Trockener Altbaukeller mit Injektionsverfahren

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Viele Altbau-Keller sind feucht und sanierungsbedürftig. Das Injektionsverfahren ist ein vergleichsweise einfaches Verfahren zur Mauerwerkstrockenlegung.

Foto: Verband Privater Bauherren e.V.
Foto: Verband Privater Bauherren e.V. Foto: Verband Privater Bauherren e.V.

Eine Vielzahl von Altbaukellern hat Feuchtigkeitsschäden, die langfristig zu Schäden an der Bausubstanz oder gar Schimmelbildung führen können. Um solche Feuchtigkeitsschäden zu beseitigen, gibt es zahlreiche Verfahren, die jedoch oft aufwendig und teuer sind. Das gilt insbesondere dann, wenn der Keller von außen freigelegt und abgedichtet wird.

Mauerwerkstrockenlegung mit Injektionsverfahren

Mit wesentlich weniger Aufwand ist eine Mauerwerkstrockenlegung mit dem so genannten Infektionsverfahren möglich. Dabei wird eine nachträgliche Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Fundamentbereich hergestellt - eine solche fehlt bei vielen Altbauten gänzlich. Um eine Horizontalsperre nachträglich einzubauen, werden beim drucklosen Injektionsverfahren zunächst im unteren Bereich des Kellers schräge Bohrlöcher tief in die Wand gebohrt. In diese werden spezielle Chemikalien geleitet, die die Kapillaren des Mauerwerks verschließen sollen, so dass keine Feuchtigkeit mehr aufsteigen kann. Dies funktioniert allerdings nur dann, wenn die Wand nicht komplett durchnässt ist. In diesem Fall können die Chemikalien nicht in die Kapillaren, beziehungsweise Poren eindringen. Die Methode eignet sich somit nicht für jeden Sanierungsfall. Bisweilen ist auch ein aufwändiges Trocknen des Mauerwerks nötig, bevor mit den Injektionen begonnen wird.

Nachträgliche Horizontalsperre

Um eine wirklich wirksame Horizontalsperre zu erhalten, werden in der Regel (mindestens) zwei Reihen gegeneinander versetzte Löcher mit recht kleinen Abständen gebohrt. Beim Injektionsverfahren ohne Druck wird die Injektions-Flüssigkeit mithilfe von Trichtern in das Mauerwerk eingebracht, wobei es in der Regel mehrere Tage oder Wochen dauert, bis dieses gesättigt ist.

Daneben gibt es auch das Hochdruck-Injektionsverfahren, bei dem - wie der Name schon sagt - die Injektions-Flüssigkeit mit hohem Druck eingepresst wird. Hierfür ist Spezialgerät nötig, so dass diese Methode nur von spezialisierten Fachfirmen angewandt werden kann.

Injektionsverfahren auch für geübte Heimwerker geeignet

Mit drucklosen Injektionen kann unter Umständen auch ein geübter Heimwerker selbst die gewünschte Horizontalsperre herstellen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Ursache auch tatsächlich die fehlende oder fehlerhafte Horizontalsperre ist. Kommen auch andere Ursachen in Betracht, ist das Injektionsverfahren wirkungslos. Im Zweifel sollte also ein Gutachter damit beauftragt werden, die genaue Ursache der Kellerfeuchtigkeit zu ermitteln.


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1 Kommentar

Roland am 29.10.2017 05:54

Guten Tag, ich habe ca. 27 Meter (Wände berechnet) abzudichten. Was würde es mir kosten, wenn Sie mir, meine Kellerwände gegen aufsteigende Feuchtigkeit (Injektionsverfahren) abdichten? Gruß Roland Schiffbauer

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Redaktion bauen.de am 30.10.2017 10:55

Hallo Roland,

auf bauen.de bieten wir Informationen rund um Hausbau, Renovieren und Sanieren. Wir selber führen keine Injektionsverfahren durch.

Für eine genaue Kostenanfrage müssten Sie sich an ein Sanierungsunternehmen wenden, dass dieses Verfahren anbietet.

Mit freundlichen Grüßen

die Redaktion von bauen.de


Hans Hochberger am 20.11.2017 21:05

Neue Methode ca. 180 Euro pro lfm auch Injektionen können Sie selber machen Heimwerker Set

Tel 0170 6714209