Grenzbebauung – so viel Abstand brauchen Haus und Garage zum Nachbarn

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Die Freude über das eigene Grundstück währt nicht lange, wenn der Nachbar direkt an der Grundstücksgrenze eine Mauer drei Meter in die Höhe ziehen will. Unter anderem deswegen gibt es Regeln zur Grenzbebauung und welche Abstandsflächen zwischen Gebäuden eingehalten werden müssen. Doch die Regelungen der Bauordnung und des Bebauungsplans sind deutschlandweit nicht einheitlich und in manchen Fällen können sich Bauämter auch darüber hinwegsetzen.

Wer ein Haus bauen will, muss zahlreiche Vorschriften beachten. Einige davon beziehen sich auf die erforderlichen Abstände, die ein Gebäude zu anderen Gebäuden oder Grundstücksgrenzen aufweisen muss. Die vorgeschriebenen Mindestabstände dienen dazu, den Brandschutz zu gewährleisten und eine gewisse Wohnqualität in Form von Lichteinfall oder Sichtweite zu ermöglichen. Die grundlegenden Regelungen finden sich in der Bauordnung, die allerdings von den lokalen Regelungen eines Bebauungsplanes gebrochen werden können.

Grenzbebauung, Wohngebiet am Hang, Neubau, Abstandsregelungen, Foto: flohjoh / fotolia.com
Ein typisches ländliches Wohngebiet. Die Häuser sind relativ dicht gebaut, die Abstandsflächen dürften in vielen Fällen dem Mindestabstand entsprechen. Foto: flohjoh / fotolia.com

Bauordnung: Regeln für Abstandsflächen und zur Grenzbebauung

Die Bundesländer haben eigene Bauordnungen, die sich aber in weiten Teilen ähneln. Sie sehen gewisse Abstandsflächen zwischen Bauwerken vor, die nicht bebaut werden dürfen.

  • Die Abstandsfläche erstreckt sich über die volle Breite einer Fassade.
  • Der mindestens einzuhaltende Abstand entspricht der Gebäudehöhe, multipliziert mit einem Wert zwischen 0,25 und eins, je nach Bundesland und der Frage, ob sich das Grundstück im Kerngebiet oder am Rand einer Kommune befindet.
  • Der Mindestabstand beträgt in der Regel zweieinhalb bis drei Meter.

Auf dem bayerischen Land wird die Gebäudehöhe mit dem Wert eins multipliziert. Im einfachsten Fall heißt das, dass ein Haus mit Flachdach und einer Höhe von sechs Metern eine Abstandsfläche von ebenfalls sechs Metern über die volle Breite der Fassade benötigt. In Kerngebieten in Hessen beträgt der Faktor lediglich 0,4 und so würden theoretisch 2,40 Meter ausreichen. Doch das Bundesland hat einen Mindestabstand von drei Metern festgelegt, der in diesem Fall gilt.

Diese Abstandsflächen müssen jeweils auf dem eigenen Grundstück liegen. Allerdings gibt es Ausnahmen, wenn das Grundstück an öffentliche Plätze oder Straßen angrenzt, denn diese dürfen bis zu deren Hälfte mit den Flächen überschattet werden. Sofern der Nachbar zustimmt, dürfen die Abstandsflächen auch auf seinem Grundstück liegen. Das heißt aber für die Zukunft, dass der Nachbar auf seinem Grundstück auf den betroffenen Flächen nicht mehr bauen darf.

Link-Tipp

Was der Bebauungsplan genau regelt und wie er gelesen wird, erfahren Sie in diesem Artikel.

Grenzbebauung, Mansarddach, Abstandsregelungen, Foto: ArTo / fotolia.com
Steile Dachflächen zählen vollständig zur Gebäudehöhe, flachere Dächer nur zu einem Teil. Überschreiten Anbauten gewisse Maße, werden auch sie bei der Berechnung berücksichtigt. Foto: ArTo / fotolia.com

Dachflächen

Dachflächen, die einen Neigungswinkel von mehr als 70 Grad aufweisen, werden in allen Bundesländern voll zur Gebäudehöhe gerechnet. Dächer mit einem flacheren Winkel zählen nur zu einem Drittel oder einem Viertel dazu.

Balkone, Erker und Gauben

Um die Berechnung der Abstandsflächen nicht zu kompliziert zu gestalten, müssen Sonderbauteile wie Erker oder Balkone nicht extra berechnet werden. Die Regelungen sind in allen Bundesländern ähnlich: Ragen einzelne Bauteile weniger als 1,50 Meter aus dem Bauwerk heraus und erstrecken sie sich über weniger als ein Drittel der Fassadenfläche, werden sie bei der Berechnung der Abstandsflächen ignoriert.

Auch für Wärmedämmverbundsysteme gibt es eine Vereinfachung: Sie werden bis zu einer Dicke von 20 oder 25 Zentimetern schlicht ignoriert. Denn ansonsten könnten nachträgliche Dämmmaßnahmen die Abstandsflächen unter das erforderliche Mindestmaß drücken. Das heißt letztendlich dennoch, dass Bauherrn, deren Häuser nah an das Nachbargrundstück gebaut sind, unter Umständen durch die Abstandsflächenregelung in der Wahl ihrer Fassadendämmung eingeschränkt sind. Beispielsweise ist nicht in jedem Bundesland und nicht in jedem Fall ein Wärmedämmverbundsystem mit einer Dicke von mehr als 20 Zentimetern erlaubt.

Beispielrechnungen: So wird die Abstandsfläche berechnet

Grenzbebauung, Abstandsfläche, Berechnung, Grafik: bauen.de

Die Tiefe der Abstandsfläche (TA) wird errechnet, indem der in der jeweiligen Bauordnung angegebene Faktor (F) mit der Gebäudehöhe multipliziert wird. Die Gebäudehöhe setzt sich aus der Höhe bis zum Dach (H) und der Höhe des Daches selbst (HD) zusammen. Je nach Dachneigung (DN) wird die Dachhöhe allerdings nur zum Teil angerechnet und mit einem Faktor (FD) multipliziert, der ebenfalls der Bauordnung zu entnehmen ist.

Die Formel zur Berechnung lautet also: TA = F * (H + FD * HD)

Beispiel 1: Ein mehrstöckiges Einfamilienhaus in Bayern

Grenzbebauung, Abstandsflächen, Landhaus, Foto: schulzfoto / fotolia.com
Foto: schulzfoto / fotolia.com

Das Haus ist 5,80 Meter hoch, plus die Dachhöhe von 3 Metern. Die Dachneigung ist kleiner als 45 Grad und wird es nur zu einem Drittel angerechnet. Außerhalb von Kerngebieten ist in Bayern mit dem Faktor 1 zu multiplizieren. Die Formel lautet:

TA = 1 * (5,80m + 1/3 * 3,00m) = 6,80m

Die Abstandsfläche beträgt also mindestens 6,80 Meter. Stünde das Haus in einem Kerngebiet, etwa einem Dorfzentrum, wäre der Faktor lediglich 0,5. Zum Nachbargrundstück müssten mindestens 3,40 Meter Abstand gehalten werden.

Beispiel 2: Ein Bungalow in Thüringen

Grenzbebauung, Abstandsflächen, Bungalow, Foto: photographee.eu / fotolia.com
Foto: photographee.eu / fotolia.com

Der Bungalow ist bis zum Dach 3,20 Meter hoch. Hinzu kommt ein Drittel der Dachhöhe von 1,50 Meter, denn der Dachwinkel ist kleiner als 70 Grad. Der Berechnungsfaktor in Thüringen ist 0,4. Die Berechnungsformel lautet:

TA = 0,4 * (3,20 m + 1/3 * 1,50 m) = 1,48 m

Der Abstand zum Nachbargrundstück müsste nach dieser Berechnung also 1,48 Meter betragen. Allerdings gilt in Thüringen ein Mindestabstand von 3 Metern. In diesem Fall beträgt die Tiefe der Abstandsfläche also 3 Meter.

Das 16-Meter-Privileg

Das 16-Meter-Privileg war früher eine allgemeingültige Regelung, die heute nur noch in Nordrhein-Westfalen und Bayern angewendet wird. Es besagt, dass bei maximal zwei Außenwänden, die weniger als 16 Meter lang sind, nicht die gesamte Gebäudehöhe maßgeblich ist sondern nur die halbe. Doch in den meisten Bauordnungen wird heutzutage ohnehin nur der Faktor 0,4 und nicht mehr der alte Standard 1,0 verwendet.

Die wichtigsten Regeln im bundesweiten Überblick

BundeslandRegelungFaktor zur Errechnung der AbstandsflächeFaktor für Dach- und GiebelflächenMindestabstand laut Bauordnung (in Meter)
Baden-WürttembergLBO § 50,4
in Kerngebieten: 0,2
> 70 Grad: 1
> 45 Grad: 1/3
2,5 m
bei Außenwänden unter 5 m Länger reichen 2 m
BayernBayBO § 61
in Kerngebieten: 0,5
> 70 Grad: 1
< 70 Grad: 1/3
3 m
BerlinBauO Bln § 60,4> 70 Grad: 1
< 70 Grad: 1/3
3 m
BrandenburgBbgBO § 60,4
je nach Gebäudeart weniger möglich
keine Angaben
Dach wird mit Faktor 1 gerechnet
3 m
BremenBremLBO § 60,4
je nach Gebäudeart weniger möglich
> 70 Grad: 1
< 70 Grad: 1/3
3 m
je nach Gebiet 2,5 m möglich
HamburgHBauO § 60,4> 70 Grad: 1
< 70 Grad: 1/3
2,5 m
HessenHBO § 60,4
in Sondergebieten 0,2 möglich
> 70 Grad: 1
> 45 Grad: 1/3
3 m
Mecklenburg-VorpommernLBau M-V § 60,4> 70 Grad: 1
< 70 Grad: 1/3
3 m
Nieder-
sachsen
NBauO § 50,5
in Sondergebieten 0,25 möglich
keine Angaben
Dach wird mit Faktor 1 gerechnet
3 m
Nordrhein-WestfalenBauO NRW § 60,8
in Kerngebieten 0,25 bis 0,5 möglich
> 70 Grad: 1
> 45 Grad: 1/3
Giebel < 70 Grad: 1/3
3 m
Rheinland-
Pfalz
LBauO § 80,4
in Kerngebieten weniger möglich
> 70 Grad: 1
< 70 Grad: 1/3
3 m
SaarlandLBO § 70,4
in Kerngebieten weniger möglich
> 70 Grad: 1
> 45 Grad: 1/3
3 m
SachsenSächsBO § 60,4> 70 Grad: 1
< 70 Grad: 1/3
3 m
Sachsen-
Anhalt
BauO LSA § 60,4
je nach Gebäudeart weniger möglich
> 70 Grad: 1
< 70 Grad: 1/3
3 m
Schleswig-HolsteinLBO § 60,4
je nach Gebäudeart weniger möglich
> 70 Grad: 1
> 45 Grad: 0,25
Giebel: 0,5
3 m
ThüringenThürBO § 60,4
in Sondergebieten 0,2 möglich
> 70 Grad: 1
< 70 Grad: 1/3
3 m

So regelt der Bebauungsplan die Grenzbebauung

Neben der allgemeinen Bauordnung gibt es sehr spezifische Bebauungspläne. Die Regeln, die darin vermerkt sind, sind gewichtiger als die Bauordnung. Das heißt: erlaubt der Bebauungsplan beispielsweise eine Grenzbebauung, sind die Regulierungen zu Abstandsflächen hinfällig. In Stadtkernen gibt es beispielsweise geschlossene Baulinien, die auch bei Neubauten weiterhin eingehalten werden sollen. Während an Baulinien gebaut werden muss, legen Baugrenzen den Bereich fest, innerhalb dessen gebaut werden darf. Festgelegt werden möglicherweise auch die maximale Geschosszahl, das Verhältnis von Geschossfläche zur Grundstücksfläche oder die maximalen Maße des Bauwerks, gegebenenfalls auch die Art des Daches sowie die Dachneigung.

Grenzbebauung, Abstandsflächen, Bebauungsplan, Quelle: Stadt Buxtehude
Quelle: Stadt Buxtehude

Nähere Infos, welche Informationen im Bebauungsplan stehen gibt’s hier: Bebauungsplan: Was auf einem Grundstück gebaut werden darf.

Neben den Vorgaben durch den Bebauungsplan kann es auch Sonderregelungen und Abweichungen von einzelnen Regeln zu den Abstandsflächen geben. Diese sind beispielsweise in der Bayerischen Bauordnung im Paragraphen 63 geregelt. Die Voraussetzung für solche Ausnahmen: Der Zweck der jeweiligen Anforderung ist erfüllt und die nachbarlichen und öffentlichen Belange werden geschützt, genau wie die Belange der Baukultur oder der Baukunst. Das hat zur Folge, dass bei Sanierungsarbeiten oder Nachverdichtungen unter Umständen Abstandsflächen nicht mehr eingehalten werden müssen. 

Info

Wer gegen Verordnungen verstößt, muss gegebenenfalls das Bauwerk oder Anbauten abreißen. In dem Falle, dass ein Grundstückseigentümer mit seinem Bauwerk aus Versehen die nachbarschaftliche Grenze überschreitet, kann dieser Einspruch erheben – und zwar am besten noch vor Beendigung der Baumaßnahme. Verpasst er dies selbstverschuldet, muss ein Gebäude nicht mehr zurückgebaut werden. Laut § 912 bis 915 BGB hat er allerdings Anspruch auf eine sogenannte Überbaurente, die ihn für den Verlust der Grundstücksfläche entschädigen soll und solange bezahlt werden muss, wie der Überbau Bestand hat. Wie hoch die Rente ist, regelt das Gesetz nicht genauer, sie orientiert sich aber am Verkehrswert des Grundstückes. Stattdessen kann der Grundstückseigentümer auch verlangen, dass der Nachbar ihm die entsprechende Grundstücksfläche abkauft.

Abstandsflächen für Garagen, Geräteschuppen und Gartenmauern

Grenzbebauung, Einfamilienhaus mit Carport, Abstandsflächen, Foto: stefanfister / fotolia.com
Garagen und Carports dürfen auf Abstandsflächen gebaut werden – zumindest dann, wenn sie bestimmte Maße nicht überschreiten. Foto: stefanfister / fotolia.com

Abstandsflächen sind für Garagen, Gewächshäuser, Grenzmarkierungen und dergleichen irrelevant. Zumindest dann, wenn sie bestimmte Maximalmaße nicht überschreiten. In Nordrhein-Westfalen können Bauwerke beispielsweise eine mittlere Wandhöhe von maximal drei Metern aufweisen und maximal neun Meter lang sein. Dann dürfen sie innerhalb der Abstandsflächen gebaut werden.

In Hessen dürfen Garagen direkt an die Grundstücksgrenze gebaut werden und benötigen keine Baugenehmigung, sofern sie innerhalb der Baulinien stehen und eine Grundfläche von maximal 50 Quadratmetern aufweisen. Diese Regelungen sind in allen Bundesländern zwar ähnlich aber nicht unbedingt gleich. Welche Regelungen im Einzelfall gelten und ob eine Baugenehmigung notwendig ist, erfahren Bauherren im jeweiligen Gesetzestext sowie beim zuständigen Bauamt


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117 Kommentare

Noreply am 06.12.2018 12:38

Hallo, ich habe eine Frage zu der "Baulinie". Ist sie im Lageplan eingezeichnet, oder

wie bekomme ich den Verlauf raus?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 07.12.2018 09:24

Hallo Noreply,

wenn es eine Baulinie gibt, ist diese im Bebauungsplan eingezeichent. Üblicherweise als rötliche oder lilafarbene Linie.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

wayneD am 26.11.2018 12:20

Hallo,

Frage zu dem NRW Abstandsflächen und Grenzlänge

ich darf noch 6 meter Grenzständig an 2 Nachbargrenzen ein Gartenhaus hinstellen, dann habe ich meine 15 meter ausgereizt.

Also 3 meter Wandlänge zu Nachbar 1 und 3 meter Wandlänge zu Nachbar 2.

Das Gartenhaus darf somit 3x3 meter und granzständig gestellt werden. Bei Überschreiten der Maße muss ich automatisch an einer Nachbarseite 3m Abstand halten.

Nun frage ich folgendes.

1. Wird in den 3x3 meter Gartenhaus die Außenwände gemessen oder auch eventuelle Dachüberstände mit eingerechnet?

2. Wenn Nachbar 1 ein schiefes Grundstück hat und sogesehen das Gartenhaus sich in der Länge dann davon entfernt zur anderen Seite wäre es dann möglich ein längeres Gartenhaus zu stellen?

Also z.b. 3x4 meter wobei mindestens 1 meter der Seitenwand zu Nachbar 3 durch das schiefe grundstück mehr als 3 meter dann Abstand hat? Dann wären von den 4 metern ja nur 3 meter Seitenwand die unterhalb der 3 meter sind. Die übrigen 1 meter dürften dann doch gar nicht mehr zur Grenzlängenbebauung von 15 meter dazugerechnet werden, oder?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 30.11.2018 12:44

Hallo wayneD

1. Nein, der Dachüberstand spielt keine Rolle. Das Dach darf allerdings nicht über die Grenze ragen.

2. Das ist im Detail nicht im Gesetz festgelegt, Ihre Vermutung klingt aber vernünftig. Bitte beachten Sie, dass diese Einschätzung eine Meinung ist und keine Rechtsberatung.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Schorsch am 26.11.2018 08:24

Moin,

unser Grundstück befindet sich in Sachsen, wir haben neue Nachbarn die neu gebaut haben. Alles gut, bis auf die neue PKW Abstellfläche vor deren Garage, die 10 cm vor unserem Zaun auf den Grenzstein gesetzt wurde und unseren Zaun deformierte(Spannung zwischen den einzelnen Zaun Feldern). ist eine so nahe Bebauung üblich?, wir dachten es muss ein Abstand von 50 cm eingehalten werden.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 26.11.2018 08:53

Hallo Schorsch,

nein, Garagen, Gartenhäuser, Abstellflächen dürfen unter bestimmten Voraussetzungen auch bis an die Grenze gebaut werden. Dabei darf allerdings das angrenzende Grundstück oder Bauwerke, die darauf stehen, nicht beschädigt werden. Evtl. steht Ihnen also eine Entschädigung zu, das müsste aber vor Ort eingeschätzt werden und Sie müssten dies unter Umstänen mit der Hilfe eines Anwalts durchsetzen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Markus am 24.11.2018 09:14

Hallo ! Ich habe ein Grundstück gekauft, dass direkt an ein bewaldetes Grundstück (ebenfalls Bauplatz) grenzt. Anscheinend möchte der Besitzer aber nicht bauen. Natürlich sind etliche Bäume (grosse Tannen) in direkter Nähe zu meiner Grenze. Wie verhält es sich da mit dem Grenzabstand ? Was sagt das Gesetz ?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 26.11.2018 08:39

Hallo Markus,

das BGB sagt dazu nicht viel: Bäume und Sträuche bis zwei Meter Höhe sollten 50 Zentimeter von der Grenze entfernt stehen, höhere Pflanzen mindestens einen Meter. In manchen Bundesländern gibt es ein Nachbarschafts- oder Nachbarrechtsgesetz, in dem weitere Details oder andere Abstände festgelegt sind. Daneben gibt es noch Baumschutzordnungen in manchen Gemeinden, die es möglicherweise verbieten, bestimmte Bäume und Sträucher zu Fällen oder zurückzuschneiden. Ausnahmen können sein, wenn Äste auf Ihr Grundstück ragen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Opa P. am 27.10.2018 08:30

Hallo, meine Frage- Weiviel Meter darf die Grenze in Magdeburg bebaut werden? 2. An wem kann ich mich bei Zuwiederhandlung wenden? Danke im voraus.

auf Kommentar antworten

Opa P. am 27.10.2018 16:54

Sorry , hab leider keine Antwort aufmeine Fergen gefunden. Ich dachte, dass die spezielle ANTWORT auch direkt ( wie bei anderen Fragen)unter der Frage steht. Bitte in einfachen Worten.

Ich durfte vor 18Jahren NUR 9m an der Grenze bauen.(Carpord) Ich glaube das es mitlerweile 12m sind

Mfg.Opa P.


Redaktion bauen.de am 30.10.2018 14:45

Hallo Opa P.

Alle Angaben finden Sie in der jeweiligen Bauordnung des Bundeslandes. Zuständig ist das Bauamt der Gemeinde.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

thanha am 20.10.2018 11:33

Guten Morgens,

Meine Frage, bitte: wie ist Bauabstang zur Nachbar-Grundstückgrenz vor 1975 geregelt ?Wer kann mir bitte Hinweise geben? Vielen Dank im Voraus!

auf Kommentar antworten

Franzel55 am 20.09.2018 13:24

Hallo,

Mir geht es um die Errichtung einer hohen Außentreppe auf dem Nachbargrundstück. Das Haus hat einen Abstanf´d von ca. 4 bis 4,5 m. Es handelt sich um ein Hanggrundstück. Die Eingangstür befindet sich an der Seite ca. 2 oder 2,5 m über Strassenniveau. Die jetzt gebaute Treppe geht gerade von der Tür bis 40 cm an unseren Gartenzaun und macht dann einen rechten Wicnkel zur Strasse. Die verwendeten Palisaden der Treppe sind höher als unser Zaun. Darauf kommt sicher noch ein Geländer. Hinter unseren Zaun haben wir einen überdachten Freisitz. Geländer wäre dann noch oberhalb der Brüstung. Ist das zulässig?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 21.09.2018 14:57

Hallo Franzel55,

wir sind uns nicht sicher, ob wir Ihre Beschreibung richtig verstehen. Selbst wenn können wir Ihnen keine klare Antwort geben. Irgendwo muss die Treppe des Nachbarn natürlich stehen und Gebäudeteile dieses Ausmaßen werden üblicherweise nicht berücksichtig, wenn die Abstandsflächen berechnet werden. Grundstäzlich erscheint uns das zulässig zu sein. Dass Zugänge zu Häusern unmittelbar an Grundstückgrenzen entlang verlaufen ist nicht unüblich, da kommt es auch auf die Bebauungsplanung bei Ihnen in der Gegend an. Anders sieht es bei Ihrem Freisitz aus. Der drüfte in den allermeisten Fällen nicht direkt bis an die Grenze gebaut werden. Genauere Informationen erhalten Sie aber beim Zuständig Bauamt.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Eifelturm am 14.09.2018 23:47

Hallo,

Es geht um den Neubau eines Wohnhauses mit Garage . Gibt es auch für Garagen Brandschutzbestimmungen die eingehalten werden müssen ? Wir möchten die Garage auf die Grenze oder so nah wie möglich an die Grenze bauen ...da bereits der Nachbar den mindest Abstand nicht eingehalten hat , knapp 1,50 m von der Grenze entfernt mit seinem Wohnhaus, heißt es wir dürfen dies auch und mit Genehmigung des Nachbarn sogar direkt auf die Grenze ? Stimmt das ? Gibt's Brandschutz Bestimmungen die dies für eine Garage regeln ? Unser Bauvorhaben ist im Saarland

LG

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 17.09.2018 14:48

Hallo Eifelturm,

Garagen dürfen generell auch innerhalb der Abstandsflächen und bis an die Grundstücksgrenze gebaut werden. Die Bedingungen können Sie in obigem Text nachlesen.

Ansonsten müssen die jeweils geltenden Abstandsregeln aber eingehalten werden. Wenn das Nachbarsgebäude diese unterschreitet, bedeutet dies, dass Sie oder der Vorbesitzer des Grundstücks diese auf Ihr Grundstück übernommen haben muss. Das betrifft aber wie gesagt keine normalen Garagen, die innerhalb der Abstandsflächen gebaut werden dürfen. Garagen müssen die Muster-Garagenverordnung erfüllen und ggfs. Auflagen des örtlichen Bebauungsplans. Falls Garage und Wohnhaus ein Gebäude sind, brauchen Sie für beides allerdings ohnehin eine Baugenehmigung. Details verrät Ihnen das zuständige Bauamt.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Andi am 14.09.2018 09:39

Danke für die schnelle Antwort, ich zweifle die Rechtmäßigkeit der Bebauung nicht an. Es geht mir vielmehr darum, ob die Nachbarin meinen Weg, über den sie auch fahren darf, soweit benutzen darf, das ich auf meinem Weg direkt vor meinem Tor nicht mehr mein Auto parken kann, da sie ja dann nicht in ihr Carport fahren kann. Sie hat nicht gefragt, ob mir das recht ist wenn Sie den Weg soweit ausreizt, dass ich mich dadurch beeinträchtigt fühle. Sie hat einfach ihr Haus falsch geplant und sich keine Gedanken gemacht, wo dann ihr Auto bleibt.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.09.2018 10:41

Hallo Andi,

leider können wir für solche Fälle keine allgemeingültige Antwort geben. Würde die Sache vor Gericht verhandelt werden, würde dieses eine Einzelfallentscheidung unter Berücksichtigung aller Umstände treffen. Bedenken Sie aber, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Auch hier können wir Ihnen daher leider nur das Gespräch mit einem Eigentümerverein oder einem Fachanwalt empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Andi am 13.09.2018 15:35

Sehr geehrte Damen und Herren

Ich bin Eigentümer eines Weges der zu meinem Haus führt, ich habe vor 5 Jahren einen Teil meines Grundstückes verkauft und der neuen Eigentümerin Wege- und Leitungsrechts eingeräumt. Sie hat ein Haus gebaut 3 m weg vom Weg, 3 m weg von meinem Grundstück. Mein Haus liegt oberhalb, am Ende des Weges. Vor unserem Tor habe ich sozusagen noch einen Vorplatz auf dem Weg für Gäste. Nun baut die Nachbarin am Ende ihres Hauses auf ihrem Grundstück auf den freien 3 m ihr Carport und um dort hin zu gelangen muss sie über meinen Vorplatz auf meinem Weg fahren. Leider habe ich das nicht im Wegevertrag festgehalten, da sie mir damals sagte sie baut einen kleinen Bungalow, er ist jetzt höher wie mein 2 Etagenhaus und ich wäre nie auf die Idee gekommen, das sie den Carport direkt ans Ende und noch dazu unter unser Schlafzimmerfenster baut. Kann ich etwas dagegen machen.

auf Kommentar antworten

Immowelt-Redaktion am 14.09.2018 09:22

Hallo Andi,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Das hängt davon ab, wie bei Ihnen vor Ort die Abstandsflächen und Maximalhöhen geregelt sind. Hierzu fragen Sie am besten bei Ihrer Stadt oder Gemeinde nach. Sollten Sie dann Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Bebauung Ihres Nachbarn haben, empfehlen wir das Gespräch mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder direkt mit einem Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Immowelt-Redaktion

Markus am 11.09.2018 23:06

Hallo,

der Nachbar will auf einem privaten Durchgangsweg von 3 m Breite (der aber schon immer öffentlich genutz wurde, Fußweg) einen Aufzug aussen am Gebäude anbringen. Von den 3 m Breite gehören ihm 2,20 m. Das Gebäude ist ca. 11 m hoch. Ich wohne in Baden-Württemberg. Hält er die Abstandsgrenze noch ein? Kann ich Widerspruch einlegen? Oder darf der Aufzug vom Amt sowieso nicht genehmigt werden?

auf Kommentar antworten

Redaktion von bauen.de am 12.09.2018 13:40

Hallo Markus,

vielen Dank für Ihren Kommentar - leider können wir dies aus der Ferne nicht beurteilen. Bitte wenden Sie sich an das zuständige Bauamt.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Redaktion von bauen.de

Burkhard Mirchner am 02.09.2018 11:23

Wir haben schon Jahrzehnte gut mit unserem nachbarn gelebt bis ein neuer kamEr behauptet,von seiner Grenze ist noch 2 m

hinter seinem Grundstück das Recht das man da nicht laufen darf.

Ist das so??wir sind in Sachsen

Burkhard Kirchner

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 03.09.2018 09:56

Hallo Herr Mirchner,

jeder darf auf seinem Grundstück weitgehend das tun, was er möchte. Darf dabei allerdings nicht den Nachbarn durch Immissionen beeinträchtigen. Was genau eine Immission ist und wann diese den Nachbarn wirklich beeinträchtigt, müssen oftmals Gerichte klären. Das kann bspw. Lärmbelästigung, stinkender Müll oder Grillqualm sein. Tatsächlich zählen auch Blicke zur Immission - weshalb es Abstandsflächen gibt und beispielsweise eine Terrasse oder Balkon oftmals einen Abstand von mindestens 3 Metern zur Grundstücksgrenze einhalten müssen.

Sein eigenes Grundstück darf man aber durchaus überall betreten bzw. sich dort aufhalten. Das kann Ihnen Ihr Nachbar nicht verbieten (bitte beachten Sie: dies ist keine Rechtsberatung).

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Bootsmann am 26.08.2018 15:43

Hallo,meine Tochter teilt sich eine gemeinsame Grundstücks-Grenze zum Nachbarn.Sie hat auf der Grenze

eine Garage gebaut,was alles im Bauantrag genehmigt wurde.Es ist ein Hanggrundstück,die auf der EG-Ebene steht.Unterhalb der Garage wurde eine Holzhütte errichtet. Jetzt möchte der Nachbar der das Grundstück erst später von der Stadt erworben und bebaut hat,im Bereich der gemeinsamen Grenze abgraben,da er im UG-Bereich etwas tiefer liegt,aber somit Stützmauer und Fundamente zum Teil freilegt. Nun meine eigentliche Frage: Muss man das als Grundstück-Eigentümer einfach so hinnehmen,oder kann man sich dagegen währen?? Wer bitte kann helfen!!!

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 27.08.2018 10:34

Hallo Bootsmann,

der Nachbar hat natürlich das gleiche Recht, bis an die Grundstücksgrenze zu bauen, bzw. das eigene Grundstück baulich zu verändern.

Allerdings darf er damit keine anderen Grundstücke, bzw. Bauwerke darauf beschädigen oder so beeinträchtigen, dass Schaden entstehen kann. Das gilt auch schon für die Rasenfläche: Gräbt der Nachbar ab und aufgrund dessen sackt ein Teil des Gartens weg, kommt der Nachbar für den Schaden auf.

Ob in diesem Fall bereits eingegriffen werden kann, können wir Ihnen aus der Ferne nicht sagen. Es kommt sicherlich auch darauf an, wie teif der Nachbar abgräbt und ob die Stabilität des Fundaments und der Mauer dennoch gewährleistet sind. Sie könnten Sich als erstes an das Bauamt wenden. Im Zweifel sollten Sie einen Fachanwalt um Rat bitten.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Torsten am 24.08.2018 09:14

Hallo aus Schleswig-Holstein,

ich wohne in einem Kerngebiet einer kleinen Stadt mit Wohnhäusern und kleinen Gewerbebetrieben. Ich besitze ein größeres (23 x 12 m), reetgedecktes Gebäude und möchte das Dachgeschoss zu wohnlichen Zwecken ausbauen, um weitere Wohnungen zu schaffen.

Das Gebäude ist ca. 1800 gebaut, ist nicht unter Denkmalschutz und die Nachbargebäude stammen ca. aus 1920, wobei der Abstand zum Grundstücksgrenze an einer Ecke bei ca. 6 m liegt und dann zuläuft auf ca. 2,8 m. Unter welchen Umständen kann ein Ausbau oben erfolgen, ohne den Bestandsschutz nicht zu beeinträchtigen ?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 24.08.2018 12:11

Hallo Torsten,

je nach Bebauungsplan dürfen Sie Dachgauben oder nur Dachfenster einbauen, alles andere passiert ja innerhalb des Gebäudes. Eine Dachterrasse ist vermutlich nicht drin und auch eine Aufstockung könnte problematisch werden. Überlegen Sie sich doch, welche Maßnahmen Sie gerne umsetzen würden und fragen Sie dann im Baumat nach, ob diese umsetzbar sind. Das erscheint die einfachere Herangehensweise.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

hallo am 02.08.2018 22:52

Hallo könnte mir jemand Auskunft über Grenzbebauung geben? Im ländlichen Bereich sind viele Häuser Grenzbebauung unseres auch, unser Nachbar möchte eine Hütte verkaufen die an unser Haus angrenzt würde ein weiter Nachbar diese kaufen könnten er dann eine Garage an unser bestehendes Wohnhaus bauen?

auf Kommentar antworten

Margi am 30.07.2018 19:05

Hallo ich hätte da eine Frage? Ist es rechtlich erlaubt das ein Nachbar seine Garage direkt an unser bestehendes Wohnhaus baut?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 03.08.2018 10:18

Hallo Margi,

wenn ein Gebäude bis an die Grundstücksgrenze gebaut wurde, steht dem Nachbarn prinzipiell das gleiche Recht zu. Zumindest, sofern für ausreichend Brandschutz gesorgt wird. Kann regionale Abweichungen geben. Nähere Infos erhalten Sie ggfs. vom zuständigen Bauamt.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Ichbins am 17.07.2018 10:58

Hallo aus Baden-Württemberg,

an unseren bereits bestehenden Hofplatz planten wir zusammen mit einem Architekten die Verlängerung des Hofplatzes und die Errichtung eines Carports auf dieser Verlängerung. Der Carport sollte mit seiner Längsseite zirka 30 cm hinter der Grundstücksgrenze zu unserem Nachbar gebaut werden. Wir planten den Carport so dass dieser genau 25 m² Wandfläche beträgt. Der Platz auf welchem der Carport errichtet werden sollte war eine Wiese welche zum Nachbar hin abschüßig ist. Der Plan wurde so genehmigt. Wir beauftragten eine Baufirma welche die Fundamente des Carports und den Boden machen sollten. Hier wurde ich von der Baufirma hingewiesen, dass durch die Abschüßigkeit des Geländes eine Stützmauer von Nöten sei. Diese Stützmauer ist zirka 9 Meter lang und 60 cm hoch so dass mein Gelände eben wird und der Platz für den Carport erstellt werden kann. Nun untersagt mir mein Nachbar den Bau des Carports da ich diese Stützmauer zur Wandfläche des Carports dazu rechnen muss und somit die 25m² Wandfläche überschreite. Wir haben die Stützmauer rein aus Sicherheitsgründen errichtet so dass unser Hofplatz nicht abrutscht. Ich sehe den Carport und die Stützmauer nicht als ein Bauwerk an wo man die Flächen addieren muss. Was raten Sie mir?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 23.07.2018 11:27

Hallo Ichbins,

ihr Nachbar kann Ihnen den Bau nicht verbieten, das kann nur das Bauamt, von dem Sie eine Genehmigung haben - die allerdings scheinbar auf einem anderen Plan beruht. Sie sollten sich für den neuen Plan die Erlaubnis des Bauamts holen, bzw. dort einfach mal nachfragen. Wir würden vermuten, dass die Stützmauer kein Problem ist und in ihren Ausmaßen ja eher einem Gartenmäuerchen entspricht. Im Zweifel könnten Sie gegen jegliche Entscheidungen des Bauamts mit der Hilfe eines Anwalts vorgehen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Sennewald am 12.07.2018 20:11

unser Nachbar plant eine Garage deren Grundfläche deutlich größer als 50 m² ist. Hierfür behauptet dieser, dass keine Abstandsflächen zu unserer Grundstücksfläche einzuhalten sind. Die Wand entspricht den Baubestimmungen. Meine Frage ist, ob ab einer gewissen Grundfläche der Garage trotzdem Abstandsflächen einzuhalten sind. Das Bauvorhaben ist in Baden Württemberg.

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Redaktion bauen.de am 16.07.2018 09:19

Hallo Sennewald,

die Landesbauordnung lässt Garagen zu mit einer Wandhöhe von maximal 3 m und einer Wandfläche von maximal 25 m², außerdem dürfen pro Nachbarsgrenze maximal 9 m bebaut werden. Die Grundfläche der Garage spielt keine Rolle.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

A. L. am 30.06.2018 15:37

heute am 30.06.2018 haben wir entdeckt, dass der Nachbar direkt an unserer Grundstücksgrenze, Sonnenseite, ein ca. 6 m hohes Holzgebäude errichten will. Wir entdeckten es an diesem Tage plötzlich an einem entsprechend hohen Holzgerüst. Ich sprach den Nachbar darauf hin an, ob dies rechtlich sei, und er nimmt uns damit auf der Sonnenseite das Licht weg. Er antwortete, dass er das nicht wegmachen wolle, was er gerade aufgebaut hat und dies in Ordnung wäre.

Daraufhin informierte ich mich auf Ihrer Seite im Internet, wo ich auf einen Mindestabstand von 3 m und einem Faktor 0,4 verwiesen werde.

Kurz darauf später teilte ich dem Nachbar dies mit dem Mindestabstand mit, dass er mich über sein Bauvorhaben nicht vorher informiert habe, was wir erst an dem Tag, wo ich diesen ansprach entdeckte und ich mit der Errichtung dieses Gebäudes direkt an unserer (Sonnenseite) Grundstückgrenze, (weit) höher als 3 m, nicht einverstanden bin. Bereits direkt an dieser Grenze steht von im komplett ein gut 3 m hoher dicker Holzzaun.

Wie ist die genaue rechtliche Lage hierzu und was sollten wir jetzt unternehmen?

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Redaktion bauen.de am 02.07.2018 13:00

Hallo A. L.,

die genaue rechtliche Lage können Sie in der Bauordnung des Bundeslandes, in dem Sie wohnen nachlesen. Eine bessere Zusammenfassung als den obigen Artikel können wir Ihnen nicht liefern. Generell scheint das Bauwerk zu hoch zu sein und dürfte vermutlich nicht direkt an die Grenze gebaut werden. Wenn der Nachbar nicht gesprächsbereit ist, könnten Sie entweder Kontakt zum örtlichen Bauamt aufnehmen oder sich von einem Anwalt beraten lassen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de


A.L. am 03.07.2018 14:00

Vielen Dank für Ihre Information!

M am 07.06.2018 21:12

Hallo

Unser Haus (reines Gewerbegebiet) hat den Mindestabstand von 6m zum Nachbargrundstück (Wohngebiet). Unser Nachbar ist mit seinem Haus 3m (ebenfalls Mindestabstansfläche) von der Grenze entfernt- dh zw den beiden Häusern liegen 9m. Nun will der Nachbar einen Wintergarten bauen der bis auf 1m an die Grenze heranreicht. Dazu soll eine Baulast auf unser Grundstück eingetragen werden, was nicht weiter schlimm iSt da wir dort eh nicht bauen würden. Zusätzlich soll nun eine Freilast eingetragen werden, so das wir bis auf 5m an die Grenze nichts brennbares lagern dürfen. Meine Frage: wenn ich da doch mal etwas lagere und dem Nachbarn ist das egal, klingt das erstmal nach keiem Problem. Nur was passiert, wenn es mal brennt und durch das gelagerte Matetial dann das Feuer zum Nachbarn überspringen kann, hafte ich vermutlich dafür, oder? Daher freilast besser nicht zusagen?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 08.06.2018 12:18

Hallo M,

genau, sollten Sei brennbares Material irgendwo lagern, wo Sie es nicht lagern dürfen und spielt dieses Material dann bei einem Brand eine Rolle, tragen Sie zumindest eine Teilschuld. Wenn Sie das Material also nicht woanders lagern können oder wollen, würden wir Ihnen empfehlen, der Freilast nicht zuzustimmen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

ene am 26.05.2018 04:39

Hallo Grüsse aus Bayern,Zeitlarn

wir wohnen in einem DHH, wir haben einen einliegerwohnung der direkt an Nachbarsgrundsstücks Grenze ist wir wollen jetzt für unsere Kinder den ELW aufstocken mit flachdach dürfen wir so was machen welche Wege müssen wir gehen würde mich freuen auf eine schnelle Antwort.

LG ene

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Redaktion bauen.de am 28.05.2018 15:18

Hallo ene,

leider verstehen wir Ihre Frage nicht. Was meinen Sie mir ELW? Einliegerwohnung? Und was genau wollen Sie aufstocken?

Wenn Sie bauliche Veränderungen durchführen wollen, müssen Sie sich in fast allen Fällen ans Bauamt wenden und Ihr Vorhaben genehmigen lassen.

Herzliche Grüße,

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poeni2000 am 15.05.2018 13:14

Ich habe ein Gartengrundstück gepachtet, unmittelbar am Zaun wurde ein Parkplatz eingerichtet und jetzt stehen die Autos mit der Frond direkt anmeinem Zaun. Ich kann das Unkrautdavor nicht beseitigenund ich kann auch meine Hecke nicht schneiden. Meine Frage, wieviel Abstand kann ich verlangen, oder gibtes ein Gestz dafür?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 17.05.2018 10:32

Hallo poeni2000,

grundsätzlich scheint alles in Ordnung zu sein. Die Abstandsflächen dienen dem Brand- und Immisionsschutz. Bei einem Gartengrundstück gibt es da keine Bedenken. Wo Parkplätze eingerichtet werden dürfen und wo nicht, ergibt sich üblicherweise aus dem Bebauungsplan. Liegt denn einer vor? Im Zweifel müssten Sie sich an die örtliche Baubehörde wenden und sich erkundigen, welche Gesetze und Pläne in Ihrem Fall gelten. Ihre einzige Chance wäre, wenn dir Parkplätze ohne Genehmigung und irregulär errichtet worden wären.

Um die Hecke zu schneiden, müssten Sie die Parkplätze ja nur für ein oder zwei Tage absperren. Das sollten Sie mit dem Eigentümer der Parkplätze absprechen können.

Herzliche Grüße,

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Naumann am 13.05.2018 16:38

Guten Tag aus Thüringen! Unser Nachbar hat direkt am Zaun ein Gewächshaus errichtet. Ist dies so statthaft? Beziehungsweise muss ein Mindestabstand eingehalten werden? Mit freundlichen Grüßen

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 14.05.2018 12:09

Hallo Naumann,

das ist grundsätzlich in Ordnung. Im Text nennen wir einige Bedingungen. Außerdem muss er natürlich die Bauordnung Thüringens beachten.

Herzliche Grüße,

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C. Neander am 02.05.2018 12:20

Hallo aus NRW,

ein Grundstück, auf dem ein Wohnhaus und kleinere Nebengebäude stehen, soll geteilt werden. Das eine Nebengebäude soll erhalten bleiben und in eine Neubau einbezogen, aber zwischen dem Wohnhaus und dem Nebengebäude ist kein Abstand von mehr als 3 Metern vorhanden. Muss ein älteres Gebäude wegen der Abstandspflichten abgerissen werden?

Mit freundlichen Grüssen

C. Neander

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 02.05.2018 12:32

Hallo C. Neander,

sofern ein Gebäude einst genehmigt wurde, sehen wir üblicherweise keinen Grund, weshalb dieses später abgerissen werden müsste. Da wir aber die konkreten Umstände vor Ort nicht kennen, raten wir Ihnen, sich bei der Baubehörde zu erkundigen.

Beste Grüße,

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dornig.murvai am 29.04.2018 19:12

Hallo aus Ludwigshafen ,

wir möchten fragen , ob man vor einem Reihenhaus ein 1 m hoher Zaun an den beiden Grundstücksgrenzen errichten kann?

Braucht man dazu eine Baugenehmigung ?Muss man dazu den Nachbarn fragen?

Mit freundlichen Grüßen

Dornig Murvai

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 02.05.2018 09:18

Hallo,

Einfriedungen (also u.a. Zäune) sind in der Regel bis zu einer bestimmten Höhe genehmigungsfrei, die Regelungen sind jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich - erkundigen Sie sich also bei ihrer örtlichen Baubehörde.

Vor Errichtung des Zauns sollten Sie sich allerdings mit Ihrem Nachbarn absprechen, es gelten die Nachbarrechtsgesetze, die sich ebenfalls je nach Bundesland unterscheiden.

Beste Grüße,

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Fam. Gerbig am 23.04.2018 16:10

Hallo aus Hessen,

wir möchten im ersten Stock unserer Doppelhaushälfte nachträglich ein Balkon anbringen. Müssen wir einen Grenzabstand zu unserem Nachbarn einhalten? Ist entscheidend, wie weit der Balkon raussteht? Wir haben was von 1,5 Metern gelesen. Da spielt es keine Rolle, ist das Richtig?

Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 26.04.2018 10:18

Hallo Familie Gerbig,

die hessische Bauordnung erlaubt Ihnen den Balkon, sofern er nicht mehr als 1,50 m herausragt, ein Abstand von mindestens 2 m zur Grenze eingehalten wrden und der Balkon nicht mehr als ein Drittel der entsprechenden Außenwand einnimmt.

Beste Grüße,

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Rudolf Merkelbag am 17.04.2018 19:50

Hallo,

ich habe da auch eine Frage: In einem Kommentar hier habe ich gelesen, dass das Bauamt GRUNDSÄTZLICH Garagen etc. von max. 15m Gesamtlänge erlaubt. Nun ist die Länge unserer Garage auf einem Grundstück, das wir mit meinen Schwiegereltern anteilig nutzen, mit der Garage der Schwiegereltern mit Regenrinnen zusammen 15,5m.

Das Bauamt hat den Bauantrag mit der 15-Meter-Regel abgewiesen. wie können wir dennoch die Garage in der geplanten Größe bauen lassen?

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 19.04.2018 14:57

Hallo Rudolf Merkelbag,

wenn Sie sich vom Bauamt ungerecht behandelt fühlen, können Sie natürlich den Rechtsweg versuchen und sich einen Anwalt nehmen. Wir können uns aber nicht vorstellen, dass das Anliegen Erfolg haben könnte. Allerdings ist uns auch Ihre Information neu, das Bauamt würde generell Garagen erlauben, sofern diese maximal 15 Meter lang sind. Was Sie meinen, ist vermutlich die Regelung, das Garagen und andere ähnliche Bauwerke direkt auf die Grenze gebaut werden dürfen, allerdings maximal 9 Meter pro Grenze und insgesamt zu allen Nachbarn 15 Meter. Wenn Sie diese Werte überschreiten, müssten Sie wohl die Garage anders planen. Beachten Sie zusätzlich bitte, dass die Regenrinne nicht den Ausschlag macht. Angenommen Sie würden mit den Außenmauern der Garage im Rahmen bleiben, dürften Sie bauen und eine Regenrinne anbringen - sofern diese nicht aufs Grundstück des Nachbarn reicht.

Herzliche Grüße,

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Iris Krutz am 11.04.2018 20:09

Hallo

mitte 2017 wurde mir in diesem Forum bestätigt, dass in NRW das Previligierte Bauen geändert wurde und ab 1.1.2018 mit einem Abstand von 3 m zum Nachbarn eine Doppelgarage bebaut werden darf. Das Bauamt hat nun den Bauantrag abgelehnt mit der Begründung, dass die neue Landesregierung das Gesetz nicht durchgehen lässt. Wie ist hier der Stand-ist das wirklich so korrekt?-Vielen Dank vorab für eine Klarstellung des Sachverhaltes

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 13.04.2018 10:29

Hallo Iris Krutz,

grundsätzlich gestattet es die Landesbauordnung NRW, Garagen mit einer mittleren Wandhöhe von bis zu 3 m direkt an die Grenze zu bauen, sofern maximal 9 m pro Grenze und maximal 15 m insgesamt bebaut werden. Warum in Ihrem Fall die Garage selbst mit Abstandsfläche von 3 m nicht erlaubt wird, können wir nicht sagen, diese Frage sollte Ihnen aber das Bauamt beantworten können. Sofern Sie die Abstandsflächen einhalten, müssen ohnehin andere Gründe gegen eine Bebauung sprechen, innerhalb dieser Grenzen sollten auch Dachterrassen kein Problem sein.

Die Änderungen der Landesbauordnung, die damals zur Debatte standen, scheinen aber von der neuen Regierung tatsächlich nicht umgesetzt worden zu sein.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Fam. Müller am 08.04.2018 10:04

Hallo,

gelten diese Regelungen auch für die Grenzbebauung mit "Spielhäusern" ? Unser Nachbar baut gerade

an einem Solchen. Die Breite ist ist etwa 2,50 m, die Giebelhöhe ist bei mindestens 4,5 m. Das Spielhaus steht an unser Südseite (in Höhe der Terasse).

Darf unser Nachbar so bauen ohne unsere Einwilligung, bzw. dürfen wir verlangen, dass er das Haus wieder abbaut ?

Danke und viele Grüße aus Bayern

Fam. Müller

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 09.04.2018 09:47

Hallo Familie Müller,

Spielhäuser werden in den Bauordnungen nicht explizit genannt, vermutlich gelten aber auch hier keine anderen Regelungen und so wäre ein Bauwerk mit diesen Ausmaßen auf der Grenze nicht gestattet. Unter Umständen muss ihr Nachbar das Haus wieder abreißen, wenn die örtliche Baubehörde darauf aufmerksam wird - und zwar selbst dann, wenn Sie Ihre Einwilligung gegeben haben. Sie sollten Ihren Nachbarn zumindest dazu raten, lieber mal beim zuständigen Amt nachzufragen.

Herzliche Grüße,

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Pfirsichwerfer am 03.04.2018 19:53

Hallo,

Wir wohnen in Rheinland Pfalz und sind momentan dabei eine genehmigungsfreie Garage zu bauen direkt an der grundstücksgrenze.

Waren vorsichtshalber beim Bauamt mit einer Skizze des bauvorhabens und uns wurde gesagt wir können sofort mit dem Bau beginnen da (genehmigungsfrei).

Der Nachbar ist auch mit dem Bau einverstanden, jedoch habe ich das nicht schriftlich vom Nachbar.

Brauche ich eine schriftliche Genehmigung vom Nachbar um evtl ärger im Nachhinein vorzubeugen?

Mfg

Daniel

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Redaktion bauen.de am 05.04.2018 10:09

Hallo Pfirsichwerfer,

die Unterschrift des Nachbarn nützt Ihnen bestenfalls auf persönlicher Ebene etwas.

Bei genehmigungspflichtigen Bauten haben Nachbarn üblicherweise die Chance, Einspruch zu erheben, tun sie es nicht, ist die Sache erledigt. In diesem Fall brauchen Sie keine Genehmigung, der Nachbar hat deswegen auch keine Chance, einzugreifen. Weder jetzt noch später. Für den nachbarschaftlichen Frieden ist es natürlich besser, vorher dennoch über solche Vorhaben zu sprechen, was Sie ja getan haben. Stört sich der Nachbar aber in zehn Jahren an der Garage, kann er einerseits nichts gegen die Garage tun, andererseits nützt es ihm oder ihnen dann auch nichts, irgendwann unterschrieben zu haben.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de


Pfirsichwerfer am 05.04.2018 16:02

Dankeschön für die Antwort. Dann kann ja alles wie gehabt weiter gehen :)

Wassermann am 20.03.2018 16:34

Hallo aus NRW,

ein Nachbar hat vor ca.17 Jahren eine Grenzbebauung über 16m ( in der Form eines L )bebaut. Jetzt plant er an die lange Seite einen WIntergarten zu bauen der wieder auf meiner Grenze läuft . Ist dieses überhaupt zulässig eine Grenzbebauung über diese bereits vorhandenen 16m hinaus?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 23.03.2018 09:46

Hallo Wassermann,

das erscheint uns unzulässig. Zum einen lässt die Bauordnung eine Bebauung von maximal 15 m zu allen Nachbarsgrenzen zu - und diese ist ja bereits überschritten. Ohnehin dürfen nur Garagen, Gewächshäuser und Abstellräume bis an die Grenze gebaut werden. Ein Wintergarten dürfte nicht gestattet sein. Genauere Infos bekommen Sie vom Bauamt oder aber von einem Anwalt.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Max am 19.03.2018 16:17

Hallo aus Hessen,

Ist es möglich/Kann es sein, dass der Mindestabstand laut Bauordnung von 3m durch Bau einer verstärkten "Brandmauer" zum direkt angrenzenden 2-Familien Wohnhaus umgangen werden kann?

Kann & Möchte der Aussage eines lokalen Bauamt-Mitarbeiters keine Richtigkeit schenken.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 23.03.2018 09:39

Hallo Max,

sofern das Nachbarhaus bereits bis an die Grenze gebaut wurde dürfen Sie eigentlich direkt anbauen - natürlich unter Einhaltung aller Vorschriften. Das sagt der §6 der Hessischen Bauordnung. Ob es hier möglicherweise Ausnahmen gibt und ob und wie Sie dieses Recht im Zweifel durchsetzen können, müssten Sie mit einem Anwalt klären.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

H.W. am 12.03.2018 15:34

Moin aus Hambug

Wo könnte ich mich im vorweg erkundigen welche Bauvorhaben der Nachbar plant?Altbau wird wohl abgerissen.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 15.03.2018 11:24

Hallo H.W.

Die beste Quelle ist natürlich der Nachbar selbst. Sofern dieser eine Baumaßnahme beantragt hat und diese genehmigt wird, werden Nachbarn allerdings üblichereise darüber informiert, um ihnen die Möglichkeit zu geben, Widerspruch einzulegen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

WI am 19.02.2018 09:13

Hallo,

Ich wohne in Oberbayern und würde gerne mein Haus aufstocken weil ich sowieso ein neues Dach brauche. Das Haus ist aber weniger als 3m vom Nachbar Grundstück entfernt. Kann man auch höher bauen wenn der Nachbar gegen eine Aufstockung ist?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 19.02.2018 10:37

Hallo WI,

das hängt von Regelungen vor Ort ab. Dabei gilt es allerdings nicht nur die Regelungen bezüglich der Abstandsflächen zu beachten, sondern auch den örtlichen Bebauungsplan. Wohnen Sie auf dem Land und herrschen bei Ihnen im Ort die üblichen Regelungen, wird die Aufstockung vermutlich nicht genehmigt werden. Wohnen Sie in der Stadt oder in einem dichtbesiedelten Ortskern, ist das dagegen schon eher möglich. Aufschluss kann auch die Bebauung in der Umgebung geben. Gibt es dort Häuser, die bereits entsprechend hoch gebaut sind, scheinen entsprechende Bauvorhaben generell genehmigt werden zu können.

Sicher beantworten kann Ihnen diese Frage nur das örtliche Bauamt, erste Infos gibt’s möglicherweise schon am Telefon.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

MW am 30.01.2018 12:22

Hallo, wir möchten ein Haus bauen, haben auch schon einen Plan erstellen lassen. Das Haus muss an einem Berg -Hang gebaut werden. Nun mussten wir lt. Gemeinde das Haus und sprich auch den Plan ändern lassen da die Höhe des Hauses an der Hang-Unterseite zu hoch ist und das so nicht durchgehen würde. Daraus folgt das wir das Haus so dermaßen verändern mussten, damit wir mit der Höhe runter kommen, dass es nun nicht mehr ganz unseren Vorstellungen entspricht wie ursprünglich geplant. Wir haben auch die Aussage erhalten, dass wenn das Haus auf einer geraden Fläche gebaut werden würde, dann würde alles passen aber nicht durch die Hanglage.

Kann man hier etwas unternehmen dass das Haus wir ursprünglich geplant gebaut werden kann?

Standort Oberbayern

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 31.01.2018 10:14

Hallo MW,

nein, da können Sie wenig tun. Ob ein Bauwerk genehmigt wird oder nicht, ist Sache der Stadt, die sich natürlich an die Vorgaben in ihrem Bebauungsplan halten sollte. Sie können sich auch mal die Bauwerke in der Umgebung ansehen, welche Lösungen dort offenbart genehmigt wurden. Letztendlich könnten Sie natürlich versuchen, eine Baugenehmigung einzuklagen. Ob dies Aussicht auf Erfolg hätte, können und dürfen wir nicht einschätzen. Wenn Sie diesen Schritt in Erwägung ziehen, sollten Sie sich an einen Fachanwalt vor Ort wenden.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

P.B. am 19.01.2018 13:48

Unser Grundstücksnachbar wird dieses Jahr neu bauen. Jetzt haben wir morgen einen Termin mit ihm bzgl. Abstandsflächenübernahme. Allerdings ist dort, wo die Abstandsflächenübernahme stattfinden soll, unsere Garage. Wenn wir jetzt der dieser Übernahme zustimmen, hat das Einflüsse auf die Garage? Kann der Nachbar bei Zustimmung verlangen, dass die Garage weg muss?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 19.01.2018 15:43

Hallo P.B.,

Garagen dürfen üblicherweise auch innerhalb der Abstandsflächen stehen. Zumindest unter bestimmten Voraussetzungen. Üblicherweise darf die mittlere Höhe bspw. nur 3 Meter betragen, insgesamt dürfen nur bspw. 16 Meter Grenzfläche bebaut werden usw. Diese Regelungen sind aber von Land zu Land unterschiedlich. Die Übernahme wird im Grundbuch eingetragen, wirkt sich also auch minmal auf den Wert ihres Grundstückes aus. Um sicher zu gehen, sollten Sie entweder die Landesbauordnung studieren, beim Bauamt nachfragen oder einen Anwalt fragen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

M.S. am 03.01.2018 10:30

Ich möchte ein Haus bauen in Hessen.

Im vorliegenden Bebauungsplan ist ein Abstand von 5m zum angrenzenden Außenbereich (nach hinten) angegeben. Muss dieser strikt eingehalten werden oder gibt es die Möglichkeit einer Sondergehmigung auf 3m Abstand? Seitlich zu den Nachbargrundstücken wird nämlich nur ein Abstand von 3m vorgegeben.

Vielen dank im Voraus für hilfreiche Antworten.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 03.01.2018 11:16

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

laut Bau-Gesetzbuch kann jemand von den Vorschriften des Bebauungsplans nur befreit werden, wenn die Grundzüge der Planung nicht berührt werden und entweder Gründe des Wohls der Allgemeinheit die Befreiung einfordern oder die Abweichung städtebaulich vertretbar ist oder die Durchführung des Bebauungsplans zu einer nicht beabsichtigten Härte führen würde. Ob dies in Ihrem Fall so ist, können wir aus der Ferne allerdings leider nicht beurteilen. Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen auf Baurecht spezialisierten Fachanwalt.

Mit freundlichen Grüßen

die Redaktion von bauen.de

Lotte am 29.12.2017 11:47

Unser Grundstücksnachbar hat eine Garage mit der Außenmauer auf unserer Grundstücksgrenze und die andere ist auf Städtegrundstück. Gibt es einen bestandsschutz? Wir sind ein Außenbereich und Flächendenkmal und unser Hof ein Kulturdenkmal. Gelten da auch die 3m Abstand, oder nicht? Wir sind in Thüringen.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 29.12.2017 14:31

Hallo Lotte,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider können wir Ihren konkreten Fall aus der Ferne nicht beurteilen. Zwar schreibt die Bauordnung in Thüringen in der Bauordnung einen Mindestabstand von drei Metern vor, je nach Einzelfall sind aber Sonderregelungen und Abweichungen möglich. Zum Beispiel aufgrund des Bebauungsplans, oder weil der Grundstücksnachbar mit dem vorherigen Eigentümer Ihres Grundstücks vereinbart hat, dass er die Garage näher an der Grundstücksgrenze bauen darf.

Um die Rechtslage zu überprüfen, wären unter anderem Einblicke in die jeweilige Bauordnung, den Bebauungsplan, das Grundbuch sowie ins Baulastenverzeichnis nötig. Wir empfehlen Ihnen daher, sich im Zweifel an einen Fachanwalt zu wenden. Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Herzliche Grüße

die Redaktion von bauen.de

Wolfgang64347 am 09.12.2017 15:39

Unser Nachbar möchte in seinen Garten ein Haus bauen. DA- Hessen, wie weit muss die Aussenmauer des Hauses von unserer Grundstücksgrenze entfernt sein??- dürfen sich in der Fassade zu unserem Grundstück Fenster befinden?-Danke für die Info- Wolfgang

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 14.12.2017 09:09

Hallo Wolfgang64347,

die Antworten auf Ihre Fragen finden Sie im Text. Genauere Informationen können Sie der Landesbauordnung Hessen entnehmen, die Regelungen unterscheiden sich aber nicht massiv von den hier im Text dargestellten. Der Nachbar darf Fenster auch in die Fassade einbauen, die Ihrem Grundstück zugewandt ist.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Marita am 06.12.2017 18:53

Möchte mein Dachgeschoss ausbauen, dafür müsste ich eine Metall Treppe von außen anbauen.

Zur Grundstücks Grenze sind aber nur drei Meter.

Darf ich da eine Treppe ans Haus anbringen ?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 07.12.2017 10:56

Hallo Marita,

in den jeweiligen Landesbauordnungen sind auch diverse Ausnahmen für die Abstandsflächen genannt. Dazu gehören beispielsweise Erker, Balkone, Stützmauern, Garagen und dergleichen. Ob es in Ihrem Bundesland eine Regelung für Außentreppen gibt, müssten Sie mal nachlesen. Sicherlich kommt es auch darauf an, wie die Treppe ausgestaltet sein wird.Im Zweifel sollten Sie bei der zuständigen Baubehörde telefonisch nachfragen.

Herzliche Grüße und viel Erfolg bei Ihrem Bauprojekt,

die Redaktion von bauen.de

Alex am 03.12.2017 11:32

Moin , wer kann helfen , Grenzbebauung- MV- im Stadtgebiet , nicht das Problem , der der baut an unsere Grenze , Giebel ohne Fenster , alles OK muss man hinnehmen , aber wie will der Bauherr auf unseren Hof an seinen Giebel um Arbeiten auszuführen , da finde ich nichts für MV , mal abgesehen wir einigen uns , MV nur Nachbarschaftsrecht und da steht nichts drin , daß er den Hof , wie bei Leiter und Hammerschlags Recht nutzen darf ,unsere Hof der angrenzt wird von Mietern genutzt ist hier ein Entschädigungshöhe bekannt für das nicht oder stark eingeschränkte Nutzen , wird sicher bei Neubau ca 4-5 Monate dauern ? WER KENNT SICH AUS ?? DANKE IM VORAU- Alex

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 07.12.2017 10:40

Hallo Alex,

Mecklenburg-Vorpommern hat kein spezielles Nachbarrecht. In einer Broschüre des Justizministeriums heißt es, das gewisse Regelungen dennoch gelten. Und dazu gehört auch das Hammerschlags- und Leiterrecht, das es dem Nachbarn grundsätzlich erlaubt, das Nachbarsgrundstück bei Bau- oder Instandsetzungsarbeiten mitzunutzen. In welchem Rahmen und unter welchen Voraussetzungen, ob also beispielsweise eine Entschädigung fällig wird und wenn ja in welcher Höhe - das ist nicht geklärt. Das Land hofft, dass sich Nachbarn schon einigen können. Der Ball liegt also bei Ihnen. Erfahrungswerte haben wir in der Redaktion keine. Gegebenenfalls sollten Sie sich einen Anwalt nehmen, der Sie dahingehend beraten kann, ob bspw. Regelungen anderer Bundesländer bzgl. Einer Entschädigung anzuwenden sind und wie hoch diese sein sollte.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

susi am 17.11.2017 06:52

Hallo mein Nachbar hat sein Holz an meine Hauswand gestapelt, nun ist meine Wand nass kann also nichts an der Wand anschauen was tun?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 17.11.2017 12:44

Hallo susi,

Ihr Nachbar darf sein Holz auf seinem Grundstück aufbewahren - allerdings so, dass dabei nicht das Eigentum anderer beschädigt wird. Ist das der Fall, muss er andere Lösungen finden, im Zweifel könnten Sie ihn mit Hilfe eines Anwalts und einer Unterlassungsklage dazu zwingen. Wenn tatsächlich Schaden entstanden ist, könnten Sie auch Schadenersatz fordern. Das alles geht natürlich nur, wenn das Holz das Nachbarn tatsächlich der Grund für den Schaden ist. Das müssten Sie im Zweifelsfalle von einem Bausachverständigen überprüfen lassen.

Wenn allerdings Ihre Innenwand nass ist, haben Sie möglicherweise ein größeres Problem, dann stehen dringend Reparaturen an, denn die Außenhülle Ihres Hauses scheint in diesem Fall ja undicht zu sein. Egal ob da Holz an der Wand aufgestapelt oder nicht: das darf nicht passieren.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

focusgm am 11.11.2017 18:01

Hallo zusammen, ich möchte ein Carport mit intigrierter Dachterrasse auf der Grundstücksgrenze genehmigen lassen. Mein Nachbar meine ich müsse eine Brandschutzwand errichten. Stimmt das??

Abweichungen der Schattenflächen ist geregelt bzw genullt.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 13.11.2017 14:15

Hallo focusgm,

es gibt keine Bauordnung, die generell eine Brandschutzwand vorschreiben würde, wenn man auf der Grundstücksgrenze baut. Wenn allerdings der Nachbar ebenfalls auf der Grundstücksgrenzen bauen möchte, bzw. dort bereits ein Gebäude steht, müssen diese beiden Gebäude unter Umständen durch eine Brandschutzwand getrennt werden. Es kann in Ihrer Gemeinde allerdings Regeln geben, die eine solche Brandschutzwand in bestimmten Gründen vorschreibt. Im Übrigens könnte es auch sein, dass Sie die Dachterrasse nicht bis zur Grundstücksgrenze bauen dürfen oder aber zumindest für Sichtschutz sorgen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

ABO am 24.10.2017 22:34

Wir leben in einer Reihenhauszeile in Baden-Württemberg, die höhenversetzt ist. Wir liegen 1,5 m unter unseren Nachbarn. Unser Gartenhaus ist dadurch nur ca. 50 cm über deren Bodenhöhe aufgestellt, angrenzend an ihr Grundstück, was von deren Bepflanzung komplett überragt wird. Nun müssen sie ein Gartenhaus versetzen und werden es angrenzend an uns stellen. Das bedeutet ca. 3,5 m über unserem Grundstück einen Block, der Schatten wirft und Sicht nimmt. Wie wirkt sich das bei einem Verkauf auf unseren Grundstückswert aus? Müssen wir zustimmen?

Vielen Dank im Voraus für eine Antwort. Wir sind verzweifelt.

auf Kommentar antworten

ABO am 24.10.2017 22:45

Zusatz: Die Grundstücke sind nur 5 m breit.


Redaktion bauen.de am 25.10.2017 08:46

Sehr geehrte/r Fragesteller,

ob das Vorhaben Ihres Nachbarn baurechtlich zulässig ist, können wir aus der Ferne leider nicht beurteilen. Am besten, sie erkundigen sich beim örtlichen Bauamt.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Jenny am 04.10.2017 13:57

Wir leben in einer Doppelhaushälfte in Baden-Württemberg und beide Parteien haben Terrassen, die direkt an der Grundstücksgrenze liegen. Unser EG sowie die Terrasse liegen ca. 1 m höher als die der Nachbarn.

Vor unserer Terrasse, Richtung Garten war auch betoniert und hügelartig ein Blumenbeet bis zur eigentlichen Terrasse angelegt. Dieses haben wir jetzt zugeschüttet und wollen Asphalt darauf machen, damit wir eine ebene Fläche haben, also die Terrasse ein wenig vergrößern. Jetzt macht der Nachbar Ärger. Brauchen wir seine Zustimmung. Seine Terrasse geht genau so weit raus wie unsere. Und brauchen wir eine Baugenehmigung oder Bauanzeige? Es ist ca. eine Vergrößerung von 6 qm

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 04.10.2017 15:06

Hallo Jenny,

grundsätzlich sieht das Nachbarrecht Abstandsflächen auch bei Terrassen vor, in Ihrem Fall gibt es diese Flächen ja aber von vorneherein nicht. Stattdessen sollte es eigentlich einen Sicht- bzw. Feuerschutz zwischen den Terrassen geben. Über diesen hinaus dürfen weder Sie noch Ihr Nachbar die Terrasse erweitern. Und dann gibt es ja noch diesen Höhenunterschied zwischen den beiden Grundstücken. Die Terrasse müssen Sie ja befestigen und diese Befestigung würde vermutlich das tiefergelegene Nachbarsgrundstück beeinträchtigen. Ohne die Sitation genau zu können, vermuten wir, dass weder Sie noch Ihr Nachbar die Terrasse vergrößern dürfen. Sie sollten zumindest mal beim zuständigen Bauamt anrufen und formlos nachfragen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Katrin am 18.09.2017 19:04

Hallo :-)

wir möchten unser Haus um eine Etage aufstocken, was anscheinend auch in der Lage ok wäre. Nun ist aber das Problem, dass wir ein externes Treppenhaus anbauen müssten (die aufgestockte Etage ist als separate Wohneinheit geplant)

Hier werden wir seitlich anscheinend mit dem Abstand zu den Grundstücksgrenzen bekommen. Gibt es da irgendwelche Tipps? Wie sieht es mit einer freien Metalltreppe aus? Gelten da die gleichen Abstände wie bei einem gemauerten Treppenhaus?

Viele Grüße aus Hannover (Niedersachsen)

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Redaktion bauen.de am 19.09.2017 09:17

Hallo Katrin,

leider lassen sich solche Fragen nicht allgemeingültig beantworten. Das hat auch damit zu tun, dass es zu großen Teilen vom örtlichen Bebauungsplan abhängig ist, was erlaubt ist und was nicht. Empfehlenswert ist es bei Unklarheiten immer, eine Bauvoranfrage bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde einzureichen. Teil des Antrags ist ein Lageplan mit Darstellung des Bauvorhabens sowie eine Baubeschreibung. Am besten, Sie erkundigen sich vorab bei der Behörde, ob weitere Unterlagen benötigt werden oder spezielle Formulare benutzt werden müssen.

Mit freundlichen Grüßen

die Redaktion von bauen.de

Hessen am 13.09.2017 21:06

Hallo,

ich habe in Hessen ein EFH gebaut. Sowohl mein Nachbar als auch ich haben dazu etwas vom Hang abgetragen. Nun will ich wieder Erde auffüllen um eine gerade Ebene zu erhalten. Mein Nachbar muss aus bautechnischen Gründen ca 40cm darunter bleiben.

Nun müssen L-Steine gesetzt werden.

Wer hat die Kosten zu tragen? Der Nachbar weigert sich mit dem Hinweis, dass ich auffüllen und mithin die Kosten tragen müsste.

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 14.09.2017 09:30

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

unter Umständen könnte es sich bei der Errichtung dieser L-Steine um eine Einfriedung handeln. Das Hessische Nachbarrechtsgesetz schreibt vor, dass der Eigentümer eines bebauten Grundstücks auf Verlangen des Eigentümers des Nachbargrundstücks verpflichtet ist, sein Grundstück einzufrieden, soweit die Grenze zum Nachbargrundstück nicht mit einem Gebäude besetzt ist. Die Kosten der Einfriedung tragen in der Regel die beiden Nachbarn zu gleichen Teilen. Allerdings gibt es zahlreiche Ausnahmen von dieser Regel. Zudem müsste geklärt werden, ob es sich bei den L-Steinen tatsächlich um eine Einfriedung handelt. Wir empfehlen Ihnen hierfür die Beratung durch einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Redaktion von bauen.de

Nachfrage152 am 28.08.2017 08:16

Hallo,

in Brandenburg haben wir eine Garage 9m lang auf Grenzbebauung gebaut. Jetzt soll ein Carport vor die Garage ebenfalls auf Grenze gebaut werden. Gesamtlänge insgesamt 14m (auf der anderen Seite stehen schon 9m auf Grenzbebauung). Mein Nachbar hat nichts dagegen und würde dem auch schriftl. zustimmen. Könnte das Bauamt meinem Antrag trotz Überschreitung der max. Werte genehmigen?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 31.08.2017 09:17

Hallo Nachfrage152,

die Abstandsflächen dienen nicht nur dem nachbarschaftlichen Schutz, sondern beispielsweise auch dem Feuerschutz. Den Grundstückseigentümern werden gewisse Dinge zugestanden, auf die Sie dann ein Recht haben. In Ihrem Falle überschreiten Sie diese Ausnahmeregelungen. Dennoch ist es sinnvoll, beim Bauamt nachzufragen, weitere Ausnahmen sind je nach Amt und Gemeinde durchaus möglich. Dass Ihr Nachbar einverstanden ist, wäre Voraussetzung, ist aber keine Garantie dafür, dass Sie Ihr Vorhaben durchführen können.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Enuresis am 16.08.2017 15:50

Hallo aus Hannover!

Im Garten unseres Nachbarn steht seit ca. 50 Jahren ein ursprüngliches Gartenhaus. Im Laufe der Zeit wurde dieses Haus zum Wohnhaus umgebaut, Wohnraum, Heizung, Küche Bad.... Jetzt wurde das Haus gedämmt, und steht nunmehr nur noch 2.20 Meter von unserer Grundstücksgrenze. Giebelhöhe des Hauses geschätzt 5 Meter. Dieses Haus soll wohl künftig bewohnt werden, und ist keinesfalls mehr ein Gartenhaus. Fragen: Hätten wir bei der jüngsten Sanierung (Fassadendämmung) gefragt werden müssen? Ist grundsätzlich wohl überhaupt eine Baugenehmigung dafür existent? Müssen wir das so hinnehmen, bzw. was könnte getan werden.... ? Danke für Ihre Antworten

auf Kommentar antworten

J. Wilkosz am 29.08.2017 11:18

Die Unterschreitung der 2,50 m ist zulässig, sofern die Unterschreitung durch eine nachträgliche Dämmung herbeigeführt wird.

Dämmung bis 25 cm ist zulässig. Das heißt, ihr Nachbar hat den Grenzabstand um 5 cm überschritten.

Da Abstände jedoch auf volle 10 cm gerundet werden dürfen, ist die Bauweise zulässig.

Was mich allerdings interessieren würde ist, was genau Sie am Bau Ihres Nachbarn stört.


Immowelt-Redaktion am 17.08.2017 08:48

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Tat könnte es sein, dass in diesem Fall die zulässige Abstandsfläche unterschritten wurde. Wenn dem so ist und für das Wohngebäude unter Umständen keine Baugenehmigung vorliegt, droht ihrem Nachbarn im schlimmsten Fall ein Rückbau. Vielerorts lassen die zuständigen Ämter hier aber auch Milde walten und genehmigen nachträglich. Wir würden Ihnen zunächst einen Blick in die örtliche Bauordnung empfehlen, um sicher zu gehen, dass die Abstandsflächen auch tatsächlich unterschritten wurde. Sollten Sie dann gegen Ihren Nachbarn vorgehen wollen, empfehlen wir Ihnen eine Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.

Mit freundlichen Grüßen

die Redaktion von bauen.de


Enuresis am 17.08.2017 12:38

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Das hiesige Baurecht besagt Folgendes:

§ 7 Grenzabstände

(1) Gebäude müssen mit allen auf ihren Außenflächen oberhalb der Geländeoberfläche gelegenen Punkten von den Grenzen des Baugrundstücks Abstand halten. Der Abstand ist zur nächsten Lotrechten über der Grenzlinie zu messen. Er richtet sich jeweils nach der Höhe des Punktes über der Geländeoberfläche (H). Der Abstand darf auf volle 10 cm abgerundet werden.

(2) Erhebt sich über einen nach § 8 an eine Grenze gebauten Gebäudeteil ein nicht an diese Grenze gebauter Gebäudeteil, so ist für dessen Abstand von dieser Grenze abweichend von Absatz 1 Satz 3 die Höhe des Punktes über der Oberfläche des niedrigeren Gebäudeteils an der Grenze maßgebend.

(3) Der Abstand beträgt 1 H, mindestens jedoch 3 m.

(4) Der Abstand beträgt 1/2 H, mindestens jedoch 3 m,

1. in Baugebieten, die ein Bebauungsplan als Kerngebiet festsetzt,

2. in Gewerbe- und Industriegebieten sowie in Gebieten, die nach ihrer Bebauung diesen Baugebieten entsprechen,

3. in anderen Baugebieten, in denen nach dem Bebauungsplan Wohnungen nicht allgemein zulässig sind.

Satz 1 gilt nicht für den Abstand von den Grenzen solcher Nachbargrundstücke, die ganz oder überwiegend außerhalb der genannten Gebiete liegen.

Woher weiß ich denn ob eine Baugenehmigung besteht? Mein Nachbar würde dies auf Nachfrage ohnehin bejahen....

Grüße


Redaktion bauen.de am 17.08.2017 14:30

In diesem Fall würden wir Ihnen dazu raten, das zuständige Bauamt zu kontaktieren und zu fragen, ob der Bau Ihres Nachbarn so rechtens ist. Im Hinblick auf die Abstandsregelungen sieht es jedenfalls nicht danach aus. Dennoch bliebe Ihnen am Ende nur der Gang zum Rechtsanwalt, sollten Sie gegen den Bau vorgehen wollen.

Mit freundlichen Grüßen

die Redaktion von bauen.de

Aufstocker17 am 09.08.2017 21:17

Noch eine kleine Info zu unserem Vorhaben.

Unsere Nachbarn sind mit unsererm Vorhaben einverstanden und haben schon Unterschrieben.

Also hängt es nur noch von der kleinen Überlappung ab!

auf Kommentar antworten

Aufstocker17 am 09.08.2017 20:56

Hallo

Wohne in Bayern will mein Haus aufstocken, aber die Abstandsfläche überlappt sich an einer Stelle um 1mx0,4m! Was kann ich machen? Gibt es da eine Möglichkeit, dass ich trotzdem bauen kann z.B gute Argumente wo ich anbringen kann oder ausnahmen? ! Bitte um schnelle Infos! Eilt

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 10.08.2017 09:48

Hallo und danke für Ihren Kommentar,

wenn Ihr Nachbar einverstanden ist, würden wir Ihnen empfehlen, sich an das zuständige Bauamt zu wenden. Dort erfahren Sie, ob die kleine Überlappung gestattet wird oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen

die Redaktion von bauen.de

Walter Pilz am 09.08.2017 20:50

Wie wertvoll ist der Baulageplan in original Dokument

LG

Walter Pilz

auf Kommentar antworten

Andreas am 06.08.2017 21:37

Hallo,

möchte einen Doppelcarport ca. 5x5 m auf die Grenze zum seitlichen und hinteren Nachbarn bauen. Wohne in Hessen. Ist dies ohne Genehmigung möglich?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 07.08.2017 14:31

Hallo Andreas,

vielen Dank für Ihren Kommentar. In Hessen dürfen Garagen und Carports direkt an die Grundstücksgrenze gebaut werden und benötigen keine Baugenehmigung, sofern sie innerhalb der Baulinien stehen und eine Grundfläche von maximal 50 Quadratmetern aufweisen. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, empfiehlt sich vor Baubeginn dennoch eine kurze Nachfrage bei der örtlichen Baubehörde.

Mit freundlichen Grüßen

die Redaktion von bauen.de

e-hoernlein am 05.08.2017 18:41

Hallo,

wir wohnen in BW. Unser Nachbar hat unter seinem Balkon eine Markise montiert die bis zu unserer Grundstücksgrenze bzw. ein paar Zentimeter in unser Grundstück ragt. Ist das erlaubt, zu dem es sich um einen Grundstücksteil bei ihm handelt auf dem eine Baulast eingetragen ist ( der Balkon hat nicht die notwendigen 2,5 Meter Abstand zu unserem Grundstück.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 07.08.2017 09:33

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

in der Regel darf eine Markise nicht ohne die Erlaubnis des Nachbarn in sein Grundstück ragen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihre Situation aus der Ferne nur schlecht beurteilen können. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Wir würden Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

die Redaktion von bauen.de

Kiara am 02.08.2017 07:43

Hallo,

wir kommen aus Niedersachsen und wollen im Garten außerhalb der Bebauungslinie einen großen Schuppen bauen. Ist das erlaubt?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 02.08.2017 08:52

Hallo Kiara,

in der Regel nicht, nein. Um die Sache genauer abzuklären, würden wir Ihnen aber empfehlen, das örtliche Bauamt zu konsultieren.

Mit besten Grüßen

die Redaktion von bauen.de

Sarah am 31.07.2017 20:24

Hallo, wir wohnen in Rheinland-Pfalz und würde gerne ein vorhandenes Gebäude abreißen um eine Garage zu bauen. Unser Nachbar ist nun dagegen. Die Garage an sich ist Genehmigungsfrei da sie die 50 Quadratmeter nicht überschreitet. Können wir nun trotzdem unsere Garage bauen? LG

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 01.08.2017 09:40

Hallo Sarah,

das lässt sich leider nicht allgemeingültig beantworten. Eine Gemeinde kann beispielsweise in der örtlichen Bauvorschrift festlegen, dass Sie den Nachbar um Erlaubnis fragen müssen, in anderen Bauvorschriften kann dies anders geregelt sein. Am besten, sie erkundigen sich beim zuständigen Bauamt.

Mit freundlichen Grüßen

die Redaktion von bauen.de

Landluft am 29.07.2017 11:01

Hallo,

wir wohnen in einer ländlich geprägten Landschaft neben einem Bauernhof, der nun

seine Gebäudefläche um einen zusätzlichen Stall für Kälber ergänzt. Die alte Scheune

würde wegen Baufälligkeit abgerissen.

Der neue Stall wird ein Höhe von ca. 5 m mit leicht abfallenden Dach haben.

Nach meinen Recherchen verletzt er kein Baurecht, wenn er keinen Mindestabstand

von 4 m einhält. Ist das so richtig ?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 31.07.2017 10:25

Hallo Landluft,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Leider lässt sich ihre Frage aber nicht pauschal beantworten, das kann je nach Ort unterschiedlich geregelt sein. Am besten, Sie erkundigen sich bei Ihrer Gemeinde.

Mit freundlichen Grüßen

die Redaktion von bauen.de

puffi am 24.07.2017 11:54

Hallo,

ich bräuchte einen Rat. Wir wohnen in Niedersachsen. Wir haben außerhalb der Bebauungslinien eine Doppelgarage stehen mit Fundament! Mit welcher Strafe müssen wir rechnen da das ja nicht erlaubt ist, oder? Könnte man mit einer Baugenehmigung ausserhalb des Bebauungsplanes eine Garage bauen?

Und darf ich an meiner Grundstücksgrenze soviele Schuppen bauen wie ich will auch wenn ich über 9 Meter Länge komme?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 01.08.2017 12:32

Hallo und vielen Dank für Ihren Kommentar,

bei einem Bau außerhalb der Bebauungslinien kann dem Eigentümer schlimmstenfalls drohen, dass das zuständige Amt den Rückbau verlangt. Dabei gibt es aber Ausnahmen, beispielsweise den Bestandsschutz. Steht die Garage als dort schon sehr lange, könnte es sein, dass sie dort auch stehen bleiben darf. Bei Gebieten, in denen es keinen Bebauungsplan gibt, gilt, dass sich Bauherren an den umgebenden Bauwerken orientieren müssen. Eine Baugenehmigung wird in der Regel nur dann erteilt, wenn das der Fall ist. Bei Gebäuden entlang der Grundstücksgrenze müssen sich Bauherren zudem an die Bauvorschriften der jeweiligen Gemeinde halten.

Mit freundlichen Grüßen

die Redaktion von bauen.de

Enduroerdferkelchen am 21.07.2017 10:51

Guten Tag, wir benötigen bitte Ihren Rat: wir wohnen in BW. Die Rückseite unserer Garage mit Flachdach grenzt direkt an den Garten eines benachbarten Reihenhauses. Hier wurde jetzt auf einem kleinen Fundament eine Hütte (ca. 2m hoch und 3m lang) für Gartengeräte, Stühle, etc. errichtet. Der Abstand zu unserer Garage beträgt lediglich 15cm. Unsere Garagenwand wird innen feucht, schwarz und ist von außen nicht einsehbar. Wie ist hier die Rechtslage?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 31.08.2017 10:00

Hallo Wilkosz und Enduroerdferkelchen,

vielen Dank für Ihre ergänzende Antwort, tatsächlich gibt es diese Regelung in Baden-Württemberg, allerdings nicht in allen Bundesländern.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de


Redaktion bauen.de am 21.07.2017 14:06

Hallo Enduroerdferkelchen,

grundsätzlich gelten für den Nachbarn natürlich die gleichen Rechte, wie für Sie. Sie beide dürfen Garagen, Schuppen und dergleichen bis an die Grundstücksgrenze bauen, solche Gebäude brauchen keine Abstandsflächen. Da können Sie vermutlich wenig machen.

Ihr Nachbar darf allerdings nicht Ihr Eigentum beschädigen. Bestünde hier also ein Zusammenhang zwischen Schaden und Hütte, hätten Sie möglicherweise Anspruch auf Schadenersatz. Das müssten Sie allerdings klar belegen können.

Sie sollten versuchen, herauszufinden, wo die Nässe herkommt. Möglicherweise ist ja das Dach undicht. Denn dass die Hütte dafür sorgt, dass Ihre Garagenfwand feucht ist, erscheint zunächst unwahrscheinlich.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de


J. Wilkosz am 29.08.2017 11:47

Dieser kleine Zwischenraum nennt sich Schmutzwinkel und ist unzulässig.

Entweder muss ihr Nachbar direkt auf die Grenze bauen, oder 0,5 m Abstand zu ihrem Gebäude einhalten.

Abstände kleiner als 0,5 m zu angrenzenden Gebäuden sind genau deshalb unzulässig, weil sich in diesem Zwischenraum "Schmutz" (Laub, etc.) ansammeln kann (Schmutzwinkel), bzw. das von Ihnen geschilderte Problem auftreten kann.

Die Ursache ist, dass sich im Zwischenraum Wasser staut, dieses dann in Ihr Mauerwerk zieht und sich aufgrund der Feuchten Mauer Schwarzschimmel bildet.

Schließen Sie den Zwischenraum zwischen beiden Gebäuden, dann haben Sie Ruhe.

Niko am 15.07.2017 19:35

Guten Tag,

wir haben eine Doppelhaushälfte und würden diese gerne um einen Anbau erweitern. Dürfen wir diesen Anbau entlang der Grundstücksgrenze (also direkt an unserem Haus) errichten oder müssen hier auch Mindestabstände eingehalten werden?

PS: Wir wohnen in Würzburg, Bayern

Vielen Dank

Niko

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 19.07.2017 17:02

Hallo Niko,

bei Doppelhäusern gelten die gleichen Regeln, wie auch sonst. Nur, dass das Doppelhaus wie ein einziges Gebäude behandelt wird. Handelt es sich bei Ihrem Anbau um Wohnfläche, muss dieser genehmigt werden und braucht eigene Abstandsflächen, die eine Bebauung möglicherweise einschränken. Hier sollten Sie bei der zuständigen Behörde nachfragen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Landleben am 12.07.2017 20:10

Wir wohnen in Sachsen, auf dem Land, haben ein Zelt mit Stahlkonstruktion 6 X 6 X 4 m L / B/ H in unserem Garten aufgestellt. Unserem Nachbarn gefällt das nicht, wegen Luftzirkulation, Zu wenig Sonne und die Regenspritzer würden seinen Garten treffen, ist aber nur ein Kompost Haufen . Die Sicht ist eingeschränkt Das Haus steht gute 15 m Weg. Sie hat uns eine Frist von 8 Tagen gesetzt das Zelt zu entfernen. Wie weit müssen wir von der Grenze wegstehen?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 13.07.2017 10:18

Hallo Landleben,

Zelte gelten üblicherweise als fliegende Bauten und besitzen eine eigene rechtliche Grundlage, die wiederum von Land zu Land unterschiedlich sein kann. Da sollten Sie selbst mal recherchieren, wir können Ihnen diese Frage nicht im Detail beantworten. Oft sind aber Zelte mit einer Fläche von weniger als 75 qm genehmigungsfrei, die dürfen dann bis zu drei Monate an Ort und Stelle stehenbleiben. Die Frage ist also, ob das Zelt Auflagen erfüllen muss oder ob es genehmigungsfrei ist.

Wäre ihr Zelt ein festes Bauwerk, wäre es mit vier Metern relativ hoch und dürfte weder in den Abstandsflächen noch direkt an der Grenze stehen und bräuchte vermutlich außerdem eine eigene Baugenehmigung.

Sollte Ihr Nachbar bereits juristische Schritte eingeleitet haben und die Frist mit Hilfe eines Anwaltes gesetzt haben und Sie sich wehren wollen, sollten auch Sie sich einen Anwalt suchen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

dorod2 am 12.07.2017 16:26

Unser Nachbar baut genau vor unserer Terrasse einen ca. 9m langen und 2.5m breiten Holzschuppen. der Abstand zur Grenze beträgt 1m darf er das so bauen? wir schauen dan direkt auf eine Bretterwand.

auf Kommentar antworten

dorod2 am 12.07.2017 16:30

Hallo habe vergessen zu schreiben, dass wir in NRW wohnen.


Redaktion bauen.de am 13.07.2017 09:39

Hallo dorod2,

ja, laut Bauordnung darf er das, sofern der Schuppen maximal drei Meter hoch ist. Er hat dann keine eigene Abstandsfläche und darf sowohl in die Abstandsfläche des Hauses als auch bis direkt an die Grenze zum Nachbarn gebaut werden. Ob dabei andere Rechte verletzt werden und Sie auf juristischem Wege eine Möglichkeit hätten, das Bauvorhaben zu stoppen, können wir nicht sagen. Mit diesem Anlegen müssten Sie sich an einen Anwalt richten.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

kfw75 am 30.06.2017 13:32

Moin, moin aus S.-Anhalt ...wir möchten an die gesamte Rückseite unseres Hauses ein Schleppdach inkl. Regenrinne ansetzten, welches bis zur Grundstücksgrenze reicht, Länge 7m Tiefe ca.2m nach zwei Seiten komplett offen, zum Nachbarn hin zu (Holzverschalung).

Nutzung als Stellfläche für Fahrräder und Gartengeräte.

Wäre dies in S.-Anhalt genehmigungspflichtig ? bzw. überhaupt zulässig? ... und wenn nein, wie wäre die Sachlage ohne feste Verbindung zum Gebäude, quasi als eigenständige, überdachte Fläche?

MfG

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 05.07.2017 15:28

Hallo kfw75,

bei dem Bauwerk kommt es auf die Höhe an. Bei einer mittleren Wandhöhe von 3 Metern darf das Gebäude über eine Länge von bis zu 9 Metern in den Abstandsflächen bzw. bis an die Grundstücksgrenze gebaut werden. Genehmigungsfrei sind Garagen und überdachte Stellflächen bis zu einer Grundfläche von 50 Quadratmetern.

Es sollte also keine Probleme geben.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

hugo am 12.06.2017 16:43

Guten Tag,

ich habe eine Garage auf der Grenze zum Nachbarn stehen. Ich möchte die Decke gerne als Terrasse nutzen. Da ich drei Meter Abstand einhalten muss, darf ich dort kein Geländer errichten!? Darf ich denn einen Sichtschutz errichten? oder gibt es andere Möglichkeiten die Garagendecke in vollem Umfang zu nutzen, ohne dabei irgendwelches Recht zu verletzen? Eventuell gehen auch große Blumenkübel, oder geht sogar ein Zaun wenn ich nicht festverankert wird sondern mobil ist? Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 14.06.2017 10:47

Hallo hugo,

üblicherweise geht von Terrassen, die mehr als einen Meter über der Geländeoberfläche liegen, Wirkung wie von einem Gebäude aus – das dann eigene Abstandsflächen bräuchte und demzufolge nicht direkt an der Grenze zum Nachbarn gebaut werden darf. Eine Ausnahme davon wäre möglich, etwa wenn der Nachbar diese Abstandsflächen auf sein Grundstück übernimmt. Die Abstandsregelungen dienen dem Brandschutz, Vermeidung von Verschattung, Schutz vor unzureichender Lüftung und dem Schutz des Nachbarfriedens. In Ihrem Falle wäre vor allem die Verschattung und der Nachbarfrieden relevant. Sämtliche Vorrichtungen des Sichtschutzes würden zwar den Nachbarfrieden fördern, dafür aber für zusätzliche Verschattung sorgen. Selbst wenn der Nachbar einverstanden wäre, müssten Sie noch mit dem Bauamt reden, eine Übernahme von Abstandsflächen müsste gar ins Grundbuch eingetragen werden.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Ralf am 07.06.2017 16:12

Hallo,

wir haben auch ein kleines Problem.

Wir haben zu unserem Haus in einem Dorf, ein an unserem Grundstück angrenzende Grundstück mit Scheune dazugekauft.

Diese Scheune läuft unter aufgegebene Landwirtschaft.

Zu dieser Scheune gibt es natürlich eine auf der Grenze zum Nachbarn u-förmig ca. 1,5m hoch gemauerten Misthaufen.

Aus diesem schon bestehenden Konstukt möchte ich durch aufstocken in Holz und überdachen, einen Geräteschuppen bauen. Die Maße der alten Misthaufenbefestigung beträgt ca. 8m x 2,8m.

Ist da eine Baugenehmigung erforderlich oder sogar die Einwilligung des Nachbarn erforderlich ???

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 08.06.2017 09:29

Hallo Ralf,

Geräteschuppen und Garagen dürfen in den meisten Bundesländern an die Grenze gebaut werden, über eine Länge von maximal 9 Metern. Da würde Ihr Schuppen also im Rahmen bleiben. Die mittlere Wandhöhe muss außerdem üblicherweise unter 3 Metern bleiben. Neben der Bauordnung ist der Bebauungsplan maßgeblich. Im Zweifel könnten Sie einfach mal beim Bauamt anrufen und formlos anfragen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Thomas am 07.06.2017 07:52

Guten Morgen, Ich habe ein Reihenendhaus, und zu meinem Garten hat der Nachbar eine Garage im Abstand von ca. 1,5 m. Auf dieser Garage ist ein Balkon. Die Räume die zu diesem Balkon , wurden vorher als Büro genutzt und störten mich nicht. Jetzt wurden diese Räume vermietet und als Wohnung genutzt und der Mieter hält sich auf dem Balkon täglich auf. Wie gesagt, der Abstand zu meinen Garten ist ca. 1,5 m und ich fühle mich in meiner Privatsphäre gestört. Kann ich dagegen etwas

Unternehmen ? Bitte gebt mir einen Rat. Vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 07.06.2017 10:11

Hallo Thomas,

eine Garage darf – sofern sie bestimmte Maße nicht überschreitet – üblicherweise in den Abstandsflächen eines Grundstückes gebaut werden. Wird diese Garage als Terrasse benutzt, sieht das anders aus. Selbst kleinste Balkone, die grundsätzlich in Abstandsflächen hineinragen dürfen, bedürfen in vielen Bauordnungen der Bundesländer einen Mindestabstand von zwei Metern zum Nachbargrundstück. Je nach Bebauungsplan, Bauordnung und erteilter Baugenehmigung können Sie Ihrem Nachbarn also unter Umständen untersagen, das Garagendach als Terrasse zu nutzen. Zur Klärung dieser Fragen und zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche sollten Sie allerdings mit einem Anwalt sprechen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de


thomas am 07.06.2017 10:50

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, könnten Sie mir in meiner Umgebung einen Fachanwalt nennen ?? Kreiß Gross Gerau ( Hessen ) Russelsheim am Main ( Hessen ) Oder Mainz ?? Vielen Dank


Redaktion bauen.de am 07.06.2017 11:08

Hallo Thomas,

leider Pflegen wir keine Adressdatenbank und können Ihnen deswegen keinen Anwalt nennen oder gar empfehlen. Im Zweifel kann Ihnen der Anwalt Ihres Vertrauens sicherlich einen guten Kollegen, der sich im Baurecht auskennt, nennen.

Viel Erfolg bei der Suche,

die Redaktion von bauen.de

Heike am 06.06.2017 23:20

Hallo,

wir lassen gerade unseren Garten neu vermessen, da wir noch einmal bauen wollen. Dabei haben wir gemerkt, dass unser Nachbar ca. 50-80 cm zu dicht an unsere Grundstücksgrenze vor ca. 5 oder 6 Jahren gebaut hat. Da wir im Ausland waren, ist es uns nicht aufgefallen. Das Haus wurde zwischenzeitlich aber verkauft.

Nun meine Frage: Können wir noch dagegen etwas tun,z. B. eine Entschädigung verlangen?

Wir leben in Brandenburg, und ich würde mich über eine Antwort freuen.

Heike

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 07.06.2017 09:30

Hallo Heike,

die Abstandsflächen müssen eingehalten werden, im Zweifel kann der Nachbar Abstandsflächen auf sein Grundstück übernehmen und dafür eine Entschädigung verlangen. Dieser Anspruch lässt sich möglicherweise im Nachhinein noch durchsetzen. Vermutlich sieht die Sachlage in Ihrem Fall aber anders aus, denn Sie können keine Abstandsflächen übernehmen, ohne zugestimmt zu haben. Sollte hier ein Versäumnis irgendwelcher Ämter vorliegen, können Sie eventuell auf Schadensersatz klagen. Sollte das Gebäude des Nachbarn gegen die Bauordnung verstoßen, könnten Sie möglicherweise nachträglich noch die Abstandsflächen übernehmen und dafür eine Entschädigung verlangen – oder der Nachbar muss zurückbauen. Sollte der Nachbar auf Basis einer gültigen Genehmigung gebaut haben und der Fehler beim zuständigen Bauamt liegen, könnten Sie möglicherweise auf Schadensersatz klagen. So oder so sollten Sie sich zur Klärung aller Fragen und des Falles juristischen Beistand suchen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

omitsch am 26.05.2017 16:03

Hallo,

wir haben uns vor ca. 1 Jahr ein Haus gekauft (Hessen). Es handelt sich um ein Reihenhaus, dann ist später ein Nachbar da zugezogen (hat sich das Haus nach uns gekauft). Das Reihenhaus ist für 3 Besitzer ausgelegt.

Der neue Nachbar möchte nun an sein Reihenhausdrittel anbauen (sein Drittel liegt mittig zwischen und und dem anderen Besitzer).

Unser Problem ist jetzt, dass wir einen Wintergarten im Erdgeschoss haben der an unser Drittel angebaut ist (3,80), der Nachbar möchte jetzt sein Drittel erweitern (um 1/3 seiner Fläche). Die Erweiterung ist natürlich auf der gleichen Seite wie unser Wintergarten. Da die Erweiterung 2 Stöckig ist und 3,00m sein soll, wäre unser Wintergarten bestimmt zu 80% in totaler Dunkelheit und unser Balkon wäre ebenfalls stehts im Dunkeln da dieser genau über dem Wintergarten ist. Vor dem Wintergarten ist bei uns das Wohnzimmer und es bekommt nur Licht durch den Wintergarten (da dieser später angebaut wurde ist da ein Fenster zum Wintergarten). Vor dem Balkon ist auch ein Zimmer, wenn es auf dem Balkon schattig ist, dann ist auch in dem Zimmer dunkel.

Kurz zusammengefasst bedeutet der Anbau der Nachbarn, dass 2/3 unseres Hauses in Dunkelheit sein werden und nur der Bereich bei der Eingangstür die übrigen 1/3 etwas Licht abbekommen würden.

Der Architekt von unseren Nachbarn hat den Nachbarn schon gesagt, dass wir wohl gegen den Anbau etwas einzuwenden hätten, hat aber trotzdem den Auftrag angenommen und eine Zeichnung für unsere Nachbarn gefertigt.

Was können wir tun um das ganze zu unterbinden bevor es zu spät ist oder es wenigstens prüfen zu lassen?

Vielen Dank im Voraus

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 29.05.2017 09:47

Hallo omitsch,

der Nachbar muss sein Bauvorhaben genehmigen lassen. Ob das Vorhaben genehmigt wird, hängt unter Anderem vom Bebauungsplan ab, der regelt wo auf einem Grundstück gebaut und wieviel Grundstücksfläche überbaut werden darf. Bei Bauvorhaben, die den Nachbarn direkt betreffen, wird dieser üblicherweise gefragt und hat die Möglichkeit, innerhalb einer bestimmten Frist Einspruch zu erheben. Erheben Sie Einspruch, wird das Vorhaben vermutlich nicht genehmigt.

Sie könnten sich vorab beim Bauamt melden und dort mitteilen, dass Sie mit dem geplanten Vorhaben nicht einverstanden sind. An und für sich müssen Sie aber ohnehin gefragt werden. Außerdem könnten Sie bereits jetzt einen Anwalt um Hilfe bitten, der Ihnen bei der Einsicht der Pläne und dem Widerspruch hilft und sich im Zweifel auch mit dem Bauamt auseinandersetzen kann.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Ebimann am 21.05.2017 20:02

Hallo, wir haben Lärmbelastungen durch Parkbänke die relativ dicht an unserem Grunstück stehen, schätze ca. 4 m und zum Haus ca. 10 m.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 22.05.2017 09:06

Hallo Ebimann,

Abstandsflächen beziehen sich auf Gebäude auf einem Grundstück. Nicht um den angrenzenden öffentlichen Raum. So oder so sind Parkbänke von den Abstandsregelungen ausgenommen. Bei Ihrem Fall handelt es sich möglicherweise um Lärmbelästigung, zum Beispiel bei Lärm nach 22 Uhr. In diesem Fall können Sie sich an die Polizei wenden.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Dennis am 17.05.2017 10:38

Hallo, wir haben vor ca. 2 Jahren ein Haus gekauft auf dem bereits mehrere Lauben und Hütten gebaut worden sind. Die auf Grund ihrer einzelnen Flächen unter den in Niedersachsen gültigen 40m³ umbauten Raum bleiben. Meine erste Frage hierzu: Gelten die 40m³ umbauter Raum für jeweils eine Hütte? Wenn 2 Hütten nebeneinander stehen und mit einem "Zwischendach" (Doppelstegplatten) zur Holzlagerung verbunden sind, was gilt dann?

Wir haben zudem eine etwas größere Garage mit einer Baugenehmigung gebaut. Geplant war, die Garage 3m von der Grenze entfernt zu bauen. Leider bot uns der Zimmerer an, dass Dach noch 2m zur Grundstücksgrenze für einen weiteren Holzunterstand zu verlängern. Der Abstand beträgt somit 1m zur Grundstücksgrenze zum Nachbarn. Die Garage hat eine Höhe von 5,25m und ein Satteldach welches zur Grundstücksgrenze abfällt. Wir können demnach leider nicht von den 3m Garagenhöhe Regelung Gebrauch machen. Wir verstehen uns mit dem Nachbarn relativ gut. Welche Möglichkeit haben wir nun den Bau nachträglich zu "legalisieren"? Ist ein Eintrag im Grundbuch meines Nachbarn ausreichend? Müssen wir den Bauantrag nachjustieren? Da es ja eine Abweichung vom ursprünglichen Bauantrag darstellt. Ein Rückbau wäre natürlich nachvollziehbar auf Grund unserer Schusseligkeit, wir würden dennoch gerne drauf verzichten.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 17.05.2017 13:05

Hallo Dennis,

Gebäude mit weniger als 40m³ brauchen in vielen Fällen keine Baugenehmigung. Das gilt für jedes einzelne Gebäude. Ob die beiden Hütten in Ihrem Fall als ein oder als zwei Gebäude gezählt werden, können wir Ihnen leider nicht zuverlässig sagen. Allerdings gelten auch bei genehmigungsfreien Gebäuden auf einem Grundstück Abstandsflächen (§ 7 NBauO).

Die Bauordnung sieht außerdem vor, dass die Abstandsflächen von Dachüberständen von weniger als einem halben Meter unterschritten werden dürfen. Ihre Garage entspricht also weder der Bauordnung noch der Baugenehmigung. Ihr Nachbar kann die geforderten Abstandsflächen allerdings auf sein Grundstück übernehmen. Allerdings nur dann, wenn dadurch nicht seine eigenen Abstandsflächen überlagert werden. Die Übernahme wird im Grundbuch notiert und kann gelöscht werden, sobald Sie Ihre Garage abreißen oder zurückbauen. Damit ist allerdings nicht das Problem der Baugenehmigung gelöst.

Um sicher zu gehen, sollten Sie sich entweder einen Rechtsbeistand holen oder einfach offen mit dem Bauamt reden.

Herzliche Grüße,

die Redaktion der bauen.de

Jochen am 29.04.2017 09:34

Hallo, wir wohnen in Baden-Württemberg. Im vergangenen Jahr stellten wir einen Bauantrag für einen Anbau (80 m²) der zwischen unserem Haus und der Grenzmauer zum Nachbarn gebaut werden sollte. Dieser Nachbar gab keine Zustimmung, da wir die Grenzmauer auf 4 m erhöhen wollten. Mittlerweile haben wir uns auf die momentane Bestandshöhe geeinigt. Alle weiteren Nachbarn waren einverstanden. Den Bauantrag zogen wir zurück und änderten das Baukonzept, in dem wir einen vorhandenen (und im ersten Antrag zum Abriss vorgesehenen) Schuppen in den Anbau integrierten. Wir sind nun in keinem Fall höher als der derzeitige Bestand.

Der neue Bauantrag wurde jetzt abgelehnt - die handelnden Personen bei der Genehmigungsbehörde haben gewechselt. Begründung: wir haben schon 26 Meter Grenzbebauung (2 Gartenhütten, ein Unterstand und ein Carport bei insgesamt ca 120 m Grundstücksgrenze.) Das war beim ersten Bauantrag kein Thema - der Anbau würde schon stehen, wenn der Nachbar damals zugestimmt hätte. Meine Fragen:

Gibt es Ermessensspielräume bei der Genehmigung?

Kann ich mich auf Vertrauensschutz berufen? Der Anbau war ja seitens des Bauamtes im vergangenen Jahr genehmigungsfähig

Einen Bebauungsplan gibt es nicht.

Über Infos würden wir uns sehr freuen

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 03.05.2017 15:22

Hallo Jochen,

wenn ein Bauvorhaben gegen das Gesetz verstößt, ist es unerheblich, ob der Nachbar einverstanden ist. In Ihrem Fall scheinen sich die geforderten Abstandsflächen nicht realisieren zu lassen, von denen beispielsweise Garagen und Nebengebäude, nicht jedoch Wohngebäude ausgenommen sind. Es scheint wenig Grund zu geben, den Bauantrag zu genehmigen, und das vorherige Vorhaben, das ja noch gar nicht genehmigt war, scheint mit dem jetzugen wenig zu tun zu haben. Wenn Sie versuchen wollen, ihr Bauvorhaben durchzusetzen, brauchen Sie juristischen Beistand, der Ihnen eine fundiertere Einschätzung zu Ihrer Situation geben kann.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Tina am 27.04.2017 13:23

Hallo unser Nachbar hat vor ca. 20 Jahren sein Grundstück um ca 70 cm künstlich angehoben und darauf seine Terrasse gebaut . Es gibt keine Grenzmauer, aber an der Grenze standen mehrere kleine Nebengebäude / Ställe welche er als Stütze genutzt hat. Die Stallungen wurden von uns abgerissen, weil sie sonst eingestürzt wären und wir diese auch nicht benötigen. Nun haben wir das Problem das wir nur bis zu der Erhöhung des Nachbargrundstück abreißen konnten. Also es stehen noch die angrenzenden Mauer Reste. Reißen wir diese weg rutscht das Nachbargrundstück bzw. Seine Terrasse auf unsere Seite. Es ist offenbar keine vorherige Sicherung des aufgefüllten Bodens erfolgt. Kann ich verlangen, das er sein Grundstück sichert ? Damit ich die restlichen Mauer Reste entfernen kann.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 28.04.2017 10:34

Hallo Tina,

Aufschüttungen von unter einem Meter bedürfen üblicherweise keine Baugenehmigung, sofern die Fläche nicht zu groß ist (In NRW zum Beispiel unter 400 m²). Die Aufschüttung des Nachbarn dürfte also an sich kein Problem sein. Bei der Mauer ist die Frage, ob es sich um eine Grenzanlage handelt, also auf beiden Grundstücken steht. Sie dürfen die Mauer nur dann abreißen, wenn sie die Grundstücksgrenze nicht überschreitet, also Ihnen allein gehört. Dennoch haften Sie möglichereise für Schäden, die durch den Abriss der Mauer am Gebäude des Nachbarn, also der Aufschüttung und der Terrasse, entstehen. Für die Funktionsfähigkeit des angrenzenden Bauwerks sind Sie hingegen vermutlich nicht verantwortlich.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.

Sie sollten deshalb zunächst versuchen, sich mit dem Nachbarn zu einigen. Ansonsten müssten Sie sich einen Rechtsbeistand holen. Solche Einzelfälle landen oftmals vor Gericht.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Franzi-robert am 26.04.2017 20:09

Sehr geehrte Damen und Herren

Wir wohnen in Brandenburg und haben ein Grundstück wo wir jetzt ein doppelhaus bauen wollen.

Der Nachbar hat an seinen Haus eine Garage mit Flachdach von 10 Meter und davor ein carport von 5 Meter und die komplette Länge von 15 Meter ist bis Zaun Grenze gebaut.

Ca 3.60 Meter Höhe.

Müssen wir nun nur unsere 3 Meter Abstand einhalten und ganz und gar 6 Meter? Womit der Bau nicht mehr möglich wäre

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 28.04.2017 10:00

Hallo Franzi-robert,

die Abstandsflächen müssen immer auf dem eigenen Grundstück liegen. Bei der Bauplanung müssen Sie deswegen auch nur Ihre eigenen Abstandsflächen beachten. Angenommen, für das Gebäude, dass Sie planen, fallen drei Meter Abstandsfläche an, müssen Sie auch nur diese einhalten. Die Art der Bebauung auf angrenzenden Grundstücken hat keinen Einfluss.

Einzige Ausnahme: Theoretisch kann ein Grundstücksbesitzer die Abstandsflächen angrenzender Gebäude übernehmen. Das ist dann allerdings im Grundbuch vermerkt.

Da Sie für Ihr Doppelhaus ohnehin eine Baugenehmigung brauchen, erhalten Sie im Zuge dieses Verfahrens Rechtssicherheit.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de


Franzi-robert am 26.04.2017 20:15

Die Höhe ist doch nur 2.75

desperado07 am 23.04.2017 22:27

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir wohnen in Sachsen Anhalt und haben auf unserem Grundstück einen Carport mit einer Länge von 8,50 m innerhalb der Abstandsfläche an einer Grundstücksgrenze (Bezeichnung A) (nicht direkt auf der Grenze, lediglich im Abstand von 40cm) .

Im sachsen-anhaltinischen Landesrecht ist diebezüglich folgendes geltend :

(9) In den Abstandsflächen eines Gebäudes sowie ohne eigene Abstandsflächen sind, auch wenn sie nicht an die Grundstücksgrenze oder an das Gebäude angebaut werden, zulässig

1.

Garagen und Gebäude ohne Aufenthaltsräume und Feuerstätten mit einer mittleren Wandhöhe bis zu 3 m und einer Gesamtlänge je Grundstücksgrenze von 9 m,

2.

gebäudeunabhängige Solaranlagen mit einer Höhe bis zu 3 m und einer Gesamtlänge je Grundstücksgrenze von 9 m und

3.

Stützmauern und geschlossene Einfriedungen in Gewerbe- und Industriegebieten, außerhalb dieser Baugebiete mit einer Höhe bis zu 2 m.

Die Länge der die Abstandsflächentiefe gegenüber den Grundstücksgrenzen nicht einhaltenden Bebauung nach Satz 1 Nrn. 1 und 2 darf auf einem Grundstück insgesamt 15 m nicht überschreiten.

Wir wollen uns ein zweites Carport bauen, wieder innerhalb einer Abstandsfläche jedoch an einer anderen Grundstücksgrenze als an dener wo unser 1.Carport gebaut wird, die Länge beträgt 6 m, d.h. in Summe wäre die Gesamtlänge der Bebauung in der Abstandsfläche an 2 verschiedenen Grundstücksgrenzen 14,5m.

Und jetzt folgende Problematik : Das Carport soll in die Ecke des Grundstückes gebaut werden, d.h. 6m des Carportes sind im Abstandsbereich von einer Grenze (Bezeichnung B) , die Stirnseite (3m) des zu bauenden Carportes würde sich dann im Abstandsbereich der Grenze (Bezeichnung C) befinden.

Wenn man jetzt alle betroffenen Abstandsbereichs-Längen miteinander addiert wären dies dann 17,50 m bei 2 Carports, die wiederum in Ihrer addierten Länge lediglich 14,5m lang sind, und sich in 3 verschiedenen Grenz-Abstandsflächen befinden.

Wäre dieser Bau des 2. Carports rechtswiedrig oder denken wir diesbezüglich zu kompliziert?

Recht vielen Dank für eine Beurteilung Ihrerseits.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 26.04.2017 10:08

Hallo desperado07,

Garagen und Carports sind in Sachsen-Anhalt grundsätzlich verfahrensfrei und dürfen auch in Abstandsflächen gebaut werden. Wie Sie richtig zitieren, dürfen Sie pro Grenze maximal 9 Meter innerhalb der Abstandsflächen bebauen und pro Grundstück maximal 15 Meter. Eine Grenzbebauung von insgesamt 17,50 Metern innerhalb der Abstandsflächen ihres Hauses wäre damit unzulässig, auch wenn sich diese Summe auf drei verschiedene Grenzen und Abstandsflächen bezieht. Anders sieht es aus, wenn Sie ein Carport zwar an der Grenze aber außerhalb der Abstandsflächen bauen wollen. Im Zweifel sollten Sie beim zuständigen Bauamt nachfragen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Anita am 19.04.2017 15:53

Mit Einigung des Nachbarn wurde eine Grenzbebauung auf unserer Seite eine Garage und der Nachbar ein kleines Haus zum Zwecke einer Ferienwohnung gebaut. Die Rückseite der Ferienwohnung des Nachbarn grenzt an mein Grundstück (ohne Abstand) und wurde mit einem Fenster versehen. Meine Frage: Ist das Fenster rechtlich erlaubt da es an meinem Grundstück liegt oder müsste die Wand Fensterlos sein? Gibt es im Baurecht ( Sachsen) einen Paragraphen dafür? Außerdem will der Nachbar eine Energiedämmung auf dieser Rückseite anbringen und würde somit noch weiter in mein Grundstück damit reinkommen.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 20.04.2017 14:36

Hallo Anita,

in Sachsen dürfen Garagen und kleinere Gebäude in die Abstandsflächen eines Gebäudes also grundsätzlich auch bis an die Grundstücksgrenze gebaut werden. Für Wohngebäude, zu denen auch eine Ferienwohnung zählt, gibt es keine Ausnahmeregelung. Vermutlich darf das Gebäude Ihres Nachbarn also nicht direkt an der Grundstücksgrenze stehen, auch dann nicht, wenn Sie Ihr Einverständnis gegeben haben. Ihr Nachbar bräuchte eine Baugenehmigung, die dann auch die Frage mit dem Fenster klären würde. Ohne Baugenehmiging kann das zuständige Bauamt sogar veranlassen, ein Gebäude wieder zu entfernen.

In manchen Bundesländern gibt es zudem Ausnahmeregeln für eine Wärmedämmung, in Sachsen jedoch nicht, Grund und Boden des Nachbarn sind sowieso tabu. Seine Wärmedämmung darf er also nicht anbringen, wenn er damit die Grundstücksgrenze überschreitet.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Schilling am 05.04.2017 14:21

Ich habe eine Frage....wir haben ein Haus gekauft und bauen dies gerade um. An dem Haus befindet sich direkt an der Grundstücksgrenze ein zweistöckiger Anbau. Den oberen Stock des Anbaus möchten wir abreißen, so dass wir später den Anbau zur Garage umfunktionieren und darauf einen Balkon haben. Direkt nebenan befindet sich ein Schulhof. Ist dieses Vorhaben so erlaubt oder brauchen wir die Zustimmung des Nachbarn.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 07.04.2017 09:54

Hallo Schilling,

es handelt sich bei Ihrem Umbau auch um eine Nutzungsänderung, denn Sie wollen ja Wohnfläche in Nutzfläche bzw. Balkonfläche umwandeln. Sie brauchen deswegen vermutlich eine Genehmigung für ihr Vorhaben. Am besten, Sie fragen mal im zuständen Bauamt nach.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Jeff am 24.03.2017 21:38

Hallo.Habe eine doppelgarage ca 48qm mit dem Dachneigung 38 grad an der grundstückgrenze.Daneben habe noch drei stellplätze für Autos.Würde gerne die Garage als Hobbyraum,ewentuell später als einliegerwohnung ausbauen.Geht das überhaupt.Wohne in Bayern.LG Jeff.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 27.03.2017 10:11

Hallo Jeff,

das kommt auf den Bebaungsplan an und darauf, was Sich auf der anderen Seite der Grenze befindet. Sofern die Abstandsflächenregelung bei Ihnen zutrifft und die Garage nur Aufgrund der Sonderregelunge für Garagen direkt an der Grenze stehen darf, dürften Sie diese höchstwahrscheinlich nicht zum Wohnraum umbauen. Genauere Informationen erhalten Sie beim zuständigen Bauamt.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Nadine am 16.03.2017 17:20

Hallo ich komme grade vom Bauamt wo man mir sagte ich dürfte keinen Balkon anbauen, da ich eine mindest Grenze von 3 m zum Nachbarn einhalten müsste. Wie sieht es denn aus wenn meine Nachbarn nichts dagegen hätten das ich den Balkon Baue und dann nur 2 m bis zur Grenze wären. Würde ich dann die Genehmigung bekommen? Also mit dem Einverständnis der Nachbarn?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 17.03.2017 09:06

Hallo Nadine,

die Abstandsflächen werden in der jeweiligen Bauordnung eines Landes geregelt. Dabei werden Balkone aber üblicherweise nicht gewertet – zumindest wenn sie weniger als 1,50 Meter aus dem Bauwerk herausragen und sich über weniger als ein Drittel der Fassade erstrecken. Warum das Bauamt in Ihrem Falle kein grünes Licht erteilt, können wir nicht sagen. Am besten Sie fragen noch einmal nach der Begründung. Bei dieser Gelegenheit können Sie auch nachfragen, ob eine Einverständniserklärung des Nachbarn eine Entscheidung beeinflussen würde.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

iris am 05.03.2017 11:37

Ich habe eine Doppelgarage. Hier wurde vom Nachbarn eine Bebauung/Balkon unter Einhaltung des Abstandes von 3 m in NRW untersagt mit dem Hinweis auf previligiertes Bauen. Entfällt diese Vorschrift für die Bebauung von Gagargendächern in 2017?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 06.03.2017 10:57

Hallo iris,

in der Tat hat der Landtag einige Änderungen an der Bauordnung beschlossen, die ihren Fall betreffen. Bisher waren in § 6 (11) Garagen von eigenen Abstandsflächen befreit und konnten innerhalb vorhandener Abstandsflächen gebaut werden, auch bis an die Nachbarsgrenze. In der Neufassung sind an gleicher Stelle explizit auch solche Garagen genannt, auf denen eine Terrasse errichtet wurde – zumindest dann, wenn die Terasse selbst einen Abstand von mindestens 3 m zur Grundstücksgrenze einhält. Diese Neuerung tritt voraussichtlich Ende 2017 in Kraft.

Ihre Garage darf also grundsätzlich direkt an der Grenze stehen, die Terrasse darauf muss allerdings einen Abstand von 3 m einhalten. Unter Umständen dürfen Sie also nicht die gesamte Dachfläche als Terrasse nutzen. Im Zweifel wenden Sie sich bitte an das zuständige Bauamt.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

KarSto am 01.03.2017 09:13

Hallo, ich habe eine Frage zur max. Grenzbebauung von Nebengebäuden.

Mein Grundstück grenzt mit einer Längsseite mit jeweils 50% genau zwei Nachbargrundstücke.

Die max. Grenzbebauung lt. Landesbauverordnung zu einer Grundstücksgrenze beträgt 9 Meter.

Die max. Grenzbebauung insgesamt beträgt 15 Meter.

Heißt das, ich kann auf meinem Grundstück an meiner erwähnten Grenze zu

zwei Nachbargrunstücken die max. Grenzbebauung von 15 Meter realisieren

wenn ich die Grenzbebauung pro Grundstücksgrenze von max. 9 Meter beachte?

aber auch dauf meinem Grundstück

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 02.03.2017 09:57

Hallo KarSto,

die Formulierungen und Regelungen der Bauordnungen unterscheiden sich in den Bundesländern leicht. Je Nachbargrenze dürfen Sie üblicherweise maximal 9 Meter innerhalb der Abstandsflächen bebauen. Manchmal wird wie bei Ihnen eine Maximallänge von 15 Metern ausgewiesen, die sich dann auf alle Nachbargrenzen bezieht. Grundsätzlich haben Sie also Recht. Dennoch gibt es weitere Regeln und Sie können sich nicht darauf verlassen, definitiv in diesem Bereich bauen zu dürfen. Theoretisch dürfen Sie sogar eine noch größere Fläche bebauen, sofern sie außerhalb der Abstandsflächen liegt. Im Bebauungsplan sind möglicherweise Flächen ausgezeichnet, die gar nicht bebaut werden dürfen. Gebäude wie Garagen, benötigen möglicherweise eine Baugenehmigung, zumindest sofern sie außerhalb der Baulinien gebaut werden sollen. Sie sollten sich mit Ihrem Vorhaben also an das örtliche Bauamt wenden.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

LUSI am 23.02.2017 08:50

Ist genauso mit unser Hasenstall was Wir auf unsere Terrasse haben was 20 Meter von nachbargrundstück weg ist, sie fühlt sich gestört das wir denn hasenstall aus missten. Ich kann doch nicht meine Tiere verkommen lassen nur weil sie sich gestört fühlt. Sie soll lieber auf hören zu rauchen dann sitz sie nicht stunden lang an Fenster und beobachtet uns was wir im Garten machen. Naja Sie hat nix ander zu tun als rum zu meckern.

auf Kommentar antworten

LUSI am 23.02.2017 08:38

Mein Mann seine Oma hat eine Haus Hälfte gekauft wo mit Hecke ander 1 m Abstand bei der Grenze und wir möchten ein Geräteschuppen an die Hecke stellen was nicht fest ist. Müssen Wir egendwas beachten? Nachbarin meckert immer rum habe Mir auf unser Grundstück an der Hecke Kompost wo ich nur Laub rein mache hat Sie mitbekommen und macht Stress. Dürfen wir kein Kompost auf unser Grundstück haben?

auf Kommentar antworten

Redaktion von bauen.de am 23.02.2017 11:16

Hallo LUSI,

besten Dank für Ihren Kommentar. Leider können wir Ihren Fall pauschal aus der Ferne nicht beurteilen, da es auch ganz darauf ankommt, in welchem Bundesland Sie leben. Welche Regelungen im Einzelfall gelten und ob eine Baugenehmigung notwendig ist, erfahren Sie im jeweiligen Gesetzestext sowie beim zuständigen Bauamt. Inwieweit der Nachbar verlangen kann, dass der Komposthaufen entfernt wird, hängt unter anderem von den örtlichen Gegegebenheiten und von der Intensität der Geruchsbelästigung (§ 911 BGB) ab.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Redaktion von bauen.de

Melli78 am 15.02.2017 15:53

Wir möchten auf unserem Grundstück im Garten einen Hasenstall mit einem Abstand von 1 m zur Nachbargrenze bauen. Der Hasenstall hat eine Höhe von 208, Breite von 166 und Tiefe von 78 cm. Ist dies zulässig? Da der Nachbar dies nicht möchte, haben wir einen Sichtschutzzaun mit einer Höhe von 1,80 m gebaut, damit er den Hasenstall nicht sieht. Auch hier hat er uns wieder mit Anwalt gedroht.

Danke

auf Kommentar antworten

Redaktion von bauen.de am 16.02.2017 10:16

Liebe Melli78,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Wir möchten Ihnen in diesem Fall den Gang zum zuständigen Bauamt empfehlen, da unter anderem die Regelungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind.

Beste Grüße

Ihre Redaktion von bauen.de

Flopes am 08.02.2017 20:25

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Gilt das 10m Minimum, auch wenn es um einen Friedhof, der unter Denkmalschutz steht? Spielt hier die Höhe des Gebäudes auch eine Rolle, wenn ja welche?

gelten die obere Mindestabstände auch in fall von Denkmahlen, als benachbarte Gebäude z.B.?

Danke!

auf Kommentar antworten

Redaktion von bauen.de am 09.02.2017 08:56

Hallo Flopes,

in diesem Fall möchten wir Sie gerne an die zuständige Baubehörde verweisen. Diese kann Ihnen zu diesem speziellen Fall die nötigen Informationen geben.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Redaktion von bauen.de

Camping am 08.02.2017 13:30

Hallo, gelten die "normalen" Abstandsregelungen zur Grundstücksgrenze des Nachbarn auch für einen raumhohen Anbau, der bisher bereits als überdachte, teilverglaste Terrasse existiert? Danke

auf Kommentar antworten

Redaktion von bauen.de am 09.02.2017 13:04

Hallo Camping,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Leider können wir aus der Ferne nicht beurteilen, ob es sich bei der Terrasse um eine Nebenanlage oder einen Bestandteil des Hauses handelt. Denn davon hängt es ob, inwieweit die Abstandsregelungen einzuhalten sind. Weitere Informationen kann Ihnen hier die örtliche Baubehörde geben.

Mit besten Grüßen

Ihre Redaktion von bauen.de

Flopes am 05.02.2017 14:59

Hallo, Ich hätte gerne ähnliche Informationen im Bezug auf Friedhöfe. Regeln für Abstandsflächen und zur Grenzbebauung im Bezug auf Friedhöfe. Können Sie mir helfen? normales Friedhof oder Friedhöfe als Kulturerbe. Danke!

auf Kommentar antworten

Redaktion von bauen.de am 08.02.2017 09:17

Hallo Flopes,

besten Dank für Ihren Kommentar. Gemäß §8 Art.1 des Bestattungsgesetzes müssen Gebäude, die nicht Friedhofszwecken dienen, vom Friedhof mindestens 10 Meter Abstand einhalten. Die Baurechtsbehörde kann hiervon Ausnahmen zulassen, wenn Ruhe und Würde des Friedhofs nicht wesentlich beeinträchtigt werden und polizeiliche Gründe nicht entgegenstehen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Redaktion von bauen.de

ralf2016 am 30.01.2017 21:39

Hallo, können Sie das Thema einmal am Beispiel eines Reihenhauses mit Dacherhöhung erklären. Also konkret: unser Nachbar hat sein Dach saniert, 30 cm höher (damit kann ich leben) und 30 cm über unser Dach gezogen - dann auf unsere Dachziegel nach unten aufgesetzt und abgedichtet. Sowas kann doch nicht zulässig sein? Er ist ja damit vollständig auf unserer Grundfläche - auch bei einer Instandhaltung des Daches müssen wir ja quasi sein Dach abtragen, um an unser Dach zu kommen. Wir wohnen in NRW. Die Aufstockung nach oben OK - aber zu unseren Seite...

Eine kleine Grafik, was wie zulässig und genehmigungsfähig ist wäre sehr hilfreich - vielen Dank.

auf Kommentar antworten

Redaktion von bauen.de am 31.01.2017 13:30

Lieber ralf2016,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Leider können wir Ihren Fall aus der Ferne nicht konkret beurteilen. Allerdings hätte Sie der Nachbar vor der Instandhaltung seines Daches um Zustimmung fragen müssen. Daher empfehlen wir Ihnen, dennoch zuerst das Gespräch mit dem Nachbarn zu suchen. Sollte dies zu keiner Lösung führen, können Sie in einem weiteren Schritt einen Fachanwalt hinzuziehen.

Mit besten Grüßen

Die Redaktion von bauen.de

Lieschen am 30.01.2017 20:31

Sehr geehrte Redaktion,

herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort. Kann an Stelle der Übernahme der Abstandsfläche durch den Nachbarn auch ein (grundbuchlich gesicherter) gegenseitiger Verzicht auf die Einhaltung der Abstandsregel treten? Er erlaubt uns und wir erlauben ihm, in der Abstandsfläche einen Aufenthaltsraum zu bauen?

auf Kommentar antworten

Redaktion von bauen.de am 31.01.2017 13:33

Hallo Lieschen,

da dieser Fall unter Umständen ein sehr komplexes Unterfangen darstellen kann und wir keine Rechtsberatung leisten dürfen, möchten wir Ihnen hier eine ausführliche Beratung seitens eines Fachanwalts oder Notars empfehlen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Redaktion von bauen.de

Lieschen am 23.01.2017 23:58

Stimmt es eigentlich, dass es möglich ist, eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten, um einen Wohnraum in der Abstandsfläche zu bauen, wenn der Nachbar zustimmt, z.B. weil man ihm erlaubt, das gleiche zu tun (und das möglicherweise im Grundbuch oder Baulastenverzeichnis eingetragen wird)?

auf Kommentar antworten

Redaktion von bauen.de am 26.01.2017 09:14

Hallo Lieschen,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Es ist erlaubt, dass Nachbarn Abstandsflächen abtreten: In genehmigten Ausnahmefällen und mit Einverständnis des Nachbarn darf an die Grenze eines Grundstücks gebaut werden. Allerdings sollte der Nachbar der Abstandsflächenübernahme gegenüber der Bauaufsichtsbehörde schriftlich zustimmen. Um etwaigen Streitfällen vorzubeugen, sollte ein Eintrag im Grundbuch überlegt werden.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Redaktion von bauen.de

Nachbar 2017 am 22.01.2017 21:59

Die Gebäudeklasse 2 bezieht sich auf Doppelhäuser.

Gilt die Bruttogrundfläche von max 400 m² je Doppelhaushälfte oder insgesamt für beide Gebäudehälften ?

Vielen Dank für die Beantwortung

auf Kommentar antworten

Redaktion von bauen.de am 23.01.2017 12:39

Hallo Nachbar2017,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Die Bruttogrundfläche von maximal 400 Quadratmeter bezieht sich jeweils auf eine Gebäudehälfte.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Redaktion von bauen.de

Koelner1976 am 30.12.2016 08:30

Wir wohnen auch in einem Neubaugebiet und haben in der Grenzbebauung zum Nachbargrundstück eine Fertigbetongarhe stehen. Hier schließt sich auch die Einzelgarage des Nachbarn an. Soweit so gut.

Der Nachbar hat auf seiner Garage ein Aussengerät seiner Heizung stehen - Hierbei handelt es sich um ein größeres Gerät. Ist dies erlaubt unabhängig von der Geräuschentwicklung.

Vielen Dank vorab für die Rückmeldungen.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 30.12.2016 10:22

Hallo Koelner1976,

Außengeräte von Heizungsanlagen dürften üblicherweise genehmigungsfrei sein. Natürlich kommt es auf die Größe des Gerätes an. Die Bauordnungen ignorieren oftmals Gebäudeteile, die weniger als 1,50 Meter hervortreten und schmaler als 5 Meter sind. Sogar Garagen dürfen teilweise ohne Baugenehmigung aufgestellt werden. Anlagen dürfen in Deutschland in Wohngebieten tagsüber üblicherweise 50 dB erzeugen, Nachts 35 dB.

Herzliche Grüße,
die Redaktion von bauen.de   

Michael1301 am 27.12.2016 09:26

Hallo, an der hinteren Seite unseres Grundstückes grenzt Ackerland und die beiden Seiten rechts und links sind normale bebaute Grundstücke zu welchen die 3m Abstände eindeutig einzuhalten sind, da sie im Bebauungsplan mit drinne sind. Aber wie ist es denn mit den Abstandflächen beim Hausbau zu landwirtschaftlichen Ackerland welches nicht im Bebauungsplan enthalten ist?

Vg Michael

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 27.12.2016 12:22

Lieber Michael1301,

da jedes Bundesland eine eigene Bauordnung hat und die Abstandsflächen daher von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausfallen können, raten wir Ihnen, beim zuständigen Landratsamt nachzufragen.

Viele Grüße

die Redaktion von bauen.de

cxon am 16.11.2016 10:43

Laut §6 (9) Hessische BO darf eine erdgeschossige Garage in den Abstandsflächen des Gebäudes liegen, sofern sie eine Nutzfläche von 100m² nicht übersteigt. Und das zudem ohne eigene Abstandsfläche zum Gebäude.

auf Kommentar antworten

Leonie Unbenannt am 20.10.2016 18:17

In unserer bayer. Stadt werden seit 1981 m.W. alle Neubaugebiete mit verkehrsberuhigte Sackstraßen bebaut, also als nicht öffentliche Anliegerstraßen ohne Gehwege und ohne öffentlichen Durchgangsverkehr.

Ist das zulässig?

Müssen nicht alle Baugrundstücke an öffentliche Straßen angeschlossen sein?

Müssen nicht alle Anlieger, die selbst Verkehr verursachen, auch Verkehr erdulden?

Müssen nicht alle Anlieger für ca. gleich breite und stark befahrene Straßen die Kosten (Herstellung, Straßenreinigung und Neuherstellung) übernehmen?

Müssen nicht alle Anlieger ruhenden Verkehr vor ihren Grundstücken ertragen?

Müssen nicht alle Anlieger einen Gehweg an ihrem Grundstück verkehrssicher halten?

In unserem Fall mussten wir Außen-oder Randlieger sogar die Gärten (in unserem Fall 2 Gartenseiten durch Eckgrundstück) an zwei immer stärker befahrene Tempo-30-Straßen legen, die hohen Erschließungskosten für ein verkehrsberuhigtes Gebiet für unser 2-3x so großes Grundstück bezahlen.

Eine Zufahrt wurde uns über 3 Anliegerstr. in Form einer Privatstr. zur Häfte mit unserem Nachbarn aufgezwungen.

Seit wann gilt: Eine Zufahrt ist von einer öffentlichen Straße zu gewähren (auch Gerichtsurteile vorhanden), auch bereits 1981 (Bebauungsplanerstellung)?

Ist dieser Bebauungsplan rechtens, der die Innenlieger in Friedhofsruhe z. T. an Grünanlagen und ohne öffentlichen fließenden und ruhenden Verkehr, ohne öffentliche Gehwege und z.T. ohne Verkehrsflächen, da Häuser und Garagen direkt an den verkehrsberuhigten Straßen liegen, wohnen lässt, was deren Gesundheit, Lebensdauer, Immobilienvermögen erhöht und ihre Ausgaben auf ein Minimum reduziert?

Das Bundesministerium f. Verkehr u. Städtebau teilte uns mit, dass eine Verkehrsberuhigung nur an einzelnen, dem Verkehr untergeordneten Str. erfolgen darf.

Im Verwaltungsrecht findet sich zu den entsprechenden Schildern, dass für den ruhenden Verkehr dort gesorgt werden muss.

In der Imm.-Schutz-VO in Verbindung mit der StVO findet sich, dass unnötiges Hin-und Herfahren unzulässig ist.

Diese Verkehrs-Undurchlässigkeit erfordert durch die dortigen Bewohnern große, umweltschädliche Umwege.

Zudem ist der Flächenverbrauch für Straßen trotz der geringeren Breite höher, da meist vor und hinter den Wohngrundstücken Straßen liegen.

Was ist in den höheren Erschließungskosten für verkehrsberuhigte Baugebiete enthalten?

Wie hoch sind diese Erschließungskosten im Verhältnis zu öffentlichen Straßen?

Sind die dortigen gekennzeichneten (Privat-)Parkplätze in den Erschließungskosten enthalten?

Zählen diese Parkplätze zu den Straßenbreiten oder werden Sie davon - wie m.W, auch sonst als Parknischen - ausgenommen, was die Allgemeinheit belastet?

Waren/sind die dortigen umfangreichen Grünanlagen und sonstigen Bepflanzungen in den Erschließungskosten enthalten oder wurde/wird die Allgemeinheit damit belastet?

Wer kommt für die dauernden Grünpflegemaßnahmen dort auf?

Ist es erlaubt, Straßen auf Allgemeingrund fast flächendeckend als Privatstraßen Privatpersonen zur Verfügung zu stellen?

Ist damit der Grundgesetz-§: Alle Bürger sind vor dem Gesetz gleich, ausgehebelt?

Usw. ...

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Redaktion bauen.de am 31.10.2016 12:22

Hallo Leonie Unbekannt,

Sie scheinen sich bereits umfassend zum Thema informiert zu haben. Mit vielen Ihrer Fragen sollten Sie sich an Ihre Stadt wenden. Andere Fragen müsste ein Rechtsanwalt beantworten.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Redaktion bauen.de am 23.05.2016 17:48

Hallo gerepa,

grundsätzlich ist eine verbaute Aussicht kein Mangel. Dass ein benachbartes Grundstück bebaut wird, damit muss man rechnen. Vielleicht hätte ihr Vermieter gegen die Ausnahmegenehmigung Einspruch erheben können, dann ergibt sich daraus möglicherweise ein Anspruch. Aus der Ferne lässt sich die Situation aber nicht weiter einschätzen, eine Rechtsberatung dürfen wir nicht durchführen. Sie könnten sich aber an den Mieterbund wenden.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

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gerepa am 21.05.2016 08:39

Wir wohnen in einer kleineren Wohnanlage in einer bayerischen Stadt. Vor unserer Wohnung wurde eine weitere Wohnanlage errichtet mit einem Abstand von 5,5 m direkt vor unserem Wohnzimmer und Balkon, voll davor. Ist jetzt gut beschattet. Unser Gebäude ist 3 stöckig, das neue Gbäude etwa flacher. Eine Ausnahmegenehmigung für den Neubau liegt vor. Sind wir zur Mietminderung berechtigt?

Danke !!!

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bauen.de-Redaktion am 31.03.2016 11:24

Hallo Umut,

laut der Landesbauordnung in Baden-Württemberg (§ 7 Brandwände, Abs. 1, Satz 1) sind spezielle Brandwände erforderlich, wenn die Abschlusswand näher als 2,50 Meter zur Nachbargrenze steht, es sei denn, es ist ein Abstand von mindestens 5 Metern zum bestehenden oder künftigen Gebäuden nach baurechtlichen Vorschriften gesichert. Allerdings kann auch der örtliche Bebauungsplan eine Rolle bei Ihrem Problem spielen oder bei einem Altbau könnte Bestandsschutz bestehen. Deswegen würden wir Ihnen empfehlen, sich beim zuständigen Bauamt zu erkundigen, ob es weitere Vorschriften gibt und wie sich das Problem am besten lösen lässt.

Beste Grüße

die bauen.de-Redaktion

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Umut am 30.03.2016 19:16

Hallo und guten Tag,

wir hatten vor zwei Jahren ein kleines Häuschen gekauft. (BW) Durch die Hanglage schauen wir auf der Rückseite im Erdgeschoss genau auf eine Rasenfläche des Nachbars.

Uns gehört auf der Rückseite nur ein Meter um das Haus herum. Der Rest ist Nachbargrundstück.

Bei der damaligen Renovierung wurden die Fenster und Teile des Daches erneuert.

Jetzt ändern sich die Eigentumsverhältnisse bei dem Nachbar und der neue Besitzer ist der Meinung, wir hätten die gesamte Hausseite in einer brandsicheren Ausführung herstellen müssen. Er müsse nun darauf bestehen, damit er zum Beispiel beim Grillen, nicht für auftretende Brandschäden zur Rechenschaft gezogen werden kann.

Wir sind natürlich ratlos, da wir für solche Sanierungsarbeiten kein Geld zur Verfügung haben.

Gibt es irgendein Hoffnungsschimmer?

Vielen lieben Dank für eure Rückmeldung im Voraus! Gruß - Umut

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bauen.de-Redaktion am 17.03.2016 12:35

Hallo Leseratte,

Abstandsregelungen sind in Nordrhein-Westfalen in Paragraph 6 der Landesbauordnung geregelt. Sollte ein Bebauungsplan für Ihr Gebiet vorhanden sein, kann dieser von den dort genannten Werten abweichen. Erkundigen Sie sich am besten beim zuständigen Bauamt nach den geltenden Regelungen.

Beste Grüße,

die Redaktion von bauen.de

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leseratte am 15.03.2016 14:56

An unsere Grundstücksgrenze soll im Hochwassergebiet mit Abstand von 3 m ein über 12 m hohes Asylantenheim errichtet werden. Müssen bei dieser Gebäude Höhe nicht größere Abstände gelten (NRW)?

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bauen.de-Redaktion am 15.03.2016 09:45

Hallo Cornelius,

grundsätzlich schreibt die Baumschutzverordnung Berlins vor, dass während der Bauarbeiten bestehende Bäume durch Einzäunungen und Bohlenummantelungen geschützt werden müssen. Der zu schützende Wurzelbereich wird dort in § 4, Absatz 2, Satz 1 als Fläche unter der Krone zuzüglich 1,5 Meter definiert, bei säulenförmigen Bäumen zuzüglich 5 Metern nach allen Seiten. Bei weiteren Fragen kann Ihnen das zuständige Bauamt sicherlich weiterhelfen.

Beste Grüße

die Redaktion von bauen.de

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bauen.de-Redaktion am 15.03.2016 09:42

Hallo Wolfgang,

leider können wir die Frage aus der Ferne nicht abschließend beantworten. Entscheidend ist unter anderem, ob für Ihr Gartenhaus eine Baugenehmigung notwendig ist. Das schreibt die Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes vor – genauso wie die grundsätzlichen Abstandsgrenzen, die Sie zum Nachbargrundstück einhalten müssen. Falls es einen örtlichen Bebauungsplan gibt, spielt dieser zusätzlich eine Rolle.

Fragen Sie daher am besten beim zuständigen Bauamt nach den gültigen Vorschriften und lassen Sie sich, falls vorhanden, den Bebauungsplan zeigen.

Beste Grüße und viel Erfolg beim Hausbau,

die bauen.de-Redaktion

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Cornelius am 13.03.2016 12:36

Hallo und guten Tag,

ich möchte auf meinem Grundstück in Berlin ein Einfamilienhaus bauen. Das Grundstück ist bereits mit einem Einfamilienhaus bebaut, nun wollen wir Platz machen für unsere Kinder und Enkel und in ein kleineres Haus ziehen, dass jedoch erst noch gebaut werden soll. Die Grundstücksgröße reicht gem. Bebauungsplan aus. Allerdings stehen auf dem "Baufeld", das noch frei ist und bebaut werden kann, zwei Kiefern mit einem Stammumfang von 3,50 m und 2,25 m. Auf einen Keller wollen wir verzichten. Welchen Abstand zu den Bäumen müssen wir mit der Bebauung einhalten? Die Kronen haben einen Durchmesser von 8,0 m bzw. 10,0 m.

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Wolfgang am 12.03.2016 19:28

Wir planen ein Gartenhaus aus Holz im Garten zu stellen ,wie weit von der Grenze zum Nachbarn darf ich das Haus stellen

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bauen.de-Redaktion am 26.02.2016 09:21

Hallo Harald,

aus der Ferne lässt sich die Situation leider nur bedingt beurteilen, weil wir Ihre Landesbauordnung und Ihren örtlichen Bebauungsplan nicht kennen.

Wenn Sie den dort festgeschriebenen Abstand zum Nachbarn nicht einhalten können, müssen Sie in der Regel eine Genehmigung der Baubehörde und die Zustimmung des betroffenen Nachbarn einholen. Näheres erfahren Sie bei Ihrem Bauamt vor Ort.

Beste Grüße und viel Erfolg bei Ihrem Vorhaben!

die bauen.de-Redaktion

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Harald am 24.02.2016 21:48

Wir wollen an unsere DHH einen Wintergarten anbauen und können den 3m-Abstand zum direkten Nachbarn nicht einhalten, wir haben nur 2,7m. Gibt es da eine Lösungsmöglichkeit?

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bauen.de-Redaktion am 16.02.2016 10:13

Hallo Jens,

ob Gebäude direkt an der Grundstücksgrenze gebaut werden dürfen, bestimmen die Landesbauordnung Ihres Bundeslandes sowie der örtliche Bebauungsplan. Auskunft erhalten Sie direkt beim zuständigen Bauamt.

60 Zentimeter Abstand zwischen Haus und Garage erscheinen für künftige Arbeiten in der Tat recht gering. Kontaktieren Sie am besten einen unabhängigen Bausachverständigen, der die Lage vor Ort beurteilen kann. Anlaufstellen dafür sind unter anderem der Verband Privater Bauherren oder der Bauherren-Schutzbund.

Beste Grüße

die Redaktion von bauen.de

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Jens am 15.02.2016 23:46

Hallo,

wir wollen ein Haus kaufen und ursprünglich wurde ein Carport direkt neben dem Haus geplant mit einem 60cm Abstand zu Nachbargrenze. Nun möchten wir statt einen Carport sondern eine Garage beauftragen, zwar wollen wir die Garage direkt an die Grenze verschieben sodaß eine Spalte von 60cm zwischen Haus und Garage stehen würde.

Folgende Frage von uns:

1. Dürfen wir die Garage direkt bis zu Grenze hinstellen? Wir vermuten ja, sind aber nicht sicher.

2. Das Bauunterhmen sagt, dass der Abstand von 60cm zwischen Hauswand und Garage zu klein ist für evtl. handwerkliche Arbeit wegen Gewährleistung. Hat er Recht? Gibt es dafür eine Vorschrift?

Vielen Dank im Voraus!

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bauen.de-Redaktion am 22.01.2016 12:14

Hallo Marianne,

in einer solchen Situation kann ein Blick in den Bebauungsplan ihres Wohngebiets hilfreich sein. Er legt fest, wie weit an die Grundstücksgrenze heran gebaut werden darf. Wenn Ihr Nachbar eine Baugenehmigung hat und Ihre Bäume zu nah an seinem Grundstück stehen oder zu dicht wachsen, kann er eventuell tatsächlich verlangen, dass Sie die Pflanzen beseitigen oder entsprechend beschneiden. Auch dies regeln Kommunen und Länder unterschiedlich. Erkundigen Sie sich deswegen am besten bei Ihrem Bauamt vor Ort.

Beste Grüße

die Redaktion von bauen.de

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Marianne am 20.01.2016 16:44

Da unser Haus seit 30 Jahren steht, sind die Bäume an der Grundstücksgrenze entsprechend breit geworden. .Jetzt will der Nachbar bauen und verlangt, dass wir die Bäume entfernen, da er für die Garage eine Grenzbebauung plant. Darf er das?

Danke für eine Antwort

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bauen.de-Redaktion am 30.09.2015 12:20

Hallo Sven,

leider können wir die Frage aus der Ferne nicht abschließend beantworten. Bei der Entscheidung, ob Bauvorhaben zulässig sind, spielt nicht nur die Bauverordnung, sondern auch der örtliche Bebauungsplan eine Rolle. Dieser legt die Bebauungsgrenzen fest. Fragen Sie daher am besten beim zuständigen Bauamt nach und lassen Sie sich den Plan zeigen.

Beste Grüße und viel Erfolg beim Hausbau,

die bauen.de-Redaktion

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Sven B. am 29.09.2015 03:58

Hallo

Wir wollen einen Bungalow mit 13.30m Breite auf einem Grundstück mit 16,50m Breite im Land Brandenburg bauen lassen. Ist das zulässig?

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bauen.de-Redaktion am 14.09.2015 12:55

Hallo Alekat,

in der Regel sind bei Grenzbebauungen Lösungen zu wählen, die das andere Grundstück nicht beeinträchtigen.

Regelung zur Überbauung von Grundstücksgrenzen sind unter anderem in § 912 BGB, aber auch im jeweiligen Landesnachbarrechtsgesetz geregelt. Letztere können sich untereinander unterscheiden. Erkundigen Sie sich am besten beim zuständigen Bauamt nach der rechtlichen Lage.

Beste Grüße,

die bauen.de-Redaktion

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alekat am 10.09.2015 20:26

Hallo,

das Grundstück von meinem Nachbarn ist höher als meines.

Mittig auf die Grundstücksgrenze hat er eine 25cm hohe Rasenkante gesetzt und der Befestigungszement zu meiner Seite hin ist jetzt komplett auf meinem Grundstück und stört mich jetzt beim Pflastern. Denn die Pflasteroberkante wir niedriger sein als dieser Stützzement.

Er sieht keine Handlunspflicht. Muss ich das hinnehmen? Was kann ich tun?

Vielen Dank schon mal im Vorraus.

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bauen.de am 31.08.2015 09:08

Hallo Yulia,

in den meisten deutschen Bundesländern gilt ein Beckenvolumen von 100 m³ als bewilligungsfrei. Allerdings muss das Bauamt darüber trotzdem mit einer Baumeldung informiert werden. Am besten erkundigen Sie sich beim Bauamt ihres Wohnortes, welche Bestimmungen Sie genau beachten müssen.

Beste Grüße,

die bauen.de-Redaktion

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yulia am 28.08.2015 16:19

auf östliche Seite des Hauses haben wir 5 m lang Garage und weiter 4 m lang Abstellraum gebaut. wollen noch 5 m lang offene Schwimmpool dazu einrichten. Alles 3 m breit ist. Wie sieht das gesetzlich aus? MfG

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Sebi78 am 20.05.2015 12:16

Hallo,

wir möchten gerne länger als 16m bauen bekommen dann aber Probleme mit dem Abstand nach Osten. Zählt ein Wintergarten zur Gesamtlänge dazu?

Danke & Grüße,

Sebastian.

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