Innendämmung mit Kalziumsilikatplatten

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Bei der Altbausanierung wird gerne mit Kalziumsilikatplatten gedämmt. Die Dämmwerte sind durchschnittlich, der Dämmstoff beugt jedoch bei richtiger Verarbeitung Schimmelbildung vor. Eine Innendämmung mit Kalziumsilikatplatten hat aber noch weitere entscheidende Vorteile.

Innendämmung, Kalziumsilikatplatten, Foto: djd/Qcare
Eine Innendämmung mit Kaziumsilikatplatten senkt den Energieverbrauch und ist gleichzeitig Schimmelprophylaxe. Foto: djd/Qcare

Sanierer entscheiden sich meist nur für eine Innendämmung, wenn sie durch den Denkmalschutz oder ein anderes Gesetz wie die Nachbarschaftsverordnung dazu verpflichtet sind. Schließlich gilt die Innendämmung als bauphysikalisch schwierig: Im Inneren eines Hauses entsteht Feuchtigkeit. Diese kann nicht durch die Dämmung nach draußen gelangen und kondensiert. Das Kondenswasser durchfeuchtet Dämmstoff und Bauteil, es droht Schimmelbildung.

Daher müssen bei einer Innendämmung kapillarleitfähige und feuchteverträgliche Materialien verbaut werden, die bestens aufeinander abgestimmt sein sollten. Bewährt hat sich in solchen Fällen eine Innendämmung mit Kalziumsilikatplatten.

Info

Kalziumsilikatplatten sind auch in der Schreibweise Calciumsilikat-Platte oder unter der Bezeichnung Klimaplatte bekannt.

Kalziumsilikatplatten – Vorteile & Nachteile

Kalziumsilikatplatten, Innendämmung, Grafik: I. Haag/bauen.de

Um die Dämmstoffplatten herzustellen, werden poröse Kalksilikate mit rund fünf Prozent Zellstoff vermischt. Das Gemisch wird anschließend mittels Druck gehärtet. Da das Material rein mineralisch ist, lässt es sich gut entsorgen.

Mit 30 bis 80 Euro pro Quadratmeter sind die Dämmplatten jedoch vergleichsweise teuer.

Außerdem liegt ihre Wärmeleitfähigkeit durchschnittlich nur bei 0,050 bis 0,065 W/(mK). Damit haben Kalziumsilikatplatten – vor allem im Vergleich mit beispielsweise Mineralwolle – etwas schlechtere Dämmwerte.

Dennoch werden sie bei der Innendämmung gerne eingesetzt: Durch ihre Porosität puffern sie zeitweise auftretende Feuchtigkeit und trocknen schnell wieder aus. Außerdem verhindert ihr hoher ph-Wert ein Schimmelpilzwachstum.

Info

Die spezifische Wärmeleitfähigkeit wird in Lambda = Watt pro Meter und Kelvin [λ = W/(mK) ]angegeben. Je kleiner die Zahl, umso besser der Wärmeschutz.

Wann eignen sich Wärmedämmplatten aus Kalziumsilikat?

Wer Kalziumsilikatplatten einsetzen möchte, wird zwangsläufig eine etwas stärkere Dämmstoffdicke verbauen müssen als mit anderen Dämmmaterialien. Kalziumsilikat dämmt schlechter als beispielsweise Polyurethan. Jedoch gibt es einige ganz spezifische Fälle, bei denen die positiven Eigenschaften der Dämmplatten überwiegen:

  • wenn Problemflächen wie Außenwandecken nur punktuell saniert werden sollen.
  • wenn es ausreicht, die Wärmedämmung gering bis gut zu verbessern.
  • wenn viel Raumfeuchte aufgenommen werden muss.
  • wenn diese Feuchte schnell wieder austrocknen soll.
  • wenn keine Dampfsperre verbaut werden soll. Der Aufbau einer Innendämmung mit Kalziumsilikatplatten ist sehr simpel: Die Platten werden innen direkt auf die Außenwand geklebt und dann verspachtelt.
  • wenn keine zusätzliche Verkleidung angebracht werden soll.
  • bei einem bereits bestehenden Schimmelproblem oder um diesem vorzubeugen. Kalziumsilikat ist hochalkalisch, was in der Regel bereits die Entstehung von Schimmelpilzen verhindert.

Bestes Anwendungsgebiet: Dämmung von Fenster- und Türlaibung. Werden im Altbau neue, recht dichte Fenster eingebaut, kommt es meist zu Kondenswasserbildung und daran anknüpfend zu Schimmel. Eine Laibungsdämmung mit Kalziumsilikat verhindert dies.

Innendämmung, Kalziumsilikatplatten, Fensterdämmung, Foto: djd/Qcare
Eine professionell verbaute Dämmung der Fensterlaibung kann Schimmelwachstum verhindern. Foto: djd/Qcare

Innendämmung: Grund für Diskussionen

Eine Wärmedämmung sorgt dafür, dass kalte Luft nicht ins Innere und warme Heizungsluft nicht nach draußen gelangt. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) verpflichtet die meisten Hausbesitzer daher zur nachträglichen Dämmung. In vielen Fällen sind denkmalgeschützte Häuser von der EnEV ausgenommen. Sollen sie dennoch nachträglich gedämmt werden, kann die Dämmung zumeist nur innen angebracht werden.

Für Heimwerker ergibt sich daraus ein klarer Vorteil: Sie können die Innendämmung in Eigenregie und zimmerweise ausführen. Doch die Dämmweise steht in Verruf: Die Wände könnten nicht mehr atmen, so sagen Kritiker. In der Tat kann eine unsachgemäße Ausführung Feuchte- und Schimmelschäden verursachen. Heimwerker sollten daher eine Dampfbremse oder Dampfsperre einbauen. Dabei hat die Innendämmung mit Kalziumsilikatplatten den Vorteil, dass diese Dampfbremse im Regelfall nicht nötig ist.

Achtung

Auch Kritiker der Innendämmung sollten sich nicht auf die Wandatmung allein verlassen! Wer dichte Fenster einbaut und ungedämmte Wände hat, kann bei unzureichender Lüftung ebenso sehr Schimmel in die Wohnung bekommen wie bei gedämmten Wänden.

Drei Schritte bis zur fertigen Innendämmung mit Kalziumsilikatplatten

1. Untergrund vorbereiten:
Reste von Tapeten und Farbe entfernen. Schimmelbefall muss fachgerecht behandelt und betroffene Stellen desinfiziert werden.

2. Montage:
Spezialkleber mit Zahnspachtel entweder auf der Platte oder der entsprechenden Wandfläche auftragen. Platte vollflächig auf der Wand verkleben. Heimwerker können die Platten auch auf eine hinterlüftungsfreie Unterkonstruktion schrauben. Bei beiden Montagearten müssen Platten und Wand jedoch dicht miteinander verbunden sein. Kann Raumluft hinter die Dämmung strömen, kondensiert diese an der kalten Außenwand und Feuchtigkeit schlägt sich hinter der Dämmschicht nieder.

3. Weiterverarbeitung:
Bei der Wandgestaltung muss darauf geachtet werden, dass Putz, Tapete oder Farbe diffusionsoffen sind. Auf diffusionsabsperrende Beschichtungen, etwa Raufasertapeten mit Dispersionsfarbenanstrich, sollte verzichtet werden, da sonst die Wirkung der Platten zunichte gemacht wird. Stattdessen eignet sich Silikatfarbe oder Mineralputz.

Innendämmung, Kalziumsilikatplatten, zuschnitt, Foto: getifix
Zuschneiden. Foto: getifix
Innendämmung, Kalziumsilikatplatten, phasen, Foto: getifix
Kanten phasen. Foto: getifix
Innendämmung, Kalziumsilikatplatten, Spezialkleber, Foto: getifix
Spezialkleber auftragen: Kammbrettmethode. Foto: getifix
Innendämmung, Kalziumsilikatplatten, verkleben, Foto: getifix
Platte andrücken und ausrichten. Foto: getifix
Innendämmung, Kalziumsilikatplatten, Spezialkleber, Kante, Foto: getifix
Spezialkleber auch an Kanten auftragen. Foto: getifix
Innendämmung, Kalziumsilikatplatten, Montage, Foto: getifix
Platten versetzt – also mit T-Fugen – anbringen. Foto: getifix
Innendämmung, Kalziumsilikatplatten, weiterverarbeitung, Foto: getifix
Überschüssigen Kleber abziehen und Oberfläche weiterverarbeiten. Foto: getifix
Innendämmung, Kalziumsilikatplatten, Streichen, Foto: djd/Qcare
Platten zuschneiden, einpassen und flächig verkleben. Fugen schließen. Diffusionsoffene Grundierung bzw. Wandfarbe auftragen. Fertig. Foto: djd/Qcare
Link-Tipp

Hier erfahren Sie, woraus Sie beim Innenwand selbst dämmen achten müssen.

Weitere Möglichkeiten der Innendämmung

Für die Innendämmung von Außenwänden können auch die deutlich günstigeren Mineralschaumplatten eingesetzt werden. Bei schiefen Wänden empfiehlt sich dabei aber eine ausgleichende Unterkonstruktion. Das gilt ebenso für Platten aus Polystyrol oder Polyurethan, die im Gegensatz zu Mineralschaum für gewöhnlich keine separate Dampfbremse benötigen. Die drei Materialien kommen auf eine Wärmeleitfähigkeit von jeweils 0,030-0,040 W/(mK).

Ebenso kann eine Außenwand mit einer Trockenbauplatte verkleidet werden. Hier kommt die Dämmschicht, zum Beispiel in Form einer Korkplatte, in den Zwischenraum und wird durch eine dicht verklebte Dampfsperre ergänzt. Bei dieser Konstruktion verlieren Bauherren allerdings sehr viel Innenfläche, erreichen dafür aber Lambda-Wert von 0,045 bis 0,050 W/(mK).

Auch die ebenfalls günstigeren Holzfaserdämmplatten werden in Kombination mit einer Dampfbremse zur Innendämmung eingesetzt. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von durchschnittlich 0,040 W/(mK) erzielen die Holzfaserplatten bessere Dämmwerte als Kalziumsilikat, die Schichtdicke von rund 20 Zentimetern um den U-Wert von 0,20 W/(m2K) zu erreichen, ist jedoch ebenfalls recht hoch.

MaterialRichtwert Kosten
(bei einer Dämmstoffstärke von 8 cm)
diffusionsbremsende Systeme – z.B. Gipskarton-Verbundplatten40 – 60 €/qm
diffusionsoffene Systeme – z.B. verputzte Kalziumsilikatplatten70 – 100 €/qm

[Quelle: PDF-Broschüre „Wärmedämmung von Außenwänden mit der Innendämmung“, Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz]

Ob sich eine Innendämmung wirtschaftlich lohnt, hängt von Dämmstoffkosten, Arbeitsaufwand, Energiepreis und der erzielbaren Heizeinsparung ab. Es empfiehlt sich, eine unabhängige Energieberatung in Anspruch zu nehmen.


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44 Kommentare

Ilmo Laue am 28.02.2018 11:56

Moin.

Erst mal vielen Dank für die schnelle Antwort. Die Kellerwände sind aus Kalksandstein mit einer Feuchtigkeit von Ø 1,20 - 1,80 %, gemessen mit einem Baufeuchtemessgerät. Die Kellerwände sind zu keiner Zeit nass oder feucht, egal was für ein Wetter ist. Sie fühlen sich trocken und kalt an. Es wird in den Kellerräumen nicht geheizt. Der geplante Kinoraum soll allerdings eine Heizung bekommen, sowie neue Fenster und eine Fußbodenisolierung. Wie lange halten die Kalziumsilikatplatten, bis sich die Hohlräume mit Salz vollgesaugt haben, mit was für einem Kleber bringe ich die Platten an die Innenwand an, was für ein Material muß ich zum verputzen nehmen?

Ich bedanke mich schon mal im voraus für Ihre Antwort.

MfG, Ilmo Laue

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Redaktion bauen.de am 01.03.2018 13:24

Hallo Ilmo Laue,

die Wasseraufnahmefähigkeit des jeweiligen Produktes müssten Sie beim Hersteller erfragen. Ziel sollte sein, dass die Platten die Feuchtigkeit auch wieder abgeben und zwar an den Raum und nicht in Richtung Wand. Deswegen dürfen hinter den Platten keine Hohlräume entstehen. Wenn der Raum beheizt wird und Fenster eingebaut werden, Sie also gut lüften können, könnte das klappen.

Solange Sie nicht genau wissen, wo die Feuchtigkeit denn herkommt und ob weiterhin Feuchtigkeit in die Wand eindringt, können Sie aber auch keine verlässlichen Maßnahmen ergreifen. Der Wert von 1,2 bis 1,8 Prozent sagt auch alleine nicht so viel aus. Das müssten Sie ins Verhältnis zur Wasserkapazität des Baustoffes setzen und würden dann zB erfahren, dass der Durchfeuchtungsgrad 10 Prozent beträgt, einen Wert, den man nicht messen kann. Ob das jetzt zuviel ist, hängt ebenfalls vom Baustoff ab.

Also, sofern mit der Wand alles in Ordnung ist und die vorhandene Feuchtigkeit kein Problem ist, müsste der alte Putz komplett runter, dann müssen Sie die Wand evtl. grundieren und dann die Platten zB mit Silikatkleber ankleben. Den passenden Kleber gibt’s aber oft zusammen mit den Platten zu kaufen. Die Platten streichen Sie mit Silikatfarbe.

Wir würden Ihnen allerdings raten, die Wand von einem Fachmann untersuchen zu lassen.

Beste Grüße und viel Erfolg,

die Redaktion von bauen.de

wheez am 27.02.2018 11:45

Hallo,

ich habe ein akutes Schimmelproblem in meiner Garage. Die Garage ist direkt ans Haus gebaut und der Planungsfehler entstand daraus, dass die Garage als "Kaltbereich" gesehen wurde, was ist tatsächlich nicht ist. Ca. 10°C sind in der Garage immer. Der Garagentorsturz wurde daher von außen nicht gedämmt (Beidseitig verputzeter Stahlbeton). Nun schlägt sich natürlich enorm viel Feuchtigkeit an der Innenseite des Betonsturzes ab, wodurch es zu Schimmelflecken kommt. Nun meine Frage - Kann man mit Calziumsilikatplatten solch ein Problem lösen indem man den Sturz von innen dämmt? Mehr Dämmstärke besser? Ich lese dazu verschiedene Meinungen und an anderer Stelle wird eher zu einem "dampfdichten" Aufbau mittels Schaumglasplatten geraten. Ich wäre wür Ihre Hilfe sehr dankbar! MfG, Andreas

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Redaktion bauen.de am 01.03.2018 11:06

Hallo wheez,

Ihre Garage wird also durch das anschließende Wohnhaus indirekt mitgeheizt? Die nur leicht erwärmte Luft steigt nach oben und kondensiert dann am kalten Sturz - dort oben entweicht sie nicht ohne weiteres durch das geöffnete Garagentor. Sofern das der Grund für das Schimmelproblem ist, wäre es eigentlich besser, für bessere Lüftung zu sorgen: die erwärmte Luft muss raus.

Kalziumsilikatplatten helfen einem Raum dabei, Feuchtigkeit zu regulieren, weil diese Platten Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abgeben. Außerdem fühlt sich der Schimmel auf den Platten nicht sonderlich wohl. Dampfdichte Platten halten die Feuchtigkeit komplett von der Wand weg. Allerdings: das heißt nicht, dass die Nässe nicht einfach auf den Platten kondensiert, denn so richtig warm wird die Wand trotz Dämmung nicht.

Letztendlich sollte das aber ein Fachmann vor Ort untersuchen du Ihnen auch erklären können, warum sein Vorschlag besser ist als die Alternativen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Ilmo Laue am 26.02.2018 12:14

Moin,

In meinem Keller ( Haus Baujahr 1967) haben sich Salzkristalle an den Innenwänden breitgemacht. Die Salzausblühungen sind "nur" im Bereich des Fugenmörtels im Putz zu sehen. Da ist der Putz auch weggeplatzt durch die kristalline Sprengwirkung. Die Kellerräume möchte ich nutzen als Vorratsraum, bzw. als Kinoraum. Der Salzbelastete Putz wurde schon großflächig abgeschlagen. Nun gibt es mehrere teure Vorschläge durch "Fachfirmen", wie man die Räume nutzbar machen kann. Ein bekannter hat mir von den Kalziumsilikatplatten erzählt. Würde die für diese Art der Sanierung ausreichend sein?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 26.02.2018 15:06

Hallo Ilmo Laue,

Salzkristalle sind üblicherweise Zeuge von Wasser in der Wand. Das sollten Sie zumindest überprüfen (lassen). Kalziumsilikatplatten und ein entsprechender Putz können eine Lösung sein, sofern es kein größeres Nässeproblem gibt - auch kein temporäres. Die Platten dämmen die Außenwand und können eine gewisse Menge Feuchtigkeit aufnehmen. Das heißt, sie helfen dem Raum, mit Feuchtigkeit zurechtzukommen. Wenn aber die Wand generell oder unter bestimmten Bedingungen (Grundwasserspiegel?) nass ist, sollten Sie dieses Problem zuerst lösen. Bitte beachten Sie außerdem, die Kalziumsilikatplatten richtig anzubringen. Hinter den Platten darf kein Luftraum entstehen, wo sich feuchte Luft sammeln und dann kondensieren könnte.

Herzliche Grüße und viel Erfolg bei Ihrem Projekt,

die Redaktion von bauen.de

Erikk am 13.02.2018 14:42

Hallo,

danke für diesen Bericht. Meine Frage ergibt sich aber noch: Wenn ich die Platten auf eine Unterkonstruktion befestigen möchte, wie sieht diese dann ohne hinterluft aus? Wenn die Laziumplatten doch eh Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und wieder abgeben, dann ist es doch eigentlich nicht schlimm wenn luft zwischen Außenwand und Unterkonstruktion ist?

Und womit verspachtelt man die Fugen der Platten dann, auch mit dem Kleber?

Vielen Dank im Voraus!

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 16.02.2018 16:18

Hallo Erikk,

nein, diesen Luftraum sollten Sie vermeiden. Dringt feuchte Luft in diesen Raum, kondensiert die Feuchtigkeit möglicherweise an der kalten Außenwand und kann dort Schimmelwachstum begünstigen - und Sie kriegen das über Jahre nicht mit!

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

peggy am 06.02.2018 16:06

Hallo,

Wir wollen die einzige gemauerte Aussenwand unseres Wintergartens von innen dämmen und zugleich einen zweiten Heizkörper in die äußere Ecke der Wand verlegen lassen, weil es gerade in der äußeren Ecke sowie den oberen und unteren Kannte im Winter immer wieder zu Schimmelbildung kommt. Der WG ist zum Wohnraum offen und eine Heizung befindet sich bereits an einer wohnraunnahen Stelle. Ein Maler hat uns zu KS-Plätten in 3-4 cm geraten (dickere Platten würden die Rahmenbreite des WG überschreiten. Ein weiterer riet von KS Platten in dieser Stärke ab, da es dahinter erneut zur Schimmelbildung kommen würde(3-4cm dicke Platten könnten nicht genug Raumfeuchtigkeit aufnehmen) und riet uns zu Korfplatten. Nun sind wir ratlos.

Zusätzlich stellt sich die Frage, ob die Röhre für die neue Heizung über 4m in der Wand, also hinter der Dämmung verlegt, oder die Dämmung für die Röhre ausgespart werden sollte.

Für Ihre Meinung wäre ich sehr dankbar!

LG Peggy

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 07.02.2018 13:40

Hallo peggy,

das lässt sich vor Ort sicherlich besser bewerten. Generell ist es eine gute Idee, die Wand zu dämmen und zusätzlich mit einem Heizkörper dafür zu sorgen, dass die Wand wärmer wird. Durch höhere Temperaturen kann die Luft ja auch mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Wenn das klappt, wird sich die Nässe in Zukunft eher an den Fenstern niederschlagen. Bei der Dämmung wählen die Maler zwei gänzlich unterschiedliche Konzepte. Kalziumsilikatplatten können Feuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abgeben, das heißt, die Feuchtigkeit im Raum wird reguliert. Der Einwand, die Platten könnten gar nicht ausreichend Feuchtigkeit aufnehmen, ist nachvollziehbar, ob er auch berechtigt ist, können wir nicht sagen. Das hängt u.a. von der Luftfeuchtigkeit und der Raumgröße ab.

Die Platten von Korff sind Aluplatten und nehmen dagegen keine Feuchtigkeit auf. Im Gegenteil wirken sie als Dampfsperre.

Weitere Optionen wären evtl. eine Dämmung von außen und bei hoher Luftfeuchtigkeit ein entfeuchter bzw. eine dezentrale Lüftungsanlage.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Armin am 26.01.2018 08:09

Hallo,

habe auch ein Problem und denke das ich das mit Kalziumsilikatplatten lösen könnte. In dem Objekt wurde vor gut 5 Jahren nachträglich eine Horizontalsperre eingebracht. Die ist auch in Ordnung. Nun treten auf den Wänden Aussalzungen auf und dadurch Feuchte. Sachverständiger hat gemessen und geprüft, Sperre hält. Laut Fachfirma sollen wir einen Sperrputz aufbringen der die Salze bindet etc. Das ist das eine Problem, das Zweite ist das es vom Nachbarn her immer noch Feuchte gibt wegen einem nicht gelösten Feuchteproblem beim Nachbarn. Hier kommt wohl durch die Wand des Nachbarn Feuchte zu uns. Und nein, er hat kein Interesse dies zu beheben, auch steht bei ihm der Keller voll Wasser, aber es stört ihn nicht! Nun dachten wir, wenn wir eine 40 oder 50 mm Dicke Kalziumsilikatwand vor die Wände zum Nachbarn setzen, würden zum einen die Salze gebunden, ähnlich wie Sperrputz. Und die Feuchte würde kontinuierlich über die Silikatwand abgegeben. Wenn das funktionieren könnte, müsste dann der alte Putz runter bis auf die eigentlichen Ziegel?

Danke und Gruß

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 29.01.2018 09:55

Hallo Armin,

das hört sich ein bisschen so an, als hofften Sie, mit Kalziumsilikatplatten eine Wand trockenlegen zu können. Wie lange die Platten das eigentliche Problem kaschieren, wissen wir nicht. Das Wasser aus der Wand wir ja jetzt schon an den Raum abgegeben. Das heißt: da ist zu viel drin und wird die Wand auf Dauer beschäfigen. Wir können Ihnen nur raten, das eigentliche Problem anzugehen und das mit Experten vor Ort zu besprechen. Wenn der Nachbar wissentlich ihr Eigentum beschädigt oder dies zumindest zulässt, macht er sich möglicherweise Schadenersatzpflichtig.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Daniel am 21.06.2017 07:20

Hallo

Wir haben auch das selbe Problem mit unserer Wohnung, Bj. 88: 26er Betonmauer mit einer schlechten Außendämmung. Dadurch entstehen in allen Zimmer mit zwei Außenwänden Wärmebrücken>>Schimmel.

Hab in den letzten zwei Wochen viel über die Innendämmung mit KS-Platten gelesen und war überzeugt, dass das die beste Lösung ist.

Jetzt haben mir bereits zwei Handwerker davon abgeraten das zu machen. Die Begründung: 1.Innendämmung ist nicht gut, dadurch werden die Außenwände noch kälter

2. es reich nicht aus wenn man die Außenwände dämmt, man muss auch die Betondecke dämmen

Danke im Voraus für eure Meinungen

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 21.06.2017 09:59

Hallo Daniel,

ja, eine Innendämmung ist nicht die beste Dämmmethode. Sie wird eigentlich nur behilfsweise angewendet, etwa wenn die Fassade Denkmalgeschützt ist und nicht von außen gedämmt werden darf. Wenn Sie die Wand von zwei Seiten in Dämmmaterial einpacken, kann es sein, dass die Wand vollkommen durchnässt, weil Feuchtigkeit durch Diffusion eindringt und dann aber in der Wand bleibt.

Besser wäre es, das Bauwerk vernünftig von außen zu dämmen. Dazu sollte aber ein Profi den Wandaufbau und die vorhandene Dämmung untersuchen, um festzustellen, was genau das Problem ist. Eine mangelhafte Dämmung sorgt eigentlich nicht automatisch für Schimmel. Bei einer fehlerhaften kann das schon eher der Fall sein, etwa weil die Kälte punktuell eindringt und sich an dieser Stelle Tauwasser bildet. Möglicherweise sollten Sie die alte Dämmung zunächst entfernen lassen.

Die Betondecke ebenfalls zu dämmen ist vor allem dann sinnvoll, wenn es sich um die oberste Geschossdecke handelt, danach also kein weiterer Wohnraum mehr kommt. Eine solche Dämmung ist nach aktuellen Vorschriften ohnehin Pflicht.

Wenn es sich um eine Eigentumswohnung handelt, sollten Sie den WEG-Verwalter auf das Problem ansprechen und Sie sollten herausfinden, ob auch andere Wohneinheiten betroffen sind.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

misaelkelava am 29.12.2016 00:35

Hallo

Wir haben im Schlafzimmer in einer ecke jedes jahr Schimmel.

das is ein Dreieck Zimmer sprich linke ecke Hofeingang rechte ecke Hauptstrasse und under der Wohnung is ein alter kalter Keller.....

was kann man gegen den Schimmelbefall tun ....

ich dachte mir parket rausreißen ...

dann alles säubern....

die kalziumsilikatplatten auf die wand kleben und dann neuen Parkett legen,,,

oder gibt's da was anderes

bin um jeden Tip sehr dankbar

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 29.12.2016 09:53

Hallo misaelkelava,

Kalziumsilikatplatten eigenen sich bei einem bereits bestehenden Schimmelproblem tatsächlich recht gut, da Kalziumsilikat hochalkalisch ist und dadurch in der Regel bereits die Entstehung von Schimmelpilzen verhindert. Allerdings lässt sich Ihr Vorhaben aus der Ferne nur sehr schwer beurteilen. Genauere Infos bekommen Sie nur von einem Fachmann vor Ort.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Vorhaben.

Viele Grüße

die Redaktion von bauen.de

Bauherr am 18.06.2016 11:00

Hallo!

Wir haben an einer Decke mit kalziumsililatplatten gedämmt. Nun stellt sich uns die Frage, ob wir an den Platten bzw, der dshinterliegrnden Decke mit Schrauben und dübeln eine Lampe befestigen können, oder ob damit der dämmungseffekt gänzlich zerstört wird?

Vielen Dank!

auf Kommentar antworten

Karlheinz am 13.06.2016 14:13

Hallo bauen.de Redaktion,

auch von mir danke für den Artikel!

Derzeit renoviere ich die Dachgeschosswohnung eines Altbaus (ca. 100 Jahre jedoch teilweise nach dem Krieg wieder aufgebaut). Der Aufbau der Küchenaußenwand (große Dachgaube) ist - soweit erkennbar - Schieferplatten, Mauerwerk, Heraklithplatten, Innenputz, Wandfarbe. Da die Wand im Winter recht kühl ist, würde ich diese gerne stärker dämmen. Meine Frage sind nun,

wie viel von dem alten Aufbau muss ich entfernen?

Oder reicht es die Kalziumsilikatplatten direkt aufzukleben?

Wenn Heraklith und Putz auf der Wand bleiben können, kann ich den Kleber, ähnlich wie bei Gipskarton, nutzen um Unebenheiten, bzw. Löcher im Putz auszugleichen?

Danke und Gruß,

Karlheinz

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 16.06.2016 10:19

Hallo Karlheinz,

eine Innendämmung ist ja oftmals etwas problematisch. In Ihrem Fall scheint es aber keine Probleme zu geben. Obwohl Sie keine Dampfbremse angebracht haben, haben Sie kein Schimmelproblem, ohnehin scheint es sich um keine große Fläche zu handeln. Die Voraussetzungen, um einfach eine weitere Schicht Dämmmaterial anzubringen, sind also nicht schlecht. Allerdings lässt sich der Wandaufbau und ihr Dämmmvorhaben aus der Ferne schlecht beurteilen. Genauere Infos bekommen Sie nur von einem Fachmann vor Ort. Beachten Sie bitte, dass Kalziumsilikatplatten vollflächig aufgeklebt werden sollten und keine Hohlräume entstehen sollten. Unebenheiten können Sie schon mit Kleber ausgleichen, je größer die Unebenheiten sind, desto schwerer ist allerdings eine saubere Ausführung.

Viel Erfolg mit Ihrem Vorhaben,

die Redaktion von bauen.de

Redaktion bauen.de am 01.06.2016 15:23

Lieber Herbert,

stehen Möbel zu nah an der Wand, steigt die Schimmelgefahr. Um diese zu umgehen, reichen üblicherweise wenige Zentimeter Wandabstand. Optimal sind allerdings fünf bis zehn Zentimeter und auch zwischen den einzelnen Möbelstücken sollten Sie Platz lassen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

auf Kommentar antworten

Herbert am 01.06.2016 11:57

Hallo

Habe einen Schrankraum an zwei Aussenwände bei dem Schimmelflecken nun aufgetreten sind. Ich möchte nun den Schrankraum mit Kalzium Silikatplatten sanieren lassen. Kann ich danach die Schränke wieder gleich hinstellen? Wieviel Abstand zur Wand ist notwendig und Sinnvoll?

Viele Grüße Herbert

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Redaktion bauen.de am 28.04.2016 14:35

Liebe Carmen,

ihr Keller ist trocken und von außen gedämmt? Warum wollen Sie ihn dann überhaupt dämmen? Wenn es Ihnen um den Innenausbau der Kellerräume geht, sodass diese als Wohnräume genutzt werden können, brauchen Sie keine Kalziumsilikatplatten. Die Rohre können Sie auch hinter einer Gipswand verstecken. Die Platten können Sie, wie vorgeschlagen, an einem Holz- oder Metallständerwerk befestigen. Die Rohre brauchen Sie dann nicht extra einzupacken.

Ob eine Innendämmung sinnvoll ist, sollten Sie mit einem Energieberater besprechen, der sich Ihr Haus näher ansehen kenn.

Viele Grüße,

Die Redaktion von bauen.de

auf Kommentar antworten

Carmen am 28.04.2016 01:03

Guten Tag und vielen dank für den tollen Artikel,

ich habe eine Frage bezüglich der Möglichkeiten für eine Kellerwanddämmung. Direkt an der Wand liegen Heizungsrohre, womit die aufklebbaren Platten nicht in Frage kommen (wenn ich das richtig sehe). Kann ich auch ein Holz oder Metallständerwerk nutzen und dann mit Dampfsperre und z.B. Glaswolle arbeiten? oder gibt es da noch andere Möglichkeiten? und sollte ich die Leitungen vorher "einpacken" in eine Rohrisolierung? Momentan ist der Keller nur Tapeziert auf der nackten Wand und es ist alles trocken, da mit einer Wanne gearbeitet wurde und eine Drainage verlegt ist und auch ist der Keller von außen gedämmt, da das in meiner Region ein Muss ist. (BJ 1992) Im Grunde möchten wir die Rohre verstecken und eine Wohnklima erzeugen. Welche Möglichkeiten gibt es da? (Wir sind da leider ziemlich überflutut worden an Möglichkeiten.)

Vielen dank für Ihre Zeit

Mit freundlichem Gruß

Carmen

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 21.04.2016 13:31

Lieber Älbler,

diese Frage lässt sich aus der Ferne nicht hinreichend beantworten. Wir empfehlen Ihnen, einen Experten zu Rate zu ziehen, der die bauphyikalische Lage vor Ort einschätzen kann.

Viele Grüße,

die Redaktion von bauen.de

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Älbler am 20.04.2016 00:23

Innendämmung einer befahrbaren Garagendecke mit darunterliegendem Wohnraum.

Unser Haus steht am Hang und soll am Giebel eine Garage mit darunterliegendem Wohnraum (5x6qm ,Schlafzimmer) erhalten. Die Seitenwände erhalten eine Außendämmung. Für die befahrbare Decke habe ich an eine Innendämmung gedacht - aus Kostengründen u. wg. der Aufbauhöhe.

Frage: wäre eine Kombination aus Mineralschaumplatten und KS-Platten sinnvoll um eine wärmetechn. effektive, hydrophile u. wirtschaftliche Lösung zu erreichen? Oder halten Sie eine andere Lösung für sinnvoller?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 18.04.2016 12:25

Lieber hilflos,

sofern der Einsatz von Kalziumsilikatplatten geeignet ist, reicht es generell aus, die Wände, die nach außen führen, zu dämmen. Wände, die komplett innen liegen, also zwei Zimmer voneinander trennen, müssen nicht unbedingt gedämmt werden. Allerdings kann der Wandansatz zur Kältebrücke werden. Viele Experten empfehlen daher, zumindest ein Stückweit auch Trennwände zu dämmen.

Viele Grüße,

die Redaktion von bauen.de

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hilflos am 17.04.2016 22:24

Sollten in einem Zimmer, alle Wände mit Calciumsilikatplatten gedämmt werden?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 15.04.2016 14:30

Lieber Hagen,

in der Tat müssen Sie Kabel, Rohre und sonstige Installationen irgendwie überwinden oder verstecken. Da gibt es drei Lösungswege: hinter die Dämmplatte, vor die Dämmplatte oder komplett woanders verlegen.Welche Lösung in Ihrem Fall die beste ist, lässt sich aus der Ferne nicht einschätzen. Bitte beachten Sie aber, dass Hohlräume hinter einer Kalziumsilikatplatte das Schimmelrisiko erhöhen. Nägel, Bohrlöcher und so weiter können zur Wärmebrücke werden. Oftmals wird empfohlen, Möbel in einem Abstand von etwa zehn Zentimeter von der Wand aufzustellen, damit diese ggfs. austrocknen kann. An der Kalziumsilikatplatte selbst können sie keine Lasten aufhängen. Generell wäre es aber möglich, die Platte zu durchbohren und in der Außenwand Dübel unterzubringen und so Küchenmöbel zu befestigen.

Sie sehen aber, dass ihr Vorhaben nicht unproblematisch ist und womöglich individuelle Lösungen erfordert. Am besten, Sie ziehen einen Fachmann vor Ort zu Rate!

Viele Grüße und viel Erfolg mit Ihrem Projekt,

die Redaktion von bauen.de

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 15.04.2016 13:49

Lieber El_Cangrejo,

Kalziumsilikatplatten besitzen eine Wärmeleitfähigkeit von λ 0,05 bis 0,08, je nach Hersteller und Produkt. Damit sind solche Platten durchaus zum Dämmen geeignet. Ob die Dämmwirkung ausreicht, kommt auf ihr Ziel an. Angenommen, Ihre Außenwand besteht aus Sandstein und ist 30 cm stark, dann besitzt diese Wand einen U-Wert von etwa 3,33 W/m²K. Montieren Sie nun eine Kalziumsilikatplatte mit λ 0,067 in einer Stärke von 2,5 cm, verbessert sich dieser Wert auf 1,48 W/m²K. Das ist durchaus eine Verbesserung, die sich auch auf die Oberflächentemperatur der Innenwand auswirkt. Allerdings ist bei Neubauten ein Wert von 0,24 W/m²K oder besser Standard. Davon wären sie noch weit entfernt.

Welche Dämmung in Ihrem Fall die richtige ist, lässt sich aus der Ferne leider nicht sagen. Genauere Infos erhalten Sie möglicherweise von den Handwerkern oder aber von einem Energieberater in Ihrer Nähe.

Viele Grüße und viel Erfolg bei Ihrem Projekt,

Die Redaktion von bauen.de

auf Kommentar antworten

Hagen am 15.04.2016 10:33

S.g. Redaktion!

Wie verhält es sich mit Kabel und Wasserleitungsverrohrung hinter den Kalziumplatten. Muss ich diese vor ser Montage voll in die bestehende Aussenwand einfräsen?

Sind die Kalziumplatten stabil genug um , in Verbindung, mit der Aussenwand Küchenschränke zu tragen?

Besten Dank!

Hagen

auf Kommentar antworten

El_Cangrejo am 14.04.2016 22:13

Hallo,

Ich möchte gerne die Wand im Kinderzimmer in einem >100 Jahre alten Altbau dämmen, damit ich das Bett meiner Tochter an die Außenwand stellen kann, ohne dass sie sich im Winter durch die Kälte, die die Wand ausstrahlt, krank wird.

Nun wollte ich mir von zwei Fachbetrieben das Anbringen von Kalzium-Silikat-Platten anbieten lassen. Das ist die Empfehlung des einen Fachbetriebs. Der andere sagt aber, dass Kalzium-Silikat-Platten nicht ausreichend dämmen.

Nun bin ich verwirrt. Wer hat recht?

Besten Dank!

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El_Cangrejo am 14.04.2016 22:13

Hallo,

Ich möchte gerne die Wand im Kinderzimmer in einem >100 Jahre alten Altbau dämmen, damit ich das Bett meiner Tochter an die Außenwand stellen kann, ohne dass sie sich im Winter durch die Kälte, die die Wand ausstrahlt, krank wird.

Nun wollte ich mir von zwei Fachbetrieben das Anbringen von Kalzium-Silikat-Platten anbieten lassen. Das ist die Empfehlung des einen Fachbetriebs. Der andere sagt aber, dass Kalzium-Silikat-Platten nicht ausreichend dämmen.

Nun bin ich verwirrt. Wer hat recht?

Besten Dank!

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bauen.de-Redaktion am 06.04.2016 11:19

Hallo kroete,

aus der Ferne lässt sich die Situation leider nicht genau beurteilen, da wir die bauphysikalischen Eigenschaften Ihres Hauses nicht kennen. Sollten Sie sich noch innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsfrist befinden, sollten Sie in jedem Fall Kontakt mit dem Fachmann aufnehmen, der die Platten angebracht hat. In der Regel sollten Kalziumsilikatplatten flächendeckend und ohne Hohlraum dahinter angebracht werden. Sonst kann sich dort eventuell Tauwasser sammeln.

Vielleicht wäre es in Ihrem Fall tatsächlich besser, einen Bausachverständigen zu Hilfe zu rufen, der Ihnen unabhängige Auskunft vor Ort geben kann. Diese Berater finden Sie über Vereine wie den Verband Privater Bauherren (VPB) oder den Bauherren-Schutzbund (BSB).

Beste Grüße

die bauen.de-Redaktion

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kroete am 06.04.2016 10:34

Hallo kann mir jemand helfen! Wir haben von einem Fachmann: Epatherm-Platten und Lehmputz im Schlafzimmer anbringen lassen, nach dem es uns vonIhm sehr empfohlen wurde, Jetzt treten überall Wasserflecken auf, und uns wurde vom Hersteller der Epatherm Platten (Gutachter) gesagt, es hätte kein Lehmputz darauf angebracht werden dürfen!? Andere sagen Lehmputz und die Platten vertragen sich!! Was stimmt! Außerdem sind hinter den Platten Hohlräume da nicht flächig angebracht1 Bitte um Hilfe

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bauen.de-Redaktion am 04.04.2016 13:09

Hallo Carsten,

aus der Ferne lässt sich Ihre Situation leider nicht genau beurteilen. Generell sollten Sie Ihre Wände zunächst trocken legen und andere Schadensursachen ausgeschlossen werden, bevor Sie neue Platten anbringen. Kalziumsilikatplatten sind zwar gut gegen Schimmel, können auch Kondensfeuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Sind Bauschäden mit Feuchtigkeitseintritt vorhanden, können aber auch sie die Feuchtigkeit nicht mit Zauberhand vertreiben.

Am besten lassen Sie daher vor Ausführung der Arbeiten einen Experten einen Blick darauf werfen. Dieser kann Ihnen sagen, ob weitergehende Schäden vorhanden sind und was sie tun müssen, um künftige Schäden zu vermeiden.

Beste Grüße

die bauen.de-Redaktion

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Carsten am 02.04.2016 00:22

Hallo,

vielen Dank für die schnelle Info!

Habe jetzt nach weiteren Ausgrabungen (letzte Rigipsschichtdie feuchten Stellen gefunden. Es war aber auch kalt und viel Regenwetter. Bin gespannt, wie es nach dem Freilegen trocknet.

Kann es sein, dass feuchte Stellen mit diesen Platten auf Dauer trocken werden und bleiben (sofern nicht ernsthafte Risse im Mauerwerk oder Dachundichtigkeiten die Ursache sind)?

Carsten

Carsten

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bauen.de-Redaktion am 01.04.2016 12:21

Hallo Carsten,

bevor sie die Innendämmung anbringen, müssen sämtliche Bau- und Schimmelschäden beseitigt werden. Dabei sollten sie sämtliche Möglichkeiten der Verursachung prüfen, also auch etwaige Undichtigkeiten. Wir tendieren dazu zu raten, auch die direkt wandseitig verklebten Gipskartonplatten zu entfernen. Im Zweifel sollten sie einen Fachmann mit der Erforschung der Ursachen beauftragen.

Beste Grüße

die bauen.de-Redaktion

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Carsten am 01.04.2016 00:05

P.S.: das Schlafzimmer liegt auf der Wetterseite. Das Haus hat ein Flachdach.

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Carsten am 31.03.2016 23:59

Hallo,

ich habe heute innen (Haus Baujahr 1971) in unserem kleinen Schlafzimmer eine Rigipswand mit darunter liegender Lattung und dazwischen liegenden Styroporplatten entfernt (auf der Rückseite der Rigipsplatten war kein Schimmel zu erkennen). Nach 12 Jahren Benutzung waren einige versteckte Flächen der Wand größer flächig mit Schimmelspuren bedeckt (oberflächlich). Das Schlafzimmer liegt neben Küche und Wohnzimmer und wird neben der Zentralheizung weitgehend mit einem Ofen im Wohnzimmer mit beheizt (Schlafzimmertür steht meistens offen). Die Temperatur ist immer deutlich niedriger, als im Wohnbereich (ca 2-4°C niedriger). Mit einem einfachen Messgerät (2 Metalldorne, auch für Restfeuchte Brennholz) habe ich an verschiedenen Stellen die Feuchtigkeit gemessen. Die Wandflächen haben zwischen 7% und 12%. Die kritischen Stellen auch schon mal 15%-20% im Extremfall (teilweise Holzrolladenkasten, Zimmerecken und -winkel). Die Außenwand besteht aus Putz und großen Hohlblocksteinen 30cm.

Muss ich hier noch etwas unternehmen wegen der gemessenen Feuchte oder kann ich die Calciumsilikatplatten einfach auf die Innenwand kleben und dann mit Silikatfarbe streichen?

Nach entfernen der Rigipsplatten (Zimmerinnenwand) und der Styroporplatten habe ich entdeckt, dass auf dem Mauerwerk auch noch Rigipsplatten aufgeklebt sind.

Muss ich diese Platten auch noch entfernen (und ggfs geeigneten Putz aufbringen)bevor ich die Calciumsilikatplatten aufklebe oder kann ich die Platten einfach auf die noch vorhandenen auf dem Mauerwerk verklebten Rigipsplatten aufkleben? Muss ich die darauf befindliche alte Rauhfasertapete entfernen (man sieht: da hat früher jemand immer mal "nachgebessert")?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Carsten

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bauen.de-Redaktion am 17.02.2016 17:01

Hallo Susanne,

aus der Ferne lässt sich die Situation nicht genau beurteilen. Ist Ihre Glasfasertapete mit einem diffusionsoffenen Anstrich versehen, sollten Sie darauf mit Kalziumsilikatplatten dämmen können. Wenn Sie allerdings einen besseren Dämmwert erzielen wollen, sollten Sie überlegen, die Tapete trotzdem abzumachen und eine andere Dämmart beziehungsweise einen anderen Dämmstoff zu wählen.

Ein Experte vor Ort kann Ihnen nach Betrachtung des Dachgeschosses sicher mehr zu den Dämmmöglichkeiten sagen.

Wir wünschen viel Erfolg bei Ihrem Vorhaben!

die Redaktion von bauen.de

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Susanne am 16.02.2016 23:48

Liebe Bauen-Redaktion,

tolle Seite, die Sie da haben. Vielleicht haben Sie ja auch bei folgender Frage einen Rat:

Wir haben ein großes, sehr hohes Dachgeschoss (ca. 80 m² groß und 5 m bis zum First), das schon Anfang der 80er Jahre ausgebaut wurde. Entsprechend schlecht ist die Isolierung. Unsere Eigentümergemeinschaft will aber kein neues Dach. Die einzige Möglichkeit zu dämmen besteht von Innen. Jetzt ist aber die riesige Dachfläche mit Glasfasertapete verkleidet. Muss die runter (was ich mehr sehr aufwändig vorstelle), bevor man dann - wie ich jetzt gelernt habe - evt. Kalzium-Silikat-Platten verarbeitet? Oder könnte man auch einfach auf den bestehenden Untergrund was "draufpappen" - laienhaft gesprochen?

Ich würde mich über eine Antwort freuen. Herzliche Grüße! S.

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bauen.de-Redaktion am 01.02.2016 15:55

Hallo Marcel,

prinzipiell können Sie Ihre Innenwand auch mit einem Kalkdämmputz dämmen. Ein Dämmputz hat jedoch eine geringere Dämmwirkung als Dämmplatten. Was in Ihrem Fall nun die bessere Lösung ist, kann nur entschieden werden, wenn die Gegebenheiten vor Ort bekannt sind.

Beste Grüße

die bauen.de-Redaktion

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Marcel us Bonn am 31.01.2016 23:04

Hallo, ich plane meinen Fachwerkbau innen mit einem Kalkdämmputz 2-4cm stark zu "dämmen"; ist diffusionsoffen, lässt die Außenwand wegen des geringen Dämmwertes beheizt und unterstützt somit das Abtrocknen. Zudem kann der Kalkputz nicht schimmeln. - Ist das nicht besser? - VG Marcel

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bauen.de-Redaktion am 24.11.2015 14:59

Hallo Mathias,

Ihre Frage lässt sich aus der Ferne nicht genau beantworten. In der Regel können Heizkörpernischen mit Styrodur gedämmt werden. Ob Sie Probleme mit Feuchtigkeit bekommen, kommt aber auch auf den Zustand der Außenwand oder auf die Fenster und ihre Dichtungen an. Lassen Sie das am besten einen Fachmann vor Ort beurteilen!

Beste Grüße

die bauen.de-Redaktion

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Mathias am 19.11.2015 16:33

Hallo,

hinter meinen Heizkörpern sind Heraklithplatten verbaut worden. Diese würde ich gerne durch einen wirkungsvolleren Dämmstoff ersetzen. Leider muss ich aufgrund der hohen Kosten auf Kalziumsilikatplatten verzichten und suche nun nach Alternativen. Meine Frage lautet nun:

Ist Styrodur eine sinnvolle Alternative für diesen Fall?

Wie komme ich darauf: Alle übrigen Wände bleiben ungedämmt, werden von Raufaser befreit und erhalten einen Mineralputz. Ich möchte lediglich verhindern, dass die Heizungswärme hinter den Heizkörpern direkt nach draußen gelangt. Da die Bereiche hinter der Heizung ja eh warm werden, sollte ich doch dort keine Probleme mit Feuchtigkeitsbildung bekommen, oder etwa doch?

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bauen.de-Redaktion am 11.11.2015 12:35

Hallo Tiffi,

die verwendeten Tapeten sollten diffusionsoffen, also atmungsaktiv, sein. Auf Tapetenrollen wird das durch ein Zeichen ausgedrückt, dass zwei Pfeile zeigt, von denen einer durch die Wand geht. Das bedeutet, dass eine Seite luftdurchlässig ist. Bringen Sie außerdem vor dem Tapezieren eine entsprechende Grundierung auf, damit Kleister und Tapete gut haften.

Beste Grüße,

die bauen.de-Redaktion

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Tiffi am 11.11.2015 08:44

Hey klasse. Sehr hilfreich.

Welche Tapeten kann man nehmen? Worauf muss man achten? Speziell die Zeichen auf den Tapetenrollen?

Lieben Dank im Voraus.

Viele Grüße

Tiffi

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bauen.de-Redaktion am 08.09.2015 10:44

Hallo Andreas,

für die Weiterverarbeitung können Sie an einer herkömmlichen Kalziumsilikatplatte sowohl Mineralputz als auch Silikatfarbe verwenden. Wichtig dabei ist nur, dass das Material, das Sie auf die Platte bringen, atmungsaktiv ist.

Beste Grüße,

die bauen.de-Redaktion

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Andreas Kling am 05.09.2015 17:03

Habe ich das richtig verstanden, dass die Kalziumsilikat-Platten bei der Weiterverarbeitung nicht zwingend einen Kalziumsilikat-Putz brauchen (wurde mir als "Vorschrift" so angeboten), sondern im Zweifel halt einfach nur Silikatfarbe!?

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Panke am 15.07.2015 16:16

Sachlich und informativer Text, für den Laien verständlich.

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Reinhard am 26.06.2015 10:08

Das ist toll erklärt und sieht so einfach aus, aber ich überlasse das auch lieber einem Fachmann. Aber - trotzdem, toller Artikel.

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bauen.de-Redaktion am 04.11.2014 11:22

Hallo H-P R.,

wir können nur zustimmen: Im Zweifel sollte gerade bei der Dämmung der Fachmann ran. Der Profi hat die nötige Erfahrung, um Bauteile einzuschätzen und das Dämmmaterial daran anzupassen. Er muss also die bauphysikalischen Grundlagen kennen und berechnen können.

Leider können wir Ihnen keine Liste zertifizierter Betriebe zukommen lassen. Eventuell werden Sie in unserem Branchenbuch fündig.

Vielleicht helfen Ihnen auch diese Tipps weiter:

Finden Sie heraus, mit welchen Produkten der Handwerker arbeitet. Im besten Fall hat er mehrere Marken zur Auswahl und kann somit für jedes Bauteil das jeweils passende Produkt verwende.

Der Profi arbeitet bei energetischen Sanierungsmaßnahmen nach den Vorgaben der EnEV und bestätigt dies mit der "Fachnunternehmererklärung".

Ein Handwerker kann Ihnen den Vorher-/Nachher-U-Wert und die Energieeinsparung berechnen.

Fragen Sie nach einer Referenzliste.

Und bedenken Sie: Diese Fachkenntnis sollte entsprechend - und angemessen - bezahlt werden.

Mit den besten Grüßen

Ihre bauen.de-Redaktion

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H-P R am 06.10.2014 11:24

Platten kleben klingt einfach, dennoch traue ich mich nicht wenn ich einen Fehler mache sehe ich das i.d.R nicht sondern der Schwarzschimmel keimt im Verborgenen.

ich habe eine Kalte Wand im Schlaf und Wohnzimmer und sehe in den KS Platten die ultima Ratio

allein: wer ist Fachmann genug mir das anzubringen?

habt Ihr eine Liste von anerkannten/ zertifizierten Handwerkern?

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