
Was kostet ein Haus? Hier erfahren Sie alle Kostenpositionen beim Hausbau, von Grundstück über Rohbau bis Außenanlage, mit aktuellen Quadratmeterpreisen für Ihre erfolgreiche Bauplanung.

Haus bauen – Kosten: Das Wichtigste in Kürze
Hauspreise betragen 2026 im Durchschnitt 2.700 Euro pro Quadratmeter ab OK Bodenplatte
Inklusive Grundstück, Fundament, Nebenkosten und Außenanlage verdoppelt sich dieser Betrag in etwa: Ein 120-qm-Haus kostet insgesamt ca. 550.000 bis 650.000 Euro.
Der Hauspreis macht nur rund 50–60 % des gesamten Baubudgets aus – Baunebenkosten, Fundament, Grundstück und Außenanlagen werden häufig unterschätzt.
Durch kompakte Planung, einfache Dachformen und gezielte Eigenleistung lassen sich 10–20 % der Baukosten einsparen.
Was kostet ein Hausbau 2026 im Durchschnitt?

"Für den Neubau eines Wohnhauses sind aktuell Hauspreise von im Schnitt etwa 2.700 Euro pro Quadratmeter die Regel. Bei einer gängigen Hausgröße von 120 bis 150 Quadratmetern ergibt sich daraus ein reiner Hauspreis von rund 324.000 bis 405.000 Euro.
Dazu kommen noch das Fundament und optional eine Unterkellerung, die Nebenkosten und das Grundstück samt Außenanlagen. Als Faustformel gilt: Das gesamte Baubudget beträgt etwa das 1,7- bis 2-fache des reinen Hauspreises."
Vergleichen Sie über 2.500 Häuser von mehr als 300 Anbietern und finden Sie das passende Angebot für Ihr Budget.
Jetzt Bauprojekt startenWelche Kosten kommen neben dem Hauspreis auf Sie zu?
Beim Hausbau ist der reine Hauspreis ab Oberkante Bodenplatte nur die größte von mehreren Kostenpositionen. Wer von Anfang an auch Baunebenkosten, Grundstück und Außenanlagen mitdenkt, behält sein Gesamtbudget sicher im Griff.
Die wichtigsten Kostenbestandteile beim Hausbau im Überblick:
| Kostenkategorie | Anteil am Gesamtbudget | Typische Spanne |
|---|---|---|
| Hauspreis ab OK Bodenplatte | 50–60 % | 2.500–3.000 €/qm |
| Grundstück inkl. Kaufnebenkosten | 15–30 % | stark standortabhängig |
| Baunebenkosten (Planung, Genehmigung, Versicherung) | 15–20 % | 50.000–90.000 € |
| Bodenplatte oder Keller | 5–10 % | 200–300 €/qm (Platte), 1.000–2.000 €/qm (Keller) |
| Außenanlagen | 5–10 % | 40.000–60.000 € |
Was beeinflusst die Grundstückskosten?
Die Grundstückskosten variieren in Deutschland extrem: Laut Statistischem Bundesamt liegt der Durchschnittspreis für baureifes Wohnbauland bei etwa 284 Euro pro Quadratmeter baureife Wohnbaufläche. Hinter diesem Mittelwert verbergen sich jedoch beträchtliche regionale Unterschiede.
- Region: In Sachsen-Anhalt zahlen Baufamilien im Mittel unter 80 Euro pro Quadratmeter baureife Wohnbaufläche, in Baden-Württemberg über 360 Euro. In Ballungsräumen wie München oder Stuttgart können Grundstückspreise deutlich über 1.500 Euro pro Quadratmeter liegen.
- Stadt vs. Land: In bayerischen Großstädten kostet der Quadratmeter Baugrund durchschnittlich über 3.400 Euro, in kleinen Gemeinden unter 2.000 Einwohnern je nach Lage unter 200 Euro.
- Erschließungsgrad: Bereits erschlossene (baureife) Grundstücke kosten deutschlandweit im Schnitt rund 250 Euro pro Quadratmeter, Rohbauland nur etwa 80 Euro – allerdings kommen hier noch Erschließungskosten hinzu.
Zusätzlich zum Kaufpreis fallen Kaufnebenkosten an:
| Posten | Anteil am Kaufpreis |
|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5–6,5 % (je nach Bundesland) |
| Notar und Grundbuch | 0,8–1,5 % |
| Makler (falls beauftragt) | 3,57–7,14 % |
Orientierung zu Bodenrichtwerten bietet das BORIS-System Ihres Bundeslandes. Die Links finden Sie über eine einfache Suche nach „BORIS" und Ihrem Bundesland.
Bei immowelt.de finden Sie den passenden Bauplatz für Ihr Traumhaus.
Wie setzen sich die Baunebenkosten zusammen?
Die Baunebenkosten werden häufig unterschätzt und machen rund 15 bis 20 % des Gesamtbudgets aus. Sie umfassen alle Ausgaben, die zusätzlich zum reinen Hauspreis und Grundstück anfallen, darunter zum Beispiel:
- Planungskosten: Das Architektenhonorar liegt bei vollem Leistungsumfang bei etwa 15 % der reinen Baukosten. Bei Fertig- und Typenhausanbietern ist die Planung meist im Hauspreis enthalten. Ein Bodengutachten, die Grundstücksvermessung und eine Energieberatung kosten jeweils zwischen 1.000 und 3.000 Euro.
- Genehmigungskosten: Die Baugenehmigung kostet je nach Gemeinde und Gebührenordnung zwischen 500 und 2.500 Euro. Hinzu kommen Anschlussgebühren für Wasser, Abwasser und Strom.
- Baustellenkosten: Erdarbeiten, Baustrom, Bauwasser, Gerüste und Schuttentsorgung machen zusammen etwa 5 bis 10 % der Bausumme aus. Je nach Bodenbeschaffenheit und Grundstückslage kann dieser Posten deutlich variieren.
Welche Versicherungen brauchen Bauleute?
Während der Bauphase sind mehrere Versicherungen Pflicht oder dringend empfohlen:
- Bauherrenhaftpflicht: Für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die von der Baustelle ausgehen.
- Bauleistungsversicherung: Deckt Schäden am Gebäude während Roh- und Ausbauphase ab.
- Feuerrohbauversicherung: Schützt vor finanziellen Folgen durch Feuer, Blitz oder Explosion.
- Bauhelferunfallversicherung: Pflicht bei der BG Bau, wenn Freunde oder Verwandte mithelfen.
Die Kosten für alle Bauversicherungen zusammen liegen im niedrigen dreistelligen Bereich pro Jahr. Bei hohem Eigenleistungsanteil steigt die Prämie.
Finden Sie unter 2.500 Häusern von über 300 Anbietern genau das Angebot, das zu Ihrem Budget passt.
Jetzt Baubeispiele ansehenWas kosten Rohbau und Innenausbau?
Die eigentlichen Baukosten – also der Hauspreis ab Oberkante Bodenplatte – teilen sich in zwei große Blöcke: Rohbau und Innenausbau.
Rohbaukosten
Der Rohbau umfasst alle tragenden Elemente: Fundament, Außen- und Innenwände, Decken, Treppen, Dachkonstruktion und Abdichtung. Im Durchschnitt liegen die Rohbaukosten bei 900 bis 1.300 Euro pro Quadratmeter und machen etwa die Hälfte der reinen Baukosten aus.
Was den Rohbau verteuert:
- Keller statt Bodenplatte: Ein Keller kostet zusätzlich 1.000 Euro pro Quadratmeter, ein Wohnkeller bis zu 2.000 Euro pro Quadratmeter.
- Komplexe Grundrisse mit Vor- und Rücksprüngen
- Aufwendige Dachformen wie Walm- oder Mansarddach
- Massivbauweise ist in der Regel teurer weil zeitintensiver als Fertigbauweise
Innenausbaukosten
Der Innenausbau umfasst Fenster, Türen, Elektrik, Sanitärinstallation, Heizung, Bodenbeläge, Malerarbeiten und technische Anlagen. Die Kosten liegen bei 800 bis 1.200 Euro pro Quadratmeter.
Hier liegt das größte Einsparpotenzial: Bei der Ausstattungswahl entscheidet sich, ob Hausbau-Kosten im Rahmen bleiben. Eine Standardbadewanne kostet 300 Euro, ein Designmodell leicht 3.000 Euro. Solche Einzelentscheidungen summieren sich schnell.

„Achten Sie bei Hauspreisen immer auf die Leistungsbeschreibung. Bei einem Anbieter kann ‚schlüsselfertig' nahezu bezugsfertig bedeuten – inklusive hochwertiger Fliesen und Küche. Bei einem anderen fallen beim gleichen Preis noch diverse Innenausbauarbeiten an. Ein genauer Vergleich der Bau- und Leistungsbeschreibungen spart bares Geld."
Was kosten die Außenanlagen?

Die Kosten für Außenanlagen werden häufig unterschätzt. Als Richtwert gelten etwa 10 % der Bausumme. Bei einem Einfamilienhaus mit 300.000 Euro Hauspreis sind das rund 30.000 Euro.
Die wichtigsten Posten:
- Stellplatz / Parkplatz (ca. 15 qm, gepflastert): 1.000–2.500 Euro
- Carport (einfach, Einzelcarport): 2.000–7.500 Euro
- Garage (Fertiggarage, Einzelgarage): 4.000–15.000 Euro
- Garage inkl. Fundament und Montage: ca. 6.000–22.000 Euro
- Terrasse (30 qm): 4.500–13.500 Euro
- Gartenanlage (Einfahrt, Wege, Bepflanzung): 10.000–30.000 Euro
- Zaun / Einfriedung (ca. 20 m): 300–8.500 Euro
Viele dieser Arbeiten können in Eigenleistung erfolgen und müssen nicht vor dem Einzug abgeschlossen sein. Das entlastet das Budget in der Bauphase.
Welches Haus passt zu Ihrem Budget? Vergleichen Sie Angebote und starten Sie Ihr Bauprojekt.
Jetzt passende Baubeispiele findenWas bekommt man für welchen Hauspreis?
Je nach Budget ergeben sich beim Hausbau ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Die folgende Übersicht zeigt, was Baufamilien für verschiedene Hauspreise erwarten können; jeweils als reiner Hauspreis ab Oberkante Bodenplatte, ohne Grundstück und Nebenkosten:
| Hauspreis | Ausbaustufe & Ausstattung | Ungefähre Wohnfläche |
|---|---|---|
| Bis 100.000 € | Tiny Houses, Bausatzhäuser oder sehr einfache Ausbauhäuser – viel Eigenleistung erforderlich | 30–90 qm |
| Bis 200.000 € | Kleine Ausbauhäuser in einfacher bis mittlerer Ausstattung, teils mit energieeffizienter Heizung | 80–120 qm |
| Bis 300.000 € | Ausbauhäuser mit gehobener Ausstattung oder günstige schlüsselfertige Häuser in Standardausführung | 120–155 qm |
| Bis 400.000 € | Schlüsselfertige Häuser mit guter Ausstattung, viel Wohnfläche oder gehobener Standard | 130–180 qm |
| Ab 400.000 € | Große Einfamilienhäuser, individuelle Architektur, Luxusausstattung – Gesamtbudget leicht über 900.000 € | 150–250+ qm |
Beachten Sie: Bei allen Preiskategorien ist die Bodenplatte in der Regel nicht im Hauspreis enthalten. Prüfen Sie bei jedem Angebot die Leistungsbeschreibung genau.
Wie planen Sie Ihr Baubudget in 5 Schritten?
Ein realistisches Baubudget bildet die Basis einer erfolgreichen Umsetzung Ihres Bauprojekts. So gehen Sie strukturiert vor:
Schritt 1 – Finanzierungsrahmen klären Ermitteln Sie mit Ihrer Bank oder einem Finanzierungsberater, welche monatliche Rate Sie langfristig tragen können. Berücksichtigen Sie dabei Eigenkapital, Fördermittel (z. B. KfW-Darlehen) und die aktuellen Bauzinsen.
Schritt 2 – Gesamtbudget ableiten Aus dem maximal möglichen Darlehen plus Eigenkapital ergibt sich Ihr Gesamtbudget. Davon müssen alle Kostenpositionen abgedeckt werden – nicht nur der Hauspreis.
Schritt 3 – Grundstückskosten ermitteln Recherchieren Sie die Bodenrichtwerte in Ihrer Wunschregion über BORIS. Kalkulieren Sie zusätzlich die Kaufnebenkosten (10–15 % des Grundstückspreises).
Schritt 4 – Hauspreis-Spielraum berechnen Ziehen Sie Grundstückskosten, Baunebenkosten (15–20 % vom Hauspreis), Fundament sowie ggf. Keller und Außenanlagen (ca. 10 %) vom Gesamtbudget ab. Der Rest ist Ihr verfügbarer Hauspreis.
Schritt 5 – Puffer einplanen Kalkulieren Sie mindestens 5–10 % Puffer für Unvorhergesehenes ein – etwa schwierige Bodenverhältnisse, nachträgliche Sonderwünsche oder Materialpreissteigerungen.
Wie finanzieren Sie Ihren Hausbau?
Eine solide Finanzierung repräsentiert das Fundament jedes Bauvorhabens. Selbst kleine Zinsunterschiede können über die Laufzeit erhebliche Kostendifferenzen verursachen.
Bei der Finanzierung sollten Baufamilien auf drei Punkte achten:
- Eigenkapitalquote: Je höher der Eigenkapitalanteil, desto günstiger die Zinsen. Empfohlen werden mindestens 20 % des Gesamtbudgets.
- Fördermittel nutzen: KfW-Darlehen (z. B. Programm 297/298 für klimafreundlichen Neubau) bieten zinsgünstige Kredite. Auch Landesförderbanken haben regionale Programme.
- Zinsbindung: Bei aktuellen Bauzinsen um 3,5–4 % kann eine längere Zinsbindung (15 Jahre) Planungssicherheit geben.
Die monatliche Rate muss langfristig tragbar bleiben. Als Faustregel gilt: Die Kreditrate sollte maximal 35 % des Haushaltsnettoeinkommens betragen.
In 3 Schritten zum passenden Finanzierungsangebot
Erhalten Sie individuelle Angebote und vergleichen Sie.
Jetzt Angebote anfordernFazit: Ihre Checkliste für die Hausbau-Kosten
- Hauspreis ab OK Bodenplatte ist nicht gleich Gesamtbudget – Grundstück, Fundament, Nebenkosten und Außenanlagen verdoppeln die Summe in etwa.
- Mit 2.700 Euro/qm als Hauspreis und einem Gesamtbudget-Faktor von ca. 1,7–2 kalkulieren.
- Grundstückskosten regional prüfen – die Spanne reicht von unter 100 bis über 3.000 Euro/qm.
- Baunebenkosten mit 15–20 % vom Hauspreis einplanen – Versicherungen nicht vergessen.
- Leistungsbeschreibungen verschiedener Anbieter im Detail vergleichen – „schlüsselfertig“ bedeutet nicht überall dasselbe.
- Puffer von 5–10 % für Unvorhergesehenes einkalkulieren.
- Finanzierung frühzeitig klären und Fördermittel prüfen.
- Sparpotenziale nutzen: kompakter Grundriss, einfaches Dach, Ausbaustufe anpassen.













































































