Sanitärinstallation selbst anbringen - Überblick und Kurzanleitungen

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Sanitäre Anlagen im Badezimmer müssen nicht immer von einem Profi-Handwerker eingebaut werden. Sind die notwendigen Wasserleitungen bereits vorhanden, können Heimwerker die Sanitärinstallation auch ganz einfach selbst durchführen.

Bei der Sanitärinstallation kann der Heimwerker selbst viel erledigen. Ein Waschbecken lässt sich schon mit wenigen Handgriffen montieren. Foto: Hornbach Foto: Hornbach

Die blassbeigen sanitären Anlagen aus den 70er Jahren haben ihre besten Zeiten hinter sich – eine neue Badezimmerausstattung soll her. Da Frischwasser- und Abwasserrohre bereits verlegt sind, muss für den Einbau der neuen Badewanne, Toilette und Dusche nicht unbedingt ein Profi ran. Der Hobby-Handwerker kann diese selbst anbringen.

Sanitärinstallation: Ein Überblick

Eine klassische Sanitärinstallation wie Badewanne, Duschtasse, WC und Waschbecken lässt sich mit wenigen Handgriffen fest im Badezimmer verankern und mit den vorhandenen Leitungen verbinden. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten.

Badewanne

Badewannen bestehen aus Stahlblech oder Acryl. Im Vergleich zu den stahlblechgefertigten Wannen nehmen Acrylwannen jedoch schneller die Temperatur des Badewassers an und bringen weniger Gewicht mit.
Bei der Installation wird die Wanne in einen vorgefertigten Wannenträger aus Metall oder Hartschaum gesetzt. Dieser wurde zuvor mit dem Boden verklebt und mit den Wasseranschlüssen verschraubt. Nun müssen der Abfluss und der Überlauf der Badewanne mit den HT-Rohren verbunden und die Ränder verfugt werden.

Duschkabine

Auch die Wanne der Dusche – die sogenannte Duschtasse –  kann aus Acryl oder Stahlblech bestehen. Sie wird später mit einer Armatur und einem Duschvorhang oder einer Duschkabine kombiniert. Zum Einbau der Tasse wird im ersten Schritt wieder ein Wannenträger mit dem Boden verklebt, die Tasse eingesetzt, mit Mörtel am Boden befestigt und die Ränder verfugt. Eine Aussparung in dem Wannenträger – durch die man den Unterboden der eingebauten Duschtasse erreicht - ermöglicht die nachträgliche Verbindung vom Ablauf der Dusche mit dem Fallrohr.

WC mit Spülkasten

WC-Spülkästen bieten die Hersteller sowohl aus Kunststoff als auch aus Keramik an. Während Kunststoff günstiger in der Anschaffung ist, punktet Keramik durch edlere Optik und höhere Stabilität.
Bei der Sanitärinstallation befestigen Heimwerker im ersten Arbeitsschritt den Spülkasten mit Hilfe der mitgelieferten Einzelteile am WC. Die Toilettenschüssel wird dann mit einem Verbindungsrohr an das Abflussrohr – dieses befindet sich entweder in der Wand oder im Boden - angeschlossen. Zum Schluss verschraubt man Kasten und Schüssel mit der Wand bzw. dem Boden und schließt den Spülkasten an den Wandzulauf für Frischwasser an.

Waschbecken

Einzelne Waschbecken oder ganze Waschtische lassen sich ebenfalls mit wenigen Handgriffen an die entsprechenden Wasserrohre anschließen. Der Aufbau eines Waschtisches, der häufig mit einem Unterschrank kombiniert ist, kann allerdings etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.
Zum Anschließen eines Waschbeckens bohren Heimwerker oberhalb des Wasserab- und Zuflusses Löcher, an denen das Becken mit der Wand verschraubt wird. Danach wird die Armatur in das Hahnloch eingesetzt und mit dem Anschlussrohr für Frischwasser verbunden. Zum Schluss setzt man einen Siphon zwischen Waschbecken Abflussrohr ein.


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