Estrich – Estricharten & Verlegeweisen in der Übersicht

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Er liegt uns zu Füßen – und wir merken das meist nicht: der Estrich. In Tiefgarage, Wohnung oder auf dem Balkon gleicht er Höhenunterschiede aus, kann Kabel und Rohrleitungen beherbergen und dient als Untergrund für Parkett oder Fliesen. Estrich ist vielseitig, aber nicht jede Estrichart ist für alles geeignet oder kann überall eingesetzt werden. Eine Übersicht der verschiedenen Estriche, Einbauweisen und möglichen Konstruktionen.

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Estrich kann so schön sein. Dieser Sichtbeton ist homogen wolkenartig verlegt und passt optimal in moderne Architektur. Foto: Estrichdekor Lehmkuhl / Philipp Schumacher

Wer im Neubau oder bei der Sanierung einen festen, fugenlosen Fußboden herstellen will, greift meist auf Estrich zurück. Dieser hat vornehmlich die Aufgabe, Unebenheiten und Höhenunterschiede auszugleichen sowie einen Bodenbelag zu tragen. Das Bauteil Estrich kann dabei aus einer zähflüssigen, feuchten Masse, dem Estrichmörtel, bestehen, oder als Trockenestrich aus festen Platten. Auch bei Konstruktion und Bindemittel hat der Bauherr verschiedene Optionen.

Estricharten: trocken, feucht oder gar schwimmend

Heute gibt es für jeden Verwendungszweck einen speziellen Estrich und der Heimwerker muss sich mit einer Menge von Fachbegriffen auseinandersetzen. Das fällt leichter, wenn man sich Funktion und Einsatzort dieses Bodens vor Augen führt: Entscheidend für die Wahl der passenden Estrichart ist die spätere Nutzung. Wie der Estrich eingebracht und der Boden aufgebaut wird, ist in einer Garage beispielsweise anders als im Wohnbereich.

Link-Tipp

Einsatzort und spätere Nutzung sind entscheidend für den Estrichaufbau. Auf was dabei zu achten ist und in welcher Reihenfolge Wärmedämmung, Trittschall und Feuchtesperre aufeinanderfolgen sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag: Estrichaufbau: verschiedene Möglichkeiten, gleicher Zweck

Generell werden die Estricharten nach der Art des Bindemittels, der Einbauweise sowie nach der Art des Verlegens unterschieden.

Unterscheidung nach Einbauweise

Estrich gibt es als flüssige Masse oder trocken in Form von festen Platten. Estrichleger unterscheiden zwischen:

  • Fließestrich
  • Fertigteilestrich / Trockenestrich, der aus Bauplatten hergestellt wird.
  • Baustellenestrich, der auf der Baustelle angemischt wird.

Mit schwerem Gerät und Muskelkraft: Baustellenestrich

Die gängigste Estrichart ist der Baustellenestrich. Dieser wird entweder frisch auf der Baustelle angemischt oder als bereits angerührter Werkmörtel auf die Baustelle geliefert. Der Mörtel kann verschiedene Bindemittel, wie Zement, Calciumsulfat oder Magnesia beinhalten.

Der Estrichleger verteilt den feuchten Estrichmörtel und zieht ihn lotrecht ab. Ein körperlich anstrengendes Unterfangen, weswegen heutzutage häufiger auf Fließestriche zurückgegriffen wird.

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Baustellenestrich wird mit Hilfe von Schläuchen eingebracht. Auf dem Boden sind die Schläuche der Fußbodenheizung sichtbar. Foto: Dagmara_K / fotolia.de
Estricharten, Estrich abziehen, Baustellenestrich, Foto: Dagmara_K / fotolia.de
Der Estrich muss anschließend lotrecht abgezogen werden. Der Profi schafft das ohne störende Dellen. Foto: Dagmara_K / fotolia.de

Fließestrich – wenn die Schwerkraft mitarbeitet

Wer sich das lotrechte Abziehen eines Estrichs sparen möchte oder einfach nur Arbeitsschritte sparen will, greift auf eine Variante zurück, bei der sich die Masse nahezu von selbst nivelliert, also völlig waagerecht breit fließt: den Fließestrich.

Der Name Fließestrich wird für unterschiedliche Estricharten verwendet, die sich wiederum durch ihr Bindemittel unterscheiden, zum Beispiel für Gussasphalt, Zementmischungen oder Anhydrit (Calciumsulfat). Dabei wird der jeweiligen Estrichart ein Fließmittel zugefügt, alles in speziellen Mischpumpen vermengt und mit einem Schlagbesen durchgeschlagen, um eingeschlossene Luftblasen entweichen zu lassen. Fließestrich muss folglich nicht mechanisch oder manuell verteilt, verdichtet, abgerieben und geglättet werden, sollte jedoch besser von Fachleuten eingebracht werden.

Fließestriche sind in der Regel nach zwei Tagen begehbar und nach kaum einer Woche auch belastbar. Dennoch sollte ihnen eine ausreichend lange Trocknungszeit gegönnt werden.

In Schuppen, Kellern oder Garagen kann Fließestrich wegen seiner fast Feinkörnigkeit auch ohne weitere Beläge genutzt werden. Man kann ihn schleifen, einfärben oder mit sogenannter Garagenfarbe streichen.

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Fließestrich nivelliert sich von selbst – das macht ihn wesentlich einfacher zu verarbeiten. Foto: brizmaker / fotolia.de

Fertigteilestrich / Trockenestrich: Wenn Platten schwimmen lernen

Bei der Altbausanierung sowie im Fertigbau auf Holzbalkendecken wird gerne auf Trockenestrich, auch Fertigteilestrich genannt, zurückgegriffen. Dabei werden vorgefertigte Zement-Estrichplatten direkt auf eine Trenn- beziehungsweise Dämmschicht gelegt. Zum Einsatz kommen jedoch auch Gipsfaser- oder Gipskartonplatten sowie Holzfaser- oder Holzspanplatten. Trockenestrich sollte folglich als schwimmender Estrich verlegt werden, das heißt, er stößt nicht an Wände an, sondern behält eine Fuge. Unebener Untergrund lässt sich mit einer Schüttung aus Tonkügelchen oder anderen Materialien ausgleichen.

Diese Estrichart hat Vorteile: Die Platten sind leicht handhabbar und sofort begeh- und belegbar, weil sie nicht trocknen müssen. Wählt man Platten und Schüttung entsprechend aus, kann außerdem eine Schadstoffbelastung vermieden werden.

Der Nachteil von Trockenestrich besteht darin, keine Feuchtigkeit zu vertragen. In Küchen oder Bädern ist deshalb eine zusätzliche Isolationsschicht Pflicht. Auch der Schallschutz lässt bisweilen zu wünschen übrig, sofern nicht von vornherein eine Trittschalldämmung unter dem Trockenestrich vorgesehen wird.

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Das Verlegen von Fertigteilestrichplatten ist für gewöhnlich recht simpel: Die Platten werden meist verklebt. Für den nötigen Druck sorgen Spreizklammern, spezielle Schrauben und das eigene Körpergewicht. Foto: Knauf

Unterscheidung nach Art des Bindemittels für den Estrichmörtel

Hauptbestandteil eines Estrichs ist das Bindemittel. Hinzu kommen Zuschlag, Wasser sowie Zusatzstoffe und -mittel. Basierend auf dem Bindemittel unterscheiden Estrichleger fünf verschiedene Estricharten:

  • Zementestrich (CT)
  • Calciumsulfatestrich / Anhydritestrich (CE)
  • Gussasphaltestrich(AS)
  • Magnesiaestrich (MA)
  • Kunstharzestrich (SR)

Wenn’s mal wieder länger dauert: Zementestrich

Zementestrich ist der Klassiker unter den Estricharten und kommt im gewerblichen sowie privaten Baugeschehen am häufigsten vor. Er kann innen und außen verwendet werden, trotzt jahrelang der Feuchtigkeit und kann in mehreren Festigkeitsklassen hergestellt werden. Er ist preisgünstig und eignet sich als Heizestrich.

Das Herstellungsrezept sieht in der Regel drei Grundzutaten vor: Kies in diversen Körnungen von fein bis grob, Wasser und eben Zement in verschiedenen Güteklassen. Zusätze wie Kunstharz, Fließ- und Erstarrungsmittel sorgen für leichtere Verarbeitung und bessere Haftung. Der Zement und die beigefügten Zusatzstoffe führen jedoch dazu, dass diese Estrichart gesundheitlich nicht unbedenklich ist.

Der Heimwerker kann einen Zementestrich leicht selbst anrühren oder auf trockene Fertigmischungen aus dem Baumarkt zurückgreifen. Die Kunst des Anrührens besteht darin, möglichst wenig Wasser zu verwenden, aber doch immerhin so viel, dass sich die Mischung noch leicht genug abziehen also glätten lässt. Dabei sollte sich kein Wasser an der Oberfläche sammeln.

Sein größter Nachteil ist, dass er erst nach einer langen Trocknungszeit von 20 bis 30 Tagen mit einem Bodenbelag versehen werden kann. Flächen, die größer sind als 40 Quadratmeter können außerdem nicht fugenlos hergestellt werden. Außerdem kann sich Zementestrich aufwölben und weist ein hohes Schwindmaß auf, weswegen er zu Rissen neigt.

Link-Tipp

Risse im Estrich sind keine Seltenheit – aber nicht immer ein schwerwiegendes Problem. Hier erfahren Sie, wie Sie einen rissigen Estrich selbst sanieren.

Calciumsulfatestrich / Anhydritestrich – fugenlose Flächen dank Gips

Ähnlich weit verbreitet wie Zementestrich ist Anhydritestrich. Das Bindemittel ist hier Calciumsulfat, also gebrannter Gips, weswegen diese Estrichart auch Calciumsulfatestrich genannt wird.

Anhydritestrich besteht aus Gips, Wasser und einigen Zuschlagsstoffen. Sein wichtigster Vorteil: Er ist deutlich schneller begehbar als Zementestrich. Er ist formbeständig und rissfrei, zudem kann seine Festigkeit durch die Zugabe von geeigneten Kunstharzdispersionen noch erhöht werden. Da er außerdem Wärme gut leitet und nur wenig Spannung hervorruft, wird er trotz eingeschränkter Hitzebeständigkeit im Trockenbau gerne als Heizestrich verwendet.

Wer eine leichte Verarbeitung wünscht, wird ihn bevorzugen. Gips nimmt allerdings leicht Wasser auf; deshalb ist Calciumsulfatestrich für Feuchträume nur bedingt geeignet. Anders als Zementestrich ist er daher im Außenbereich gar nicht verwendbar. Sowohl künstlich gewonnenes Calciumsulfat als auch die chemischen Zuschlagsstoffe können Schadstoffe enthalten.

Wenn aus Erdöl ein Fußboden wird: Gussasphaltestrich

Schwarz wie die Nacht ist der Gussasphaltestrich. Kein Wunder, ist doch sein Bindemittel Bitumen, das bei der Destillation von Erdöl gewonnen wird. Dem Bitumen werden Sand, Splitt und Steinmehl beigemischt.

Diese Art des Fließestrichs wird bei Temperaturen zwischen 220 und 250 Grad Celsius aufgetragen und muss dadurch weder verdichtet werden noch braucht Gussasphaltestrich lange Trocknungszeiten.

Seine Vorteile liegen auf der Hand: Er ist bereits nach einem Tag belegfertig, eignet sich für Nassräume und den Außenbereich, dämmt gut und schirmt Trittschall ab. Billig ist Gussasphalt nicht, dafür kommt man jedoch mit vergleichsweise geringen Einbauhöhen aus. Nicht zuletzt reagiert er wegen seiner Elastizität auf schwankende Temperaturen kaum mit Spannungen, wie sie beim Zementestrich üblich sind. Jedoch entstehen besonders bei seiner Verarbeitung gesundheitsschädliche Emissionen.

Magnesiaestrich – natürliche Tradition

Magnesiaestrich – auch als Steinholzestrich bezeichnet – wird vor allem in der Altbausanierung oder bei ökologischer Bauweise eingesetzt.

Nach dem Anmischen muss Magnesiaestrich zügig verteilt, verdichtet und abgezogen werden. Dabei darf es nicht kälter als zehn Grad Celsius sein. Nach circa zwei Tagen kann der Boden betreten und nach fünf Tagen belastet werden. Feuchtigkeit verträgt er weder in der Trocknungsphase noch später.

Neben dem ökologischen Aspekt hat der Estrich mit dem Bindemittel Kaustische Magnesia noch weitere Vorteile: Heimwerker können damit auch große Flächen fugenfrei verlegen. Es treten selten Schwindrisse auf. Der Estrich kann eingefärbt werden.

Kunstharzestrich – der Widerstandsfähige

Die Basis beim Kunstharzestrich ist Kunstharzmörtel, als Bindemittel dient ein synthetisches Harz, wie zum Beispiel Epoxidharz oder Polyurethan, hinzu kommt beispielsweise Quarzsand als Zuschlagstoff. Verlegt wird für gewöhnlich im Verbund, der Kunstharzestrich verbindet sich also fest mit dem Untergrund.

Der teure Kunstharzestrich muss speziell für die angedachte Nutzung angemischt werden und ist nicht einfach zu verarbeiten. Hier muss in jedem Fall der Profi ran. Dafür ist der Boden am Ende sehr widerstandsfähig und unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Kälte.

Sowohl Magnesia- als auch Kunstharzestrich kommen deutlich seltener zum Einsatz als beispielsweise Zement- oder Anhydritestrich.

Unterscheidung nach Konstruktion & Funktion

Aufbau und Ausführung des Estrichs richten sich nach der gewünschten Nutzung, ob innen oder außen, leicht oder stark belastet:

  • Verbundestrich ist fest mit dem Tragbeton verbunden.
  • Schwimmender Estrich liegt auf einer Dämmschicht, ist beweglich und nicht mit angrenzenden Bauteilen, wie zum Beispiel Wänden verbunden.
  • Heizestrich wird für gewöhnlich auf einer Dämmschicht ausgeführt und ist beheizbar.
  • Estrich auf einer Trennschicht ist durch eine dünne Zwischenlage vom tragenden Untergrund getrennt.
  • Hartstoffestrich ist ein Estrich mit Gesteinskörnungen aus Hartstoffen und hochbeanspruchbar.

Experten-Tipp

Hier erfahren Sie, wie der Estrichboden aufgebaut werden sollte:
Estrichaufbau: verschiedene Möglichkeiten, gleicher Zweck

Verbundestrich: Gemeinsam sind sie stark

Estricharten, Verbundestrich, Grafik: bauen.de
Bei Verbundestrich ist der Estrichaufbau recht simpel. Grafik: bauen.de

Vor allem in Keller oder Garage wird Estrich gerne direkt auf den Untergrund aufgetragen. Da sich die beiden dabei fest und vollflächig miteinander verbinden, spricht man auch von einem Verbundestrich.

Der Estrich muss direkt auf der Unterkonstruktion aufliegen, also fest mit ihr verbunden sein. Das geht am einfachsten im Nass-in-nass-Verfahren: Dabei wird der Verbundestrich aufgetragen, während der zementgebundene Unterbau noch feucht ist. Damit eine gute Haftung entsteht und keine Dehnungsrisse aufkommen, sollten die Materialeigenschaften des Estrichs möglichst denen des Unterbaus entsprechen.

Verbundestrich hat den Vorteil, hohen Belastungen standzuhalten. Zudem ist er einfach und kostengünstig aufzubringen. In Garagen und anderen Nebenräumen wird er oft nur glatt abgezogen. So erspart man sich einen weiteren Bodenbelag, seien es nun Fliesen, Laminat oder Linoleum. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass beim Verbundestrich – im Unterschied zum Beispiel zum schwimmenden Estrich – eine schall- oder wärmedämmende Zwischenschicht entfällt. 

Vertikal und horizontal beweglich: Schwimmender Estrich

Estricharten, schwimmender Estrich, Grafik: bauen.de
Soll schwimmender Estrich verlegt werden, ist auf einen gewissen Abstand zur Wand zu achten. Grafik: bauen.de

Im Wohnbereich ist es für gewöhnlich wichtig, eine Wärmedämmschicht oder Trittschalldämmung einzubringen, bevor der Fußboden entsteht.

Dann wird der Estrich schwimmend verlegt, das heißt, er berührt weder den Unterboden noch die Seitenwände. Eine Dehnfuge, also ein elastischer Randstreifen aus Dämmmaterial, verhindert den Kontakt zu den umgebenden Wänden. Stößt schwimmender Estrich dennoch an aufgehende Bauteile oder Rohrleitungen, können Schall- und Wärmebrücken entstehen. Auch eine Feuchtigkeitssperre, zu Schutz vor Feuchte von unten oder oben, sollte eingebaut werden.

Die verwendeten Materialien können sehr unterschiedlich sein, namensgebend ist der beschriebene Aufbau. Folgerichtig heißt schwimmender Estrich auch Estrich auf Dämmschicht.

Im gewerblichen Bereich oder in der Garage – also überall wo der Boden einer höheren Belastung ausgesetzt ist – kann nicht schwimmend verlegt werden. Hier ist ein Verbundestrich besser geeignet. 

Starke Kombi gegen kalte Füße: Fußbodenheizung und Heizestrich

Estricharten, Heizestrich, Grafik: bauen.de
So sieht der Fußbodenaufbau mit Heizestrich aus. Grafik: bauen.de

Heizestrich erhält seinen Namen nicht vom verwendeten Material, sondern von Konstruktionsart und Verwendungszweck: Er kommt oftmals dann zum Einsatz, wenn eine Fußbodenheizungen eingebaut werden soll.

Die Fußbodenheizung kann sowohl unter nass verlegten Systemen als auch unter Trockenestrich verlegt werden. Beim Heizestrich liegen die Rohre oder elektrischen Heizschlangen der Fußbodenheizung auf einer Wärmedämmschicht, wie beispielsweise Schaumglas oder Styropor. Die Wärmespender liegen dabei unter, gelegentlich auch inmitten der Schicht. Somit erwärmt sich der gesamte Fußboden und der Estrich wird gewissermaßen selbst zum Heizkörper. Diese Funktion verleiht ihm seinen Namen.

Heizestrich muss mindestens zwei herausragende Eigenschaften aufweisen: Er soll leicht Wärme leiten und zudem erheblichen Spannungen trotzen können. Faserestrich und Gussasphalt erfüllen diese Anforderungen beispielsweise sehr gut. Das jeweils verwendete Material kann variieren, Hauptsache, es erfüllt die erforderlichen Eigenschaften.

Heizestriche werden in der Regel als schwimmender Estrich ausgelegt.

Alternativen zum Estrich

Auch wenn ein Estrich in den meisten Fällen die einfachste Lösung ist, muss der Boden nicht zwingend so aufgebaut werden. Als Alternative dienen Fehlböden oder Trockenbausysteme, die analog zum Fertigteilestrich ausgeführt werden.

Estriacharten, Sichtestrich, Küche und Eszimmer mit Estrichboden, Foto: Estrichdekor Lehmkuhl / Philipp Schumacher
Die blanke Estrichoberfläche kann als Boden dienen, wie hier bei diesem Sichtestrich. Foto: Estrichdekor Lehmkuhl / Philipp Schumacher

Auch ein Bodenbelag ist kein Muss. Alternativ kann Estrich abgeschliffen und poliert werden und so einen ganz speziellen Effekt erzielen: Ist der Zuschlag grobkörnig und eher Splitt, wirkt der Boden wie ein antiker Terrazzo. Bei einem feinkörnigeren Zuschlag sieht der Boden dagegen aus, wie ein Pfeffer-und-Salz-Gemisch. Estrich kann auch porenglatt verlegt werden, eine Körnung ist dann nicht zu sehen, der Boden erscheint homogen und wolkenartig. Der Vorteil eines solchen Bodens: er ist fugenlos und pflegeleicht.

Die Fülle der Entscheidungen, die Bauherren und Sanierer treffen müssen, wird dadurch nicht geringer.

11.11.2016


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