Wintergarten - selber bauen?

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Wurde der Wintergarten früher zur Überwinterung wertvoller exotischer Pflanzen genutzt, ist er heute Aufenthaltsort und Treffpunkt für die ganze Familie. Wer den Wintergarten selber bauen will, sollte einige Punkte beachten.

Aus diesem Grunde ist meist vom Wohnwintergarten die Rede: Gemeint sind Anbauten an Wohnhäuser, die einen ganzjährigen Aufenthalt ermöglichen. Der kalte Wintergarten dient lediglich als winterlicher Stellplatz für die besonderen grünen Lieblinge, die dort bei etwa fünf bis zehn Grad dem Frühjahr entgegensehen. Der mittelwarme Wintergarten ist eine Zwischenlösung; meist kann er mittels separater Tür vom übrigen Wohnbereich abgetrennt werden und wird nur vorübergehend genutzt.

Ein Wintergarten, den die Menschen als wohnlich warm empfinden, muss dauerhaft eine Temperatur zwischen 18 bis 22 Grad Celsius gewährleisten – sowohl im Winter, als auch im Sommer. Somit muss das beliebte Grünhaus zumindest drei Herauforderungen trotzen: Der Kälte, dem Treibhauseffekt und der Luftfeuchtigkeit.

Damit sind gewisse bauliche Anforderungen verbunden, die der ambitionierte Heimwerker berücksichtigen muss, wenn er seinen Wintergarten selber bauen will - insbesondere dann, wenn er sich für einen Bausatz entschieden hat. Mit ihm kann der Bauherr zwar lediglich die Montagekosten sparen, doch auch diese können sich auf einige tausend Euro belaufen. Eigenleistung ersetzt also auch hier Eigenkapital.

Wintergarten selber bauen: Fragen vorab

Bei der Planung eines Wintergartens sind einige wichtige Entscheidungen zu treffen:

  1.  Das Material: Holz, Kunststoff, Aluminium? Wenn im ganzen Haus beispielsweise weiße Kunststofffenster eingebaut wurden, dann wird sich dies meist auch für den Wintergarten empfehlen. Dessen ungeachtet kann sich der Bauherr alternativ auch für Holz oder Aluminium entscheiden. Neben den Klassikern weiß und braun, sind heute der Fantasie kaum Grenzen gesetzt, also viele weitere Farben möglich.
  2. Der Wärmeschutz: Wie gewährleiste ich den notwendigen Wärmeschutz?Das beginnt bereits beim Fundament, das gemäß Wärmeschutzverordnung ausreichend gegen Frost gedämmt sein muss. Bei der Verglasung kommt nur Isolierglas mit zwei oder drei Scheiben in Betracht. Im Winter ist es vorteilhaft, wenn sich der Wintergarten aufheizt - die entstehende Wärme wird dann nicht nach außen entlassen, sondern kann beispielsweise das angrenzende Wohnzimmer mit beheizen.
  3. Die Belüftung: Wie beuge ich im Sommer der Aufheizung vor? Unabdingbar sind Lüftungsklappen, die so anzubringen sind, dass ein Luftaustausch in Gang kommt, aber keine Zugluft entsteht. Über die Entlüftung wird gleichzeitig überschüssige Luftfeuchtigkeit abgeführt. Eine pfiffige Lösung besteht darin, Fenster und Türen beweglich anzuordnen; bei manchen Konstruktionen sind die Seitenwände sogar komplett verschiebbar. Wer das nicht will, sollte zumindest innen oder außen genug Rollos, Jalousien oder Markisen anbringen, die im Sommer für Schatten sorgen. Eine Außenbeschattung ist zweckmäßiger, weil sie die Hitze gar nicht erst herein lässt.

Hersteller für Wintergarten-Bausätze gibt es viele. Ein flexibler Produzent bietet nicht nur Typen an, sondern kann individuelle Maße umsetzen. Es gibt sogar Anbieter, bei denen man den fertig produzierten und probeweise montierten Bausatz besichtigen kann, bevor er zum Versand an den Kunden verpackt wird.     


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