Ökologische Dämmstoffe – gesund und umweltfreundlich leben

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Flachs, Hanf, Zellulose, Holz - ökologische Dämmstoffe verbessern die Wohnqualität und sind eine echte Alternative zu konventionellem Dämmmaterial.

Holzfaserdämmung, Holzfaserdämmstoff, ökologische Dämmung, Foto: VHD e.V./EEE
Die Holzfaserdämmung dieses Fertighauses hilft, den Energiebedarf des Baukörpers so weit zu senken, dass wesentlich seltener und weniger stark geheizt werden muss, um die Wohnräume auf Wohlfühltemperatur zu bringen. Foto: VHD e.V./EEE Foto: VHD e.V./EEE

Ob für den Neubau oder bei der nachträglichen Dämmung im Altbau – ökologische Dämmstoffe bieten mittlerweile auch wirtschaftliche Vorteile: Denn viele Naturmaterialien schneiden hinsichtlich der Wärmedämmung oft besser ab als konventionelle Varianten. Etabliert haben sich Dämmstoffe aus Holz und Zellulose, aber auch Hanf und Flachs werden häufig zur Dämmung eingesetzt.

Ökologische Holzdämmstoffe

Holzfasern eignen sich sehr gut als Dämmmaterial und werden in Form von Platten oder Flocken angeboten. Der Großteil der auf dem deutschen Markt erhältlichen Produkte ist mit einem anerkannten Gütesiegel zertifiziert.Holzfaserdämmplatten werden gerne als Trittschallschutz sowie für die Wand- und Dachdämmung eingesetzt. Ein großer Vorzug der ökologischen Dämmung mit Holzfaserplatten ist der gute sommerliche Wärmeschutz, der besonders bei der Dämmung von Dachschrägen wichtig ist. Überall dort, wo keine Platten angebracht werden, können Holzfasern als ökologische Dämmstoffe eingesetzt werden.

Dämmung mit Zellulose

Zellulose ist einer der ersten und nach wie vor einer der beliebtesten ökologischen Dämmstoffe. Das Ausgangsmaterial ist gemahlenes Altpapier. Häufig werden Zelluloseflocken für die Dämmung verwendet, aber auch als Plattenware ist dieses umweltfreundliche Dämmmaterial erhältlich. Ein großer Vorteil ist neben den niedrigen Kosten die schwere Entflammbarkeit der Zellulose. Diese entsteht durch die Vorbehandlung mit Borsalzen oder Aluminiumsulfaten, die gleichzeitig wirksam vor Ungeziefer schützen. Neben dem Einsatz beim Wärmeschutz lässt sich Zellulose auch sehr gut im Bereich des Schallschutzes verwenden.

Ökologisch dämmen mit Hanf

Hanf ist ein universell einsetzbarer ökologischer Dämmstoff mit sehr guter feuchtigkeitsregulierender Funktion. Das Material kann rund 17 Prozent seines Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen, bevor es zu Einbußen beim Dämmverhalten kommt. Häufig ist das Naturmaterial mit Polyesterfasern verstärkt, dies verhindert dann allerdings das recyceln. Eine Neuheit ist der Einsatz von Maisstärke als Stützfaser. Hanfdämmung gibt es als Platten-, Schütt- und Stopfware, Vliese aus Hanf können für die Trittschalldämmung zum Beispiel unter schwimmend verlegte Laminat- oder Parkettböden eingesetzt werden.

Flachsdämmung

Ebenfalls zu den ökologischen Dämmstoffen zählt die Flachsdämmung mit guten sommerlichen und winterlichen Wärmeschutzeigenschaften. Auch für die Schalldämmung ist dieses Material gut geeignet. Durch die Flexibilität der Matten kann Flachsdämmung gut für die Zwischensparrendämmung oder die Dämmung von Holzständerwänden eingesetzt werden. Gebunden werden die Fasern zum Beispiel mit Kartoffelstärke, als brandhemmendes Mittel kommt Borsalz zum Einsatz. Zur Dämmung im Außenbereich kann Flachs nicht verwendet werden.
Allen gemeinsam sind die für ökologische Dämmstoffe geltenden Nachteile: Dämmung aus Naturmaterialien ist im Vergleich zu konventionellen Dämmstoffen wie Mineralfaser oder Polystyrol meist teurer, auch die Materialstärken müssen dicker gewählt werden. 


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