Mängelrüge und Mängelbeseitigung: So wehren sich Bauherren gegen Pfusch

Lesermeinungen:  

(44)

Wenn die Baufirma am Bau einen Fehler macht oder Arbeiten nicht richtig ausführt, müssen Bauherren dies nicht einfach hinnehmen. Um eine Mängelbeseitigung mit Hilfe einer Mängelrüge durchzusetzen, ist die richtige Vorgehensweise entscheidend. So kommen Bauherren zu ihrem Recht.

Mangelnde Abdichtung, Risse im Mauerwerk, Fehler bei der Dämmung – das sind nur einige der Mängel, die beim Hausbau oder der Sanierung auftreten können. Das ist ärgerlich, aber kein Grund zum Verzweifeln. Bauherren haben bei Pfusch am Bau nämlich ein Recht darauf, dass der Handwerker nachbessert. Wichtig ist jedoch zunächst, Baumängel zu erkennen – was gar nicht so einfach ist, denn nicht jeder Fehler ist offensichtlich. Anschließend muss der Bauherr schnell handeln. Bei beidem kann ein unabhängiger Bauherrenberater eine wichtige Hilfe sein.

 

Mängelrüge, Mängelbeseitigung, Baumangel, Foto: Verband Privater Bauherren e.V.
Baubegleitung durch den Profi: Bei Mängelrüge und Mängelbeseitigung vertrauen viele Bauherren auf das Wissen des Fachmanns. Foto: Verband Privater Bauherren e.V. Foto: Verband Privater Bauherren e.V.

 

Baumangel, Mängelrüge, Mängelbeseitigung

Ein Baumangel liegt vor, wenn eine Arbeit am Bauwerk nicht richtig, nicht vollständig oder nicht funktionsfähig durchgeführt wurde. Maßgeblich hierfür ist, was im Vertrag, beziehungsweise der darin enthaltenen Baubeschreibung vereinbart wurde. Baut die Baufirma beispielsweise die Treppe in Fichtenholz, obwohl im Vertrag Eiche steht, so ist das ein Mangel. Selbstverständlichkeiten – etwa die Verwendung frostsicherer Fliesen für eine Terrasse – müssen jedoch nicht extra vertraglich geregelt werden. In solchen Fällen ist von den allgemein anerkannten Regeln der Technik die Rede.

Mit einer Mängelrüge – auch Mängelanzeige genannt – teilt der Bauherr dem Handwerker, beziehungsweise dem Bauunternehmer, der die Gesamtverantwortung trägt, schriftlich den Baumangel mit und fordert ihn zur Mängelbeseitigung innerhalb einer angemessenen Frist auf. Diese Nacherfüllung, also eine zweite Chance, seinen Vertrag zu erfüllen, müssen Bauherren dem ausführenden Handwerksbetrieb stets gewähren. Wie genau Bauherren dabei vorgehen sollten, regeln die Paragraphen 634 und 635 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

 

Mängelrüge, Mängelbeseitigung, Baumangel, Luftdicht, Blower-Door-Test, Foto: Bauherren-Schutzbund e.V.
Gebäudehülle: Beim Blower-Door-Test wird häufig mangelnde Luftdichtigkeit festgestellt. Foto: Bauherren-Schutzbund e.V.    Foto: Bauherren-Schutzbund e.V.
Mängelrüge, Mängelbeseitigung, Baumangel, Dachdämmung, Dampfbremse, Foto: Bauherren-Schutzbund e.V.
Dämmung: Fehler beim Anbringen der Dampfbremsfolie: Hier müssten elastische Dichtungsklebebänder verwendet werden. Foto: Bauherren-Schutzbund e.V. Foto: Bauherren-Schutzbund e.V.

Vorgehen bei Baumängeln: In 5 Schritten zur Mängelbeseitigung

Je früher der Fehler entdeckt wird, desto bessere Karten hat der Bauherr auf Nacherfüllung. Darum sollte der Bauherr die Baustelle regelmäßig besuchen und kontrollieren. Spätestens bei der Bauabnahme muss er ganz genau hinschauen. Denn fällt ein Mangel erst zu einem späteren Zeitpunkt auf, muss er beweisen, dass das Bauunternehmen dafür verantwortlich ist und nicht etwa er selbst. Zur Absicherung lohnt es sich oft, einen unabhängigen Sachverständigen als Baubegleiter zu engagieren.

 

Achtung

Keine eigenen Reparaturversuche!

Auf keinen Fall sollte der Bauherr selbst an dem Baumangel herumdoktern – denn dadurch können wichtige Beweise zerstört werden. Der Handwerker kann schlimmstenfalls sogar behaupten, der Mangel sei durch nicht fachgerechte Heimwerkerei erst entstanden oder zumindest verschlimmert worden.

 

Damit vorhandene Mängel beseitigt werden, sollte der Auftraggeber folgende Schritte unternehmen:

 

1. Baumangel dokumentieren

Fotos machen, am besten Nahaufnahmen mit aufgelegtem Zollstock sowie Überblickfotos. Neutrale Zeugen oder gegebenenfalls einen Sachverständigen heranziehen.

 

2. Mängelrüge anfertigen

Die Mängelanzeige erfolgt schriftlich per Einschreiben mit Rückschein. Als angemessene Frist zur Mängelbeseitigung gelten in der Regel 14 Tage. Wichtig ist, das genaue Datum anzugeben. Im Zweifelsfall sollte man einen Fachanwalt hinzuziehen.

 

3. Geld zurückbehalten

Der Bauherr hat das Recht, einen angemessenen Teil der Handwerkerrechnung – etwa in zweifacher Höhe der Mängelbeseitigungskosten – einzubehalten, bis der Mangel behoben ist.

 

4. Nachfrist setzen

Wird nicht innerhalb der gesetzten Frist nachgebessert, sollte als letzte Chance eine Nachfrist gewährt werden.

 

5. Rechte wahrnehmen

Verstreicht auch die Nachfrist, hat der Bauherr verschiedene Möglichkeiten der Selbstvornahme: Er kann einen anderen Handwerker mit der Mängelbeseitigung beauftragen, die Vergütung mindern oder bei erheblichen Mängeln ganz vom Vertrag zurücktreten. Falls es durch die verzögerte Fertigstellung zu finanziellen Verlusten oder Mehraufwendungen kommt – zum Beispiel Miete für eine Ersatzwohnung – kann er Schadensersatz verlangen.

 

Mängelrüge, Mängelbeseitigung, Baumangel, feuchter Keller, Foto: Bauherren-Schutzbund e.V.
Keller: Feuchte Kellerwände vorprogrammiert: Mangelnde oder falsche Abdichtung. Foto: Bauherren-Schutzbund e.V. Foto: Bauherren-Schutzbund e.V.
Mängelrüge, Mängelbeseitigung, Baumangel, Dachdämmung, Feuchtigkeit, Foto: Verband Privater Bauherren e.V.
Dach: Fehlerhafter Dämmaufbau führt zu Feuchteschäden. Foto: Verband Privater Bauherren e.V. Foto: Verband Privater Bauherren e.V.

Im Streitfall: Beweisverfahren anstreben und mit der Mängelrüge vor Gericht

Hat der Bauherr den Mangel dem Bauunternehmen gemeldet und ist auch die Nachfrist verstrichen, kommt er üblicherweise nicht mehr um eine juristische Auseinandersetzung herum. Deswegen sollten sich Bauherren spätestens jetzt Rechtsberatung holen. Ein Anwalt kann gemeinsam mit dem Bauherrn eine Schlichtung anstreben oder aber eine sogenanntes selbstständiges Beweisverfahren, falls der Gang vor Gericht gewählt wird.

Bei dem Beweisverfahren handelt es sich um ein Verfahren, bei dem der Bauherr und sein Anwalt selbst dafür verantwortlich sind, Beweise rechtssicher zu dokumentieren. Das ist deswegen wichtig, weil wichtige Beweise ansonsten beispielsweise durch den Baufortschritt vernichtet werden könnten. Um die Fehler für das Beweisverfahren festzuhalten, reicht es nicht mehr aus, ein paar Fotos zu knipsen. Ein Bausachverständiger, den der Bauherr oder sein Anwalt beauftragt, muss ein Gutachten anfertigen, dass vor Gericht Bestand hat.

 

Link-Tipp

Häufige Baumängel sind beispielsweise ein undichter Keller, rissiger Putz oder eine undichte Dampfsperre. So erkennen Sie die häufigsten Baumängel.

 

Mängelrüge, Mängelbeseitigung, Baumangel, Fenster, Foto: Verband Privater Bauherren e.V.
Fenster: Falsche Montage mit Sonnenschutzglas nach innen statt außen. Foto: Verband Privater Bauherren e.V. Foto: Verband Privater Bauherren e.V.
Mängelrüge, Mängelbeseitigung, Baumangel, eingesürtzte Mauer, Foto: Bauherren-Schutzbund e.V.
Mauerwerk: Wird an an Fugen und Mörtel gespart, sind Wände meist nicht allzu stabil. Foto: Bauherren-Schutzbund e.V. Foto: Bauherren-Schutzbund e.V.

 

Wenn der Handwerker bereits bezahlt ist: Mängelrüge nach Bauabnahme

In manchen Fällen werden Handwerkerfehler aber erst offenbar, wenn die Arbeiten bereits abgenommen und bezahlt sind. Auch dann können Bauherren noch eine Mängelbeseitigung fordern, und zwar im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistungsrechte. Die Frist dafür beträgt fünf Jahre, wenn es sich um einen Vertrag nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) handelt. Wenn die Regelungen der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, Teil B (VOB/B) vereinbart wurden, beträgt sie nur vier Jahre.

 

Info

Bei privaten Bauverträgen werden normalerweise die BGB-Regelungen angewendet. Will der Handwerker den Vertrag nach VOB abschließen, muss er dem Kunden zuvor den gesamten VOB/B-Text aushändigen.

 

Auch in diesen Fällen muss der Bauherr mit einer schriftlichen Mängelrüge den Baumangel dem Handwerksbetrieb anzeigen und zur ihn Beseitigung innerhalb einer festgesetzten Frist auffordern. Allerdings ist es nun nicht mehr möglich, einen Teil des Honorars zurückzuhalten, da die Rechnung ja bereits bezahlt wurde.

 


Ihre Meinung zählt

(44)
4.3 von 5 Sternen
5 Sterne
 
29
4 Sterne
 
8
3 Sterne
 
2
2 Sterne
 
3
1 Stern
 
2
Ihre Bewertung:

Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

Baurecht
Neuen Kommentar schreiben

33 Kommentare

Sabine W. am 13.07.2018 12:06

Wir haben eine alte Zauneinfriedung entfernen lassen und einen neuen Holzzaun erstellen lassen. Die Firma beauftragt nur Subunternehmen, was uns nicht bekannt war.

Jetzt stellt sich heraus, das das bestellte Maß in der Höhe um teilweise auf den verschiedenen Feldern um 15 cm bis 37 cm abweicht. Optisch ist das mit bloßem Auge zu sehen. Darauf angesprochen sagt der ausführende Handwerker: "Es ist aber alles in der Wage". Da diese Differenzen bei den ansteigenden Bodenverhältnissen vorkommen ist uns gesagt worden, das das kein Mangel sei, wenn es uns optisch nicht gefällt, Wir sind jedoch der Meinung, egal ob es sich um den ansteigenden Bürgersteig oder die ansteigenden Einfahrt handelt, wir haben einen Zaun in gleicher Höhe bestellt. Jetzt will der Handwerker nur den Teil der Einfahrt nachbessern und hat uns einen Termin in 3 Wochen in Aussicht gestellt. Da unsere Erfahrungen mit der Termineinhaltung bei diesem Handwerker negativ sind und noch Restarbeiten zu machen sind haben wir uns seine AGB durchgelesen, da bisher alles mit seinen Mitarbeitern bzw. der ausführenden Subunternehmensfirma mündlich oder telefonisch besprochen wurde. In der AGB wird auf schriftliche Mängelrüge hin innerhalb von 4 Wochen hingewiesen. Der Nachbesserungstermin ist genau auf den Ablauf dieser vier Wochen terminiert, wie die Restarbeiten auch. Die Materiallieferung mußte bei Anlieferung bezahlt werden. Auch den Arbeitspreis von über 2T€ für einen 20m Zaun finden wir weitaus überhöht; da der Stundenlohnsatz über 110€ liegen würde, Wir wissen nicht was bzw. wieviel wir einbehalten können und ob wir das überhaupt dürfen.

Unserer Bitte, sich selbst mit uns in Verbindung zu setzen ist er bisher nicht nachgekommen.

Wer kann uns hilfreich unterstützen ?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 16.07.2018 09:41

Hallo Sabine W.

Viel mehr, als wir in unserem Text schreiben, können wir Ihnen dazu nicht sagen, dürfen ja auch keine Rechtsberatung leisten. Es kommt vermutlich drauf an, was Sie bestellt haben, bzw. was der Handwerker angeboten hat. Eine Abweichung von 15 bis 37 Zentimetern erscheint durchaus ein Mangel zu sein. Was in den AGB zum Umgang mit Mängeln steht, ist unerheblich, dazu gibt es ja geltendes Recht, mehr dazu im Beitrag oben.

Wenn Sie nähere Infos oder Rechtsberatung brauchen, können Sie mal den Bauherrenschutzbund oder den Verband privater Bauherren anrufen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Wolfgang am 03.07.2018 08:55

Hallo, bei mir wurde vor 2 Jahren im Kellerraum eine Abdichtung gegen eindringendes Wasser angebracht. Nach einem starken Regen zeigte es sich, dass diese Abdichtung nicht dicht ist. Die Handwerksfirma kommt meiner Mängelrüge nach, verlangt aber, dass ich für das zusätzliche Material (ca. 2000€) aufkomme. Die Handwerkerleistung wird nicht berechnet (ca.1000 €) . Ist das handelsüblich?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 06.07.2018 08:46

Hallo Wolfgang,

das kommt auf viele Details an, etwa ob Sie ein Privatkunde sind, ob es sich bei dem Mangel um einen handwerklichen Fehler oder einen Materialfehler handelt, ob der Handwerker Ihnen auch das Material verkauft hat oder ob es anderweitig gestellt wurde. Bei Privatleuten und einem berechtigten Anspruch dürfte eine solche Aufteilung in den meisten Fällen nicht möglich sein und der Handwerker müsste die Abdichtung komplett auf eigene Kosten erneuern. Möglicherweise hofft der Handwerker darauf, dass Sie eine längere Auseinandersetzung, das Erstellen von Gutachten usw. meiden und sich auf eine Kostenteilung einlassen. Wenn Sie das nicht möchten, sollten Sie sich Unterstützung von einem Anwalt holen oder zumindest mal bei den Verbrauchervereinen (Verband Privater Bauherren, Bauherrenschutzbund) anrufen. Die dürfen im Gegensatz zu uns auch Rechtsberatung leisten.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Tobi am 21.06.2018 16:10

Bei mir wurde die Aussenabdichtung unter den Fensterbänken erst auf Hinweis von mir angebracht. Bei einigen Fenstern war das diffusionsoffene Band Leer und luftdichtes außen verklebt. Auf Nachfrage wurde gesagt, es ist ein Hybridband. Aus meiner Sicht eine Lüge. Gibt es sowas? Außerdem wurden einige Innenfensterbänke bei der Nachbesserung durch die Fenstermonteure beschädigt. Was kann ich tun? Danke!!!

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 25.06.2018 12:40

Hallo Tobi,

grundsätzlich liegt ein Mangel dann vor, wenn die erbrachte Leistung nicht der Leistungsbeschreibung bzw. den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Die Schritte, um einen Mangel zu melden, finden Sie im Text. Wenn Sie Hilfe darüberhinaus brauchen, sollten Sie sich entweder an Interessensvertreter wie den Bauherrenschutzbund oder den Verband Privater Bauherren wenden. Alternativ können Sie sich auch von einem Fachanwalt beraten lassen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Gerd am 23.11.2017 20:31

Hallo, wir haben im April neue 3-fach verglaste Kunststofffenster einbauen lassen. Bereits nach vier Wochen (wie soll das nach Jahren aussehen) zeigten sich an allen Fenstern an der Innenseite der äußeren Dichtung (man sieht es wenn man von innen nach außen schaut) Schmutzränder . Die Beschwerde wurde von der Firma abgewiesen. Da es sich um hochwertige und dementsprechend auch teure Fenster handelt, waren wir nicht bereit, dies zu akzeptieren und erst nachdem wir die Einschaltung eines Anwaltes angekündigt haben, schickte die Firma zwei Handwerker, die die Scheiben ausbauten, die Dichtungen und die Scheiben säuberten und an zwei Fenstern neue Dichtungen per Hand einbauten. Da die Dichtungen der innenliegenden Scheibe maschinell auf Gärung geschnitten (somit ein sauberer Abschluss) und die nun per Hand eingezogene Dichtung rund ist und man quasi durch die Ecke nach außen schauen kann, sieht dies sehr dilettantisch und unsauber aus. Zudem setzt sich jetzt nach kurzer Zeit wieder bei allen Fenstern Schmutz hinter der Dichtung ab. Ein Blatt Papier kann man gut zwischen Dichtung und Scheibe schieben, was darauf hinweist, dass entweder die Glasstärke zu dünn oder die Dichtung nicht stark genug ist, sodass nicht genügend Druck entsteht.Die Firma betrachtet nunmehr die Angelegenheit als erledigt. Wie kann man weiter verfahren?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 27.11.2017 10:23

Hallo Gerd,

grundsätzlich gelten die Schritte 1 bis 5, wie im Text beschrieben. Vermutlich haben Sie den Mangel angezeigt, bezahlt sind die Fenster aber bereits. Das heißt, Sie könnten bestenfalls andere Handwerker beauftragen, den Mangel zu beheben und die Kosten in Rechnung stellen. Allerdings können Sie eine solche Maßnahme nicht ohne Anwalt durchsetzen. Von daher sollten Sie sich gleich Rechtsbeistand besorgen. Rufen Sie doch auch mal beim Bauherrenschutzbund oder dem Verband Privater Bauherren an.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Adam am 19.05.2017 08:05

Was wenn der Kunde A bereits den gewünschten Preisnachlass für die Risse in der verputzten Wand von der Firma B erhalten hat, sich aber nach einem halben Jahr meldet und fordert eine Nachbesserung, da die Risse sich weitgehend über die ganze wand verbreitet haben.

Hat der Kunde das Recht eine Nachbesserung zu verlangen?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 19.05.2017 15:02

Hallo Adam,

grundsätzlich wäre das möglich, denn der Ausmaß des Schadens war wohl zum Zeitpunkt der Bauabnahme noch nicht ersichtlich. Der Gewährleistungsanspruch beträgt 5 Jahre. Genauere Informationen zu Ihrem Falle können wir Ihnen leider nicht geben. Da sollten Sie sich von einem Anwalt beraten lassen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Christian am 10.04.2017 19:59

Guten Abend

Vor gut 3 Jahren haben wir ein Haus bauen lassen. Schon vor der Montage hatte ich bemängelt, dass die Zinkdachrinnen fleckig sind. Wurde auf den vorhandenen Ölfilm und den Regen geschoben. Das würde über 1-2 Jahre eingrauen.

Nun habe ich jedes Jahr bemängelt, dass die Rinnen nicht eingrauen, sondern immer noch arg fleckig sind. Meine Baufirma reagiert nicht mehr auf meine emails. Der letzte Kontakt Anfang 2016 war mit der Aussage geendet, dass der Dachdecker das nicht als Mangel sieht.

Bin ich im Recht?

Danke!

Gruß Christian

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 12.04.2017 09:15

Hallo Christian,

es scheint sich hier um einen optischen Fehler zu handeln, der die Funktion des Bauteils nicht beeinträchtigt. Um einen Mängel, den die Baufirma dann zu beseitigen hätte, kann es sich dennoch handeln. Solche Fragen landen regelmäßig vor Gericht, das dann unter Anderem auch die Verhältnismäßigkeit berücksichtigt. Also das Verhältnis zwischen Belastung und Aufwand für das Bauunternehmen. Sie sollten sich am besten einen Anwalt nehmen oder sich vom Bauherren Schutzbund oder dem Verband privater Bauherren beraten lassen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Pinocchio am 10.04.2017 18:47

Hallo, ich habe vor einem Jahr einen Wintergarten gebaut und habe bis heute 5x die Monteur da gehabt, und es ist immer wieder durch Pfusch ausgebessert worden heute war es mal wieder so weit und der Unternehmer war heute so unverschämt am Telefon dass ich nicht mehr weiß was ich tun soll.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 12.04.2017 09:08

Hallo Pinocchio,

grundsätzlich hätten Sie die Möglichkeit, dem Unternehmen eine schriftliche Mängelrüge zu schicken. Möglich wäre auch, die Mängel von einem anderen Handwerker ausbessern zu lassen und dem Unternehmen, dass den Wintergarten gebaut hat, die Rechnung zuzuschicken. Wenn das Unternehmen dann aber nicht zahlt, bleibt Ihnen nur der Gang vor Gericht. Am besten, sie Informieren sich auf Basis detaillierter Informationen bei einem Anwalt oder aber vorab beim Bauherrenschutzbund oder beim Verband Privater Bauherren.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Brunoo am 14.02.2017 19:02

Hallo,

wir haben 1 Jahr nach Baufertigstellung einen Mangel beim Verbau der Duschtasse festgestellt. Dadurch entstand ein Wasserschaden. Im Rahmen einer Mängelrüge lehnt der Bauträger eine Mängelbeseitigung mit der Begründung ab, dass jene Duschtasse als Sonderwunsch mit dem Gas u. Wasserinstallateur vereinbart wurde.

Den Bauvertrag wurde jedoch nur mit dem Bauträger geschlossen, die jeweiligen Gewerke von ihm beauftragt. Die Feinheiten, wie Sonderwünsche, wurden natürlich mit den jeweiligen Handwerkerfirmen vereinbart.

Ist es rechtens, das sich der Bauträger bei dem Sachverhalt aus der Verantwortung stiehlt?

auf Kommentar antworten

Redaktion von bauen.de am 16.02.2017 12:09

Hallo Brunoo,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Wird der Bauvertrag mit einem Bauträger geschlossen, ist dieser alleiniger Vertragspartner - auch wenn er Subunternehmer für die einzelnen Handwerksleistungen beauftragt. Stellt der Bauherr nach Fertigstellung einen Mangel fest, ist in der Regel der Bauträger in der Pflicht. Bei Sonderwünschen - zum Beispiel andere Bodenfliesen etc. - ist hingegen der konkrete Einzelfall entscheidend. Da wir Ihren Fall aus der Ferne nicht pauschaul beurteilen können und keine Rechtsberatung leisten dürfen, möchten wir Ihnen den Gang zum Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund empfehlen.

Mit besten Grüßen

Ihre Redaktion von bauen.de

Mario am 04.02.2017 07:57

Hallo,

die Treppenbauer haben die Treppe ins Treppenhaus eingebaut und nun verläuft die Treppe vor dem Treppenhausfenster entlang. Das Fenster ist nicht mehr zu öffnen und es sieht schrecklich aus. Kann man verlangen, dass das Fenster an eine andere Stelle gesetzt wird?Aus den Plänen konnte man das vorher nicht erkennen.

Gruß Mario

auf Kommentar antworten

Redaktion von bauen.de am 07.02.2017 14:00

Lieber Mario,

herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Generell liegt ein Baumangel vor, wenn ein Werk nicht richtig, vollständig oder funktionsfähig hergestellt wurde. Lässt sich ein Fenster wegen eines Planungsfehlers nicht mehr öffnen, hat der Bauherr die Möglichkeit, Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Je früher dies geschieht, desto bessere Chancen hat der Bauherr. Inwieweit hier der Architekt oder der Handwerker in die Pflicht zu nehmen ist, gilt es prüfen.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre Redaktion von bauen.de

Bauherrxxx am 29.01.2017 13:15

Hallo,

der Bautraeger hat bei uns vor dem Haus Boden abgetragen, wie es im Abnahmeprotokoll steht um die Hoehen nach Baugenehmigung herzustellen.

Nun ist der Spritzschutz (Steinputz) nicht tief genun. Die Daemmung ist zu sehen.

Kann ich das ueber das Abnahmeprotokoll geltend machen oder muss ich ueber Geawaehrleistung nach BGB gehen?

Vielen Dank im Voraus

auf Kommentar antworten

Redaktion von bauen.de am 30.01.2017 12:13

Lieber Bauherrxxx,

Mängel am Bau müssen Sie über das Abnahmeprotokoll geltend machen. Somit ist das Handwerksunternehmen verpflichtet, nachzubessern. Bei Abnahmen sollte stets auch ein Sachverständiger vor Ort sein, der darauf achtet, dass ein ordnungsgemäßes Protokoll erstellt wird.

Herzliche Grüße

Ihre Redaktion von bauen.de

Albi am 20.01.2017 13:22

Hallo, wir haben bei der Abnahme eines Reienhauses einen Mangel gerügt. Es wurde eine bauamtlich nicht zugelassene Perimeterdämmung angebracht, welche keine Zulassung bei einem Lastfall 6 hat. nun bestreitet der Bauträger, dass es sich um Lastfall 6 handelt (steht im ursprünglichen Baugrundgutachten entsprechend) und möchte weitere Bohrungen durchführen lassen, wir befürchten, dass hierbei keine Neutrlität gewahrt wird und würden das gerne ablehnen, schließlich gibt es bereits ein Gutachten. Dürfen wir das? vielen Dank und freundliche Grüße

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 20.01.2017 14:43

Hallo Albi,

im Streitfall hat die Gegenseite schon auch Anrecht auf ein Gutachten. Das müssen Sie aber nicht anerkennen. Insofern könnten Sie auf das Ergebnis des zweiten Gutachtens warten. Ansonsten lässt sich der Fall aus der Ferne schwer beurteilen, ohnehin dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Nähere Informationen erhalten Sie möglicherweise beim Bauherrenschutzbund oder beim Verband Privater Bauherren. Ansonsten sollten Sie sich Rechtsbeistand holen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de


Albi am 01.02.2017 10:49

Hallo Thomas,

Ja, wir haben einen Anwalt!

Haben Sie ein Privatgutachten erstellen lassen?

VG Albi


Thomas am 01.02.2017 21:28

Hallo Albi, ja, wir haben ein Gutachten erstellen lassen. Wie können wir miteinander direkt in Kontakt treten? Ich würde ungern den weiteren Erfahrungsaustausch "öffentlich" vornehmen. Sorry. VG Thomas


Thomas am 30.01.2017 23:00

Hallo Albi, wir haben genau dasselbe Problem. Lastfall drückendes Grundwasser und eine nicht zugelassene Perimeterdämmung verwendet (EPS statt XPS) verwendet. Wir haben mittlerweile den Architekten verklagt. Verfahren läuft. Lassen Sie sich bereits rechtlich beraten? Ich wäre sehr an einem Erfahrungsaustausch interessiert. Grüße T

Alexander am 26.12.2016 22:34

Hallo, wir bitten um Hilfe. Wir haben vor 6 Jahren unser Dach machen lassen. Nun hat es sich so verformt, das die Regenrinne nicht das Wasser nach außen abfließen lässt, sondern sich in der Mitte sammelt und einfach überläuft. Des Weiteren ist mir heute noch ein Wasserschaden aufgefallen. Können wir da noch eine Nacherfüllung bzw einen Schadensersatzanspruch in Anspruch nehmen?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 27.12.2016 12:36

Lieber Alexander,

in der Regel ist es schon möglich, dass Bauherren auch noch eine Mängelbeseitigung fordern können, wenn die Arbeiten bereits abgenommen und bezahlt sind. Allerdings sollten dabei die gesetzlichen Gewährleistungsrechte berücksichtigt werden. Die Frist beträgt fünf Jahre, wenn es sich um einen Vertrag nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) handelt. Wenn die Regelungen der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, Teil B (VOB/B) vereinbart wurden, beträgt sie nur vier Jahre. Wir raten Ihnen, sich an einen Fachanwalt zu wenden.

Beste Grüße

die Redaktion von bauen.de

Ines am 11.11.2016 12:40

Hallo, wir haben uns eine Terrassen Überdachung ans Haus anbauen lassen. Vertragsmäßig wurde eine Durchgangshöhe von 2100 mm festgehalten und auf der AB vom Verkäufer bestätigt. Tatsächlich konnte beim Aufbau nur eine Durchgangshöhe von 1860 mm realisiert werden. Handelt es sich hier um einen Baumangel, obwohl vor der Bestellung alle Maße an den Verkäufer durchgegeben wurden sind. Leider kann auch an der Höhe nichts mehr verändert werden, da an diesen Terrassen Anbau eine Balkon Verkleidung angrenzt. Die Terrassen Überdachung hat einen Wert von 28.500€. Welche Wertminderung können wir vom Verkäufer verlangen, da eine Nachbesserung nicht möglich ist??

Vielen Dank für Ihre Auskunft, Gruß Ines

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 17.11.2016 15:33

Hallo Ines,

das ist eine deutliche Abweichung, die grundsätzlich als Baumangel gelten würde und in diesem Falle auch eine Wertminderung nach sich ziehen würde. Die Frage ist allerdings, warum Sie eine Überdachung in Auftrag geben, die so offensichtlich nicht durchführbar ist und warum der Handwerker diesen Auftrag dann wissentlich falsch ausführt, ohne Rücksprache mit Ihnen zu halten. Sofern es weitere Absprachen gab, handelt es sich vermutlich um keinen Mangel. Diese Frage sollten Sie allerdings mit einem Anwalt besprechen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Tony 1981 am 18.09.2016 10:11

Hallo. Wir haben eine Fassadendämmung von einer Firma machen lassen. Mit der Arbeit der Firma sind wir nicht zufrieden. Diehaben den Endputz (Scheibenputz Firma Weber)nicht gut und nicht sauber aufgetragen bzw haben schlecht verputzt. Darauf hin haben die ein zweites mal verputzt. Es sieht jetzt noch schlimmer aus. Was kann ich machen?? Gruß Tony

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 19.09.2016 12:13

Hallo Tony 1981,

wenn ein Mangel vorliegt und dieser nicht beseitigt wurde, liegt er auch weiterhin vor. In Punkt 5 in diesem Text schreiben wir, welche Rechte Sie haben und wie Sie in diesem Fall vorgehen können. Ob tatsächlich ein Mangel vorliegt, können wir aus der Ferne allerdings nicht einschätzen und dürfen in rechtlichen Fragen auch nicht beraten. Unter Umständen kann Ihnen der Bauherren-Schutzbund e.V. oder der Verband Privater Bauherren e.V. weiterhelfen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Stefan24 am 08.07.2016 07:33

Guten Morgen,

kann mir jemand sagen, wo ich eine Angabe zu berechtigten Mängeln bei neuen Fenstern finde?

Bei unseren Fenstern sind teilweise die Übergänge der Aluschalen nicht bündig. Die Fensterfirma weist das als "keinen Reklamationsgrund" zurück, da die Dichtigkeit nicht betroffen sei.

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 08.07.2016 10:19

Lieber Stefan,

eine allgemeingültige Liste aller möglichen Mängel, die beim Einbau von Fenstern auftreten können, gibt es nicht. Sofern die Funktionsweise eingeschränkt ist, liegt üblicherweise ein Mangel vor, handelt es sich lediglich um optische Fehler, nicht zwangsläufig. Es kommt auch darauf an, wie groß die Abweichung vom Optimalzustand ist. Aus der Ferne lässt sich ihr Fall nur schwer einschätzen. Eventuell kann Ihnen der Bauherren-Schutzbund oder der Verband Privater Bauherren weiterhelfen, die über einen reichen Erfahrungsschatz im Umgang mit Baumängeln verfügen.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

Redaktion bauen.de am 09.05.2016 10:43

Hallo Jennifer,

wenn ein Mangel vorliegt und dieser nicht beseitigt wurde, liegt er auch weiterhin vor. In Punkt 5 in diesem Text schreiben wir, welche Rechte Sie haben, wenn ein Mangel nicht behoben wird. Wenden Sie sich dazu im Zweifel doch auch an den Bauherren-Schutzbund e.V. oder den Verband Privater Bauherren e.V.

Herzliche Grüße,

die Redaktion von bauen.de

auf Kommentar antworten

Jennifer am 08.05.2016 10:46

Wenn durch der Mängelbeseitigung Mängel weiterhin bestehen oder neue hinzugefügt wurden, gilt der Versuch als gescheitert?

auf Kommentar antworten

Redaktion bauen.de am 29.04.2016 11:28

Hallo KSch,

grundsätzlich scheint eine Abweichung von zwei Zentimetern recht viel. Wenn die Funktion der Kabine beeinträchtigt ist, also beispielsweise das Bad nach einer Dusche unter Wasser steht, ist das sicherlich ein Mangel. Aus der Ferne können wir den Fall aber schlecht einschätzen. Am besten, Sie suchen zunächst das Gespräch mit dem Handwerker. Unterstützung erhalten Sie beispielsweise vom Bauherren-Schutzbund.

Viele Grüße,

Die Redaktion von bauen.de

auf Kommentar antworten

KSch am 27.04.2016 16:55

Hallo,

Festglaselement und Duschtüre in unserer Duschnische sind nicht im Lot, sondern weichen 2cm von den Fugen ab. Muss ich das hinnehmen oder kann ich auf Nachbesserung drängen. Finde nirgendwo erlaubte Toleranzen. Handwerker habe nicht bemerkt, dass die Bohrlöcher 2 cm abweichen vom Lot. aber das auf beiden Seiten!

mfg KS

auf Kommentar antworten

bauen.de-Redaktion am 04.12.2015 13:56

Hallo JBender,

lassen Sie sich in jedem Fall juristisch beraten! Dafür wenden Sie sich am besten an einen Fachanwalt, auch Bauherrenverbände können für gewöhnlich weiterhelfen. Dokumentieren Sie am besten alles sowohl schriftlich als auch mit Fotos und versuchen Sie keinesfalls selbst, etwas zu reparieren.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg.

Beste Grüße,

die bauen.de-Redaktion

auf Kommentar antworten

JBender am 03.12.2015 14:10

Hallo,

wir haben Fenster und Terrassentüren erneuern lassen.

Von den 15 Elementen wurden 10 Schief oder nicht im Lot eingesetzt.

Desweiten sind auch einige Kratzer an den Fensterrahmen, der Klinker mit Silikon verschmutzt und auch bei einen Element das Kompriband an dem Fenster zur Schlagregensicherheit nicht angebracht wurden. Die Fensterbänke außen haben unterschiedliche Längen beim Überstand.

Dieses haben wir den Fensterbauern mitgeteilt die, die Schiefen Fenster nochmals aus und wieder einbauten. Die Kratzer wurden mit einen Lackstift ausgebessert. Das Kompriband konnte nicht mehr Nachträglich eingebaut werden und die Silikonreste wurden auch nicht entfernt.

Zu den Fensterbänken wurde uns gesagt das ist normal im Altbau (Haus ist 25 Jahre alt).

Dieser Rep. hat fast 3 Monate gedauert. Bei jeden Abgeschlossen Rep. Tag wurde die Mängelliste unterschrieben. Am letzten Tag wurde mir auch wieder diese Mängelliste vorgelegt die ich wieder unterschrieben habe. Nun habe ich von der Firma ein Schreiben erhalten wonach die Mängel alle beseitigt sind und wir das ja unterschrieben hätten.

Es sind aber noch immer Mängel vorhanden, einige Jalousien kästen sind noch Schief, Silikon Reste am Klinker, Fensterbänke etc. Dieses hatten wir den Kundenservice mehrmals telefonisch mitgeteilt.

Da wir bis jetzt 80% des Kaufpreises Bezahlt haben droht uns nun der Fensterbauer mit einer Klage wenn wir die Restsumme nicht bezahlen.

Wenn ich diese aber nun Bezahle wird sich der Fensterbauer wahrscheinlich gar nicht mehr bei uns Blicken lassen und wir bleiben auf dem Schaden sitzen.

Was für Möglichkeiten haben wir.

Gruß

JB

auf Kommentar antworten

bauen.de-Redaktion am 24.11.2015 15:03

Hallo Maebel,

erster Ansprechpartner für einen Baumangel ist, wie im Text beschrieben, immer das zuständige Handwerkerunternehmen. Dieses muss seinen vertraglich festgelegten Pflichten nachkommen. Ist der Anschluss an die Kanalisation also im Vertrag festgehalten, sollten Sie den Mangel dokumentieren und dem Unternehmen eine Mängelrüge schicken.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Dafür wenden Sie sich am besten an einen Bausachverständigen oder einen Rechtsanwalt für Baurecht. Auch der Bauherren-Schutzbund oder der Verband Privater Bauherren helfen Ihnen sicherlich gerne weiter.

Beste Grüße,

die bauen.de-Redaktion

auf Kommentar antworten

maebel am 24.11.2015 10:16

Unsere Baufirma hat die Ablaufrinne nür in den Bodem gelegt und hat diese nicht an de Kanalisation angeschlossen. Die Gemeinde informiert, aber tut nichts.

Wo kann ich diese Mangle melden.

auf Kommentar antworten

bauen.de-Redaktion am 15.10.2015 14:39

Lieber R.B.,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ob eine Mängelrüge aufgrund eines optischen Mangels erfolgreich sein kann, ist immer vom Ausmaß des Mangels abhängig. Aus der Ferne können wir Ihren Fall leider nicht ausreichend beurteilen. Wir empfehlen Ihnen daher eine Rechtsberatung. Diese erhalten Sie etwa vom Bauherren-Schutzbund.

Mit freundlichen Grüßen

die bauen.de-Redaktion

auf Kommentar antworten

R.B. am 15.10.2015 11:58

Hallo,

wir haben einen optischen Mangel während der Bauphase in unserem Badezimmer festgestellt, hierbei handelt es sich um einen optischen Mangel.

Da die Trennwand zwischen Dusche und WC in einer falschen Stärke gebaut wurde, sitzt das WC jetzt optisch nicht mehr mittig zwischen Außen- und Duschtrennwand.

Der Bauträger argumentiert mit der Verhälntissmäßigkeit des Mangels gegenüber dem Rückbau, wobei der Mangel optisch deutlich sichtbar ist.

Hat man als Bauherr bei einem optischen Mangel keine Hebel?

auf Kommentar antworten

bauen.de-Redaktion am 08.10.2015 11:04

Sehr geehrter Herr Meier,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Ist die Frist verstrichen, können Sie als letzte Chance noch eine Nachfrist gewähren. Verstreicht auch diese hat der Bauherr verschiedene Möglichkeiten: Er kann etwa einen Handwerker mit der Mängelbeseitigung beauftragen, die Vergütung mindern oder bei erheblichen Mängeln sogar ganz vom Vertrag zurücktreten. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie etwa vom Bauherren-Schutzbund oder von einem Fachanwalt.

Weitere Informationen zu den Themen Mängelrüge und Mängelbeseitigung finden Sie hier: www.bauen.de/ratgeber/hausbau/bauratgeber/baurechtslexikon/artikel/artikel/maengelanzeige-1.html

Mit freundlichen Grüßen

die bauen.de-Redaktion

auf Kommentar antworten

Meier am 07.10.2015 17:21

Guten Tag, ich habe diverse Baumängeln per Einwurf-Einschreiben beim Bauträger bemängelt mit Fristsetzung bemängelt. Leider bekomme ich keinerlei Rückmeldung und die Frist läuft in 2 Tagen ab. Wie gehe ich weiter vor?

auf Kommentar antworten

bauen.de-Redaktion am 20.07.2015 13:01

Sehr geehrter Herr Neumann,

aus der Ferne lässt sich Ihre Situation nicht gänzlich beurteilen, eventuell hilft Ihnen aber ein Blick in Ihren Vertrag mit dem Bauträger weiter. In diesem Bauvertrag verpflichtet sich der Bauträger für gewöhnlich, eine technisch einwandfreie Leistung zu erbringen, die sich nach DIN-Normen und überdies nach dem aktuellen Stand der Technik richtet.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Dafür wenden Sie sich am besten an einen Bausachverständigen oder einen Rechtsanwalt für Baurecht. Auch der Bauherren-Schutzbund oder der Verband Privater Bauherren helfen Ihnen sicherlich gerne weiter.

Beste Grüße,

die bauen.de-Redaktion

auf Kommentar antworten

nillin am 19.07.2015 12:52

Hallo,

Unser Baugutachter hat bei einer Begehung unseres Neubaus Mängel in der Abdichtung festgestellt. Wir haben den Mangel inkl. Nennung des betroffenen Bauteils dem Bauträgers gemeldet. Dieser stellt sich auf den Standpunkt, der Gutachter müsse ebenfalls mitteilen, wie es denn korrekt auszuführen sein. Unser Gutachter weigert sich jedoch, dieses zu tun und verweist auf die aktuell gültigen DIN Normen, nach denen der Bauträger zu bauen hat. Eine konkrete Handlungsanweisung sei also seiner Meinung nach nicht notwendig, da ja der Bauträger sich verpflichtet hat, nach den gängigen Regeln der Technik zu bauen.

Wer hat nun Recht- ist es üblich, im Mängelprotokoll auch Abhilfemaßnahmen anzugeben?

Vielen Dank

auf Kommentar antworten

bauen.de-Redaktion am 05.02.2015 14:18

Hallo Rudi Ratlos,

eine Antwort auf Ihre Frage lässt sich schwer pauschalisieren und ist kaum aus der Ferne möglich. Bitte wenden Sie sich für eine vertiefende Beratung und Hilfestellung an einen Sachverständigen vor Ort.

Wir wünschen Ihnen weiterhin erfolgreiches Bauen und Modernisieren.

Beste Grüße

Ihre Redaktion von bauen.de

auf Kommentar antworten

Rudi ratlos am 05.02.2015 13:39

Handwerker bessert innerhalb der großzüg ( 4 Wochen ) gesetzten Frist nicht nac, sondern schickt nur Gutachter dem ihm helfen soll. Der fährt erst in Urlaub und nach wochen nach der Frisst will der Handwerker ohne jedes geforderte Konzept- Neuanlage Heizung, naachbessern. Hat zurvor schon 2 x auf dem Dachboden nachgebessert vor der Frist und noch immer Mangelhaft.

Handwerker hat mehrfach versuch mich zu täuschen i.d er ISO bei Deckendurchbrüchen nur vorgetäuscht hat - 10cm Iso in die Decken gesteckt... 25 cm frei..

Ist somit die Frist abgelaufen..? Da er nicht angefangen hat oder zählt der gurtachter als Beginn..?

auf Kommentar antworten

bauen.de-Redaktion am 05.08.2014 17:31

Hallo Langenhorner,

da wir keine Rechtsberatung leisten, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Bausachverständigen zu wenden. Auch der Bauherren-Schutzbund oder der Verband Privater Bauherren können Ihnen sicher weiterhelfen.

Viel Erfolg und die besten Grüße

Ihre bauen.de-Redaktion

auf Kommentar antworten

Langenhorner am 05.08.2014 14:14

Vielen Dank für den hilfreichen Bericht. Aber was ist in dem Fall wenn bereits alles bezahlt ist aber die Baufirma sich weigert die Mängel zu beheben in dem sie einfach nicht reagiert. Wie kann man seine Rechte einfordern. Ich habe gehört, dass sich Gerichte bei kleinen Summen, z.B. ca. 300€, gar nicht damit befassen, weil es Geringfügig ist. Und dann sind die Anwaltkosten schnell höher als die Streitsummen.

Vorab viele Dank für die Hilfe.

auf Kommentar antworten