Garten planen und gestalten: Tipps für Hobbygärtner und Heimwerker

Das Haus steht, das Dach ist gedeckt und der Innenausbau fast fertig. Wer sich seinen Traum vom Eigenheim erfüllt hat, der steht spätestens jetzt vor der Frage nach der Gestaltung des Gartens: Sollen Wege durch den Garten führen, wo sollen die Blumenbeete liegen und welches Material bietet sich für den Zaun an? So planen und gestalten Heimwerker ihren Garten.

 

Der Hausbau ist anstrengend genug, da beschäftigen sich viele Bauherren noch nicht mit der Gartenplanung. Spätestens im ersten Frühling im neuen Heim ist es dann aber soweit. Wie Eigentümer ihren Garten planen sollten, hängt davon ab, wie sie ihn später nutzen möchten. Sind ausschweifende Grillpartys geplant, können Hausbesitzer beispielsweise die Einrichtung einer Freiluftküche in Erwägung ziehen. In einem Gartenhaus finden der Rasenmäher, Werkzeug oder Fahrräder Platz und Hauseigentümer mit dem grünen Daumen können ihren Außenbereich durch Blumen und Sträucher zur Wohlfühloase werden lassen.

 

Garten, ein grüner Garten aus der Vogelperspektive, Foto: schulzie / iStock
Der Rasen wird untergliedert von Blumen- und Gemüsebeeten sowie dem einen oder anderen Bäumchen. Ein solcher Garten entsteht nicht zufällig, sondern muss gut geplant werden. Foto: schulzie / iStock

 

Den Garten einfrieden: Wie sich Zäune und Mauern errichten lassen

Die Einfriedung des eigenen Grundstücks ist in Deutschlands zwar nur gebietsweise Pflicht – üblich ist ein Zaun oder ein Mäuerchen aber schon. Die Hauptfunktion einer Einfriedung ist, das eigene Grundstück nach außen abzugrenzen. Darüber hinaus kann ein Zaun oder eine Mauer das Grundstück aber auch vor unliebsamen Eindringlingen und vor aufdringlichen Blicken der Nachbarn schützen.

 

Arten, Aufbau und Materialien von Gartenzäunen

Bei der Wahl des Zauns spielt zum einen der persönliche Geschmack eine Rolle, zum anderen sollten Hauseigentümer aber auch den Pflegebedarf nicht missachten. Holzzäune passen vielleicht besser zum Garten oder wirken traditioneller, im Gegensatz zu Kunststoff- oder Metallzäunen sind sie aber weniger robust gegen Umwelteinflüsse und erfordern deshalb regelmäßige Pflege. Und auch preislich gibt es große Unterschiede zwischen einem einfachen Jägerzaun und aufwendig gestalteten Gabionen oder Mixzäunen.

 

Pfosten richtig setzen

Egal ob Holz- oder Metallzaun – wer seine Einfriedung selbst aufstellen will, muss vor allem darauf achten, dass er die Pfosten stabil setzt. Ja nach Höhe und Untergrund des Zauns, empfehlen sich dabei verschiedene Methoden und Materialien.

 

Wege anlegen und pflastern

Auf den meisten Grundstücken findet sich ein gepflasterter Weg vom Gartentor zum Hauseingang. Daneben besteht auch die Möglichkeit, einen befestigten Pfad beispielsweise zum Kompost, dem Goldfischteich oder dem Gartenhaus zu verlegen. Durch die Wegführung bestimmen Besitzer größerer Gärten, wie sich andere in ihrem Garten bewegen sollen und vor allem was sie zu sehen bekommen. Je nachdem kann die Route dann auf direktem Weg zur Gartentür führen oder sich vorher noch an schön angelegten Beeten vorbeischlängeln.

 

Den richtigen Bodenbelag wählen

Wer Garten- und andere Wege selbst verlegt, sollte sich über das richtige Material für den richtigen Zweck Gedanken machen. Beispielsweise Fliesen gehören zwar für viele ins Bad oder in die Küche - als Bodenbelag für die Terrasse bieten sie jedoch viele Vorteile: Sie lassen sich gut reinigen, sind nicht sehr dick und haben eine besonders ebene Oberfläche.

 

Um hingegen eine Autoeinfahrt zu gestalten, stellt Kies eine schnelle und kostengünstige Variante dar. Ein Nachteil: Durch die hochspringenden Steinchen besteht die Gefahr von Kratzern im Autolack. Alternative Materialien sind Schotter, Split, Pflaster- und Rasenkammersteine oder Asphalt.

 

Bauen im Garten – so wird’s gemacht

Ist der Zaun erstmal gezogen und sind die Wege gelegt, geht es daran, dem Garten noch einige praktische Extras zu verpassen. Das kann beispielsweise eine Außentreppe sein, die über hügligeres Gelände im Garten führt oder auch eine optisch ansprechende Terrassenüberdachung, die vor Wind und Wetter schützt. An beide Projekte sollten sich allerdings eher fortgeschrittene Heimwerker wagen. Einfacher wird es beim Gartenhaus – zumindest, wenn man sich für einen Bausatz entscheidet. Je nach Größe des Gartenhauses kann allerdings eine Baugenehmigung nötig werden. Ist das Gartenhaus erstmal fertig gestellt, finden dort Werkzeuge, Liegestühle oder Fahrräder ihren Platz.

 

Die richtige Pflanzenauswahl

Damit der Garten zum Ausspannen nach einem stressigen Arbeitstag einlädt, dürfen Blumenbeete, Hecken, Bäume und Sträucher nicht fehlen. Diejenigen, die es lieber pflegeleicht mögen, sollten das Anlegen eines Steingartens in Erwägung ziehen. Für diesen Zweck sind Pflanzen geeignet, die sich in karger, steiniger Umgebung wohlfühlen. In einem Naturgarten darf es bei Fragen der Bepflanzung ruhig kreativer zugehen; englischer Rasen und klar abgrenzbare Beete sind hier eher weniger gefragt. Stattdessen dominieren bunte Blumenwiesen und Wildstrauchhecken.

 

Gartenbewässerung

Damit die sorgsam angelegten Blumen und Pflanzen nicht eingehen, brauchen die meisten von ihnen Wasser. Um auch die hintersten Ecken des Gartens bequem zu erreichen, können Hobbygärtner selbst eine Kaltwasserleitung aus beispielsweise Kunststoff verlegen. Damit der Wasserverbrauch vor allem in heißen Sommermonaten nicht ins unermessliche steigt, kann auch Regenwasser genutzt werden, um den Garten zu gießen. Dazu müssen Hobbygärtner das Wasser in Tonnen, Brunnen oder unterirdischen Zisternen auffangen.

 

Nadine Segert-Hess

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