmetern bezeichnet. Möglich sind ebenerdige und barrierefreie Varianten ebenso wie mehrgeschossige Bauten überall dort, wo Grundstücksfläche knapp ist. Um Platz zu sparen, werden Verkehrs- und Nebenflächen reduziert. Dadurch kommen große Räume zustande, die zoniert sind und als Ess-, Koch- und Wohnbereich genutzt werden. Feste Trennwände sind beim Singlehaus auf ein Minimum reduziert. Stattdessen wird das Raumgefüge mit Schiebtüren zwischen Schlafen, Wohnen und Arbeiten angepasst.

Die Kosten für das Singlehaus sind aufgrund der reduzierten Fläche günstiger als beim großen Einfamilienhaus, begrenzt wird die Reduktion durch verschiedene von der Wohnfläche unabhängige Posten wie zum Beispiel die Hausanschlusskosten oder die Erschließung. Auch die Heizungsanlage wird in der Regel nicht deutlich günstiger, da moderne Kessel für breitere Nutzungsspannen ausgelegt sind. Einen weiteren Kostenfaktor bildet der Ausstattungsstandard. Wer sich hier aufs Nötigste beschränkt, kann sein Singlehaus bereits zu Preisen von etwa 70.000 Euro inklusive der Kosten für die Planung einkaufen. Hochwertig ausgestattete Singlehäuser können dagegen preislich bereits an ein günstiges Einfamilienhaus heranreichen.

Modulares Bauen – vom Singlehaus zum Familienhaus

Besonders attraktiv im Bereich der Klein- und Singlehäuser sind modulare Konzepte. Damit kann der eigene Wohnraum im Baukastenprinzip zusammengesetzt und nach Bedarf erweitert werden. Die Gebäude werden als fertige Einheiten produziert und per Kran auf dem Grundstück abgesetzt. Lediglich die Vorbereitung von Fundament und Hausanschluss muss bauseits erfolgen. Bei Bedarf und ausreichend großer Grundstücksfläche kann das Haus erweitert werden und zwar sowohl in horizontaler wie auch vertikaler Richtung. Zum Teil sind diese Konzepte so konstruiert, dass sie als sogenannte „fliegende Bauten“ ohne Baugenehmigung auskommen. Dies ist allerdings nur möglich, wenn die Häuser tatsächlich nur für eine begrenzte Zeit an einem Standort verbleiben.


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