Gasheizung: Pflege und Wartung

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Nur zum Heizen oder für die Kombination aus Heizung und Warmwasserbereitung: Erdgas ist ein vielseitig einsetzbarer Brennstoff. Bei richtiger Pflege und Wartung verlängert sich die Lebensdauer von Brennwertgerät, Warmwasserspeicher und Gastherme.

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Bei richtiger Pflege und Wartung ist die Gasheizung sicher und effizient. Werden moderne Gas-Brennwert-Kompaktgeräte in die Raumgestaltung integriert, fallen sie zudem kaum auf. Foto: Viessmann Werke Foto: Viessmann Werke

Der allgemein gebräuchliche Begriff Gastherme ist missverständlich, denn damit kann sowohl die Heizungsanlage als auch der gasbetriebene Durchlauferhitzer bezeichnet werden. Normalerweise benennt das Wort Gastherme den Gasdurchlauferhitzer, der in Kombination mit einer Gasheizung betrieben wird. Dieses Missverständnis entsteht durch die verschiedenen Möglichkeiten Gas für Heizung und Warmwasserbereitung einzusetzen.

Verschiedene Einsatzmöglichkeiten

Wer sich für Heizen und Warmwasserbereitung mit Gas entscheidet, hat verschiedene Optionen:

  • Bei der ersten Variante wird nur die Heizungsanlage mit Gas betrieben, Wasser mit einem elektrischen Durchlauferhitzer erwärmt.
  • Bei der zweiten Variante läuft auch der Durchlauferhitzer mit Gas. Bei beiden Varianten sind Heizungsbetrieb und Warmwasserbereitung voneinander losgelöst, Wasser wird erst dann erhitzt, wenn es gebraucht wird. Dadurch kann es zu Schwankungen der Wassertemperatur kommen.
  • Die dritte Variante ist ein Kombinationsgerät für Heizung und Warmwasserbereitung. Dafür benötigt man ein Gas-Brennwertgerät sowie einen Warmwasserspeicher, die beide sowohl bodenstehend als auch zur Wandmontage erhältlich sind. Ein Warmwasserspeicher erhitzt das Wasser auf Vorrat und benötigt mehr Platz als ein Durchlauferhitzer.

Die Warmwasserbereitung kann sowohl elektrisch als auch hydraulisch erfolgen: Hydraulisch bedeutet, dass das Speicherwasser zuerst vollständig erhitzt wird, um dann so lange kaltes Wasser hinzuzufügen, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Bei der elektrischen Variante hingegen wird die Temperatur am Thermostat eingestellt und das Wasser im Speicher nur auf diese gewünschte Temperatur erhitzt.

Für welche Option man sich entscheidet, ist abhängig von Gegebenheiten und Nutzungsvoraussetzungen. Früher musste eine gasbetriebene Heizungsanlage beispielsweise an den Schornstein angeschlossen werden. Diese Grundvoraussetzung ist heute nicht mehr für alle Geräte gültig. Einige der neueren Geräte können außerdem mit Biogas betreiben werden.

Sicher und effizient bei richtiger Pflege und Wartung

Moderne Brennwertgeräte sind mit einer Zündsicherung ausgerüstet, die ausströmendes Gas blockiert, sobald die Zündflamme erlischt. Nicht erschrecken: Bei modernen Geräten mit vollautomatischer Zündung ist diese Flamme nicht mehr von außen zu sehen. Heizungsanlage sowie Zu- und Ableitungen sollten regelmäßig geprüft, gewartet und gereinigt werden – Aufgaben, die besser der Profi übernimmt:

  • Ablagerungen beseitigen: Kalk im Wasser kann sich in Warmwasserspeicher und Durchlauferhitzer ablagern, Kesselstein entsteht. Durch diese Ablagerungen kann der Wärmetauscher verkalken. Dadurch wird das Wasser nicht mehr optimal erhitzt, Gas- und Stromverbrauch erhöhen sich. Verkalken die Bauteile ermüdet das Material außerdem schneller und muss häufiger ausgetauscht werden. Daher sollten Kalkablagerungen regelmäßig mit Spezialgeräten vom Fachmann entfernt werden. Dieser reinigt auch die durch die Brennflamme des Brennwertgeräts entstehenden Verunreinigungen. Reinigung und Wartung durch den Fachmann sollten jährlich erfolgen.
  • Abgaswerte kontrollieren: Die meisten Geräte sind an den Schornstein angeschlossen. Somit prüft und reinigt der Schornsteinfeger regelmäßig den Rauchabzug und kontrolliert die Abgaswerte.
  • Gasleitungen überprüfen: Gasleitungen können undichte Stellen aufweisen. Gas würde dann ungehindert austreten. Zur eigenen Sicherheit sind daher neben der Überprüfung der Leitungen Gasmelder empfehlenswert, die in der Nähe von Gasquellen angebracht werden. Sie messen durchgehend die Konzentration an Gas und schlagen im Notfall Alarm.
  • Wasserdruck kontrollieren: Bei Kombigeräten kann sich der Wasserdruck verringern, dann muss Wasser nachgefüllt werden, um den nötigen Wasserdruck zu erzielen. Das lässt sich zumeist recht einfach selbst erledigen. Wie man dabei vorgeht, sollte beim Händler erfragt oder in der Gebrauchsanweisung nachgelesen werden.

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