Haus bis 100.000 Euro

Ein Haus bis 100.000 Euro bauen? Klingt nach einem Märchen, kann aber durchaus funktionieren. Ganz einfach wird es für den Bauherrn nicht: Das Haus muss klein und die Ausstattung günstig bleiben, Sonderwünsche sind tabu und wer sparen will, muss beim Hausbau vor allem selbst ordentlich anpacken.

Ein Einfamilienhaus ist auch unter 100.000 Euro zu haben. Dabei gibt es vor allem durch Eigenleistung viel Haus für wenig Geld. Der Baupreis lässt sich auch drücken, wenn künftige Bauherren die Ausstattung einfach halten und auf exklusive Sonderwünsche verzichten. Einige Haushersteller bieten allerdings neben Ausbauhaus und Bausatzhaus auch schlüsselfertige Starterhäuser an. So rückt der Traum vom Eigenheim auch für handwerklich Ungeübte in greifbare Nähe.

Wichtig für die Kalkulation: Ein Baugrundstück sollte bestenfalls bereits vorhanden sein. Falls nicht, sollte der Häuslebauer den Grundstückspreis zumindest separat berechnen. Mit 100.000 Euro einen Hausbau und einen Grundstückskauf zu stemmen ist nämlich so gut wie ausgeschlossen.

Wie setzt sich der Baupreis eines Hauses zusammen?

Der durchschnittliche Baupreis pro Quadratmeter setzt sich aus allen einzelnen Kostenfaktoren zusammen, die beim Hausbau anfallen: vom Rohbau über die Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallation bis hin zum Innenausbau mit Streichen, tapezieren und Böden verlegen. Allerdings gilt als Berechnungsgrundlage lediglich die Wohnfläche. Das bedeutet, dass beispielsweise Keller mit Erdaushub oder Terrasse nicht mit eingerechnet werden.

Je nach Bauweise, Ausstattung und Region variieren die Baukosten pro Quadratmeter stark, weshalb sie für angehende Bauherren auch nur als grobe Orientierung dienen können. Eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes durch LBS Research aus dem Jahr 2016 ergab nämlich: Häuslebauer sollten beispielsweise in Sachsen-Anhalt für ihren Neubau mit einem Quadratmeterpreis von rund 1.230 Euro rechnen – in Nordrhein-Westphalen mit 1.480 Euro und in Bayern sogar mit 1.950 Euro.

Wer aber ein Einfamilienhaus mit 100 Quadratmetern für maximal 100.000 Euro bauen möchte, der hat pro Quadratmeter nur 1.000 Euro zur Verfügung. Damit der Bauherr also mit diesen niedrigen Kosten auskommt, ist Sparen angesagt.

Bauherren dürfen neben den reinen Kosten für Rohbau, Haustechnik und Innenausbau nämlich auch nicht die Ausgaben vergessen, die einem Hausbau zwangsläufig vorausgehen oder folgen und zu den reinen Kosten für Rohbau und Ausbau noch hinzukommen, wie Versicherungen und Steuern.

Knappes Budget? Diese Bauweisen bieten sich an

Die Bauweise hat großen Einfluss auf die Baukosten. Generell kostet ein Fertighaus deutlich weniger als ein gleichgroßes Massivhaus oder gar ein individuelles Architektenhaus. Beim Fertighaus wird nämlich nicht Stein auf Stein gemauert oder mit Stahlbeton gearbeitet, sondern es wird in Einzelteilen, beispielsweise Außenwandelemente, zur Baustelle geliefert und dort dann zusammengebaut. Mit einem schlüsselfertigen Fertighaus geht es also besonders schnell und günstig in die eigenen vier Wände.

Die verschiedenen Bauweisen in der Übersicht

Wer ein Haus baut, muss viele Entscheidungen treffen – und das unabhängig davon, ob das Eigenheim 100.000 Euro oder 500.000 Euro kostet.
Um Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Bauweisen zu verschaffen, haben wir Ihnen auf den folgenden Seiten alle wesentlichen Informationen zusammengefasst.

Besonders interessant für Sparfüchse: Der Bauherr kann beim Fertighaus selbst entscheiden, welche Ausbaustufe für ihn infrage kommt. Je größer der Aufwand für den Bauherrn, desto niedriger fallen am Ende die Baukosten aus. Grob gibt es drei verschiedene Ausbaustufen:

Schlüsselfertiges Fertighaus

Beim schlüsselfertigen Haus hat der Bauherr am wenigsten Aufwand, aber auch die höchsten Kosten. Bei der Schlüsselübergabe könnte er direkt einziehen, alle notwendigen Ausbauarbeiten sind im Grunde schon erledigt – der Rohbau sowieso. Der Bauherr bestellt zum Festpreis und erhält einen fixen Fertigstellungstermin seines Eigenheims.

Achtung

Schlüsselfertig ist keine geschützte Bezeichnung. In der Theorie ist schlüsselfertig gleich einzugsfertig. In der Praxis gibt es trotzdem oft noch etwas für den Bauherrn zu tun. Was zum schlüsselfertigen Zuhause gehört, legen Anbieter in der Regel selbst und individuell fest.

Ausbauhaus

Beim Ausbauhaus, oft auch als Mitbauhaus bezeichnet, werden die Außenwände und das Dach vom Anbieter geliefert und aufgebaut. Es steht dann sozusagen ein wärmegedämmter und wasserdichter Rohbau. Den Innenausbau dagegen kann der Bauherr vollständig oder teilweise selbst übernehmen oder auch Handwerksunternehmen überlassen. Welche Arbeiten dabei vom Anbieter und welche vom Bauherrn erledigt werden, wird vorher im Bauvertrag geklärt. Je nach Fähigkeiten und Zeit kann der Bauherr beispielsweise das Ziehen der Innenwände, das Fliesen des Badezimmers oder die Streicharbeiten selbst erledigen, die Elektro- und Sanitärinstallation aber einem Experten übergeben.

Bausatzhaus

Beim Bausatzhaus können Bauherren fehlendes Kapital durch Eigenleistung kompensieren. Allerdings kommt hier auf den Bauherrn auch der größte Aufwand zu, denn die einzelnen Elemente des Fertighauses werden vom Anbieter lediglich zur Baustelle geliefert. Der Bauherr muss also das gesamte Haus selbst aufbauen, außen und innen. Diese Bauweise verlangt vom Häuslebauer nicht nur großes, handwerkliches Geschick und Know-how, sondern auch sehr viel Zeit. Das Sparpotenzial ist hier dafür auch ziemlich hoch.

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Eigenleistung statt Handwerkerrechnung

Wer Handwerker beauftragt, bezahlt vor allem für ihr Know-how und ihre Zeit. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wer beim Hausbau die ein oder anderen Arbeiten selbst übernimmt, spart einen erheblichen Teil der Arbeitskosten ein und muss in diesem Bereich nur noch für die Materialkosten aufkommen. Vorausgesetzt, der Bauherr bringt das nötige Wissen, das handwerkliche Geschick und vor allem entsprechend Zeit mit.

Für Bauherrn klingt die Kostenersparnis durch Eigenleistung verlockend. Immerhin rückt der Traum vom Eigenheim trotz kleinem Budget immer näher. Allerdings bedeuten geringere Kosten gleichzeitig großen, vor allem zeitlichen, Aufwand für den Häuslebauer. Nicht nur, weil die meisten Bauherren ihre Arbeiten auf der Baustelle in den Urlaub oder Feierabend verlegen müssen, sondern auch weil Laien nicht so schnell arbeiten wie routinierte Handwerker. Laut dem Verband Privater Bauherrn (VPB) schaffen sie nämlich in der gleichen Zeit nur höchstens zwei Drittel der Arbeit eines Fachmanns. Für den Bauherrn bedeutet das, dass er mehrere Wochen oder Monate jede freie Minute auf der Baustelle verbringen wird.

Wasser, Heizung, Strom – lieber dem Fachmann überlassen

Für sparsame Bauherrn gilt, das eigene Können nicht zu überschätzen. Selbst wenn es genügend Arbeiten wie Streichen oder Boden verlegen gibt, die von Laien ohne besondere Vorkenntnisse übernommen werden können, gibt es auch Bereiche, die man lieber dem Fachmann überlassen sollte. Zu schnell kommt es sonst zu groben Fehlern, die eine Bauverzögerung oder sogar finanziellen Schaden mit sich bringen können. Dazu gehören vor allem Arbeiten, die gewissen Bauvorschriften unterliegen oder bei unsachgemäßer Montage sogar gefährlich werden können. Daher sollten auch beispielsweise die Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallation dem Experten überlassen werden.

Günstiges Haus planen: 10 Tipps

Selbst mit anpacken, viel Zeit investieren und den Auf- und Ausbau des Hauses ganz oder teilweise übernehmen – so können Bauherren die Baukosten für sein Eigenheim schon ordentlich senken. Aber es gibt noch mehr Möglichkeiten für Sparfüchse, den Quadratmeterpreis weiter zu drücken:

1. Augen auf bei der Grundstückswahl

Schon die Wahl des Grundstücks kann die Höhe der Baukosten beeinflussen. Ein schwieriger Untergrund kann die Gründungsarbeiten immens versteuern. Sogenannte bindige Böden sind demnach nicht so gut für den Hausbau geeignet – diese Böden haben einen hohen Lehm- und Tonanteil. Unter hohem Druck können sich diese Böden mit der Zeit verformen, so dass sich das Haus auch noch lange nach der Fertigstellung absetzen kann. Optimaler sind sogenannte nichtbindige Böden. Sie bestehen zum Hauptteil aus Sand und Kies. Wenn der Boden zudem noch fest gelagert ist, ist er der perfekte Baugrund.

Auch ein Grundstück mit Hanglage erschwert die Gründungsarbeiten und kann die Baukosten in die Höhe treiben.

2. Intelligente Grundrissplanung

Wer schon bei der Grundrissplanung mitdenkt, kann einiges an Baukosten einsparen und lässt selbst ein kleines Haus großzügig wirken. Wer sich zum Beispiel für einen offenen Wohn- und Essbereich inklusive Küche entscheidet, spart Wände, Türen und Erschließungsflächen ein. Gleichzeitig entsteht dadurch auf kleiner Fläche ein weiträumiger Gesamteindruck.

3. Auf Keller verzichten

Keller gelten schon lange nicht mehr nur als Stau- und Vorratsraum. Immer häufiger gibt es im Keller auch einen Hobby- oder Werkstattraum, ein Spielzimmer für Kinder oder Platz für eine Sauna. Außerdem finden hier auch Waschküche und Technikraum genügend Platz.

Wer beim Hausbau aber auf einen Keller verzichtet, spart dafür ordentlich bei den Baukosten ein. Bei einer Grundfläche von 80 Quadratmetern müssen Häuslebauer nämlich laut den Experten des Instituts für Bauforschung in Hannover zwischen 14.500 Euro und 34.000 Euro rechnen –. Bauherren sollten für ihre Entscheidung, ob mit oder ohne Keller, aber genau abwägen, ob die Kostenersparnis die Vorteile eines Kellers übertrifft, denn nachrüsten kann man einen Keller natürlich nicht mehr.

4. Nur mit Standarddach planen

Je aufwändiger der Dachaufbau wird und je komplexer die Dachform ausfällt, desto höher sind die Kosten. Für Sparfüchse gilt daher: keine Erker, keine Dachfenster und keine aufwendigen Dachformen, dazu eine Eindeckung mit den einfachsten Dachziegeln, dann bleibt der Preis so niedrig wie möglich. Das Standardsatteldach und das Flachdach eignen sich unter den Dachformen daher am besten, wenn der gesamte Hausbau ein Budget von 100.000 Euro nicht überschreiten sollte.

Außerdem können Bauherren noch etwas sparen, wenn sie bei der Dacheindeckung statt auf klassische Dachziegel aus Ton oder Lehm auf Betondachsteine zurückgreifen.

5. Einfache Elektroausstattung

Die Elektroinstallation schlägt bei einem Neubau ordentlich zu Buche. Je nach Ausstattung sollten Bauherren dafür zwischen drei und knapp fünf Prozent der gesamten Baukosten einkalkulieren. Sparsame Häuslebauer sollten daher auf kostenintensive Luxusausstattung wie Dimmer, Spotlight und übermäßig viele Steckdosen verzichten. Und auch wenn Smart Home bequem ist: bei Regen automatisch schließende Fenster und die Steuerung der Heizung per Smartphone ist eine nette Spielerei, kann aber, wenn es um Kostenersparnis geht, als Erstes weg. Außerdem können Bauherren eine bessere Elektroausstattung für die Zukunft planen und beim Hausbau bereits Installationsrohre verlegen lassen. Somit ist ein Nachrüsten einige Jahre später problemlos möglich.

6. Beim Bad sparen

Einer der teuersten Räume im Haus ist das Bad – schon allein wegen der hohen technischen Ausstattung. Wer günstig bauen möchte, sollte daher bei der Hausplanung auf diesen Raum ein besonderes Augenmerk legen. Geld kann zum Beispiel gespart werden, wenn Fliesen nur in den spritzwassergefährdeten Bereichen angebracht werden. Auch bei der Ausstattung sollte man darauf achten, gute, aber günstige Sanitäranlagen zu wählen. Kleine Bäder mit bodengleichen Duschen sind wesentlich günstiger als überdimensionierte Wellnessoasen mit freistehender Badewanne und Doppelwaschbecken.

7. Passende Heizungsart wählen

Je nach Heizungsart fallen die Bedingungen an die Immobilie unterschiedlich aus. Bauherrn sollten daher genau analysieren, welche Heizung für das neue Eigenheim infrage kommt und was dafür beim Hausbau beachtet werden muss. Für eine Ölheizung ist beispielsweise ein Tank notwendig, für eine Pelletheizung braucht es genügend Lagerplatz für Holzpellet. Wer ohnehin schon klein, womöglich sogar ohne Keller baut, könnte schnell ein Platzproblem bekommen. Eine Gasheizung dagegen verlangt einen Anschluss ans Gasnetz und wer sich auf Solarthermie verlassen möchte, kann das nur, wenn die Solaranlage auf dem Dach ausreichend viel Sonne abbekommt. Bauherren sollten daher gut kalkulieren und einen Kostenplan erstellen, mit welcher Heizungsart sie beim Hausbau und auch beim späteren Betrieb am meisten Kosten sparen können.

8. Garage oder Carport erst später

Bauherrn, die erstmal auf eine Garage verzichten können oder sich vorerst für eine einfache, kostengünstige Variante entscheiden, sparen beim Hausbau mehrere tausend Euro ein. Eine gemauerte Garage mit Satteldach kommt nämlich bereits auf rund 16.000 Euro oder sogar mehr. Eine einfache Fertiggarage gibt es dagegen schon für 4.000 Euro, einen günstigen Carport können Häuslebauer sogar für nur 1.000 Euro als Bausatz beim Baumarkt bekommen. Bauherren, die vorerst Garagenkosten einsparen möchten, einen Bau aber definitiv für die Zukunft planen, sollten das schon bei der Hausplanung berücksichtigen. Womöglich kommt der Planung sonst später die Abstandsflächenregelung oder der Bebauungsplan in die Quere.

9. Gartenbepflanzung verschieben

Natürlich soll das neugebaute Eigenheim in keinem Erdloch stehen, aber die Gestaltung des Gartens und der Terrasse kann durchaus bis zum nächsten Frühling warten. Das spart während des Hausbaus nicht nur Kosten, sondern schont auch die Nerven des Bauherrn. Immerhin reicht es oft nicht aus, auf dem Acker vor dem Neubau etwas Rasensamen zu streuen. In vielen Fällen muss der Boden erst entsprechend bearbeitet, abgetragen oder aufgeschüttet werden, damit darauf nicht nur Unkraut wächst, sondern Rasen und Gartenpflanzen überhaupt wachsen können. Außerdem haben Bauherren für die Außenanlagen viel mehr Zeit und ein besseres Vorstellungsvermögen bei der Planung, wenn das Eigenheim erst mal steht.

10. Doppelhaus: Günstiger im Doppelpack

Häuslebauer, die sich mit einem gleichgesinnten Bauherrn zusammentun, sparen in der Regel deutlich bei den Baukosten. Zwar ist ein Doppelhaus im Gesamten teurer als ein Einfamilienhaus, aber gleichzeitig auch wieder günstiger als zwei Einfamilienhäuser. Beispielsweise muss der Bagger für den Erdaushub nur einmal anrücken, die gemeinsame Wand zwischen beiden Haushälften spart Baumaterial und Arbeitszeit und später Heizkosten ein und da beide Hälften in der Regel spiegelverkehrt aufgebaut werden, sind nicht zwei einzelne Baupläne notwendig. Besonders günstig wird es für Häuslebauer, wenn sie sich für ein Fertig-Doppelhaus entscheiden – dann fällt nicht nur der Quadratmeterpreis günstiger aus, sondern es ist durch die modulartigen Bauelemente oft trotzdem eine individuelle Gestaltung möglich.

Architektenhaus bis 100.000 Euro – geht das?

Ein Architektenhaus ist pauschal nicht unbedingt teurer als ein Fertighaus. Denn der Architekt kann auf die Wünsche der Bauherren eingehen, Einsparpotenziale aufzeigen und dann einen maßgeschneiderten Entwurf für das individuelle Grundstück anfertigen.

Für den Architekten Helmut Lorenz aus dem nordrhein-westfälischen Roetgen ist ein 100.000-Euro-Haus durchaus realisierbar – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen: „Das Haus muss möglichst klein bleiben und am besten nur für zwei bis drei Personen gebaut werden. Für eine vierköpfige Familie, in der jeder sein eigenes Zimmer haben soll, ist ein so günstiger Hausbau allein aufgrund der Größe nahezu unrealistisch.“

Außerdem hilft es dem Bauherrn, wenn er bereits gute Kontakte zu Handwerkern hat. „Wenn die Leute sich kennen, dann kommen sie einem preislich eher entgegen. Der Bauherr muss aber schon auch selbst ordentlich mitarbeiten und bei der Planung auf sehr vieles verzichten – gebaut wird dann vor allem mit günstigen Materialien wie Blähbeton oder Pressspanplatten.“ Die Kosten für Baumaterialien fallen nämlich je nach Region sehr unterschiedlich aus. Mancherorts ist einen Hausbau bis 100.000 Euro sogar unmöglich, weil selbst günstige Baustoffe verhältnismäßig viel kosten. „Für so einen Preis ein Haus im Münchner Raum zu bauen halte ich für sehr unwahrscheinlich.“
Besonders interessant ist für sparsame Bauherrn die Zusammenarbeit mit einem Architekten dann, wenn sie lediglich die Hausplanung dem Experten überlassen, den Hausbau aber größtenteils in die eigene Hand nehmen. Der Architekt leitet dann bei Wunsch trotzdem an und steht dem Bauherrn als Berater zu Seite. Helmut Lorenz rät aber auch: „Bei Heizung und Elektroinstallation sollten Bauherrn ohne entsprechendes Wissen nicht sparen – allein wegen der Haftung und der Sicherheit ist es besser, das dem Fachmann zu überlassen.“

Allerdings sollten Bauherren bei der Kostenkalkulation das Architektenhonorar nicht vergessen. Dafür müssen bei einem 100.000-Euro-Haus in der Regel zwischen 10.000 und 15.000 Euro eingerechnet werden.

Architektenhaus, Foto: Jo Güth - Architekt, Fotograf: Hans Engels
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Dann ist ein Haus bis 100.000 möglich

Ein Haus bis 100.000 Euro zu bauen bedeutet für den Bauherrn vor allem eines: Genügsamkeit. Das Haus muss klein bleiben, Sonderwünsche bei der Raumaufteilung und der Ausstattung sind tabu und bei der Auswahl des Fertighauses muss der Bauherr das nehmen, was als Standard angeboten wird. Alles, was in irgendeiner Form Mehrkosten verursacht, fällt bei der Hausplanung flach. Außerdem ist ein solches Extremsparhaus nur dann realisierbar, wenn der Hausherr selbst eine Menge Zeit und Schweiß investiert und möglichst viele Handwerkerarbeiten übernimmt. Wer zu all diesen Kompromissen bereit ist und entsprechend Zeit in sein Eigenheim stecken will und kann, der könnte seinen Plan vom Haus bis 100.000 Euro wirklich in die Tat umsetzen und auch für wenig Geld ein schickes Eigenheim bekommen.

Bauherrn dürfen aber neben den reinen Baukosten auch die Ausgaben nicht vergessen, die einem Hausbau zwangsläufig vorausgehen und folgen, wie: Grundstückskauf, Grunderwerbssteuer, Notarkosten, Bauherrenhaftpflichtversicherung, Abtransport von Erdreich, Kosten für Baustrom und Bautrockner und vieles weitere.

Judith Müller

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