Modulares Haus - eine Immobilie für jede Lebensphase

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Unsere Gesellschaft ist in den vergangenen Jahrzehnten flexibler und dynamischer geworden, Lebensumstände ändern sich schnell. Dieser Entwicklung passt sich auch unsere Wohnsituation an: Ein modulares Haus wächst mit der Familie und ist mobil.

Ein modulares Haus kann flexibel ausgebaut und per Tieflader auch komplett umgesetzt werden. Foto: WeberHaus Foto: WeberHaus

Die sogenannten Mobile Homes sind ein Wohntrend, der bislang hauptsächlich in den USA beliebt war. Nach und nach fassen die kleinen Würfelhäuser jedoch auch in Deutschland Fuß. Die Zielgruppe für das neue, mobile Wohnen ist vor allem ein trendbewusstes, junges und beruflich wie privat flexibles Klientel. Ein modulares Haus ist die Antwort der Architekten auf eine dynamische Gesellschaft, die sich ständig im Wandel befindet. Während sich ein einzelnes Würfelhaus für Singles eignet, können Paare und Familien unkompliziert ein zweites Modul ergänzen.

Dabei lassen sich die Grundrisse frei gestalten. Wer auf einem kleinen Grundstück baut, kann sein Haus nach oben wachsen lassen, wer mehr Platz zur Verfügung hat, kann die neuen Module auch an der Seite anbauen. Ein modulares Haus glänzt vor allem durch seine Anpassungsfähigkeit – nicht nur im Hinblick auf die Größe. Auch ein Umzug ist kein Problem: Die Module können abmontiert, per Tieflader transportiert und jederzeit auf einem neuen Grundstück mit neuem Fundament wieder aufgebaut werden – vorausgesetzt natürlich, der Bauherr hat eine Baugenehmigung.

Modulares Haus: Flexibel, modern und erweiterbar

Option, Loftcube oder Smarthause heißen die modernen und designorientierten modularen Häuser, die derzeit von einigen Fertighausherstellern angeboten werden. Die Basismodelle sind dabei oft nicht viel mehr als mobile Ein-Zimmer-Wohnungen mit nur wenig Platz – etwa beim Smarthouse, dessen kleinste Version gerade einmal zwischen 24 und 29 Quadratmeter Wohnfläche bietet. Dennoch liegen die Preise für Modelle dieser Art häufig schon bei rund 45.000 Euro, für Ausbaustufen ab 60 oder 70 Quadratmetern müssen flexible Häuslebauern teilweise über 100.000 Euro aufbringen. Allerdings liegt die Haltbarkeit von modularen Häusern bei der von modernen Fertighäusern. Bei den Baumaterialien dominiert nach wie vor Holz, allerdings gibt es inzwischen auch modulare Häuser aus anderen Materialien wie Aluminium. Viele Modelle haben den Energiestandard von Niedrigenergiehäusern.

Noch gibt es nicht besonders viele Anbieter modularer Häuser. Dennoch hat es das Wohnmodell schon zu einiger medialer Aufmerksamkeit gebracht. Populär ist beispielsweise der von Designer Werner Aisslinger im Jahr 2003 entworfene Loft Cube, ein mobiler Wohnwürfel mit 39 Quadratmeter Wohnfläche, der bei Bedarf nicht nur auf jedem beliebigen Baugrundstück, sondern auch auf Flachdächern aufgestellt werden kann. Heute steht der Loft Cube im Skulpturenpark des Hauses am Waldsee in Berlin.


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