Gaskamin und Gaskaminofen: Wohlige Wärme per Knopfdruck

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Gas-Feuerstätten bieten Wärme auf Knopfdruck und sind aufgrund ihrer schadstoffarmen Verbrennung sehr umweltfreundlich. Bei der Installation eines Gaskamins oder Gaskaminofens ist man in vielen Bundesländern nicht an einen bestehenden Schornstein gebunden.

Gaskamin, Gaskamine, Gaskaminofen
Das Flammenspiel von Gas-Feuerstätten ist kaum von einem echten Holzfeuer zu unterscheiden. Dieser Gaskamin bietet von mehreren Seiten einen Blick auf die Flammen. Foto: DRU Verwarming B.V, DRU Milo Foto: DRU Verwarming B.V

Kamine und Öfen, die mit Gas befeuert werden, sind eine bequeme Alternative zu klassischen Holzheizsystemen. Sie bieten Strahlungswärme, sind stimmungsvolle Wohnaccessoires und tragen dazu bei, Heizkosten zu senken. Bauen.de erläutert die Funktionsweise von Gaskamin und Gaskaminofen und erklärt, welche baulichen Vorschriften zu beachten sind.

Flammenbild aus Gas von Holzfeuer kaum zu unterscheiden

Betrieben werden die Gas-Feuerstätten mit Erdgas oder Flüssiggas (Propangas). Das Feuer wird per Knopfdruck am Gerät, per Fernbedienung oder Zeitschaltuhr gezündet, die Flammen lodern etwa auf hitzebeständigen Holzscheitimitaten aus Keramik oder dunklen Lavasteinen. Die anfänglich blauen Gasflammen nehmen durch eine fein abgestimmte Sauerstoffzufuhr die gelbe Farbe eines Holzfeuers an. Auf das für brennendes Holz charakteristische Knistern muss man bei einem Gaskamin oder Gaskaminofen jedoch verzichten.

Bei der Gasverbrennung entsteht kaum Feinstaub, sodass das Gerät auch nach häufiger Benutzung sauber bleibt. Daher können Besitzer der mit Gas betriebenen Geräte möglichen neuen Umweltauflagen angesichts der geringen Feinstaubbelastung gelassen entgegensehen.
Die meisten Gaskamine und Gaskaminöfen produzieren eine Heizleistung von drei bis acht Kilowatt pro Stunde, sodass sie in den kalten Jahreszeiten als Zusatzheizung verwendet werden können. Das Feuer lässt sich je nach Bedarf stufenlos regeln. Mit 70 Prozent ist der Wirkungsgrad der geschlossenen Gas-Feuerstätten sehr effektiv und vergleichbar mit der Brennleistung von Holzfeuerungsanlagen. Offene Gaskamine bieten in punkto Wärmeerzeugung lediglich einen Wirkungsgrad von 15 Prozent.

Versorgung per Gasanschluss oder Gasflasche

Die Versorgung von Gaskaminen und Gaskaminöfen erfolgt entweder über einen Gasanschluss oder über eine Gasflasche. In Wohnräumen darf laut „Technische Regeln Flüssiggas“ (TRF) eine Flasche mit einem Fassungsvermögen von elf Kilogramm aufgestellt werden. Damit lassen sich Kamin oder Kaminofen bis zu 25 Stunden befeuern.

Bauliche Anforderungen für Gaskamine und -öfen

Eine einfache Lösung ist es, eine Gas-Feuerstätte an einen vorhandenen Schornstein anzuschließen. Dafür empfiehlt sich eine maßgeschneiderte Rohrdimensionierung innerhalb des Abzugsschachtes. In vielen Bundesländern dürfen Abgasrohrsysteme auch nachträglich installiert werden, sodass man bei der Standortwahl nicht zwingend an einen vorhandenen Schornstein gebunden ist. Ob ein Außenwandauslass über die Fassade möglich ist und welche Bedingungen daran geknüpft sind, steht in der Feuerungsverordnung der Länder.Ein raumluftunabhängiges Modell kann auch in einem Niedrigenergiehaus mit geregelter Wohnraumbe- und Entlüftung aufgestellt werden. Als technische Voraussetzung ist ein sogenanntes Luft-Abgas-System (LAS) nötig, das als konzentrisches Rohrsystem Verbrennungsluft zuführt und Abgase nach draußen leitet.

 

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Gaskamin und Gaskaminofen: Beim Anschluss muss der Experte ran

Für den Anschluss der mit Gas befeuerten Geräte ist unbedingt ein Fachmann zu beauftragen. Zum Abschluss der Arbeiten prüft ein Schornsteinfeger, ob alle baurechtlichen Vorgaben eingehalten wurden.

Gaskamine und –öfen sind je nach Design und Heizleistung ab etwa ab 1.000 Euro erhältlich. Für die Montage von Kaminen können jedoch zusätzlich hohe Baukosten anfallen.

 


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