Das Schwedenhaus: Holzhaus in skandinavischem Stil

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Umweltschonend, energieeffizient und dabei auch noch ein absoluter Blickfang: Ein Schwedenhaus vereint einige Vorzüge.

Sattes Schwedenrot, weiße Akzente und Satteldach: Ein Schwedenhaus überzeugt mit seiner Optik. Foto: Aladomo Foto: Aladomo

Das sogenannte Schwedenhaus hat in der Regel ein bis zwei Geschosse, ein Satteldach, Sprossenfenster und -türen, eine große Gaube, eine hölzerne Veranda und ist meist in sattem Schwedenrot gestrichen. Der Eingang befindet sich an der Längsseite, oft mit einem Balkon darüber.

Energiesparwunder Schwedenhaus

Hauptbaustoff von Schwedenhäusern ist Holz. Dadurch punkten sie mit einer guten Energieeffizienz, sodass die Bewohner oft Heizkosten sparen können. Denn Holz leitet Wärme schlecht und wirkt wärmedämmend. Folglich kann die Dämmschicht weniger dick ausfallen, was die Wände insgesamt schlanker macht. Werden zusätzlich noch Wärmepumpe, Wärmetauscher oder eine Photovoltaik-Anlage installiert, kann ein Schwedenhaus leicht den Niedrigenergie-Standard erfüllen oder sogar Passivhaus sein. Der Baustoff Holz sorgt außerdem für gleichbleibende Luftfeuchtigkeit im Haus.
Beim Holzhaus werden störende Geräusche durch Schritte besser übertragen, daher sollte besonderer Wert auf gute Trittschalldämmung gelegt werden.

Schwedenhaus als Fertighaus

In der Regel werden Schwedenhäuser in Deutschland als Fertighäuser in Holztafel- oder Holzständerbauweise angeboten. Während bei der Holztafelbauweise bereits alle wesentlichen Einbauelemente wie Fenster oder Wärmedämmung vorhanden sind und am Standort nur noch zusammengebaut werden müssen, werden bei der Holzständerbauweise die Rahmen erst auf der Baustelle mit Dämmstoffen wie beispielsweise Mineralwolle versehen, Fernster eingebaut oder Kabelkanäle gezogen.

Haltbarkeit und Pflege

Schädlinge und Feuchtigkeit schaden einem Holzhaus am meisten. Schon bei Planung und Konstruktion sollte darauf geachtet werden, dass die Holzwände nicht zu viel Regenwasser abbekommen. Große Dachüberstände halten Regen von der Fassade ab, ein fachgerechter Anstrich schützt zudem noch vor Pilzen und Schädlingen. Wichtig für die Lebensdauer eines Holzhauses ist das Fundament. Hier muss auf eine sorgfältige Abdichtung gegen vom Boden aufsteigende Feuchtigkeit geachtet werden, um die Bauteile vor drohender Fäulnis und Schimmel zu schützen. Um ein Holzhaus lange zu erhalten, sollte der Anstrich alle zehn bis 15 Jahre erneuert werden, abhängig vom Standort des Hauses und den lokalen Witterungsverhältnissen.


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