Teich selber bauen: Eigenes Biotop anlegen

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Beruhigendes Plätschern, buntes Fischtreiben, surrende Libellen und blühende Wasserrosen direkt neben der Terrasse – ein eigener Gartenteich ist ein echtes Naturereignis. Wurden beim Teich selber bauen jedoch Fehler gemacht, kann er sich ganz schnell zum arbeitsaufwendigen Ärgernis entwickeln.

Ein gut gepflegter Garten ist wie ein kleiner Kurzurlaub: ein buntes Blumenmeer, Blätterrauschen in den Baumwipfeln und der Gartenteich plätschert träge vor sich hin. Wem der Gartenteich zu seinem Glück noch fehlt, kann ganz schnell Abhilfe schaffen – schließlich sind Fertigteiche in kleiner oder mittlerer Größe ruckzuck angelegt. Bevor es an den Aushub geht, muss allerdings erst einmal die Lage des Teiches festgelegt werden.

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Optimale Lage des Teiches

Wer sich vor dem Gartenteich selber bauen intensiv Gedanken über die optimale Lage des Beckens macht, erlebt später keine böse Überraschungen. Folgende Punkte sollten bei den Überlegungen über den richtigen Standort einfließen:

  • Das Becken sollte weder unter Bäumen noch in der Nähe von Pflanzen mit starkem, flachem Wurzelwerk stehen. Viel Laub im Wasser erhöht den Pflegeaufwand, die Baumwurzeln können das Becken beschädigen.

  • Die Pflanzen und Tiere im Teich benötigen sowohl genügend Sonne als auch Schatten. Optimal ist ein Platz, der halbschattig ist. So heizt sich das Wasser im Sommer nicht zu stark auf – das begünstigt das Algenwachstum – die Pflanzen bekommen aber genügend Sonnenlicht für ein gesundes Wachstum.

  • Sehr geschützt gelegene Orte sind ungeeignet für den Gartenteich. Das organische Leben im Wasser ist von der Sauerstoffzufuhr abhängig. Dieser entsteht durch Wasserzirkulation, die der Wind natürlicherweise herbeiführt.

Baumaterial für den Gartenteich

Ist der perfekte Platz für den Gartenteich gefunden, muss das Material für den Bau zusammengestellt werden. Zum Anlegen des Teiches bietet sich ein Fertigteichbecken an, außerdem benötigt man Kies, Sand, eine Wasserwaage und spezielle Körbe oder Inseln für die Bepflanzung. Zum Ausheben der Grube sollten Spaten, Schaufel, Kreide und eine Schubkarre bereit stehen.

Schritt für Schritt: Teich selber bauen

Sobald die Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann der praktische Teil beginnen: Zuerst sollte man den Umfang des Kunststoffbeckens abstecken oder mit Kreide auf dem Rasen markieren. Die Fläche innerhalb der Markierung wird mit Spaten und Schaufel vom Mittelpunkt zu den Außenseiten hin ausgehoben. Dabei darauf achten, dass die Grubentiefe etwa zehn Zentimeter tiefer ist, als das Becken. Für ein gleichmäßiges Fundament nun den Boden der Grube mit etwa zehn Zentimetern Sand anfüllen und festklopfen. Die Teichwanne einsetzen und mit Hilfe der Wasserwaage ausrichten. Steht das Becken, sollte es etwa fünf Zentimeter über den Boden herausragen. Nun die Lücken zwischen der Wanne und dem Erdreich mit Sand schließen. Zum Schluss die Sandschicht mit dem Gartenschlauch bewässern, um sie zu verdichten. Noch die Teichzonen mit einer dünnen Kiesschicht bestreuen, Wasser in das Becken einlassen und bepflanzte Körbe beziehungsweise Inseln einsetzen. Schon ist das Projekt „Teich selber bauen“ vollendet.


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