Welcher Haustyp der richtige ist – eine Übersicht

Das Einfamilienhaus zählt zu den beliebtesten Haustypen in Deutschland – dabei ist diese Wohnform nicht immer die beste. Neben Doppel- und Reihenhaus gibt es auch das Tiny House und weitere Haustypen. Welcher Haustyp am besten passt.

 Haustyp, Blick von schräg oben auf eine Wohnsiedlung mit Mehrfamilienhäusern und Einfamilienhäusern, Foto: ifeelstock / stock.adobe.com
Zwei weit verbreitete Haustypen: Das Mehrfamilienhaus im Vordergrund, im Hintergrund einige Einfamilienhäuser. Foto: ifeelstock / stock.adobe.com

Auch wenn die Mehrheit der Deutschen vom Einfamilienhaus träumt – es kann nicht überall gebaut werden. In den meisten Innenstadtlagen zum Beispiel fehlt der Platz. Aber auch an vielen Stadträndern werden die Grundstücke knapp. In einigen Gebieten sind sie von vorneherein gar nicht erst vorgesehen, weil hier verdichtet gebaut werden soll, um möglichst vielen Menschen Platz zu geben. Und für manche Bauherren ist selbst bei entsprechenden Möglichkeiten ein anderer Haustyp vielleicht die bessere Wahl. Alle Haustypen und in welchen Situationen sie die richtige Wahl sind im Überblick.

Das Einfamilienhaus

Kein anderer Haustyp braucht im Verhältnis zur Wohnfläche so viel Grundstücksfläche. Einfach deswegen, weil an jeder Hausseite Abstand zur Grundstücksgrenze eingehalten werden muss. Zwar gibt es Unterschiede je nach Bundesland und Bebauungsplan, doch generell kann man von mindestens drei Metern ausgehen.

Wer ein Grundstück hat, um ein Einfamilienhaus zu bauen, kann die eigenen Wünsche so gut umsetzen, wie bei keinem anderen Haustypen. Auch in Sachen Privatsphäre ist das Einfamilienhaus top.

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Das Doppelhaus

Das Doppelhaus spart im Vergleich zum Einfamilienhaus etwas Grundstücksfläche ein, denn die beiden Doppelhausparteien teilen sich eine Wand. Viele Neubaugebiete lassen auch Doppelhäuser zu. Wer jedoch selbst bauen und nicht von einem Bauträger kaufen will, benötigt im Normalfall einen zweiten Bauherren, mit dem er dann gemeinsam baut.

Es wäre allerdings grundsätzlich möglich, erst die eine Hälfte und zeitlich unabhängig davon die zweite Doppelhaushälfte zu bauen. Der erste Bauherr setzt dabei die Maßstäbe, denn die meisten Bebauungspläne lassen Doppelhäuser nur zu, wenn beide Hälften beispielsweise den gleichen Dachneigungswinkel haben.

Übrigens: Bei der Frage, ob mit oder ohne Keller gebaut wird, müssen sich die beiden Nachbarn einig sein. Es bedarf also eine gewisse Abstimmung zwischen den Bauherren, weshalb Doppelhäuser in erster Linie von Bauträgern auf eigene Rechnung gebaut und verkauft werden.

Das Reihenhaus

Was für das Doppelhaus gilt, gilt besonders für das Reihenhaus. Die Grundstücke können noch kleiner sein, die Nähe zum Nachbarn ist größer, der Abstimmungsbedarf zwischen den Bauherren auch. Reihenhäuser sind deswegen ganz klar ein Projekt für Bauträger.

Wer als privater Bauherr eine Reihenhausreihe bauen möchte, braucht ein entsprechend großes, erschließungsfähiges Grundstück, muss die Teilung bei der Stadt beantragen und dann die Häuser auf eigene Rechnung bauen.

Das Mehrfamilienhaus

Auch Mehrfamilienhäusern werden in erster Linie von Bauträgern oder aber Wohnungsbaugesellschaften gebaut. Die Wohneinheiten werden dann verkauft oder vermietet. Weniger Grundfläche pro Wohneinheit ist nicht möglich, das bedeutet auch besonders viel Nähe zum Nachbarn. Die einzelnen Wohneinheiten haben oftmals keinen eigenen Garten, im Erdgeschoss sind allerdings Gartenparzellen möglich, die nicht kleiner als bei einem Reihenhaus sein müssen. Die Bewohner eines Mehrfamilienhauses teilen sich bestimmtes Gemeinschaftseigentum wie das Treppenaus oder den Heizungsraum.

Wer ein Mehrfamilienhaus bauen möchte, braucht einen gewissen Geschäftssinn, denn er geht in Vorleistung und bau auf eigenes Risiko. Möchte er die Wohneinheiten vermieten, hat er langfristig einen hohen Verwaltungsaufwand, so hoch, wie bei keinem anderen Haustyp.

Das Mehrgenerationenhaus und Gemeinschaftswohnprojekte

Nutzräume oder auch Wohnfläche zu teilen gehört zum Konzept eines Mehrgenerationenhauses. Mehrere Generationen oder auch befreundete Parteien wohnen bewusst sehr eng zusammen, möglicherweise sogar enger, als sie es in einem normalen Mehrfamilienhaus täten. Größere Gemeinschaftsräume für Veranstaltungen wären denkbar.

Die Schaffung eines solchen Projektes erfordert sehr viel Organisationsaufwand. Vor allem müssen sich alle beteiligten Parteien gut aufeinander abstimmen und die eigenen Vorstellungen und Bedürfnisse klären. Zwar ist ein relativ großes Grundstück notwendig, um solche Pläne umzusetzen, letztendlich ist der Grundflächenbedarf pro Wohneinheit so niedrig wie beim Mehrfamilienhaus.

Tiny House oder Mobile House

Das Tiny House bietet einerseits vier eigene Wände, die sich seine Bewohner mit niemandem teilen, benötigt gleichzeitig sehr wenig Grundfläche. Das Verhältnis von Wohnfläche zu eigenem Garten ist bei keiner anderen Wohnform größer. Auch die Kosten für Wohneigentum sind sehr niedrig. Ein Problem: Es gibt noch selten passende Grundstücke und Bauauflagen für ein Tiny House. Die Vorteile fallen erst in einer speziell für Tiny Houses entwickelten Siedlung richtig ins Gewicht.

Wer so eine Siedlung selbst entwickeln möchte, braucht ähnlich wie beim Mehrgenerationenhaus ein relativ großes Grundstück, gleichgesinnte Mitstreiter und Organisationstalent wie bei wahrscheinlich keiner anderen Wohnform. Üblicherweise entstehen Vereine, die dann gemeinsam auf Grundstückssuche gehen und bei den Gemeinden für ihr Vorhaben werben.

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Matthias Dittmann

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