Fassadensanierung - Tipps zu Instandhaltung und Renovierung der Fassade.

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Der Putz bröckelt ab und legt das Mauerwerk großflächig frei. Soll die Mauer künftig wieder vor Wind und Wetter geschützt werden, ist eine Fassadensanierung fällig. Foto: Gina Sanders / fotolia.com

Um ein Haus in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, reicht eine einfache Fassadenrenovierung oftmals schon aus. Allerdings nur dann, wenn die Fassade weitgehend intakt ist. Sollten schwerwiegendere Mängel vorliegen, ist dagegen eine aufwendigere Fassadensanierung notwendig. Lässt ein Hausbesitzer mehr als zehn Prozent der Fassade erneuern, muss diese den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen, was oftmals bedeutet, dass die gesamte Fassade gedämmt werden muss.

Im Laufe der Jahre wird die Hülle eines Hauses unansehnlich. Um das Gebäude wieder aufzufrischen, ist eine Fassadenrenovierung oder eine -sanierung notwendig. Eine Renovierung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Optik. Sie kann aber nur durchgeführt werden, wenn die Fassade technisch noch intakt ist. Wenn der Putz dagegen abbröckelt oder Risse aufweist, ist eine Renovierung notwendig.

Fassadenrenovierung auch für geübte Heimwerker

Kleinere Schäden oder Streicharbeiten können Heimwerker auch in Eigenregie durchführen. Zunächst sollten sie allerdings den Zustand der Fassade genau überprüfen und feststellen, ob sie schwerwiegendere Schäden aufweist:

  • die Fassade sorgfältig abklopfen, um festzustellen, ob möglicherweise Hohlräume vorhanden sind. Achtung: bei Fassaden mit WDVS-Platten klingt die Fassade generell hohl. Hohlräume hinter dem Putz sind in diesem Fall allerdings unwahrscheinlich.
  • mit dem Klebebandtest lässt sich feststellen, ob der Putz noch tragfähig ist. Ein längeres Stück von einem stark klebenden Klebeband auf die Fassade drücken und ruckartig wieder abziehen. Bleiben am Klebeband Farbreste hängen, sollte vor dem Streichen zumindest eine Grundierung aufgebracht werden. Bleiben größere Stücke hängen, spricht einiges dafür, dass eine komplette Fassadensanierung fällig sein könnte. Dann am besten einen Fachmann konsultieren, um das abzuklären.

Kleinere Schäden lassen sich beheben: Lockere und lose Teile sollten abgeschlagen werden. Die Stellen sind sorgfältig zu reinigen und anschließend neu zu verputzen. In den meisten Fällen ist dafür ein Gerüst notwendig. Solche Baugerüste kann man ausleihen. Oftmals werden allerdings Monatsmietpreise verlangt – selbst dann, wenn das Gerüst nur für ein Wochenende im Einsatz ist.

Umfassende Fassadensanierung besser dem Fachmann überlassen

Ist der Zustand der Fassade so schlecht, dass es mit kleinen Ausbesserungsarbeiten und einem neuen Anstrich nicht getan ist, ist eine Fassadensanierung fällig. Weniger geübte Heimwerker sollten diese dem Fachmann überlassen. Werden dabei mehr als zehn Prozent der Fassadenfläche erneuert, müssen die Vorgaben der EnEV eingehalten werden. Das bedeutet für viele ältere Gebäude, dass die gesamte Fassade gedämmt werden muss. Ein- oder Zweifamilienhäuser, deren Eigentümer seit 2002 oder länger in dem Haus wohnen, sind von dieser Regelung allerdings ausgenommen. 

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Matthias Dittmann

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