Der U-Wert als wichtige Größe im Wärmeschutz

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Der Wärmedurchgangskoeffizient, kurz U-Wert genannt, ist eine der wichtigsten Größen im Wärmeschutz. Er gibt an, wie viel Energie durch ein Bauteil von innen nach außen entweicht.

Für bestimmte Haustypen und Bauteile sind in der EnEV Höchstwerte angegeben, die sie hinsichtlich des U-Wertes erreichen dürfen. Foto: Gerhard_Seybert/Fotolia.com Foto: Gerhard_Seybert/Fotolia.com

Berechnet wird der U-Wert nach einer festen Formel bezogen auf eine Fläche von einem Quadratmeter und eine Temperaturdifferenz von einem Grad Celsius. Diese Formel ergibt sich aus dem Kehrwert des sogenannten Wärmedurchgangswiderstandes. Je höher dieser Wert ist, umso besser ist die Wärmedämmung eines Bauteils. Für den U-Wert gilt genau das Gegenteil: Je kleiner der Wert, umso höher die Wärmedämmfähigkeit. Mit maßgeblich für den Wert ist die jeweilige Bauteildicke. Bei mehrschichtigen oder nicht homogenen Bauteilen wie Fenstern, Türen oder Sparrendächern wird aus den U-Werten der einzelnen Bauteile ein Durchschnittswert errechnet. Die Einheit des U-Wertes lautet (W/m²K).

U-Werte für Außenbauteile

Je nach Material und Dicke ergeben sich für Bauteile verschiedene U-Werte. Nachstehend einige Werte gebräuchlicher Baustoffe:

  • 25 cm Betonwand: 3,3 W/m²K
  • 24 cm Mauerziegel: 1,5 W/m²K
  • 36 cm Mauerziegel: 0,8 W/m²K
  • 20 cm Massivholz: 0,5 W/m²K
  • Fenster mit Wärmeschutzverglasung: ca. 1,3 W/m²K (Mittelwert)

Der U-Wert und seine Bedeutung im Hausbau

In der EnEV sind Höchstwerte angegeben, die bestimmte Haustypen und Bauteile hinsichtlich des U-Wertes erreichen dürfen. Große Unterschiede bestehen zwischen einem sogenannten Standardhaus und dem Passivhaus, die U-Werte liegen beim Passivhaus teilweise um fast zwei Drittel niedriger. So darf zum Beispiel die Bodenplatte im Standardhaus einen U-Wert von 0,35 besitzen, im Passivhaus ist lediglich ein Wert von 0,12 zugelassen. Beim Dach, das beim Standardhaus einen U-Wert von 0,2 besitzen darf, ist für das Passivhaus nur ein Wert von 0,10 erlaubt.

Insgesamt zielt die stetige Steigerung der Anforderungen an den U-Wert auf eine Energiereduktion ab. Das Haus soll möglichst gegen die äußeren klimatischen Bedingungen abgeschottet werden. Allerdings birgt eine hohe Wärme- und Luftdichtigkeit eines Hauses auch Gefahren: So kommt es bei mangelhafter Lüftung leicht zur Schimmelbildung und damit zu einer Verschlechterung des Wohnklimas. Abhilfe schafft hier eine automatische Lüftungsanlage, die über einen Wärmetauscher betrieben wird.


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