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Die richtige Haustür: Wichtig sind Sicherheit und Wärmeschutz

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Die Haustür ist die Schnittstelle zwischen Innen- und Außenbereich, privatem und öffentlichem Raum. Beim Kauf einer neuen Tür sollte man daher neben dem Design auch auf Punkte wie Sicherheit und Wärmeschutz achten.

Die wichtigsten Aufgaben der Haustür: Vor Kälte schützen, Sicherheit bieten und das Haus attraktiv repräsentieren. Foto: bzzup / stock.adobe.com

Wer eine neue Haustür kaufen will, findet ein riesiges Angebot in allen möglichen Stilrichtungen, Materialien und Preisklassen vor: vom schlichten, preisgünstigen Kunststoffmodell über historisch anmutende Holztüren bis zur modernen Designertür in Aluminium und Glas. Entscheidende Kaufkriterien sollten aber in erster Linie Sicherheit und Wärmeschutz sein.

Was zeichnet eine Haustür aus?

Zu den Qualitätskriterien von Haustüren gehören Stabilität, Langlebigkeit, Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse, Wärmeschutz und Einbruchhemmung. Die Mindestanforderungen dafür legt die Produktnorm DIN EN 14351-1 fest. Sicherheit und Wärmeschutz sind darüber hinaus in eigenen DIN-Normen geregelt, für letzteren gelten zudem die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Qualitativ hochwertige Türen lassen sich aus allen gängigen Materialien oder Materialkombinationen herstellen.

Sicherheit als wichtiges Kaufkriterium

Beim Kauf einer neuen Haustür sollten Immobilienbesitzer auf die Widerstandsklasse nach der europäischen Prüfnorm DIN V ENV 1627 achten. Einbruchhemmende Türen werden in sechs Widerstandsklassen (RC 1 – RC 6) eingeteilt. RC1 stellt die niedrigste, RC6 die höchste Sicherheitsstufe dar. Für Privathaushalte empfiehlt die Polizei Türen der Sicherheitsklassen RC2 oder RC3.

Damit die Hauseingangstür auch tatsächlich den Vorgaben der Prüfnorm entspricht, sollte sie außerdem zertifiziert sein, zum Beispiel vom Deutschen Institut für Normung (DIN) oder vom Verband der Sachversicherer (VdS). Außerdem sollte sie unbedingt nach der Anleitung des Türenherstellers montiert werden – am besten vom Fachmann.

Was macht Haustüren sicher?

Eine Tür mit Mehrfachverriegelung stellt Einbrecher vor große Hürden. Foto: andrea / stock.adobe.com

Eine Haustür ist dann sicher, wenn sie einen Einbrecher davon abhält, sich gewaltsam Zutritt zu einem Haus zu schaffen. Um das zu erreichen gibt es verschiedene Techniken:

  • Mehrfachverriegelung: Nicht nur der Einsatz einbruchhemmender Schließzylinder, sondern auch zusätzliche Riegel erschweren Tätern den Einbruch. Diese Riegel befinden sich oberhalb und unterhalb des Hauptschlosses und werden gleichzeitig mit einem Schließvorgang geschlossen. Es gibt 3-, 5-, 7- oder 9-fach-Veriegelungen.
  • Sicherungen der Türbänder: Um das Aushebeln einer Haustür zu erschweren, sollte die Verbindung von Türzarge und -blatt bei geschlossener Tür möglichst fest sein. Das erreicht man durch spezielle Sicherungen der Band- oder Scharnierbereiche.
  • Elektronische Sicherungssysteme: Als Ergänzung zu mechanischen Vorkehrungen werden immer häufiger auch elektronische Sicherungssysteme an der Haustür installiert. Dazu gehören beispielsweise die schlüssellose Zutrittskontrolle per Code, Karte oder Fingerabdruck, Türstationen mit Videoanlage oder die Einbindung von Alarmanlagen.
  • Beleuchtung: Sicherheit am Hauseingang hängt nicht allein von der Haustür, sondern auch von der Gestaltung des gesamten Eingangsbereichs ab. Dunkle Ecken gilt es zu meiden. Experten empfehlen daher, große Büsche zurückzuschneiden, damit der Blick auf die Haustür stets frei ist. Die Außenbeleuchtung sollte sich per Bewegungsmelder schalten.
Download

Die Polizei Bayern hat ein Verzeichnis von Herstellern geprüft einbruchhemmender Türen veröffentlicht und zum Download bereitgestellt. Die PDF-Datei haben wir hier für Sie verlinkt.

Wärmeschutz für die Haustür

Die Haustür gilt als Teil der Fassade und muss daher im Neubau und bei Modernisierung bestimmten Anforderungen des Wärmeschutzes genügen. Die Mindeststandards sind in der Prüfnorm DIN 4108-2 und im Gebäudeenergiegesetz (GEG) festgelegt.

Damit die Heizungswärme des Hauses nicht durch die Haustür entweicht, ist eine ausreichende Wärmedämmung wichtig. Wie gut eine Tür gedämmt ist, hängt von den verwendeten Materialien, der Bauweise und der Qualität der Dichtungen ab.

Obwohl Holz von den gängigen Materialien von Natur aus die besten wärmedämmenden Eigenschaften hat, lassen sich mit entsprechenden Konstruktionen auch in Kunststoff oder Aluminium Haustüren auf hohem energetischen Niveau herstellen. Der Trend geht immer mehr zu Materialkombinationen wie beispielsweise Holz- oder Kunststoff mit einer stabilen Außenschale aus Aluminium. Meist werden auch Dämmstoffe aus Kunststoff oder nachwachsenden Rohstoffen wie Kork in die Konstruktion von Türblatt und -rahmen integriert. Glaselemente in Haustüren sollten aus hochisolierendem Wärmeschutzglas bestehen und die Anforderungen an den Einbruchschutz erfüllen.

Hausbesitzer sollten auch regelmäßig ihre Türdichtungen überprüfen. Die Kunststoff-Profile leiten keine Wärme, schützen gegen Wind und fungieren damit als Puffer zwischen innen und außen.