Schritt für Schritt Reibeputz auftragen und strukturieren

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Reibeputz bietet nicht nur eine echte Alternative zu Tapeten, der strapazierfähige Mörtel eignet sich auch als Putz für die Hausfassade. Bevor er aufgebracht werden kann, muss die Außenwand allerdings gezielt vorbereitet werden.

Reibeputz, Foto: Stefan Körber/Fotolia.com
Nach dem Auftragen wird der Reibeputz gleichmäßig verteilt und strukturiert. Foto: Stefan Körber/Fotolia.com Foto: Stefan Körber/Fotolia.com

Reibeputz ist ein körniger Mörtel auf Mineral- oder Kunstharzbasis. Dabei ist der leichter zu verarbeitende Kunstharzputz gebrauchsfertig zu kaufen und rissüberbrückend, wohingegen mineralische Putze diffusionsoffener sind und ein natürliches Raumklima schaffen. Auch ungeübtere Hobby-Handwerker können den Dekorputz selbst aufbringen.

Benötigtes Material zum Aufbringen des Reibeputzes

Um sauber arbeiten zu können, benötigt man zum Aufbringen des Reibeputzes folgende Materialien:

  • Reibeputz
  • Putz-Grundierfarbe
  • Eventuell Putz-Abtönfarbe
  • Maurerkelle
  • Edelstahlglätter
  • Reibebrett, am besten in Form eine Kunststoffglätters
  • Bohrmaschine mit Rührquirl zum Verrühren von Putz und Wasser
  • Abdeckfolie und Kreppband
  • Eventuell Spachtelmasse
  • Eventuell Tiefengrund und Malerrolle beziehungsweise Quast

Schritt für Schritt den Putz an die Wand bringen

In wenigen Schritten kommt der Putz auf die Wand. Dafür geht man folgendermaßen vor:

  • Den Boden und Flächen, die nicht mit Putz in Berührung kommen sollen, mit Abdeckfolie und Kreppband schützen.

  • Unebenheiten in der Wand mit Hilfe von Spachtelmasse ausgleichen. Die Masse muss vollständig getrocknet sein, bevor der Putz aufgetragen werden kann.

  • Stark saugender Untergrund muss nun mit einem Tiefengrund versehen werden und ebenfalls vollständig durchtrocknen.

  • Zuerst können Heimwerker dann eine Putz-Grundierfarbe auftragen. Diese sorgt für einen gleichmäßig weißen Untergrund. Auch diese Vorbehandlung muss gut trocknen.

  • Nachdem die vorbereitete Wand vollständig getrocknet ist, werden Reibeputz und Wasser nach dem auf der Verpackung angegebenen Mischverhältnis miteinander verrührt, bis sie eine ebenmäßige, sämige Masse bilden.

  • Nun mit der Kelle etwas Putz auf den Edelstahlglätter auftragen. Dabei nur so viel Putz verwenden, wie in rund 15 Minuten verarbeitet werden kann.

  • Mit dem Edelstahlglätter den Reibeputz auf die Wand geben, den Glätter steil stellen und die aufgetragene Schicht glatt ziehen. Dabei sorgfältig darauf achten, dass der Putz eine gleichmäßige Schichtstärke aufweist. Glänzt die Oberfläche nicht mehr, ist der Putz also etwas angezogen, geht es mit dem Strukturieren weiter.

  • Mit dem Reibebrett lassen sich kreisförmige, diagonale, kreuzweise oder waagerechte Strukturen in den feuchten Putz ziehen. Bei den meisten mineralischen Reibeputzen sollte das innerhalb von 15 Minuten nach dem Auftragen geschehen. Andernfalls ist die Putzoberfläche bereits zu trocken und lässt sich nicht mehr gleichmäßig strukturieren. Dabei verwenden Heimwerker am besten einen Kunststoffglätter, da an diesem der Putz nicht haften bleibt.

  • Bevor der Reibeputz ausgehärtet ist, wird das Kreppband wieder entfernt, damit es nicht mit eintrocknet.

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2 Kommentare

Mats beeck am 12.04.2018 16:52

Ich hab ein loch in der Wand kann ich es damit wieder auffüllen ?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 13.04.2018 09:43

Hallo Mats beeck,

vielen Dank für Ihren Kommentar.

ein Loch in der Wand sollte nicht mit dem Reibeputz, sondern mit einer dafür vorgesehenen Spachtelmasse verfüllt werden. Erst dann kommt der Reibeputz drauf.

Mit freundlichen Grüßen

... mehr

S.W. am 03.04.2017 20:12

Mehr Bilder und verschiedene Reibetechniken wären hilfreicher gewesen.

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