Holzhaus – guter Wärmeschutz und angenehmes Raumklima

Holz ist einer der ältesten Baustoffe der Welt – und auch heute noch topaktuell. Dabei ist Holzhaus nicht gleich Holzhaus, denn es gibt viele verschiedene Bauweisen. Und nicht immer kann man erkennen, dass es sich bei einem Gebäude um ein Holzhaus handelt. Rein optisch ist also für jeden was dabei. Abgesehen davon bietet der Baustoff Holz jede Menge Vorteile.

Wer ein Holzhaus bauen möchte, kann dafür verschiedene Gründe haben: etwa die Optik, die mal modern, mal rustikal rüberkommen kann. Der Preis kann ein Thema sein, denn mit einigen Holzbauweisen kann man relativ günstig bauen. Vielleicht sind es auch die Eigenschaften des Baustoffs Holz, mit dem man nachhaltig, ökologisch und gesund bauen kann.

Holzhaus, Holzfassade, Foto: ah_fotobox / fotolia.de
Dieses Holzhaus ist im Kern gar keines. Lediglich die Fassade ist aus Holz. Aber auch das genaue Gegenteil ist möglich: statische Konstruktion aus Holz aber eine verputzte Fassade. Foto: ah_fotobox / fotolia.de

Holzbauweisen

Die grundlegenden Bauweisen sind schon viele Jahrhunderte alt – und dennoch nicht veraltet. Unterscheiden kann man zwischen der Rahmenbauweise, bei der aus Holz ein Ständerwerk gebaut wird, dass dann gefüllt und beplankt wird. Oder der massiven Bauweise, bei der aus Balken, verleimten Brettern oder ganzen Baumstämmen Wände hochgezogen werden.

Holzrahmenbau

Unter Holzrahmenbau versteht man eine Bauweise, bei der ein hölzernes Ständerwerk für die vertikale Aussteifung eines Gebäudes sorgt. Dieses Ständerwerk wird mit Holz- oder anderen Platten beplankt und erhält dadurch auch horizontal Stabilität. Der Holztafelbau unterscheidet sich davon durch einen höheren Grad der Vorfertigung in der Fabrik und ist die in Deutschland vorherrschende Bauweise bei Fertighäusern. Der Übergänge zwischen den beiden Bauweisen ist allerdings fließend, die Begriffe sind im Sprachgebrauch nicht klar voneinander getrennt. Beide Bauweisen gehören zur Überkategorie Holzständerbauweise, zu der auch der Skelettbau gehört. Bei letzterer übernimmt das Holzständerwerk sowohl die vertikale als auch die horizontale Aussteifung, braucht also keine weiteren Bauelemente, um stabil zu stehen. An ein solches Ständerwerk kann jedes beliebige Fassadensystem, beispielsweise auch eine durchgehende Glasfront montiert werden.

20 Bilder
zur Galerie

Sonderformen des Holzbaus

Das Fachwerk zählt eigentlich auch zu den Holzständerbauweisen. Es unterscheidet sich aber maßgeblich vom Holztafelbau, weil das Ständerwerk nicht beplankt, sondern befüllt wird. Eine durchgehende Holzfassade ist im Fachwerkbau unüblich und wenn, dann lediglich Schmuckelement. Heutzutage kommt der Fachwerkbau vor allem in mittel- und Norddeutschland wieder vermehrt vor.

Bei der Strohballenbauweise wird der Holzrahmen mit Strohballen gefüllt, die teilweise auch statische Funktion übernehmen. Das Ganze wird dann allerdings verputzt. Die Fassade lässt sich dann nicht mehr von der verputzten Fassade eines Steinhauses unterscheiden. Daneben gibt es noch viele weitere, allerdings üblicherweise nur regional und historisch bedeutende Bauweisen wie beispielsweise der Rähmbau.

Massivbau aus Holz

Gänzlich anders funktioniert der Holzmassivbau. Die gesamte tragende Konstruktion besteht aus massiven Holzelementen. Die bekannteste Bauweise ist der Blockhausbau, bei der Rund- Kant- oder Eckhölzer, also Balken mit Durchmessern beziehungsweise Seitenlängen von 20 Zentimetern oder mehr miteinander verschränkt und zu Wänden aufgebaut werden. Andere Bauweisen sind die Brettstapelbauart, bei der Bretter in der gewünschten Wanddicke aufeinandergestapelt werden. Es können auch ganze Wände als Holzwerkstoffelement vorgefertigt und auf der Baustelle zusammengesetzt werden. Diese Wände wirken wie Betonbauteile, bestehen aber aus in Form gepressten Holzspänen.

Holzfassade

Die Fassade ist ein eigenes Bauteil. Insofern hat die Bauweise kaum Einfluss auf die Optik der Fassade. Stein- als auch Holzhäuser können sowohl eine verputzte Fassade als auch eine Fassade aus Holzelementen haben. Insofern können Bauherren, die gerne aus Stein bauen aber die Holzoptik schätzen, sich eine Holzfassade ans Steinhaus bauen lassen.

Varianten und Architekturstile

Bei Holzhäusern handelt es sich in den meisten Fällen um kleinere Gebäude mit selten mehr als zwei Stockwerken – Bauträger bauen mehrheitlich aber massiv und aus Stein. Ein Reihenhaus aus Holz bräuchte schon drei oder mehr Bauherren mit ähnlichem Geschmack, die gemeinsam das Reihenholzhausprojekt verwirklichen. Dennoch sind grundsätzlich alle Haustypen denkbar: Doppelhäuser aus Holz, Mehrfamilienhäuser aus Holz, Bungalows, Stadtvillen, Landhäuser. Alles ist möglich.

Foto: THE WHITE HOUSE
Foto: BostonHaus
Foto: FingerHaus
7 Bilder
zur Galerie

Amerikanische Holzhäuser, die auch hierzulande angeboten werden, sind meistens im viktorianischen Stil oder im Kolonialstil gebaut – also in Holzrahmenbauweise. Allerdings gibt es auch amerikanische oder kanadische Blockhäuser. Für Schwedenhäuser gilt genau das gleiche: meistens werden sie Holzrahmenbauweise errichtet, teilweise als Blockhaus. Beide Architekturstile ähneln sich auch in Details, wie der überdachten Veranda vor oder hinter dem Haus. Charakteristisch für das Schwedenhaus ist beispielsweise die rot gestrichene Fassade samt weißer Eckhölzer und Fensterrahmen. Amerikanische Holzhäuser sind dagegen oft etwas verspielter, besitzen Türmchen, Säulen und mehrere Giebel.

Bayerische Holzhäuser sind keine reinen Holzbauten. Üblicherweise ist das Erdgeschoss gemauert. Im Obergeschoss gibt es oft einen Balkon, der ums gesamte Haus reichen kann. Das Dach besitzt eine sehr geringe Neigung. Bei der Bauweise handelt es sich traditionell um die Blockhaus- oder Fachwerkbauweise. Moderne Holzhäuser setzen aber auf verschiedene Holzrahmenbauweisen.

Hausbaukataloge bestellen & sich inspirieren lassen

Region festlegen

Um den idealen Hausanbieter zu finden, geben Sie zuerst Ihr Bundesland an.

Anbieter auswählen

Bungalow, Stadtvilla oder Schwedenhaus – finden Sie den Haustyp Ihrer Träume. Sie haben die Wahl.

Daten eingeben

Ein paar Informationen über Ihr Wunschhaus sowie Ihre Kontaktdaten – schon ist die Anfrage fertig.

Jetzt Hauskataloge bestellen

Bauholz fürs Holzhaus

Welche Holzsorten für den Bau eines Holzhauses geeignet und vor allem auch zugelassen sind, hängt davon ab, wo genau das Holz eingesetzt wird. Für tragende Zwecke sind laut DIN 1052 folgende Holzarten geeignet:

  • Nadelhölzer: Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche, Douglasie, Western Hemlock, Southern Pine, Yellow Cedar
  • Laubhölzer: Eiche, Buche, Teak, Keruing, Merbau, Angélique, Bongossi, Greenheart

Aber auch von diesen Bäumen ist nicht jedes Holz geeignet: Astlöcher, Schwindrisse und die Abstände von Jahresringen dürfen nur bestimmte Maximalgrößen aufweisen. Die Feuchtigkeit darf bestimmte Werte nicht überschreiten, der Grenzwert beträgt üblicherweise 20 Prozent, der strengere Standard KVH (Konstruktionsvollholz) erlaubt nur 18 Prozent Feuchtigkeit. Um diese Werte zu erreichen, wird das Holz mit Wasser besprüht und auf 70 Grad erhitzt. So trocknet es langsamer und reißt nicht. Bei diesen Temperaturen sterben auch Schädlinge ab, weil sich das Eiweiß im Holz aufspaltet, fehlt potenziellen Neuankömmlingen die Nahrung – und sie bleiben fern. Trockeneres Holz wird üblicherweise nicht verwendet, der Trocknungsprozess ohne Aufspaltung ist schlicht zu aufwendig.

Für den Innenausbau eignen sich auch andere Hölzer wie Kastanie oder die Hölzer von Obstbäumen. Für Fußböden und Treppen verwendet man üblicherweise recht hartes Holz.
 

Holzhaus, Sägewerk, Foto: karapiru / fotolia.de
Baumstämme und zugeschnittenes Holz in einem Sägewerk. Foto: karapiru / fotolia.de

Vorteile und Nachteile des Baustoffs Holz

Bei einem Holzhaus kann man nicht pauschal von Vor- oder Nachteilen sprechen, Bauweisen wie Blockbau, Fachwerk oder die Rahmenbauweise unterscheiden sich zu stark voneinander. Allerdings besitzt auch der Baustoff Holz spezifische Vor- und Nachteile, die in den einzelnen Bauweisen unterschiedlich stark zum Tragen kommen – abhängig davon, wie groß der Baustoff Holz am Bauwerk ist und ob er nur der Konstruktion oder auch der Verkleidung dient, ob er also sichtbar ist oder nicht.

Vorteile des Baustoffs Holz:

  • Holz ist ein nachwachsender Rohstoff.
  • Regionale Baustoffe möglich.
  • Natürlich Wärmedämmung: Holz wird als Faserwerkstoff zum Dämmen eingesetzt. Auch Kantholz besitzt gute Dämmeigenschaften. Je nach Wandaufbau benötigt ein Holzhaus deswegen kein zusätzliches Dämmmaterial und erfüllt dennoch die Anforderungen an die Energieeffizienz.
  • Natürliche Feuchtigkeitsregulierung: Holz kann Luftfeuchtigkeit aufnehmen und auch wieder abgeben und so dabei helfen, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu regulieren.
  • Holz ist sehr flexibel einsetzbar und lässt sich an alle Bauanforderungen anpassen.
  • Der Baustoff Holz kann industriell so vorbereitet werden, dass letztendlich fertige Wandelement zum Bauplatz gefahren können und vor Ort zusammengesetzt werden. Dadurch sind kurze Bauzeiten möglich. Genau davon profitieren die meisten Fertighausbauweisen.

Nachteile von Holz:

  • Holzfassaden benötigen Pflege. Je nach Holzart und gewünschter Optik müssen Holzfassaden alle drei bis 50 Jahre gestrichen werden. Pflegeleichtes Holz behält seine bauphysischen Eigenschaften, graut aber mit der Zeit aus.
  • Schlechter Schallschutz. Holz überträgt Schall entlang der Fasern und bietet von Natur aus keinen guten Schallschutz, aufgrund der niedrigeren Masse im Vergleich zu beispielsweise manchen Steinen. Durch mehrschichtige Decken und Wände lässt sich das Problem aber lösen.
  • Manche Hölzer werden zur Schädlingsabwehr oder Feuerwiderstandsfähigkeit chemisch behandelt. Wer auf Chemie verzichten möchte, sollte frühzeitig bei potenziellen Baufirmen nachfragen. Holz kann man auch durch natürliche Methoden Schädlingsresistent und durch einen bestimmten Wandaufbau Feuersicher machen.
  • Der Baustoff Holz arbeitet. Bei manchen Blockhausbauweisen hat das zur Folge, dass sich das Gebäude nach Fertigstellung noch setzen kann.
  • Niedriger Wiederverkaufswert möglich: Zumindest dann, wenn potenzielle Käufer der Holzbauweise kritisch gegenüber stehen. Bei bestimmten Bauweisen wie dem Fachwerkhaus ist dafür das Gegenteil der Fall: Fachwerk gilt fast immer als besonders hochwertig.
  • Höhere Versicherungssummen möglich. Manche Versicherungen verlangen für Holzhäuser höhere Beiträge. Hauseigentümer sollten die verschiedenen Policen vergleichen. Es gibt auch Anbieter, die keinen Holzhausaufschlag verlangen.
Holzhaus, Schwedenhaus, schwedisches Holzhaus, Foto: Burkhard / fotolia.de
Einer der beliebtesten Holzbaustile: Ein schwedisches Holzhaus. Foto: Burkhard / fotolia.de

FAQ: Hält Holz Sturm, Wasser und Feuer stand?

Holzhäuser scheinen manchmal nicht sonderlich stabil zu sein. Insbesondere die Bilder von zerstörten Holzbauten nach Unwettern in den USA scheinen dafür zu sprechen. Doch ein hochwertiges Holzhaus, das den deutschen Bauvorschriften entspricht, ist genauso stabil wie jedes andere Bauwerk. Die wichtigsten Fragen rund um die Stabilität und Lebensdauer von Holzhäusern:

Besitzen Holzhäuser eine geringere Lebensdauer?

In Norwegen und auch in der Schweiz stehen Holzgebäude aus dem 12. Jahrhundert. Grundsätzlich kann ein Holzhaus also sehr lange stehen. Das eigene Holzhaus zu vererben dürfte überhaupt kein Problem sein. Im Übrigen bedürfen die meisten Bauwerke nach 20 bis 30 Jahren die eine oder andere Renovierungsmaßnahme: Dann müssen Fenster oder die Heizung ausgetauscht werden und vielleicht muss am Dach etwas repariert werden. Das gilt für Holzhäuser genau wie für Häuser anderer Bauweisen.

Sind Holzhäuser nicht instabil?

Die Bauvorschriften in Deutschland enthalten Angaben zur Tragfähigkeit und Statik gelten für Steinhäuser und Holzhäuser gleichermaßen. Dass Holz keine Probleme mit der Stabilität hat, zeigt auch die Tatsache, dass sich aus Holz riesige Bauwerke erstellen lassen. In Wien entsteht beispielsweise das höchste Holzgebäude der Welt: Ein Wohnhochhaus mit 24 Etagen und 84 Metern Höhe.

Halten Holzhäuser Stürmen stand?

Weil in Amerika die Hurricanes durch die Wohngegenden jagen und alles kurz und klein pusten, entsteht der Eindruck, Holzhäuser seinen besonders gefährdet durch Stürme. Aber zum einen können auch Steinhäuser beschädigt werden, wenn sie billig gebaut wurden. Zum anderen ist es eine Frage der Statik und nicht des Baumaterials, Windlasten aushalten zu können. Gut geeignet sind beispielsweise Sattel- oder Walmdächer, die sich jahrhundertelang bewährt haben – und bis heute selbst bei Steinhäusern aus Holz gebaut werden.

Ist Feuchtigkeit ein Problem für Holz?

Regen und Schnee machen einem Holzhaus nichts aus. Auch Feuchtigkeit von Innen ist kein Problem. Immerhin ist Holz von Natur aus feucht und kann Schwankungen gut regulieren. Stehende Nässe ist aber eine große Gefahr – weshalb auch Holzhäuser ein Betonfundament benötigen. Ein Holzhaus im Überschwemmungsgebiet ist wahrscheinlich tatsächlich keine so gute Idee.

Ist die Feuergefahr bei Holzhäusern höher?

Bei einem Wohnungsbrand fangen zuerst Teppiche, Gardinen, Möbel und dergleichen Feuer. Wenn dieses Feuer dann nicht schnell gelöscht werden kann, sind die Folgen für alle Häuser verheerend. Die Holzwände können durch ein Feuer irgendwann vernichtet werden. Die tragenden Balken brennen allerdings nicht so schnell ab. Bei einem Brand kann aber auch das Löschwasser, das in großen Mengen ins Haus gepumpt wird, problematisch sein. Im übrigens ist auch Stahlbeton bei Feuer nicht ungefährlich. Der brennt zwar nicht, doch der Stahl kann schmelzen und der Beton bröckeln. Ein Feuer im Erdgeschoss kann dazu führen, dass das gesamte Bauwerk instabil wird.

Unsere Hausanbieter

Baugenehmigung von Holzhäusern

Wer also ein Holzhaus bauen will, braucht in den allermeisten Fällen keine Sicherheitsbedenken zu haben. Bei bürokratischen Hürden kann das schon anders aussehen. Denn Häuser müssen genehmigt werden und je nach Baugebiet und Baubehörde kann es da strenge Vorgaben geben, die auch den Bau von Holzhäusern einschränken können. Zumindest kann eine Fassade aus Holz verboten werden. Wer also ein Holzhaus bauen möchte und das in erster Linie aufgrund der inneren Werte tut, dürfte keine Probleme mit einer Baugenehmigung haben. Wer Wert auf die Holzfassade legt, sollte vorab einen Blick in den Bebauungsplan werfen.

Was kostet ein Holzhaus?

Was ein Holzhaus kostet, kann man pauschal nicht sagen. Es kommt auf die Größe an, auf die Ausstattung, die Komplexität des Vorhabens und natürlich auch auf die Preise, die das Bauunternehmen eben aufruft. Generell liegen die Preise genauso hoch, wie bei anderen Bauweisen. Im Fertighausbau kann man unter Umständen sicherlich etwas Geld sparen, massive Holzhäuser sind im Vergleich dazu etwas teurer. Typische Baupreise liegen bei 1.500 bis 2.500 Euro pro Quadratmeter für ein schlüsselfertiges Haus.

Um die Preise verschiedener Angebote vergleichen zu können, sollten Bauherren eine möglichst detaillierte Leistungsbeschreibung verlangen. Fällt ein Angebot deutlich günstiger aus, sollten sie sich nicht darauf stürzen, sondern prüfen, ob in der Leistungsbeschreibung wichtige Leistungen fehlen.

In 3 Schritten zum passenden Finanzierungsangebot

Daten eingeben

Beschreiben Sie den geplanten Hausbau oder Immobilienkauf.

Finanzpartner wählen

Fordern Sie Angebote von bis zu 3 Finanzberatern an.

Angebote bekommen

Erhalten Sie individuelle Angebote und vergleichen Sie.

Jetzt Angebote anfordern

Eigenleistungen bei den verschiedenen Holzbauweisen

Wer sparen möchte, kann manche Arbeiten beim Hausbau selbst erledigen. Ein Holzhaus bietet dafür potenziell mehr Möglichkeiten, am Ende kommt es aber auf die handwerklichen Fähigkeiten des Bauherrn an und auf das Bauunternehmen und welche Mitarbeitsmodelle dieses zulässt.

  • Holzvorbereitung: Bauholz muss zugeschnitten, unter Umstände behandelt und dann je nach Bauweise weiter verarbeitet werden. Bei regionalen Unternehmen können Bauherren unter Umständen in der Werkshalle mithelfen.
  • Hausaufbau: Die Wandelemente bei einem Holztafelbau werden üblicherweise maschinell hergestellt. Beim Holzrahmenbau, wenn die Wände vor Ort beplankt werden, ist eine Mitarbeit unter Umständen möglich. Diese Bauweise ist in Deutschland allerdings sehr selten.
  • Dämmung: Je nach Bauweise können Bauherren entweder in der Fabrik oder vor Ort das Dämmmaterial selbst einbringen.
  • Wand und Boden: Den Innenausbau können Bauherren selbst erledigen – je nach handwerklichen Fähigkeiten. Dazu gehört beispielsweise das Verlegen von Böden, die Beplankung von Innenwänden, Fliesen legen, tapezieren und Streichen.

Bauabnahme beim Holzhaus

Die Bauabnahme ist ein heikler Zeitpunkt. Denn akzeptiert der Bauherr Fehler, die er hätte sehen können, verspielt er unter Umständen seinen Gewährleistungsanspruch. Aus diesem Grund sollte ein Fachmann bei der Bauabnahme dabei sein. Und der sollte sich auch mit der jeweiligen Bauweise auskennen. Bei einem Blockhaus muss man auf andere Dinge achten, als bei einem Steinhaus. Bei einem Fachwerkhaus auf andere Dinge als bei einem Fertighaus. Übersieht dann der Fachmann einen Mangel, hat der Bauherr möglicherweise ihm gegenüber einen Anspruch.